1) Das Problem an zu viel Macht ist nicht die 'Macht' selbst, die ist nur ein abstrakter Begriff ohne bestimmbaren Inhalt, das Problem sind die Beziehungen zwischen Mächtigem und Machtlosem. Die Machtlosen verursachen IMO nämlich in ihrem Versuch, dem Mächtigen zu gefallen indem sie noch päpstlicher als der Papst handeln und verursachen dadurch den größten Teil des Schadens.
Der eigentlich 'Mächtige' ist nie das Problem, seine Gefolgsleute sind es, die ihm Macht zusprechen, in eine Abhängigkeitsverhältniss mit ihm treten und versuchen durch Handeln in seinem Sinne in des mächtigeren Gunst zu steigen. Sie übersehen vollkommen, dass diese Abhängigkeit eine freiwillige ist und das der Mächtige an sich nicht besser oder schlechter ist als sie selbst ist.

Jeder Einzelne für sich selbst wäre mächtig genug, um den Lauf der Geschichte zu ändern, indem er sich für oder gegen einen mächtigen entscheidet. Erst wenn wir uns einer großen Gruppe anschließen, verlieren wir unsere Macht, aber das Bewusstsein darum ist heute leider ein wenig untegegangen. Die Römer waren noch schlau genug, um dies zu begreifen.

Zusammengefasst gesagt ist ein einzelner Mensch unwichtig und Machtlos, erst wenn ihm genügend Menschen Macht andichten gewinnt er diese. Jemanden Mächtig zu machen ist eine Entscheidung, die jeder für sich trifft, von Natur aus ist jeder Mensch gleich Bemächtigt. In diesem Sinne stellt sich nicht die Frage, ob ein Mensch zu viel Macht gewinnen kann, sondern ob die gesamte Menschheit schlau genug ist, jemanden als Mächtigen anzuerkennen. Denn ohne Gefolgsleute ist auch der größte Diktator nur ein armer Irrer.


2) Natürlich, es wäre nicht schlecht diese Art von absoluter Macht zu besitzen, viele Vorteile sind damit verbunden. Aber sie existiert nicht. Es gab keinen Fall, in dem ein Mensch geung Macht besessen hat, um anderen seine Meinung aufzuzwingen. Das Beste, was ein Diktator oder absoultistischer Herrscher erreichen kann, ist konformes Verhalten und vielleicht noch durch Gehirnwäsche konformes Denken zu erzwingen, IMO. Jene, die die Meinung des Einen annehmen werden nicht in seinem Sinn handeln, sonder nur in ihrer eigenen Auslegung desselbigen. Ihre Taten werden in einem Versuch, dem Meinungsmacher zu gefallen weit und in alle Richtungen über sein eigenes Ziel und Prinzipien hinaussschießen, den Kern seiner Gedanken aber immer in vortrefflicher Weise verfehlen.


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Was mir nur so btw. auffällt: Das QFRAT wird grad von neuen Topics überschwemmt.
Ja, damit hast du recht, und dazu sind die Themen nichteinmal so locker, wie man es vom QFRAT gewohnt ist.