mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 20 von 40

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    @ aka / Jericho
    Ja ich glaube das ALLES erklärbar ist. Nur weil der Mensch nicht für alles eine Erklärung gefunden hat, heißt das noch lange nicht das es sie nicht gibt. Blicken wir mal ein paar hundert Jahre zurück, da dachten die Menschen die Erde sei eine Scheibe... später stellte sich dies als Trugschluss heraus. Oder als die Kirche behauptete die Sonne dreht sich um die Erde, wurde auch wiederlegt. Alles durch Wissenschaft, und ... LOGIK. Durch das Forschen und Überprüfen. Diese Dinge konnten damals auch nicht bewiesen werden, heute sind sie logisch uns selbstverständlich. Diese Beispiele alleine dürften schon zeigen warum bestimmte Dinge sicher so sind, auch wenn der Mensch (noch) keine Erklärungen für eine bestimmte Sache gefunden hat.

    Und ich spreche so von Religion, weil es interessante Erklärungen gibt, wieso Menschen an Gott glauben, die in meinen Augen sehr plausibel und logisch klingen. Erklärungen die auf ganz normaler Psychologie beruhen. Der glaube an Religion bzw. an einen Gott ist doch durch nichts begründbar. Die Leute sagen immer nur weil ich daran "glaube". Glaube heißt nichts wissen, und ich weigere mich, an etwas zu glauben, was nicht bewiesen ist. Sicher könnte man jetzt so argumentieren, dass auch nicht bewiesen ist, dass es keinen Gott gibt, doch wenn man so anfängt, kann man letztendlich an alles glauben. An Kobolde, den Weihnachtsmann, Zwerge... usw. da man deren Existenz ja auch nicht wiederlegen bzw. nachweisen kann. Bei diesen Dingen sagt aber jeder "Ja nee, Zwerge und Kobolde... so ein Quatsch". Aber an die Existenz eines Gottes klammert sich jeder weiterhin.

    In meinen Augen glaubt der Mensch an Gott, weil er sich nicht im Stande sieht, bestimmte Dinge selbst zu leisten, zu schaffen, zu erreichen... mit bestimmten Umständen in seinem Leben fertig zu werden. Er schafft sich ein Überwesen, an das er glaubt, das ihn in schlechten Zeiten beschützt, das ihm helfen MUSS, weil es das reihne Gute ist. Alles schlechte wird einem Teufel zugeschrieben, der auch sehr viel Macht hat, da man sich nicht eingestehen kann, das bestimmte Dinge nun mal nicht steuerbar und kontrollierbar sind. So schafft man sich einen Sündenbock den man Verantwortlich machen kann und erzeugt so Ordnung und Sicherheit, diese Klarheit zu wissen was Gut, was Böse ist, erleichtert es ihm, die Welt und bestimmte Wendungen, Ereignisse in seinem Leben zu fassen und zu verstehen, auch wenn es nur eine fadenscheinige Erklärung und Begründung ist, aber sie ist besser als gar keine Begründung bzw. besser als Ungewissheit in der er Leben würde wenn er sich den Sachverhalt nicht auf diese Art und Weise erklären würde. Und da kommen wir zu einem sehr wichtigen Aspekt des Ganzen. Der Mensch ist ein Wesen, das nach Ordnung und Kontrolle strebt. Kann er etwas nicht kontrollieren, kommt er in eine Situation die ihm Angst macht, da er sie nicht im Griff hat und einschätzen kann, weshalb er auf die Hilfe eines Überwesens angewiesen ist, das ihm aus seiner Misere hilft, das ihn beschützt, und das durch seine Allmacht die erstrebte und ersehnte Ordnung wieder herstellt. Durch das Beten fühlt er sich wieder sicher, ist beruhigt, d.h. seine innere Ordnung ist wieder hergestellt, weil er das Gefühl hat, zumindest etwas gegen die Angst, das Chaos bzw. gegen die schlechte Situation gegen seine Probleme getan zu haben, da er sich ja an die Allmacht, an das reihne Gute gewand hat, das ihm immer helfen MUSS, so schafft er sich eine Sicherheit, an die er sich klammert, da ja alles gut werden MUSS, da Gott ja so gut ist.

    Der glaube an einen Gott ist eine Fiktion die sich der Mensch selbst kreiert, um mit Kriesensituationen besser fertig zu werden. Die Menschen gehen hauptsächlich dann in die Kirche bzw. fangen hauptsächlich dann an zu beten wenn es ihnen schlecht geht, wennn sie Sorgen haben. Dies ist absolut nachweisbar, und stützt die These sehr gut. In "guten Zeiten" denkt keiner an Gott und Beten usw., nur wenn die Menschen in Kriesensituationen kommen, kann man beobachten das sie besonders Gottesfürchtig werden... Alles was man mit Religion machen, und "schaffen" kann, kann der Mensch auch selbst bzw. wird 100% aus seiner eigenen Kraft vollbracht. Letztendlich passiert dies auch immer durch seine eigene Kraft, durch sein eigenes Tun nur realisiert er dies nicht, da er sich ja ausser Stande sieht etwas zu leisten und nach dem Beten den positiven Erfolg Gott zuschreibt weil ihm das Problem, die Sorgen dermaßen groß erscheinen, dass er es für unmöglich hält diese selbst zu lösen, doch vollbringt er es letztendlich immer selbst, auch wenn diese Kraft nur durch den Glauben an einen Gott schöpft. Das er es war, der die Krise überwunden hat, weil er durch das Beten, durch den Glauben sicherer wurde, weil es ihm Mut gegeben hat, das blendet er aus, da dies seine Ordnung und Sicherheit wieder ins Wanken bringen würde, da er sich dies ja nicht selbst zutraut.

    Interessant ist auch zu beobachten, warum eigentlich immer nur Menschen eine Reinkarnation zugeschrieben wird, Tieren aber nie. Wenn es Reinkarnation geben würde, und jedes Tier weiterleben würde bzw. wiedergeboren werden würde, dann hätten wir ständig gleich viele Lebewesen auf unserem Planeten, doch leider sterben jeden Tag irgendwelche Tierarten auf unserem Planeten, leider werden immer neue Menschen geboren... wo kommen die her? Warum gibt es teilweise "neue" Menschen und teilweise leben die alten weiter? Dies macht schlicht keinen Sinn und entbehrt jeglicher Logik.

    Um nochmal auf die Aussage zurückzukommen die ich in meinem obrigen Post getroffen habe, das jeder der an Reinkarnation glaubt Angst vor dem Tod hat. Dies erklärt sich in meinen Augen ähnnlich wie der Glaube an einen Gott. Der Mensch klammert sich an den Glauben der Reinkarnation, da er sich ausser Stande sieht, an seinem definitiven Ableben etwas zu ändern. Er schafft sich eine Illusion wie das Paradies, Wiedergeburt, andere Orte an die er nach seinem Tod kommen wird, um die Sicherheit zu haben, nicht zu verschwinden. Der an reinkarnation glaubende Mensch nimmt sich in meinen Augen sehr wichtig und sieht nicht, das seine Exitenz in dem großen Ganzen in dem wir alle leben absolut nichtig ist. Wir sind alle nur winzige Sandkörner, und wenn wir gegangen sind wird es neues Leben geben und die Erde wird sich auch ohne uns noch weiter drehen. Da wir aber so auf uns selbst, auf unsere Exitenz und unser Überleben und unseren Fortbestand fixiert sind, schaffen wir uns diese Illusion um uns diese Tatsache nicht eingestehen zu müssen.

    Eine ähnliche Sache kann man auch dort beobachten, wo der Mensch immer nach "dem Sinn des Lebens" sucht. Der Sinn des Lebens besteht schlicht darin, dass wir uns fortpflanzen. Es geht nur darum seine Gene möglichst häufig weiterzugeben. Nach diesem Prinzip funktioniert (fast) jedes Lebewesen auf diesem Planeten und sei es noch so klein. Der Mensch der sich für so extrem wichtig und überlegen hält, kann dies jedoch nicht aktzeptieren und verzweifelt an der Vorstellung, das es so simpel sein kann. Das kann doch nicht alles sein... ist es aber. Vergleicht man das Leben der anderen Lebewesen auf diesem Planeten ist es nun mal leider ganz genau so. Ein Tier wird geboren, sucht sich fressen, wächst, und zeugt immer nur Nachkommen. Es macht nichts anderes. Der Mensch ist durch seinen überlegenen Verstand nun in der Lage weiter zu denken und auch andere Dinge zu erledigen, z.B. solche wie sich zu unterhalten, Spass zu haben usw. Lässt man dieses jedoch einmal weg. blendet dies aus, und betrachtet das Wesentliche, was bei allen Menschen auf diesem Planeten gleich ist, dann kann man auch hier wieder erkennen, dass es nur darum geht, zu überleben, zu essen, und sich fortzupflanzen. Alles was drum herum ist, verkompliziert die Sache an sich nur. Und das wir in die Schule gehen, Arbeiten usw. tun wir letztendlich auch nur um zu überleben, um später Geld zu verdienen, um uns zu ernähren und um eine Familie gründen zu können, die wir auch ernähren müssen. Im Grunde bleibt es jedoch immer das selbe Prinzip... und dies beruht auch auf simpler Logik, für die ich keinen Gott oder eine Religion brauche...

    Wir sind auch nicht mehr als ein ganz noramler biologischer Organismus der irgenwann stirbt. So wie jedes Tier, wie jede Pflanze. Nur das wir im Vergleich zu diesen wesentlich höher entwickelt sind. Aber auch wir werden einfach sterben, verwesen und mit der Natur so wieder eins werden. Das ist einfach der natürliche Kreislauf, der auf ganz normaler Logik beruht.

    Ich hoffe das nun etwas deutlicher und nachvollziehbarer geworden ist, warum für mich der Glaube an ein Leben nach dem Tod bzw. und / auch der Glaube an einen Gott so unsinnig ist.

    P.S Ja ich bin stolz auf solche TVOs und mir macht es Spass sie zu verfassen Und nein, man braucht den Post jetzt auch nicht zerpflücken und eine Quote Schlacht anzufangen, da es mir reicht meine Meinung dargestellt zu haben. Ich habe keine Lust darauf, darüber zu diskutieren, da ich überzeugt bin, das ich richtig liege. Niemand muss diese Meinung die ich habe teilen, aber sie sollte toleriert werden. Ich werde jedenfalls auf keine Quoteschlacht einsteigen
    Geändert von Whitey (28.05.2004 um 15:46 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •