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Thema: Gameplay vs. Realismus

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    @ani-kun
    Deswegen halte ich den Begriff "Realismus" da auch für unpassend, da ein Spiel nunmal kein Abbild der Realität ist. Aber das ist hier auch nicht unbedingt gemeint, sondern die innere Konsistenz, die innere Logik der Spielwelt.

    Bei einem guten Charakter sollten Handlungen, Persönlichkeit und Biografie zusammenpassen und keinen Widerspruch ergeben, bei der Welt ist dies ebenso. Die Frage wieso ein Slime Geld hinterläßt, hat nichts damit zu tun, daß man unsere Welt versucht in die Spielwelt hineinzu projezieren (das scheitert alleine daran, daß es hier keine Slimes gibt), sondern eine Frage der inneren Konsistenz dieser Welt. Wenn der Slime Geld hinterläßt, muss er es vorher dabei gehabt haben. Geld ist aber nunmal (zumindest im Fantasy-Genre) ein physischer Gegenstand, also wo trägt der Slime das herum?

    Das Argument "Ist doch eh Fiktion" ist sicherlich berechtigt gegenüber Forderungen, Spiele müssten wirklich realistisch sein, aber gegen innere Logik, und um das geht es hier, zieht es nicht wirklich.

    @Kelven
    Vermutlich. Wie "es" schon gesagt hat, muss man natürlich nicht alles erklären. Vieles ist auch einfach so normal für das Genre an sich, daß sich niemand daran stört. (zB die Tatsache, daß man mehrere Schwerttreffer aushält) Es ist dann auch eine Geschmacksfrage, ob man mehr auf den westlichen Weg steht, oder auf den östlichen. Ging mir nur darum, daß man diese Dinge durchaus lösen kann, wenn man will und das ohne großartigen Aufwand.
    Und ich halte ja immer noch die Verbindung von Ost und West für die beste Lösung. Großartige Handlung, eingebettet in eine großartige Welt.

    @Lachsen
    Halte ich persönlich für einen schwierigen Weg. Wenn man versucht die Welt an das Gameplay anzupassen erhält man mit Sicherheit untypische Welten. Das mag sicherlich ganz spannend sein, ist aber mit Risiken verbunden, wenn du den Spieler mit einer Welt konfrontierst, die so überhaupt keiner anderen Fantasywelt, die er kennt, ähnelt.

  2. #2
    Zu der Sache mit dem "Warum können die Helden so ziemlich unendlich viel Zeug mitschleppen, ohne davon zerquetscht zuw erden":
    In dem tollen, tollen, tollen, richtig tollen RPG "Albion" (von BlueByte) war es so, dass jeder Held sein eigenes Inventar hatte und auch nur ein bestimmtes Gewicht mit sich herumschleppen konnte. Wurde das Gewicht überschritten, konnte man sich nicht mehr fortbewegen und afaik auch keine Aktionen mehr im Kampf ausführen (sofern man während dieser Zeit engegriffen wurde), bis man eben unnötiges Zeug abgeworfen hatte.
    Dazu sei gesagt, dass Albion ein RPG mit Sci-Fi- und Mittelalter-Anleihen war (es spielte in der Zukunft, in der zwei Forscher während einer Untersuchungsreise auf den Planeten Albion abgestürzt sind, der auf noch recht niedrigem Stand war, etc.).

    Sowas als Element einzubauen, finde ich nicht sclhecht. das Problem an der Sache wäre nur, dass man für absolut JEDES Item ein Gewicht einstellen müsste (auch fürs Geld).
    Das ist der gewisse Grad an Realismus, der, wie ich finde, sich sehr gut mit GamePlay-Sachen vereint.

  3. #3
    Gameplay <~ hat das wort überhaupt eine richtige bedeutung ?
    Is das nicht ein wort das spiel Firm gerne mal benutzt um ihr game zu loben.
    He kann mir mal jemand die genaue erklärung für das war GAMEPLAY geben ?
    Game Play = Spiel Spielen..... auf deutsch macht das auch kein sinn.

  4. #4
    @Hot Blizzard: Gameplay bedeutet, wie du schon richtig übersetzt hast, "Spiel spielen". Allerdings ist das eine (und zwar das erste Wort) ein Nomen und das zweite ein Verb, weshalb es schon einen Sinn ergibt! Man könnte, es der Einfachheithalber, auch mit "Ein Spiel spielen" übersetzten. Im Endeffekt ist das Gamplay, das was das Spiel ausmacht. Also bei einem RPG, die Kämpfe und eventuelle Minispiele, bei einem Shooter, die Action usw.! Man könnte auch sagen, dass alles, was du in der Featureliste hast, auch ein Teil des Gameplays ist. Falls hier Jemand anderer Meinung ist, dann korrigiert mich bitte .

    @topic: Ich denke auch das Gameplay im Grunde wichtiger ist als Realismus, was natürlich immernoch vom Genre abhängt. Allerdings macht Realismus teilweise auch das Gameplay aus, zumindest bei Half-Life², wo ohne die realistische Physik einige "Rätsel" weggefallen wären.

    MouseChaser

  5. #5
    Also meiner Meinung nach sollte das Gameplay aufjedenfall über den Realismus gehen doch auch der Realismus sollte in einer Art ein bisschen beachtet werden da er ein Spiel dadurch auch spannender machen kann und da es eher an das Leben anschließt als wäre es ein Game wo man als normaler Mensch fliegen kann oder sowas obwohl sowas auch spannend kommt (Ahh verwirrend) ^^

    Auf jedenfall achte ich erst mal auf das Gameplay und irgendwann später bisschen auf Realismus

    In diesesm Sinne
    mfg
    Ryudo

  6. #6
    Ich finde, dass das Gameplay etwas über dem Realismus stehen sollte.
    Wenn man sich viel zu sehr an die Realität hält, dann könnte man imo auch das ganz bleiben lassen ein Spiel zu machen, weil es mich z.B. gerade reizt, dass es nicht zu nahe an der Realität liegt.
    Allerdings sollte man vielleicht auch nicht zu sehr von der Realität abweichen, so dass das anschließend komisch aussieht.
    Solche Kleinigkeiten wie das Problem mit der Phönixfeder kann man ja mit den von MagicMagor angesprochenen Tipps hinbiegen.

    Ich bin der Meinung, dass sich beides auf einander abwiegen und bewegen sollte, also man passt das Gameplay vielleicht etwas der Realität an und passt aber auch gegebenfalls die Realität etwas auf das Gameplay an, so dass man also eine gewisse art Spiel Realität hat.
    Die sollte man dann allerdings nicht widersprechen oder zu sehr an das Gameplay anpassen (z.B. kann mit einer Phönixfeder doch Tote wiederbeleben, aber nur die, die nicht eines natürlichen Todes gestorben sind und dazu ist diese noch recht selten, wenn aber jemand jetzt jemanden trotzdem wiederbeleben kann, obwohl er durch einen natürlichen Tod starb, wirkt das komisch oder jeder kann jetzt jeden wiederbeleben, wenn man die Realität zu sehr an das Gameplay anpasst).

    Ich glaube also, dass es einen Mittelweg gibt.

  7. #7
    Zuersteinmal gilt für mich persönlich nicht Gameplay vs. Realität, sondern wie schon so oft gesagt Gameplay vs. Logik und insich Geschlossenheit. Denn die Realität kann man nicht nachbauen, dafür ist diese zu komplex und was bringt es einem bei der Realität zu bleiben, wenn man ein Spiel über Pogopuschel machen will, ne?

    Nundenn, ich habe jetzt schon ne Weile darüber nachgedacht und eigentlich hab ich mir von Anfang an gedacht, dass mir Logik wichtig ist. Ich mag es, wenn alles Sinn ergibt, Dinge aufeinander basieren, der Entwickler zeigt, dass er sich über das Gedanken gemacht hat, was er seinen Spielern mitteilen will.
    So wollte ich das eigentlich auch stehen lassen. Bis mir dann jetzt ein Licht aufgegangen ist, gerade als ich die letzten Posts in diesem Thread gelesen hab. Totale Geschlossenheit, sinnvolle Handlung, ausgearbeitete Charaktere bei denen man jede Aktion erklären kann, etc. gehören in Literatur und Film. Spiele sollen mir Spaß machen. Und ich persönlich hab auch beim Spielen von Super Mario Spaß. Hat das ausgearbeitete Charaktere und sinnvolle Handlung? Nicht wirklich. Trotzdem fesselt es mich.
    Klar, es ist auch sehr, sehr interessant einen cineastischen Epos zu erzählen, mit komplett bis ins letzte Detail ausgefeilter Welt, in dem jeder Mensch genau beschrieben ist und man ganz genau weiß, warum der nun dies und der andere das getan hat. Es macht auch unglaublich Spaß soetwas zu spielen und vielleicht sogar nachher darüber zu reden. Wenn man vorhat soetwas zu kreieren, sollte man auch beim Gameplay (Das heißt auch in Shops und KS usw.) darauf achten, das nicht mit der Welt gebrochen wird. Aber man muss ja nicht vorhaben soetwas zu machen und dementsprechend kann man auch mal der Einfachheit vorrang lassen.

    Ich kann nicht genau sagen, was ich jetzt will. Das ist immer anders.

    Im Endeffekt ist es mir eigentlich auch nur noch möglich zu sagen: Maker, ihr müsst selber entscheiden was euch wichtiger ist. Ich schau dann wenn's fertig ist, ob ich's spiel oder nicht.

    Und Gute Nacht allerseits.

  8. #8
    White-Bladcky ist wieder da! (wer ist das ?)

    Hab mir jetzt leider nicht alles durchgelesen (hoffentlich hat das noch keiner gesagt), aber ist schonmal wem aufgefalleb das dieses olle Phönixfederproblem garnicht existiert, weil die Charaktere bei FF im Kampf nur kampfunfähig werden, aber nicht sterben? die Phönixfeder weckt einen also einfach nur auf.

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