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Thema: Kummerkasten

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  1. #1
    @Loki: Alles, was mir im Moment zu so etwas einfällt, ist nicht viel, hast du schon viel zu oft gehört und hilft dir gegenwärtig auch nicht weiter, dennoch: Lass dich von solchen Spinnern einschüchtern, sondern versuche, durch die Liebe und den Zusammenhalt zwischen dir und deinem Freund wieder zu erstarken, damit du bald schon wieder mit ihm darüber kichern kannst. Ich bewundere generell den Mut von solchen Leuten und es wirklich ganz wichtig, dass diese - damit auch ihr - euch nicht unterkriegen lassen!

    @Loxagon: Erst einmal wünsch ich dir ein herzliches Beileid. Und auch wenn mich einige bestimmt jetzt blöd anmachen werden wegen diesen Post, so vertrete ich in solchen Dingen eine klare Meinung: Du hast in absolut jedem Punkt verdammt recht! Ich respektiere und bewundere Leute, die nicht nur zu ihrem Glauben stehen, sondern womöglich noch Kraft aus ihm schöpfen, da kannte ich mal persönlich jemanden...
    Aber ich vertrete die Meinung, dass ein Gott - wenn er denn existiert, einfach nur ungerecht ist. Das ist eine sehr persönliche Sache, über die ich mich vor ein paar Jahren massiv aufgeregt habe, weil...ach schaut selbst nach, ist hier auch noch irgendwo drin, der Post. Hier du, ich verstehe dich. Mach was du für richtig hältst, du hast meine volle Unterstützung!

  2. #2
    @ Loki

    Ist mir schon mal im Bus passiert, dass mich irgendwelche Weiber ausgelacht haben. Da bin ich einfach im Bus geblieben bis sie ausgestiegen sind und habe sie mir dann gegriffen und mit Wasser aus meiner Trinkflasche bespritzt.

    @ Lexagon

    Ebenfalls mein Beileid. Wichtig ist beim Thema Beerdigung einen kühlen Kopf zu bewahren, soweit das möglich ist. Die Bestatter sind die waren Aasgeier. Die werden vermutlich jetzt ankommen und euch Schuldgefühle machen, dass ihr den Angehörigen nicht richtig geliebt hättet, wenn ich nicht richtig dick auftragt und Kohle ausgebt. War bei mir auch so.

  3. #3
    Ne, das war bei uns zum Glück nicht so.

    Aber eben hatte meine Mutter nochmal wegen seinen Sachen im KH angerufen... scheinbar waren die letzten Minuten (er wollte alleine sterben...) sehr qualvoll. Dennoch... hätte ich es gewusst, dass er kurz nachdem ich da war... ich glaube, ich hätte gesagt: "Ist mir egal, dass er es uns nicht zumuten wollte!". Dabei... wenn ich kurz klar nachdenken kann... es war klar, dass es schnell geht... GEstern Abend hatte er im KH Bier bekommen. Eigentlich als Chemo-Patient im KH... nur wenn man weiß, dass es nur noch wenige Tage sind... Dabei hatte ich gestern Mittag wirklich noch Hoffnung...

  4. #4
    @ Loki
    Lass dich nicht herunterziehen. Ihr könnt absolut nichts dafür, dass diese Typen einmal zu oft vom Wickeltisch gefallen sind. Ich weis nicht. Gewalt ist sicher und bei einer Übermacht schon gar keine Lösung aber es ist vielleicht nicht schlecht, dass dein Freund Widerstand gezeigt hat. Einer an meiner Schule früher, wurde für seine Orientierung auch gehänselt und gemobbt. Das endete schlagartig als er sich zwei der Rädelsführer, als sie ihn auf der Toilette bedrängt haben geschnappt und verprügelt hat. Die haben dicht gehalten, weil sie nicht wollten, dass jemand erfährt, dass die Schwuppe ihnen Saures gegeben hat und haben ihn danach zwar nicht gemocht aber respektiert. Die haben ernsthaft gedacht, nur weil er anders orientiert ist, sei er zu einem schwachen Mädchen mutiert (was an sich auch schon doof war, denn die Mädels an meiner Schule konnten auch ganz gut austeilen).

    Ihr seid gut so wie ihr seid

    @ Loxagon
    Mein Beileid.

  5. #5
    Leute, danke für die netten Worte, sowas zu lesen hilft ungemein. Ich wurde bis jetzt noch nie mit echter, feindseliger Homophobie konfrontiert, zum Glück - und Gekicher auf der Straße kann ich ehrlich gesagt ziemlich gut wegstecken, manchmal genieße ich es sogar auf eine merkwürdige Art und denke mir, fucking deal with it.

    @Loxagon Mein herzliches Beileid.

  6. #6
    @Loxagon:
    Mein herzliches Beileid. Ich hoffe, du und deine Mutter übersteht die nächste Zeit gut

    @Loki:
    Ugh, sowas zu lesen (vor allem in Kombination mit Loxagons Schicksalschlag) schlägt mir immer aufs Gemüt, ich hoffe, dass ihr in Zukunft von solchen Vollidioten verschont bleibt. Glücklicherweise habe ich weder im Freundeskreis (bzw. der Teil davon, der in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ist) solche Storys gehört noch selbst erleben müssen, aber dann denke ich manchmal, dass man hier im Rheinland da gerade in den Großstädten vielleicht etwas "verwöhnt" in der Hinsicht ist. Gerade wenn man sich dann noch vor allem in studentischen Kreisen bewegt (die ja gerade bei den GeWis oft doch eher zur extremen Liberalität neigen...), ist man da schnell in einer Art Blase und vergisst, dass da noch ordentlich Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Da ist eigentlich auch schon blödes Gekicher total unangebracht, aber das, was du da beschreibst ist ein Armutszeugnis.
    Lass dich nicht unterkriegen!

  7. #7
    Ich weis nicht ob man in das Gekicher oder Getuschel immer soviel hinein interpretieren muss. Selbst wenn die Leute das irgendwo komisch oder ungewohnt finden, steckt da vielleicht mehr Neugier oder Erstaunen dahinter als Herablassung und oder Ablehnung. Man will da sicher mit sowas lieber auf einen normalen Level, wo das überhaupt kein Grund mehr ist auch nur mit der augenbraue zu zucken, aber natürlich ist das nicht so. Großstädte wirken da etwas katalytischer weil, ich hab da mal einen Erfahrungsbericht zu gelesen, es Homosexuelle eben wegen des Klimas eher in die Großstädte und weg vom Land zieht, entsprechend dort die Konzentration höher wird und der Anblick normaler, einfach wegen der Menge. Tatsächlich kommen aber bloß ein paar wenige Homosexuelle auf 1000 Leute entsprechend ist das zum Beispiel im ländlichen Bereich egal ob man das für falsch oder krank hält oder aufgeschlossen ist, erstmal eine neutral ausgedrückt bemerkenswerte Sache. Ist sicher unschön wegen sowas Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu werden, aber wie gesagt die ist nicht immer gleich negativ, man ist halt dann für die Leute was besonderes.

    Kleines Beispiel. Wir waren die ersten die hier in unserer Straße ihr Haus relativ bunt (eine schöne kräftige terrakotta-Farbe) gestrichen haben, ansonsten dominierten weiß und grau. Da waren wir erstmal das Gespräch der nachmittäglichen Klatschrunden. In den letzten Jahren haben einige mit ihren Fassaden sogar nachgezogen.

    Sicher finden sich unter den Tuschlern und Kicherern auch Idioten, aber sicher auch viele für die ihr einfach ein interessanter Anblick seid.

  8. #8
    Okay, das ist wahr. Ich hatte jetzt bei "Gekicher" automatisch die ach-so-coolen Jungs im Kopf, die ich ständig im Bus sehe, die ihr Machogehabe ausleben wollen aber nichtmal im Stimmbruch sind. Wenn die mit ••••••••••, Tunte, etc. um die Ecke kommen steigt mir jedes Mal der Blutdruck - wobei man da sicher auch differenzieren muss, ob die wissen, was sie da sagen oder ob die das einfach unter "coole Schimpfwörter" verbucht haben.

  9. #9
    Zitat Zitat
    Okay, das ist wahr. Ich hatte jetzt bei "Gekicher" automatisch die ach-so-coolen Jungs im Kopf, die ich ständig im Bus sehe, die ihr Machogehabe ausleben wollen aber nichtmal im Stimmbruch sind.
    Boah ja. Solche Typen habe ich ja gefressen


    Letzteres ist gar nicht so unwahrscheinlich. Für uns damals war "schwul" häufig auch nur ein synonymer Begriff für etwas was doof ist (also nicht mal mehr tuntig). Ich hab Jahre später mal die Southpark-Folge gesehen, wo es um den Begriff "••••••••••" ging und fühlte mich an uns früher erinnert. Da hatte sich der Begriff bereits vom ursprünglichen Gegenstand losgelöst. Verrückte Welt der Linguistik 0o

  10. #10
    Ich wünschte, ich hätte mal die Chance, lachende Vollidioten zu haben, die in meine Richtung deuten, wenn ich irgendwo in der Öffentlichkeit bin. Ich gehe kaum noch vor die Haustür, weil ich schon aus Paranoia jeden einzelnen, noch so unklaren Satz irgendwo in einer Straßenbahn oder Zweiergespann auf der gegenüberliegenden Straße auf mich beziehe oder halbverschleierte Worte als Provokation auffasse. Ich kann mir nie sicher sein, ob mich jemand beleidigt oder es Hirngespinst ist, aber sollte es tatsächlich jemanden oder eine Gruppe an Leuten geben, die etwas Negatives über mich sagen, plane ich schon, aus Absicht laut vorzugehen, Menschen um mich herum aufzuhetzen und, wenn meine Gegenüber mutig genug bleiben sollten, einen Kampf zu provozieren - allein um damit meinen Ängsten ein Ende zu setzen und der Unterdrückung den Krieg zu erklären. Aber aus Situationen, wo ich von einer Gruppe Transphobiker bzw. Homophobiker in ein nicht-öffentliches Gebiet gedrängt werden kann, halte ich mich allgemein raus. Da fällt für mich zwar ein großer Teil des Nightlifes und interessanter Gebiete meiner Stadt weg, aber ohne Zeugen und Menschen, die ich für mich gewinnen kann, wäre der Aufenthalt an den Orten sowieso eine Suizidaktion.

    Gestern durfte ich drei Hackfressen (einer mit Steinar-Jacke) an einer Tankstelle sehen, die zur Gruppe Psychopathen ohne Mordhemmungen gehören und ins Auto starrten, wo ich gewesen bin. Wäre ich alleine, hätten die sich an mir genauso ergriffen wie an einem wichtigen Menschen meines Lebens von damals. Dieser eine Anblick, ohne überhaupt gehört zu haben, über was sie genau reden, hat mir schon den Abend verdorben, dass ich hier in der Wohnung ausgerastet bin und mit Gegenständen um mich warf. Vor einigen Monaten dagegen wurde ich nach einer Queerdiskoparty um 4 Uhr morgens von einem Perversen gestalkt, der auf Transsexuelle aus gewesen ist. Hätte ich keine Bekannte getroffen, der ich zufällig über den Weg kam und mir erlaubte, bei ihr zu übernachten, würde ich wahrscheinlich nicht mehr hier sitzen.

    Ich will hier nicht tatenlos rumsitzen. Ich würde Blut fließen lassen, wenn Kampf gegen Unterdrückung gleichen Härtegrades legal wäre.

    Geändert von relxi (28.03.2016 um 12:48 Uhr)

  11. #11
    Ich bin gerade voll übernächtigt und habe eine 2/3-Kanne Schwarztee intus und werde wohl durchmachen, weil ich noch zur Abrundung einer Woche des Lernens von stupidem Blödsinn eine Bulimie-Lern-Session einlegen wollte, weil ich morgen meine Nachklausur in Linguistik habe, die ich einfach nur bestehen muss (der Schnitt ist vollkommen egal, nur bestanden muss sie sein), damit ich für den Rest des Studiums Linguistik nie wieder anfassen muss.

    Aber scheiße, ich hab Angst das ich sie verhaue und ich über nächstes Semester ein weiteres Mal durch diese Tortur muss

  12. #12

    Hier wird nicht geterrort
    stars5
    Mach dich nich kaputt Paddy, das schaffste

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