Coffee Talk ist ... süß! Wir lesen Alltagsgeschichten aus einem Urban-Fantasy-Seattle mit vielen Furries und seltsameren Dingen. Manchmal kochen wir Kaffee aus verschiedenen Zutaten. Hin und wieder gibt es etwas Drama oder einen kleinen Twist. Ich bereue die knapp 5 Stunden überhaupt nicht, aber es ist auch wirklich nur süß.
Ein paar einzelne Punkte:
Mein größter Kritikpunkt ist, dass mich das Writing nicht so wirklich abgeholt hat. Es ist nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht spektakulär oder ernsthaft lustig oder sonst irgendwie einprägsam. Was OKAY für ein süßes Kaffee-Spiel ist, aber auch ein Problem für ein Spiel, das zu 80% aus Text besteht. Es ist auch so ein bisschen verliebt in Kunst und Schreiben und Videospiele, und das finde ich immer etwas anstrengend.
Etwas Ähnliches gilt für das Setting: Es funktioniert, aber sie machen hier wirklich nichts Besonderes, und dafür wird dann doch ein bisschen zu viel Fokus auf all das gelegt. Außerdem hätte ich ein bisschen mehr konsistenten Fokus, ein bisschen weniger Kitchen Sink schön gefunden.
Man sollte das Spiel wirklich in ein paar Tagen am Stück spielen, weil es praktisch fordert, dass man sich Kaffee-Rezepte und -Vorlieben merkt. Das ist auch überhaupt nicht schwer, aber wenn drei Wochen dazwischenliegen, wie bei mir trägem Fuck, kann es ein Problem sein. xD' Generell ist das Gameplay aber wirklich nur eine nette kleine Auflockerung; sobald man irgendwelche anderen Maßstäbe anlegt, kommt es nicht sonderlich gut weg.
Viele Charaktere stellen einen wirklich tödlichen Fall von SMUGFACE dar. Bspw. Freya im Bild oben: Ich verstehe, dass Menschen MANCHMAL so gucken, aber sie tut es ständig, selbst wenn ihr Text gar nicht so recht dazu passen mag. Und sie ist leider auch nicht die einzige. Nur ein Detail, aber irgendwie weirdly unsympathisch für mich?
Apropos Freya: Ich weiß nicht, ob sich außer mir noch jemand an die Aphrodite-IX-Comics aus den 2000ern erinnert, aber bei eine Grünhaarigen mit diesem Tattoo komm ich nicht drumherum. Ist das eine Anspielung?? O_ô
Generell sieht das Spiel ganz hübsch aus und baut durchaus eine nette Atmosphäre auf!
Also ja. Süß. Und wenn einen das anspricht, vielleicht eine Empfehlung. Ich denke, die Nachfolger werde ich trotzdem auslassen, wenn mir jetzt nicht irgendjemand sagt, dass sie meine Kritikpunkte völlig herumgedreht haben. ^^
29.11.2025, 13:45
~Jack~
Zitat:
Zitat von La Cipolla
Also ja. Süß. Und wenn einen das anspricht, vielleicht eine Empfehlung. Ich denke, die Nachfolger werde ich trotzdem auslassen, wenn mir jetzt nicht irgendjemand sagt, dass sie meine Kritikpunkte völlig herumgedreht haben. ^^
Der zweite Teil ist einfach nur mehr Coffee Talk und hätte genauso gut ein DLC sein können (was er ursprünglich auch sein sollte). Er hat nämlich nur ein einziges neues Feature (ein Fach in dem der Protagonist Items aufbewahrt die seine Gäste vergessen haben, damit er sie später zurückgeben kann, oder auch nicht), sowie drei neue Gäste. Wenn der erste Teil dich nicht wirklich abgeholt hat, dann wird der zweite Teil also nichts dran ändern. Ich hätte mir ebenfalls mehr Neuerungen oder komplett neue Gäste gewünscht, hatte aber trotzdem Spaß dran noch ein bisschen mehr mit diesen Charakteren zu plauschen und zu erfahren wie deren Stories weitergehen. Für komplett neue Stories muss man aber auf Coffee Talk Tokyo warten.
Für den ersten Teil hätte ich übrigens eine Steam Workshop Mod empfohlen die Sprachausgabe hinzufügt. Ändert am Writing natürlich nichts, klingt für ein kostenloses Projekt aber richtig gut.
07.12.2025, 14:21
Sylverthas
Du hast es erfolgreich geschafft, dass ich mir Coffee Talk nicht anschauen werde. Habs zwar iiiirgendwann mal gekauft, aber dann ist mir die Zeit doch zu schade, gerade, wenn das Writing nicht so lustig oder einprägsam ist. Das war ja ne klare Stärke von VA11-Hall-A (oder Affogato, was ja im Prinzip auch ein Kaffee-Simulator mit zusätzlichem Gameplay ist xD).
03.01.2026, 20:57
La Cipolla
So, ich nutze wie üblich die, äh, letzten Tage des Jahres, um noch ein bisschen was von meiner Liste abzuarbeiten, bevor ich das Ganze abschließe. :D Und damit ich dann nicht einen RIESENHAUFEN in einem Post auskotzen muss, hier ein paar Kleinigkeiten bzw. Großigkeiten. 8D
Hierüber bin ich im englischsprachigen Makerforum gestolpert, und habe es mehr pro forma auf die Wishlist gehauen, weil "JRPG-Roguelite-Autobattler für ein paar Euro" durchaus nach etwas klang, das mich ansprechen könnte. Und nachdem mir Byder das Spiel einfach mal random zum Geburtstag hat zukommen lassen (Vielen Dank! :D) ... bin ich echt positiv überrascht? Story und alles drumherum sind allem voran Mittel zum Zweck, aber dieser Zweck ist nicht nur das Gameplay, sondern auch ein sehr metamäßiger und (selbst-)referenzieller Humor, der Gott sei Dank deutlich öfter trifft als dass er danebengeht. Und das Gameplay selbst ist, wie erwartet, ernsthaft suchterzeugend! Nach 9 Stunden hatte ich die Story durch, und bis dahin gab es keine einzige Durchstrecke. "Nur noch einen Run!" eben, kennt man ja. Danach hat es dann auch gereicht, aber die Rogue-Mechanismen funktionieren einwandfrei und die Kernmechaniken im Großen und Ganzen ebenso. Außerdem ist es nett zu sehen, was hier so mit dem RPG Maker angestellt wurde. Solang man also das Genre mag und nicht mit allzu dicken Erwartungen herangeht? Ein kleiner, günstiger Geheimtipp!
Stardew Valley (mal wieder)
Ich hatte schon mehrmals durch das erste Jahr gespielt, aber dieses Mal bin ich zum ersten Mal bis ins dritte gekommen ... Und ja, Stardew Valley hat natürlich JEDEN Funken seiner Popularität verdient. :herz: Es ist megafaszinierend, in welcher Konsistenz hier mehr und mehr und MEHR ins Spiel geworfen wird. Ich bin noch immer nicht an einer Stelle, an der es nix mehr zu tun gäbe, und das ist weit vor allen Mods und Co. Wenn man bedenkt, dass die schwächeren Harvest-Moon-Teile so ein bisschen langweilig werden können, sobald man die ersten Kühe hat, lässt sich gar nicht überbewerten, welchen Wert dieses Spiel für das Genre hatte. Zeitlos!
Zenless Zone Zero -- 2025!
Inzwischen 650 Stunden, die ich keinesfalls bereue! :3
Ich könnte so viel Gutes über die VIBES dieses Spiels sagen ... aber stattdessen lasse ich euch das folgende Iris-Out-AMV da, weil es diese Schokoladenseite wirklich VERDAMMT gut einfängt.
Nun, wo GENAU das Pferd nur ein rudimentärer Sketch ist und wo es dann plötzlich unerwartet Feuer fängt und durch das Dach brennt? Darüber kann man sich streiten. Punkt ist: Die Qualität schwankt ... MASSIV. Gerade inhaltlich. Es gab mehrere Stellen in der Hauptstory, und in einzelnen Charakterstories, die mir ernsthaft Tränen in die Augen getrieben haben. Aber dann gab es auch ganze Events, in denen ich die Texte weggedrückt habe, ohne mich irgendwie schlecht zu fühlen. :| Und selbst innerhalb einzelner Storys wurde meine halbtote Aufmerksamkeit öfter mal rabiat wachgerüttelt, von einer krass animierten Szene oder einem emotionalen Beat, mit dem ich nicht gerechnet habe. Und obwohl mich die gesamte Story von Season 2 anfangs eher kalt gelassen hat, ist sie am Ende dann doch echt gut zusammengekommen! Es gibt sogar hin und wieder einen ernsthaft tiefgehenden Dialog, einen total vielschichtigen Charakter oder verdammt coole Lore-Ideen.
Aber man muss halt eine Menge Mittelmaß und sogar Nervkram "verkraften" ... PUNKT. Das wird hier nicht schöngeredet. Mit der Zeit spürt man auch, wie sehr das Ganze Teil des Gacha-Modells ist: Dieses Spiel will gar nicht 100% Engagement, es will eher eine stetige Präsenz sein, und der Fokus liegt natürlich auf den monetarisierbaren Charakteren u.ä. Und ja, das passt hier besser als in so einigen anderen Gachas, weil Alltäglichkeit ein inhärenter Teil des Konzepts ist, aber auch, weil es im Vergleich zu anderen Hoyo-Spielen eine sehr "freundliche" f2p-Politik fährt. Mit im Schnitt einer ~Stunde pro Tag habe ich praktisch alle Charaktere bekommen, die ich wirklich gern haben wollte. Geld habe ich für ZZZ immer noch nicht ausgegeben, abgesehen von ein paar Plastikfiguren. :D
Also ja, ich bin auch etwas tiefer ins Fandom gegangen, und das ist durchaus ein Teil der positiven Erfahrungen! Aber auch das ist eine Gacha-Strategie, und daher reden wir auch das hier nicht schön. PUNKT.
Und genau das merkt man an dutzenden anderen Stellen. An den unnötig komplexen Skill-Erklärungen, die Engagement erfordern, an den weirdly aggressiven Engagement-Strategien auf den sozialen Medien, an dem Fakt, dass "Delfine" wie ich das Spiel durch solche Posts hier an potenzielle Wale weitertragen ...
Und hier noch zwei offizielle Musikvideos, in denen weiterhin regelmäßig absolut krasser, abwechslungsreicher Charakterkram produziert wird! Ohne Shit? ZZZ ist in vielerlei Hinsicht genau das, was ich mir immer von Overwatch gewünscht habe.
Im Internet wird ZZZ ja gerne mal als "Gooner-Spiel" betitelt, und nichts daran ist schwer zu verstehen oder auch nur diskutabel. :p Es enthält schon nach anderthalb Jahren eine beeindruckende Galerie an Waifu-Archetypen (maximal 1/3 davon männlich), die übertriebenen Animationen von perfekten Brüsten, Hinterteilen, Oberschenkeln und noch "spezialisierteren" Körperteilen sind absolutes State-of-the-Art, und wie sehr sich die Hauptfiguren gefühlt mit einer 100-Prozent-Erfolgsrate durch diese Galerie flirten, ist wunderbar schamlos, und ehrlich gesagt, aller Zweifelhaftigkeiten zum Trotz, einfach nur WUNDERBAR! Manche Zweifelshaftigkeiten gönnt man sich einfach! :3
ABER ... irgendwo ist Zenless Zone Zero all das auch überhaupt GAR nicht. Leider?
Denn ZZZ ist abermals ein Gacha-Spiel, das Geld mit diesen Lieblings-Waifus verdient, und dadurch funktionieren eine Menge Sachen NICHT.
Beispielsweise Sex! Oder auch nur echte Romantik. Es wird zwar geflirtet, aber IMMER nur implizit. Die Hauptcharaktere haben einen massiv asexuellen Vibe. Es gibt zwar Dates und inzwischen sogar implizite Liebesbekundungen hier und da ... aber Waifu X muss natürlich wieder aus dem Bild entfernt werden, wenn drei Wochen später Waifu Y auftaucht. Das heißt, dass sich dieses Spiel so gut wie gar nichts erlaubt. Anspielungen, Andeutungen und sexualisierte Designs sind das Höchste der Gefühle. Eifersucht? Existiert nicht. Commitment? Nö. Wieso auch? Darf ja alles nicht wirklich real sein, obwohl es zur selben Zeit absolut diesen Vibe von echter Romantik haben möchte. Selbst Romanzen zwischen NSCs sind praktisch absent oder driften im Ausnahmefall (Astra + Evelyn) sofort in so einen weirden Dreiecksbeziehungsbereich ab, der natürlich ÜBERHAUPT NICHTS mit einer echten Dreiecksbeziehung zu tun hat, sondern einfach alles weirdly offen hält. Tatsächlich ist ZZZ beinah schon eine Kunstform im Offenhalten von Leerstellen. Und das Fandom ist natürlich nur allzu bereit, diese Leerstellen zu füllen -- im Zweifelsfall auch mit Harem-Memes, Inzest und Zweifelhafterem!
Was ich aber inzwischen, nach 650h am schlimmsten finde: NIEMAND im Spiel redet darüber. Zenless Zone Zero ist nicht nur sexless (was man noch mit Altersbeschränkungen u.ä. erklären kann), es ist aggressiv ignorant gegenüber romantischen Gefühlen oder tiefgehender zwischenmenschlicher Anziehung. All diese ätherisch wunderschönen Frauen um die Hauptfiguren? In-world scheinen sie kaum wirklich aufzufallen.
Hot Take: Zenless Zone Zero ist nur an der Oberfläche ein sexualisiertes Gooner-Game und sonst viel eher ein asexueller, aromantischer Fiebertraum ... aber natürlich ausschließlich aus Gacha-Gründen!
Der Award "Asexuelle Waifu 2025" geht natürlich an ... Yidhari! :herz:
Oder ist das (unter anderem) eine chinesische Sache ...?
Westless Zone Zero
Ich hatte letztes Jahr schon mal darüber geschrieben, dass die Hoyo-Spiele durchaus eine interessante kulturelle Ebene haben, und nach so viel ZZZ ist mir das einmal mehr aufgefallen. Dabei gibt es natürlich absolut offensichtliche Sachen, wie das Setting und die Menge an chinesischen Namen, die in dieser Season absolut eskaliert sind, aber es gibt auch subtilere inhaltliche Aspekte. Dabei ist mir wichtig: Das ist nicht mal unbedingt alles kritisch gemeint. Wir haben hier natürlich genauso unsere Tropen, und die können genauso zweifelhaft sein, aber bei einem chinesischen Spiel sind es natürlich erstmal die Unterschiede, die besonders spannend sind!
An erster Stelle steht da bspw. das Verhältnis der Machtfraktionen: TOPS ist ein ultrakapitalistischer (Lobby-)Verband der Megakonzerne, und a) damit zwar absolut als Standard akzeptiert, aber b) auch der allgegenwärtige gierige "Standardgegner" der Protagonisten. Oftmals situativ verbündet sind diese Kapitalisten mit wahnsinnigen religiösen Kultisten, die einem "Creator" huldigen. So weit, so bekannt. Auf der anderen Seite allerdings haben wir den "Mayor" von New Eridu, der bisher echt auffällig als weiser, väterlicher und letztlich hilfreicher Regierungsvertreter auftritt. Gegen Ende wird zwar impliziert, dass er auch seine Geheimnisse hat, aber ich vermute momentan STARK, dass diese auf "for the greater good!" hinauslaufen. Und letztlich ist da noch Krampus (lol), eine Regulierungsbehörde und Protagonisten(!)-Fraktion, die korrupte Wirtschaftsvertreter LITERALLY HINRICHTET. o_o'' Deine Waifus befürworten die Todesstrafe (uwu)! Im Gegensatz dazu ist dann aber wieder interessant, wie sehr die Story die Individualität des Einzelnen betont (+Friendship und Zusammenhalt, natürlich), gerade im Antagonismus mit dem Creator. Bin sehr gespannt, wo das alles noch hingeht!
Und ein -- im Sinne der politischen Lage -- ebenso verständlicher wie enttäuschender Tiefpunkt: Einige Mitglieder der "Angels of Delusion" (einer neuen Fraktion) haben kurz vor ihrer Veröffentlichung einen Namenswechsel spendiert bekommen, weg von Japanisch hin zu Chinesisch bzw. aggressiv Nicht-Japanisch, obwohl das Setting betont multikulturell ist. Nun ja. Schwarze Gacha-Charaktere gibt es weiterhin nicht, also sollten die Japaner wohl froh sein, dass sie überhaupt ein paar abbekommen haben!
Ein neues Fazit
Würde ich Zenless Zone Zero empfehlen? Nee. Ist immer noch ein grausiges Gacha (obwohl es eins der freundlicheren Gachas ist). Aber WENN man ein grausiges Gacha spielen möchte UND, so wie ich, komplett von diesen wilden Vibes und dem ganzen oberflächlichen Fan Service abgeholt wird? Dann vielleicht schon. Vielleicht!
Gachas sind am Ende des Tages eine sehr emotionale, instinktive Sache, und natürlich ist auch das 100% gewollt. ;D
03.01.2026, 23:28
MeTa
Zitat:
Hot Take: Zenless Zone Zero ist nur an der Oberfläche ein sexualisiertes Gooner-Game und sonst viel eher ein asexueller, aromantischer Fiebertraum ... aber natürlich ausschließlich aus Gacha-Gründen!
Für mich klingt das wie ein weiterer Punkt von dem was du vorher Gacha-Strategie nennst. Ich kenne ZZZ ja kein bisschen, aber natürlich ist das bei Genshin ganz ähnlich. Genshin sexualized/fetishized vermutlich nicht so sehr wie ZZZ (wie gesagt, Letzteres kann ich nur aus der Ferne beurteilen), aber Sexualität findet immer nur schwach impliziert statt. Prüderie und das Nicht-ausschließen-wollen von Zielgruppen für ein offeneres Rating ist ist da sicher ein Teil der Wahrheit, aber das wiederum schließt auch gar nicht aus, dass das Community-Engagement so wahrscheinlich besser funktioniert als umgekehrt. Weil die Spiele die Fantasie genug anregen, die Vollendung des projizierten Desires dann aber eben auch dieser Fantasie überlassen. Dass die hoyoverse-Communities so aktiv sind und auch so viel Raum auf AO3 und in vergleichbaren Fanschmieden einnehmen, könnte durchaus auch gut damit zusammenhängen. Mir fallen sowohl Argumente dafür ein, dass das was Gutes als eben auch was Schlechtes ist.
Auch zu den kulturellen Aspekten: Ist bei Genshin ja (auch) ähnlich, wo die Multikulturalität der Welt ebenfalls ein zentraler Faktor ist. Abgesehen davon natürlich, dass es im normalen Game (anders als inzwischen immerhin als Avatar im Usergenerated Minigame-Modus) auch in eindeutig schwarz inspirierten Kulturen kaum schwarze Charaktere gibt (unter den spielbaren noch weniger als bei NPCs). Insgesamt finde ich es jenseits dieser Repräsentationsfragen oft eher positiv, wie das gehandhabt wird. Gerade weil man dem Geist der verschiedenen Länder immer eine Andersartigkeit anmerkt, ohne dass die aber befremdend ist. Denn ganz grundlegend geht es auch immer eher um freundschaftliche internationale Kommunikation, um lokale und individuelle Autonomie und Autarkie und, wie du sagst, auch sehr um die Individualität der Einzelnen (dankbarerweise auch nicht in dieser nervigen Pseudo-Dichotomie, dass Individualität notwendigerweise ein Antonym zu einem Bekenntnis zu Kollektiven bedeuten muss). Wobei Genshin inzwischen eben auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und man ihm auch so deutlich verschiedene Phasen anmerkt. Fontaine hatte beispielsweise eine ganz hervorragende Storyline, die aber auch ungleich härter und kompromissloser war als man das aus anderen so kannte und als es für ein hoyoverse-Gacha wohl üblich ist. Einen gewissen Backlash gab es dann aber schon, der sich auch (negativ) auf die anschließende Natlan-Storyline ausgewirkt hat, bei der wesentlich weniger Mut bewiesen und das heikle Thema einer „Nation of War“ mit viel zu großen Samthandschuhen angefasst wurde.
Und hey – es gibt so unendlich viele Fraktionen und damit auch teils antagonistische Parteien inzwischen, aber nach aktuellem Stand ist die Hauptantagonistin wohl die Macht, die sich „Heavenly Principles“ nennt, also eine strenge Urordnung, die in ihrer Konzeptualisierung schon an die Celestial Bureaucracy erinnert. Ach, eigentlich müsste man wirklich mehr Hoyoverse-Spiele auf Dauer nebeneinander spielen, um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wo genau sie jenseits der Setting-Oberfläche gleich und wo sie anders sind. Aber die Zeit hat ja kein Mensch. ^^
04.01.2026, 10:45
Sylverthas
Zitat:
Zitat von La Cipolla
Geld habe ich für ZZZ immer noch nicht ausgegeben, abgesehen von ein paar Plastikfiguren. :D
IN A JAR?! :bogart:
Zitat:
Hot Take: Zenless Zone Zero ist nur an der Oberfläche ein sexualisiertes Gooner-Game und sonst viel eher ein asexueller, aromantischer Fiebertraum ... aber natürlich ausschließlich aus Gacha-Gründen!
Für wen das ein Hot Take ist, der hat aber mal gar nicht aufgepasst *g*
Ich droppe jetzt mal n paar Hot Takes, die die Mihoyo / Gacha Game Community sicher nicht gerne hört :D
Ich würde nicht sagen, dass es ausschließlich aus Gacha-Gründen so ist - denn das Ganze kommt ja von der seit jeher bestehenden Waifu-Kultur von Japan. Es funktioniert für ein Gacha natürlich erstaunlich wunderbar. Abseits von H-Games sind japanische SHOUNEN (! das ist UNGLAUBLICH wichtig !) Medien fast immer komplett sexlos. Es darf Fanservice ohne Ende geben, aber die Romanze darf nie wirklich ernst werden und zum Stich kommen darf der MC erst recht nicht. Bei H-Games ist das daher anders, weil man da natürlich angehalten wird, sich "in die Rolle vom MC zu versetzen" und ... naja, es irgendwo ein wichtiges Merkmal vom Game ist?! *g*
Das hat natürlich mehrere Gründe, die halt auch für Gacha wunderbar greifen. Du beschreibst den Zustand, dass Waifu X durch Waifu Y ersetzbar sein muss schon. Und natürlich, dass man Lücken lässt, die die Fantasie des Fandoms füllen kann, welche Charaktere mit wem anders was haben. Aber gleichzeitig glaube ich, dass zwei weitere Faktoren wichtig sind: Einmal spricht es eine jüngere Zielgruppe an, die sich unter Romantik und Sex nicht so riiiichtig etwas vorstellen kann und vielleicht sogar ein wenig peinlich findet - aber die schon an heißen Frauen interessiert ist. Wenn Szenen da zu intim werden, dann könnten diese verschreckt werden.
Aber wichtiger: Es spricht eine ebenfalls sexlose Zielgruppe an, weil die Charaktere frei bleiben. Und wenn sie frei sind, dann kann man fantasieren, selber mit ihnen was zu haben. Als jemand, der die Idol- / Vtuber-Community kennt, sollte Dir diese extreme Unromantik ja ein definitiver Begriff sein, aus vergleichbaren Gründen - Parasozialität.
Ich habe das schon öfter geschrieben, aber ich finde diese Taktiken nicht nur manipulativ, sondern einfach extrem unehrlich. Ein H-Game haut auf den Tisch und bekennt klare Kante. Während diese Spiele feige drumrumdrucksen, weil man ja keinen Spielertyp und -fantasie verschrecken darf. Gleichzeitig verkaufen sie sich aber als sexuell geladene Spiele, aber immer nur oberflächlich. So, wie ich Fanservice in Anime auch scheiße finde, wenn der Fanservice offensichtlich nur Marketing Nutzen hat. Übrigens ist das witzigerweise viel weniger vertreten in Shoujo-geladenen Medien, wo es sogar mal zur Sache gehen kann. Ich denke, da kann man ne Abhandung drüber schreiben, warum Shounen oft so sexless sein muss. Und ZZZ (bzw. Mihoyo generell) lässt sich da einfach sehr von den "Vorbildern" inspirieren. Es funktioniert halt für ein Gacha zusätzlich wunderbar.
Wo wir von "Vorbildern" sind...
Zitat:
Und ein -- im Sinne der politischen Lage -- ebenso verständlicher wie enttäuschender Tiefpunkt: Einige Mitglieder der "Angels of Delusion" (einer neuen Fraktion) haben kurz vor ihrer Veröffentlichung einen Namenswechsel spendiert bekommen, weg von Japanisch hin zu Chinesisch bzw. aggressiv Nicht-Japanisch, obwohl das Setting betont multikulturell ist. Nun ja. Schwarze Gacha-Charaktere gibt es weiterhin nicht, also sollten die Japaner wohl froh sein, dass sie überhaupt ein paar abbekommen haben!
Ergibt für mich absolut Sinn. Mihoyo (bzw. ein großer Teil der Anime-inspirierten chinesichen Spielelandschaft) hat ja den kulturellen Einfluss von Japan gekapert, um sich wie ein trojanisches Pferd in das Anime Fandom einzuschleichen. Das klingt jetzt radikal, aber das ist ja exakt, was passiert ist. Man hat erst probiert, möglichst viele japanische Namen zu verwenden, fast immer wurde die japanische Sprachausgabe noch vor der chinesischen gezeigt und man hat so viel getan wie möglich zu verschleiern, dass man ein Produkt aus China ist - denn der Ruf von China war gerade damals nicht besonders gut im Westen. So eine feige Taktik passt natürlich perfekt auch zu nem unehrlichen Gacha Game :bogart:
Aber mittlerweile ist die Dominanz so groß, dass sie Farce nicht mehr aufrecht erhalten müssen. Sie haben die japanischen Wurzeln ja ohnehin nur ausgenutzt, um einen Marktdurchbruch zu erreichen. Daher kommen nun vermehrt chinesische Charaktere und man kann die japanischen an den Rand schieben. Ich meine, ist ja nicht so, dass die Chinesen irgendeine besondere Liebe für die Japaner übrig hätten, aus der sie ihnen besonders gerne Charaktere spendieren.
Aber wer weiß, vielleicht hat hier auch die Regierung ein wenig mitgemischt *g*
Ich finde das in dem Sinne schade, weil ich von einem chinesischen Spiel ja eigentlich auch lieber die chinesischen kulturellen Einflüsse sehen will, nicht die geklauten aus anderen Ländern. Daher finde ich ein Spiel wie Hungry Lamb dann auch ziemlich großartig, weil es eben klar und unübersehbar chinesisch ist. Auch wenn es da ebenfalls ne japanische Dub gegeben hat, weil... GET THAT WEEB MONEY! (ich finds btw. auch ziemlich cringe, bei nem chinesischen Anime / Spiel die japanische Dub anzumachen *g*)
So, das waren genug Hot Takes und Moral Outrage über Gacha Games für den Tag :hehe:
(es ist fast, als würden die Games von Mihoyo fast alle Triggerpunkte von mir treffen *g*)
04.01.2026, 20:41
La Cipolla
Zitat:
Zitat von MeTa
Fontaine hatte beispielsweise eine ganz hervorragende Storyline, die aber auch ungleich härter und kompromissloser war als man das aus anderen so kannte und als es für ein hoyoverse-Gacha wohl üblich ist. Einen gewissen Backlash gab es dann aber schon, der sich auch (negativ) auf die anschließende Natlan-Storyline ausgewirkt hat, bei der wesentlich weniger Mut bewiesen und das heikle Thema einer „Nation of War“ mit viel zu großen Samthandschuhen angefasst wurde.
Spannend! Generell scheint man sich bei diesen Spielen ja gerne mal nach den Wünschen der Spielerschaft zu richten, zum Positiven wie zum Negativen.
Über die "chinesische Frage" (:p), Sexlosigkeit usw. haben Sylverthas und ich schon etwas im Discord gequatscht, daher hier jetzt keine seitenlangen Ausführungen mehr. ^^ So einen Rant über Hoyo und Gacha kann man ja auch mal kommentarlos stehen lassen. ;D Stattdessen hier für Interessierte das sehr gute Video vom Moon Channel! :A
Ich denke letztlich, dass das alles parallel laufen kann, und gerade der Status Quo sowie die seichten Veränderungen in der Welt, was (amerikanische - japanische - chinesische!) Soft Power angeht, macht das zu einer recht komplexen Angelegenheit. Und letztendlich darf man auch nicht unterschätzen, WAS für Weebs die Chinesen beizeiten sein können, aller Politik zum Trotz. :D
Meine letzten Spiele von 2025 *hust* unterdessen gehen munter voran! :p
Felvidek ist direkt auf den ersten Blick mega-eigen! Slawisches (slovakisches?) Setting mit viel realer Geschichte und ein bisschen "realer" Mythologie, groovy-seltsame Musik und ein fremdartiger Grafikstil zwischen hakelig animierten Pixeln, in wenige Farben getauchten Fotos und early-Playstation-3D-Szenen ... all das gebastelt im RPG Maker und geschrieben wie auf einem Mittelaltermarkt. IRRE! :D
Das Spiel selbst allerdings hat mich nicht GANZ so sehr abgeholt. Die Grundidee, eine fokussierte "JRPG"-Kurzgeschichte mit ein paar Entscheidungen, Entdeckungen und eher ernsten Kämpfen, ist zwar genau mein Ding, aber weder das Spielsystem noch die Inhalte erreichen den Höhenflug des ersten Eindrucks. Der Tonfall etwa ist meistens eher pulpy, was sich LEICHT mit der artsy Präsentation beißt, aber auch nicht immer konsistent, was mich zusammen mit der abgefahrenen Sprache öfter mal leicht verwirrt zurückgelassen hat. Man sollte Felvidek vielleicht wie ein Bud-Spencer-Script verstehen, das seltsamerweise von einem Kunstfilm-Auteur verfilmt wurde ...? Das Ende mochte ich dann allerdings sehr gern, genau wie die Charaktere insgesamt, und überhaupt hinterlassen die 5 Stunden einen absolut positiven Gesamteindruck. Im Speziellen mochte ich noch, wie "subtil" das Spiel gewisse JRPG-Tropen in dieses westliche Setting bringt, vom Luftschiff über den Mindfuck-Enddungeon. ^^ Und letztlich hat es auch einfach einen ganz coolen Eurojank-Vibe!
Also: Empfehlung! Auch weil es deutlich mehr kurze Rollenspiele geben sollte. :herz:
Subnautica war eine OFFENBARUNG für mich! Selten hat mich ein Spiel so reibungslos mit seinen Mechanismen und seinen Abläufen in eine perfekte Atmosphäre (und ein gesamtes Genre!) gezogen.
Below Zero ist ... mehr Subnautica. Und das war cool! Ich habe ein paar Jahre gewartet, bis ich wieder mal Bock auf Subnautica hatte, und ja, das dürfte genau die richtige Herangehensweise gewesen sein. Direkt nach dem Hauptspiel kann ich es mir NICHT vorstellen! Es gibt zwar ein paar neue Dinge und eine neue, diesmal explizitere Story, aber letztlich ist es halt Subnautica. Und ganz ehrlich? Subnautica wird nur einmal so wirken, wie es nun mal wirkt, und darunter leidet auch dieses Sequel ein wenig, obwohl es kaum irgendwas so richtig falsch macht.
Ulkiges Ding: Genau genommen habe ich Below Zero, wie auch schon Subnautica, nicht komplett durchgespielt. Als klar geworden ist, welche drei Punkte ich noch für das Story-Endgame abklappern muss, hat mich in BEIDEN Spielen die Motivation verlassen, aber ohne irgendwelche negativen Gefühle ...? Ich hab mir das Ende dann jeweils auf Youtube angeguckt, und joah, das hat total gereicht. ^^
Also: Empfehlung, wenn man das Hauptspiel mochte und es mal wieder spielen will ... aber vielleicht auch dazu ein bisschen was Neues!
Es folgen noch vor dem Abschluss: 1000xResist und das Remake von Panzer Dragoon!
Das war ein nettes Remake!
Viele eher subtile Änderungen treffen auf ein praktisch unverändertes Kern-Gameplay, das in einem gewissen Sinne seinen alten Reiz beibehalten kann. Vor allem die moderne Steuerung war natürlich ein Muss, aber nachdem ich mich letztes Jahr durch die Saturn-Teile gekämpft habe, hat sie sich seeehr fremdartig angefühlt. xD Ich habe dann schnell wieder zum Original gewechselt. Trotzdem sorgt die stilisiert-simpel-moderne Technik für ein insgesamt zeitgemäßeres Spielgefühl, was Panzer Dragoon praktisch fast schon ZWINGEND nötig hatte.
ABER ... a) es reicht nicht, um ein tatsächlich zeitgemäßes Spielgefühl zu erschaffen. Das Ganze ist zugänglicher, aber nicht zuletzt dadurch fallen die vielen Seltsamkeiten des Originals noch härter auf. Und wie barebones es doch ist. Und b) es geht auch etwas verloren. Das Original hat gerade durch seine prähistorisch anmutende Technik diesen wirklich uralten Sense of Wonder, der sich hervorragend in die techno-fantastische Welt einfügt. Und obwohl die Early-XBox-Grafik-Vibes vielleicht ein ganz passender Weg sind, um genau das heute einzufangen, ist es dennoch etwas ganz Anderes. Ich denke, das Team hatte hier einfach eine praktisch unmögliche Aufgabe.
Würde ich das Remake empfehlen? Absolut! Denn 2€ im Sale, um einen faszinierenden Klassiker in ~2 Stunden zu erleben? Das ist ein VERDAMMT gutes Angebot, vor allem im Vergleich zu dem Stress, sich ein funktionierendes Saturn zu besorgen oder den Emulator einzurichten! :D Einen Blick in ein paar Videos und Artworks des Originals empfehle ich trotzdem oben drauf.
Und bald kommt dann ja auch der sehr viel modernere Teil II: Zwei (sic!) ...!
Hui. Das war ein Spiel!
Allerdings meine ich mit "Spiel" einen recht dicken Walking-Simulator, und ich relativiere das selbst als Walking-Simulator-Fan mit "allerdings", weil 1000xResist seine minimalistischen Gameplay-Mechanismen imho nur bedingt rechtfertigt. An ein paar Stellen hatten sie definitiv ihre Wirkung, aber tatsächlich hätte ich diese Geschichte wohl noch einen Tacken mehr genossen, wenn sie das "Umherfliegen" und die Zeitsprünge durch simples Knöpfchendrücken gelöst hätten, ohne hakeliges Herumlaufen und Herumsuchen. Hätte man den "Hub" dazu etwas überschaubarer gestaltet, wäre man wohl auf ~10 Stunden Spielzeit gekommen, was ich praktisch perfekt gefunden hätte.
So, und nun, da das aus dem Weg ist ... Das war ein SPIEL!
Ich habe überlegt, ob ich etwas zur Geschichte schreibe, aber ehrlich gesagt ist es weder einfach, noch allzu empfehlenswert, einen Überblick dieser Geschichte zu geben – oder zu bekommen! Sagen wir mal so: 1000xResist ist nicht zu wenig Sci-Fi, in vielfachem Sinne, aber es ist auch historisch, postapokalyptisch, familiär und ein gesellschaftspolitisches Drama. Und obendrauf ist es immer zu 100% menschlich. Es balanciert eine faszinierend nachvollziehbare Spielwelt mit Mindfuck und Übermenschliches mit sehr, SEHR rohen Emotionen. Und es ist in einer Art und Weise geschrieben, die all das einwandfrei einfängt. Jede Nebenfigur wird lebendig, und die Vielschichtigkeit unter den Hauptfiguren ... Hui. Knower dürfte wohl meine Favoritin gewesen sein.
Im Ernst: Meine FRESSE, was für ein SPIEL! :D
Ich vermute aber, dass es (ähnlich wie schon Clair Obscur dieses Jahr) nur dann so richtig einschlägt, wenn sein "emotionaler Plan" aufgeht. Vielleicht sogar noch mehr, weil es hier kein Gameplay gibt, an dem man sich festhalten kann. Und bei mir hat es das einwandfrei getan! Okay, vielleicht gar nicht SO einwandfrei? Beim Ende etwa wäre mehr drin gewesen, beim "Neustart" in der Mitte auch ... und irgendwie könnte sogar das Gesamtbild, das große Ganze zwischen Kunst und Story und Pacing ein wenig runder sein? Aber das Entscheidende ist: 1000xResist hat SO viele Szenen, die mein Herz in die Hose haben rutschen lassen, und SO viel, das diesen leicht prätentiösen Titel rechtfertigt, und vor allem SO. viel. ECHTE Emotion. Zumindest hatte ich die, beim Spielen, so RICHTIG! Und darum tun wir das doch am Ende des Tages, nicht wahr? ^__^
Wenn ihr noch auf die – total spannenden! – Spiele aus den letzten Posts reagieren wollt, immer her mit den Posts! :D
Ich unterdessen gehe schon mal weiter ...
Der kulinarische Jahresabschluss!
Wenn jetzt jemand sagt, dass ich mein Thema null durchgezogen habe? Stimmt. Bis heute! :bogart:
Insgesamt genossen im Jahr 2025 ...
[Januar] Prey (PC)
[Januar] Prey: Mooncrash (PC) abgebrochen ~3h
[Januar] Helen's Mysterious Castle (PC)
[Februar] Honkai Star Rail (PS5) ~erster Akt
[Februar] Marvel Snap (iOs) ~10h
[Mai] Baldur's Gate III (PC)
[Mai] Judero (PC)
[Juni] Ys V: Lost Kefin, Kingdom of Sand (SNES)
[Juni] Final Fantasy III Pixel Remaster (Switch)
[Juni] Awaria (PC)
[Juli] Persona 5 The Phantom X (PC/iOs) ~20h
[Juli] The Beast Within: A Gabriel Knight Mystery (PC)
[August] Indivisible (PC) abgebrochen +Youtube
[September] Lorelei and the Laser Eyes (PC) abgebrochen ~12h
[September] Breath of Fire IV (PSX)
[September] Injustice 2 (PC)
[Oktober] Clair Obscur: Expedition 33 (PS5)
[November] Phantasmagoria (PC)
[Dezember] Coffee Talk (PC)
[Dezember] Pixel Pixie (PC)
[Dezember+] Subnautica: Below Zero (PC)
[Dezember+] Felvidek (PC)
[Dezember+] 1000xResist (PC)
[Dezember+] Panzer Dragoon: Remake (PC)
[] Zenless Zone Zero (PS5) insgesamt ~650h
[] Stardew Valley (PC)
[] Hades 2 (PC)
Damit habe ich meine Liste nur gerade so abgearbeitet, aber das hatte gute Gründe (Monster Girl Therapy!) und das war als Möglichkeit ja auch so angedacht. Und der Thread hat mich tatsächlich motiviert, im Dezember *hust* noch mal schön durchzupowern! :D Hades 2 beende ich aber in aller Ruhe dieses Jahr, daher habe ich noch nix zu geschrieben. (Ist aber gut! ;D) Zu allem anderen gibt es Texte im Thread.
Zeit für ein paar "Awards"! Rein subjektiv natürlich.
Leckerbissen des Jahres
Explodierende Geschmacksnerven
Kulinarische Kulminationen
Gemächliche Geschmacksbombe
Große Augen, kleiner Magen
Schnell noch reinstopfen!
Review des Restaurants
Ein bisschen mehr habe ich bei der Speisekarte 2025 tatsächlich schon erwartet, und obwohl ich hier und da ein WENIG enttäuscht war, konnte mich der Gesamteindruck mit seiner Fülle an abgefahrenem, emotional gutem Shit 100% für sich gewinnen. Es ist einer dieser Hipster-Places, wo man nicht unbedingt eine Bockwurst bestellen will, aber wenn man bereit für ein bisschen spezielleren Kram ist ...? Könnte eine wilde Zeit werden!
Ich bin nur ein bisschen traurig, dass ich Sakura Wars 2 nicht geschafft habe, aber das läuft mir nicht weg. Oh, und nächstes Jahr wäre es echt mal wieder Zeit für ein Yakuza!
4 von 5 Sternen!
13.01.2026, 09:32
MeTa
Dein 1000xResist-Review macht schon sehr viel Lust auf das Spiel, ohne aber irgendwas zu verraten. Perfekt für mich. :D Hatte das ursprünglich schon letztes Jahr in meiner Alphabet-Challenge lose auf dem Plan (für X), bevor es dann doch was anderes geworden ist. Weiß nicht, ob es dieses Jahr in die Challenge selbst passt, weil Kanada eben doch auch sonst reichlich Angebot hat. Aber eigentlich hätte ich schon Lust. Vielleicht einigen wir uns da auf einen Deal, bei dem ich zwei mal gewinne? Ich spiele 100xResist, du hebst Until Then von der impliziten Nennung in "etwas Kram aus meinen Steam-Listen?" hoch auf die Prioritätenliste und explizit? :D
Es ist vielleicht keine Dating-Sim und enthält auch keinen ausufernden Fan-Service, aber doch therapie-relevante Inhalte und dürfte damit nah genug an MGT sein? (Außerdem wäre es ja ganz schön narzisstisch von dir, wenn dein eigenes Spiel das Beste ist, mit dem du dich in dem Jahr beschäftigst. Und ich fürchte, Until Then ist da die einzig mögliche Rettung)
Ich bin außerdem ein bisschen neidisch, dass du deine Stunden bei ZZZ so akribisch trackst. Ich denke mir immer wieder, dass ich das bei Genshin gerne tun würde bzw. eben von Beginn an getan hätte. Ich warte noch drauf, dass sie das in den Jubiläumsrückblicken mal implementieren.
13.01.2026, 20:23
Sylverthas
Cooles Jahres-Fazit!
Zitat:
Zitat von La Cipolla
Wenn jetzt jemand sagt, dass ich mein Thema null durchgezogen habe? Stimmt. Bis heute! :bogart:
Was braucht man mehr als nen anregenden Starter und Dessert, oder? *g*
Zitat:
Leckerbissen des Jahres
Definitiv unerwartet!
Sieht jetzt nach nix für mich aus, aber total spannend, wie Dich das Spiel beeindruckt hat.
Zitat:
Explodierende Geschmacksnerven
Ich hatte 1000x Resist nur mal reingespielt, und das Spiel kam mir am Anfang schon recht... wanky vor. Und das sag ich als chief Wanker. Also obskur und unverständlich, nur der Obskurität und Unverständlichkeit willen. Wird vermutlich später besser, hat aber nen eher schlechten Ersteindruck hinterlassen. Aber mal schauen, vielleicht hau ich das irgendwann noch mal rein, wenn Du dem so positiv gegenüberstehst.
Zitat:
Review des Restaurants
[...]einer dieser Hipster-Places, wo man nicht unbedingt eine Bockwurst bestellen will, aber wenn man bereit für ein bisschen spezielleren Kram ist ...? Könnte eine wilde Zeit werden!
Ich glaube mit Hipster Places bist Du im MMX in guter Gesellschaft :hehe:
16.01.2026, 07:32
La Cipolla
Danke euch! =]
Zitat:
Ich hatte 1000x Resist nur mal reingespielt, und das Spiel kam mir am Anfang schon recht... wanky vor. Und das sag ich als chief Wanker. Also obskur und unverständlich, nur der Obskurität und Unverständlichkeit willen. Wird vermutlich später besser, hat aber nen eher schlechten Ersteindruck hinterlassen. Aber mal schauen, vielleicht hau ich das irgendwann noch mal rein, wenn Du dem so positiv gegenüberstehst.
Ich würde sogar sagen, dass es im Kern zunehmend zu verständlich wird, zumindest an einigen Stellen. Es bleiben zwar einige Mysterien, aber die Hauptstory und das Setting werden praktisch komplett aufgeklärt. Ein bisschen prätentiös ist es schon, denke ich, aber im Gegensatz bspw. zu Coffee Talk überhaupt nicht "inhaltlich selbstverliebt"; das läuft also alles über Inszenierung etc., während die Story komplett charaktergetrieben ist.
Zitat:
Aber eigentlich hätte ich schon Lust. Vielleicht einigen wir uns da auf einen Deal, bei dem ich zwei mal gewinne? Ich spiele 100xResist, du hebst Until Then von der impliziten Nennung in "etwas Kram aus meinen Steam-Listen?" hoch auf die Prioritätenliste und explizit?
Es ist vielleicht keine Dating-Sim und enthält auch keinen ausufernden Fan-Service, aber doch therapie-relevante Inhalte und dürfte damit nah genug an MGT sein? (Außerdem wäre es ja ganz schön narzisstisch von dir, wenn dein eigenes Spiel das Beste ist, mit dem du dich in dem Jahr beschäftigst. Und ich fürchte, Until Then ist da die einzig mögliche Rettung)
Die Argumentation schlägt zugegebenermaßen überhaupt nicht an. ;D Zumal es auch so ein Spiel ist, dass mich oberflächlich nicht wirklich reizt. (Nur durch eure Reviews ein wenig! ^^) Und dann 16h lesen ...!! Aber ich packe es definitiv mal auf meine Vielleicht-Liste! =D
Denkst du nicht, dass es bei Genshin möglich ist, das über Plattformen hinweg zu "rekonstruieren"? Ich finde es auch immer megaspannend.
16.01.2026, 09:44
MeTa
Zitat:
Zitat von La Cipolla
Die Argumentation schlägt zugegebenermaßen überhaupt nicht an. ;D Zumal es auch so ein Spiel ist, dass mich oberflächlich nicht wirklich reizt. (Nur durch eure Reviews ein wenig! ^^) Und dann 16h lesen ...!! Aber ich packe es definitiv mal auf meine Vielleicht-Liste! =D
Denkst du nicht, dass es bei Genshin möglich ist, das über Plattformen hinweg zu "rekonstruieren"? Ich finde es auch immer megaspannend.
Naja, LESEN. Es ist ja keine reine Visual Novel. Und in Anlehnung an meinen vorherigen Punkt bzw. den Deal: Sind es nicht die besten Spiele, die halb Visual Novel und halb Minigame-Sammlung sind? :P Ich weiß auch nicht, ob es allen so geht, finde aber, dass die cineastisch anmutende Erzählweise, in der nicht mal so viel geredet, sondern oft auch gezeigt wird und die comichafte Usage von Speech Bubbles statt VN-typischem Textbereich am unteren Bildrand mehr mit der eigenen Aufmerksamkeit machen. Es fühlt sich selbst dann interaktiver an, wenn es das nicht ist. Aber genug die Werbetrommel gerührt. ^^
@ Genshin-Zeit: Ich wüsste nicht, wie ich es rekonstruieren sollte. Also klar gibt es da entsprechende Tracking-Apps und sowas, aber so wie ich das bei kurzen Recherchen bisher verstanden habe, funktionieren die immer nur ab dem Moment, wo sie auf aktiv geschaltet werden. Aber da jetzt verspätet mit anzufangen fände ich dann auch nicht mehr ganz so interessant. Gerade weil die besonders intensiven Spielzeiten ja auch früh gelagert waren. Inzwischen sind es immer nur in den Bursts der sechswöchigen Updates mal mehr als nur die täglichen Logins. So wie jetzt! :D
16.01.2026, 09:55
Sylverthas
Zitat:
Zitat von La Cipolla
Ich würde sogar sagen, dass es im Kern zunehmend zu verständlich wird, zumindest an einigen Stellen. Es bleiben zwar einige Mysterien, aber die Hauptstory und das Setting werden praktisch komplett aufgeklärt. Ein bisschen prätentiös ist es schon, denke ich, aber im Gegensatz bspw. zu Coffee Talk überhaupt nicht "inhaltlich selbstverliebt"; das läuft also alles über Inszenierung etc., während die Story komplett charaktergetrieben ist.
OK, das klingt schon mal perspektivisch besser als der Anfang. Ist auf jeden Fall jetzt ein potenziellerer Kandidat geworden, danke!
@Spielzeiten: Ich weiß ja nicht, MeTa, ob Du das unbedingt wissen willst :D
Bin immer wieder leicht schockiert und muss danach lachen, wenn ich in World of Warcraft meine Gesamtspielzeit sehe und realisiere, dass ich von den 21 Jahren seit das Spiel draussen ist, komplette 2 in das Spiel versenkt habe (*_*)
(das sind 17520 Stunden ohne Schaltjahr... xD)
25.01.2026, 09:56
MeTa
Nachtrag zum Spielzeit-Thema: Ich habe den Hoyoverse-Kundenservice angeschrieben und eine Antwort bekommen: In dem Excel mit ausführlichen Statistiken, das mir zur Verfügung gestellt wurde, steht auch die Spielzeit. Und es sind 2.700 Stunden. Also 1,4h pro Tag. Was keinesfalls wenig ist, aber doch deutlich weniger als ich selbst überschlagen hätte.
25.01.2026, 16:35
La Cipolla
Uh, wie cool, dass sie das machen!
Und es geht ja echt noch, ich hätte deutlich mehr erwartet. :D