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Deus
Also Spider-Man: Homecoming fand ich richtig gut!
Bester Spider-Man Film seit 2004, nach Spider-Man 2 wahrscheinlich sogar generell der beste. Den beiden enttäuschenden "Amazing" Streifen jedenfalls haushoch überlegen in so ziemlich jeder Hinsicht. Tom Holland ist von den drei bisherigen mein Lieblingsschauspieler in der Rolle, sowohl als Spinnenmann wie auch als Peter Parker. Sehr sympathisch, ein Nerd der dazu gehören will, im Anzug dann ein paar lockere Sprüche reißend, aber eben nie so viel und überdeutlich dass es nervig wird. So muss das sein. Es war eine wunderbare Entscheidung, die Figur diesmal endlich jünger zu machen und damit in der Hinsicht näher an der Comicvorlage zu sein. Die Coming-of-Age Elemente mit der Highschool und wie Peter versucht, das mit seinen Superkräften alles unter einen Hut zu kriegen und sich endlich zu beweisen passten super rein und haben echt Spaß gemacht. Was das angeht sorgte auch der Humor für diverse angenehme Schmunzler. Es ändert die Perspektive, macht diesen Teil etwas frischer als die letzten paar. Es muss nicht immer um das drohende Ende der Welt gehen. In dem Sinne hat Homecoming mehr mit Ant-Man gemein, versucht was kleineres, ist darin aber effektiver.
Michael Keaton diesmal als Bösewicht Vulture hat auch toll hingehauen. Einerseits gut gespielt und cooles Fluganzug-Design, aber dann auch vom Drehbuch her steckte etwas mehr dahinter als man zunächst vermutet hat. Und mehr verrat ich nicht -_^ Überrascht hat mich übrigens Jacob Batalon als Peters Freund Ned. Der war sehr unterhaltsam und irgendwie das gute Herz der Geschichte. Zendaya als Michelle sorgte mit ihrer coolen Einstellung auch für einige Lacher ^^' Was war sonst noch? Ah ja, ich bin normal kein allzu großer Fan des Komponisten Michael Giacchino, aber diesmal hat sogar er nach längerer Zeit mal wieder ganz ordentliche Arbeit abgeliefert.
Im Vorfeld gab es einige Befürchtungen, dass der Film zu Iron Man 4 verkommen könnte, und diesbezüglich kann man wirklich Entwarnung geben. Die paar Szenen mit Tony Stark sind alle relativ überschaubar, knackig, und vor allem nicht nur als Fanservice eingebaut, sondern essentiell für die Geschichte und Handlung, die sich korrekterweise allein um Peter dreht. Insgesamt steht das aber mit Dingen im Zusammenhang, die ich nicht soo schön fand, was mich zum Nitpicking bringt:
Natürlich ists fein, dass Spidey jetzt Teil der großen MCU Familie sein darf, genau das haben die meisten von uns gewollt und ich hab an sich auch nichts dagegen, dass das hier und da selbstbewusst gezeigt wird. Aber in diesem Falle hätte ich mir doch gewünscht, dass sie ein bisschen weniger dick aufgetragen hätten, sodass es gleichzeitig auch noch halbwegs für sich alleine stehen kann. Unzählige Male werden in Homecoming die Avengers oder die Chitauri-Energiewaffen erwähnt oder sonstige Anspielungen darauf und auf vorangegangene Geschichten und Orte gemacht. Als Fan ist das okay, aber ich kann mir vorstellen, dass das für Uneingeweihte eventuell störend werden könnte, oder dass diese zumindest einige Zusammenhänge nicht ganz mitbekommen und nachvollziehen werden. Spider-Man: Homecoming ist enger in das MCU-Storygeflecht verwoben als es viele der früheren Filme der Reihe waren, speziell im Vergleich zu jenen, die damals zum ersten Mal von einem bestimmten neu eingeführten Charakter handelten. Auch hatte ich gemischte Gefühle was den Anzug angeht, denn einerseits macht der was her und man kann viele neue Ideen damit ausprobieren, andererseits brauch ich keine Strumpfhosen-Version von Iron Man. Klar, es ist Starks Erfindung, aber muss sich das so sehr ähneln?
Die letztgenannten Punkte bleiben aber absolut vernachlässigbar. Ich hatte im Kino mal wieder richtig Freude und diese Version von diesem Charakter ist eine geniale Ergänzung zu dem Universum, das die Marvel Studios im Laufe von neun Jahren und nach fünfzehn Filmen aufgebaut haben. Empfehlung! 8/10, wenn ich bewerten muss. Grenzt schon an ein Wunder, dass das in Zusammenarbeit mit Sony alles geklappt hat, und dass es dann auch noch so gut geworden ist. Ich meine, hey, an dem Drehbuch haben sechs Leute rumgeschrieben. Sechs! Anscheinend verderben viele Köche doch nicht immer den Brei ^^ Freue mich schon auf Spider-Man in den kommenden beiden Avengers Filmen und auf die Fortsetzung zu Homecoming.
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