Ich weiß nur, dass ich die Verzweigungen dieser Mission äußerst belustigend fand.

Und nachdem ich das Spiel nun auch durch habe, bin ich doch schon leicht enttäuscht (und schließe mich damit einigen anderen hier an). Die Story war halt wirklich mal gar nichts Besonderes oder gar Unerwartetes, das Ende im Speziellen war auch nochmal sehr unspektakulär. Die interessanten Storystränge sind alle noch offen oder imho unbefriedigend abgeschlossen. Das Spiel an sich war zwar durchaus sehr gut, aber ich bevorzuge es ja, ein Spiel mit Story zu spielen - nicht, ein Spiel zu spielen und nebenbei eine Geschichte erzählt zu bekommen. Und das war hier eindeutig das Gefühl für mich. Anfangs war ich auch der Idee mit den drei Kapiteln gegenüber sehr offen, aber jetzt muss ich sagen: Wenn das Konzept aufgehen soll, müssen sie in den nächsten Teilen ganz schön was auf den Tisch hauen, denn bisher sehe ich den Sinn nicht, es riecht eher nach Geldschinderei. Ich traue es Blizzard zwar weiterhin zu (ein wirklich tolles rollenspielartiges System im nächsten Teil und große Verhandlungen im dritten klingen schonmal gut), aber der Hype ist definitiv weg.

Mike Liberty hab ich übrigens auch schmerzhaft vermisst, zumal ich bei der Ankündigung des Spiel-Untertitels sofort an ihn gedacht hab (das erste Buch hieß ja auch Libertys Crusade). Wirklich schade drum, der hätte mal etwas Abwechslung in das Schema der durchgehend langweiligen Badass-ich-lass-mir-von-niemandem-was-sagen-Hauptcharaktere gebracht.