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Thema: Frank Miller's "300"

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Pyrus Beitrag anzeigen
    Aber warum kommen als Alternativen zu meinen Interpretationen von 300 nur, die des gar nicht interpretierens? Dass hinter dem Film eine wahnsinnige symbolische Wucht steckt, wird wohl jeder gemerkt haben. Und mir passt da eben die Schlagrichtung nicht. In Spekulationen über weltpolitische Folgen werde ich mich sicher nicht weiter versteigen, aber ich persönlich komme mit dem Ton des Films auf jeden Fall nicht klar. Und auf Unterstellungen, dass mir das irgendwelche Zeitungen eingeflüstert hätten, kann ich verzichten.
    Der Comic hatte dieselbe "Wucht", bestand allerdings nur aus Schlachtszenen und dem Selbstmordversuch des Krüppels bevor er überlief. Die Kraft blieb dementsprechend auch im Film bei den Schlachtenszenen und jenen Szenen, die nicht nachträglich in die Handlung eingefügt wurden. Die ganze Handlung in Spartha hat den Film im Gegensatz zum Comic erträglich gemacht, dafür aber unguten politischen Touch hinzu geben. Ohne die Szenen ist das Werk ausschließlich Machoistisch.

    Aber abgesehen von diesen Szenen ist der Film was die Interpretationsmöglichkeiten angeht so ergiebig wie der "Fluch der Karibik".

  2. #2
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Der Comic hatte dieselbe "Wucht", bestand allerdings nur aus Schlachtszenen und dem Selbstmordversuch des Krüppels bevor er überlief.
    Bitte, wer kannte den Comic, bevor es den Film gab? Bestimmt kaum einer der eingefleischten Kritiker, die Pyrus' Punkte noch um einiges übertreten.
    Und seine Argumente sind nicht haltlos, es stellt sich nur die Frage, wie bewusst die Stereotypen und martialischen Prämissen in den Film eingebaut wurden, und ob mit dem Ziel, den Zuschauer zu beeinflussen. Oder auch nicht, weil der Film für sich keinen echten Wahrheitsanspruch hat und die gleichen Prämissen in anderen Schlachtenepen in der gleichen Weise verwendet werden. 300s Setting ist nur geeignet, diese jetzt zum öffentlichen Thema zu machen, aber wenn schon sollte man gleich die Paradigmen des Genres diskutieren, das einfach auf Helden im Kampf mit schemenhaften Feinden besteht. Oder erkennen, dass der Film vorrangig kurzweilige Unterhaltung ist und bestenfalls vorhandene Resentiments weckt, aber an sich keine Propaganda darstellt.
    Der Film könnte zur Form der Darstellungsweise zwar zusätzlich Stellung beziehen, aber es ist verdammt nochmal auf kassentaugliche Unterhaltung ausgerichtet.

    Zitat Zitat
    Aber abgesehen von diesen Szenen ist der Film was die Interpretationsmöglichkeiten angeht so ergiebig wie der "Fluch der Karibik".
    Nicht wirklich, bei PoC ist das fiktive fest in die Handlung integriert, während es bei 300 ein Instrument ist, die ganz ursprüngliche Handlungsgrundlage interessant zu machen.
    Den Skelettpiraten oder den Meerestier-/D&D-Mindflayer-Mischungen kannst du nicht wirklich vorwerfen, dass die auf sie verwendeten Stereotypen auf reale Gruppen umgemünzt werden sollten. Okay, bei den wie üblich dummen Eingeboreren, die nur als Humoreinlage taugen schon, aber für die gibt es keine Lobby.
    300 bietet sich dagegen an, weil man tatsächlich einfache Ost-/West-Vergleiche bilden kann. Kann.

  3. #3


    This Thread is getting stupid.

  4. #4

  5. #5

  6. #6
    haha, du bist so uberhaupt nicht witzig

    und jetzt bring nen Spruch, vorzugsweise in Slang-Englisch oder wahlweise ein Bild selbstverständlich ebenfalls mit Slang-Englisch und dann sei still.

  7. #7
    Eine Geschichte, die über Jahrhunderte immer wieder dazu verwendet wurde, den Kampf von Helden gegen das absolute Böse zu besingen und zeitgleiche Kriege und Konflikte zu verklären, kann auch im Umfeld des jetzigen Irakdesasters und der Thematik des "clash of cultures" (Huntington) dazu verwendet werden, propagandistisch zu wirken oder auch nur als propagandistische Erzählung wahrgenommen zu werden. Also: Entweder äussert sich der Film zur Realität oder die Realität äussert sich zum Film. Das kann man praktisch auffassen, wie man will, mir persönlich ist die Debatte relativ schnuppe.

    Der Film selbst ist ein belangloses Brachialwerk, bei dem man das Hirn abschalten und sich gut zwei Stunden von homoerotischen Heroen im Kampf gegen Monster, Mutanten und Ninjas berieseln lassen kann. Empisch, zugegebenermassen, aber sicher nicht anspruchsvoll. Aber bitte: Wer will es schon immer anspruchsvoll? Ich hatte eine tolle Zeit im Kino (O-Ton ) und um das geht es ja. Und ich sage: Ähnlich wie Matrix darf man wohl jetzt erwarten, dass zu jeder sinnigen und unsinnigen Zeit auf diesen Film referiert wird.

    Ah, noch eine Randbemerkung: Pyrus hat Recht! Die Getreideszenen in filmischen Epen werden ganz klar überstrapaziert. Also, reicht.

    Und noch was: Ich hätte mir bei der Vorlage fast noch mehr rockige Musik als den üblichen Monumentalklassik-Mix gewünscht.

  8. #8
    Werde mir den Film ebenfalls ansehen.
    Allgemein gefallen mir solche,ich sag mal Antik angehauchten Filme,sehr gut,das Flair und die Umgebung stechen mir dabei besonders ins Auge.
    Mal sehen,vielleicht gehe ich mit meiner Freundin rein,wollten sowieso die Woche noch ins Kino gehen.
    Danach editiere ich meine Meinung.

  9. #9
    Hi!

    Habe den Film auch letzte Woche Donnerstag gesehen, und muss sagen: Geil!

    Von der Handlung her natürlich nicht soooooo anspruchsvoll, aber ich fands einfach geil. Ab und an muss einfach mal so ein stumpfer Film mit viel Schwertern und Blut sein, da kam 300 gerade recht. Halt son richtiger Männerfilm
    Besonders geil waren die Szenen die man schon aus dem Fernsehtrailer kennt wie die Szene in der Leonidas "Das ist Sparta schreit", da hat das ganze Kino in der Situation drauf gewartet, das konnte man förmlich spüren^^
    Sehr geiler Film, wirklich. Auch das Slo-Mo-Gemetzel kam immer wieder gut.

  10. #10
    Buahaha, unsere lokale Zeitung hat jetzt 300 sauschlecht bewertet, weil er ein "kriegsverherrlichender Werbefilm" ist, der "schon faschistische Züge annimmt". Ich kann nicht mehr.

  11. #11
    Zitat Zitat
    der verräter Gollum ist auch noch ein verlogener krüppel!
    Sowas kann nur jemand sagen, der nicht verstanden hat, daß Gollum Mittelerde gerettet hat als er den besessen Frodo den Finger samt Ring abbiß und sich wie Sigourney Weaver in Alien 3 mit dem Chestburster in feurige Gluten stürzte.

    Apropo Herr der Ringe:
    Bei den Hobbits wußte man wofür die kämpfen - Party und Lebensfreude.
    Bei 300 gings einfach um nix denn die Spartaner waren genauso arschig wie die Perser. >_<

    Und man braucht nur mal die Dialoge der Kampfvorbereitungen zwischen Herr der Ringe und 300 vergleichen - Da liegen Welten.

    Zitat Zitat
    "kriegsverherrlichender Werbefilm" ist, der "schon faschistische Züge annimmt".
    Ist er auch, vor allem die Spartaner die ihre Babys wenn sie krank sind umbringen, weil sie dann nicht zum Kämpfer taugen.

    Geändert von Kenshiro-XIII (19.04.2007 um 20:15 Uhr)

  12. #12
    Zitat Zitat
    Halt son richtiger Männerfilm
    als Mann steh ich nicht wirklich drauf mir eine Horde wilder Spartaner anzusehen die bis auf einen Lendenschurz nix anhaben.....
    den einen find ich immer noch ulkig, so ein richtiges Babyface aber Six-Pack wie Arni zu besten Zeiten o_O
    Die 16 jährigen Mädels in der Reihe vor uns allerdings...

    Zitat Zitat
    Und man braucht nur mal die Dialoge der Kampfvorbereitungen zwischen Herr der Ringe und 300 vergleichen - Da liegen Welten.
    Der Vergleich hinkt ja mal total....zumal Herr der Ringe nicht primär auf Krieg ausgelegt war...(ok, bin ruhig)


    @Politische Intention:

    Jop, unsere Tageszeitung konnte sich diesen Seitenhieb in der heutigen Rezension nicht verkneifen
    Naja, kann man sehen wie man will. Vielleicht sollte man gar keine Filme mehr machen solange politische Spannungen zwischen irgendwelchen Ländern bestehen. Irgend jemand wird immer in irgendeinem Film irgendwas "hetzerisches" finden o_O

  13. #13
    Zitat Zitat von haebman Beitrag anzeigen
    als Mann steh ich nicht wirklich drauf mir eine Horde wilder Spartaner anzusehen die bis auf einen Lendenschurz nix anhaben.....
    den einen find ich immer noch ulkig, so ein richtiges Babyface aber Six-Pack wie Arni zu besten Zeiten o_O
    Die 16 jährigen Mädels in der Reihe vor uns allerdings...
    Nein, nicht auf die Typen... aber auf GEWALT und BLUUUUUUT

    Ich finde es auch schwachsinnig das der als faschistisches machwerk angeprangert wird. Gut, is zwar ein Mainstreamfilm, aber das muss ja nicht immer gleich schlecht sein .

  14. #14
    Zitat Zitat von Kenshiro-XIII Beitrag anzeigen
    Bei 300 gings einfach um nix denn die Spartaner waren genauso arschig wie die Perser. >_<
    Oh Mann, das ist so lustig, ich weiß ja nichtmal wie ich dir klar machen soll, dass du falsch liegst xD

  15. #15
    Warum hinterfragen wir überhaupt die Aussage dieses Films?
    Wir sollten vielmehr loben, dass er sich zum großen Teil an dem griechischen Welt- und Rassendenken orientiert.
    Das ist wie, als würde man Platon aufgrund grober faschistischer Ideologien in seiner Politeia verbieten und anmerken, dass es zu Adolf Hitlers favorisierten Werken gehörte.

  16. #16
    Ja, diese politische Hinterfragung nervt extrem.

    Ein Freund von mir hat bei Wiki gelesen, dass irgendjemand gasagt hat, dass das ein Durchhaltefilm für den Irakkrieg ist und die Aussage "Vergesst uns nicht" sich auf die US-Soldaten im Irak bezieht.

    Bla?

    Wer ist die Minderheit, die verschlungen wird? Der Irak oder die Amis?
    Die Amis sollten in dem Film die Perser sein, da sie nun einmal übermächtig sind (gegenüber dem Irak) und diese zu überrennen versuchen. Genauso wie im Irakkrieg, ist es auch im Film, sie treffen auf unerwartet großen Widerstand seitens der Iraker (bzw. der Extremisten) was wiederum Spartas Situation widerspiegelt.

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