Klar, ich kenne deine Familie nicht.
Klar, ich "weiß" nur aus deinen Schilderungen, wie es bei dir zu Hause zugehen muss.

Aber sich ewig in Agonie winden und die Dinge ihren Lauf lassen verändert die Lage keineswegs; im Gegenteil: wenn die Dinge so weiterlaufen wie bisher, wird irgendwann der Punkt kommen, an dem es für eine Veränderung der Lage zu spät ist. Und krass (und vielleicht übertrieben) ausgedrückt wird das der Punkt sein, ab dem du fortan nichts mehr mit deiner Familie zu tun haben willst - oder sie mit dir, je nachdem).

Du schreibst auch sehr häufig, dass du ein Problem hast, deine Gefühle bzw. Gedanken zu dem Thema so geordnet zu artikulieren, dass sie so ankommen, wie du es meinst.
Nehme ich jetz aber diesen ellenlagen Beitrag von dir weiter oben, kommt mir das nicht so vor; ich für meinen Teil habe den inhaltlich und sachlich nachvollziehen können. Wenn es dir also Probleme bereitet, dich auszudrücken, schreibe alles nieder und - ja, das klingt doof - übe das Ganze. Mit Freunden deines engsten Vertrauens (die von deiner Lage zu Hause wissen) oder allein vorm Spiegel oder so. Denn du hast es ja erkannt: angesprochen werden muss das alles irgendwann mal.

Und ganz ehrlich: sollte deine Mutter nicht bereit sein, ein solches Gespräch mit dir zu führen, solltest du ihr ernsthaft und knallhart die Frage stellen, was du ihr eigentlich noch bedeutest, dass ihr dein Gefühlsleben und Wohlbefinden so scheißegal ist.
Klingt hart und ist sicherlich nicht einfach so eine Frage zu stellen, aber genau darauf läuft es doch hinaus, wenn sie ab gewissen Punkten nicht mehr diskussionsfähig/kritikfähig ist.

Oder sehe ich das falsch?