Okay, das waren gute 10 Minuten meiner Mittagspause, um die Kernaussagen am Ende zu finden:
Es wäre vermessen von mir zu sagen "Ich weiß, wie du dich fühlst", aber ich kann - durch den langen, erklärenden Beitrag von dir - ein Stückweit deine Situation nachvollziehen.
Das Kernproblem ist meiner Ansicht nach das Nichtstattfinden von Kommunikation - weder über Trivia, noch über ernste Dinge.
Ich meine: zeigt sie denn Interesse an dir und deiner Ausbildung? Fragt sie dich, wie es läuft, wie es deinen Freunden geht oder sowas?
Ich tippe als Antwort auf diese Frage auf ein "Nein" - und da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben. Ihr lebt quasi aneinander vorbei, bildet mehr eine Zweckgemeinschaft, denn eine Familie und auf Grund dessen stellt sich die Lage für dich so extrem dar, wie du sie geschildert hast.
Du solltest um deiner selbst Willen das Gespräch mit deiner Mutter suchen; auch wenn du noch Probleme mit deinem Bruder hast, die solltest du nachrangig behandeln - und auch gesondert mit ihm klären.
Wichtig wäre aus meiner Sicht, dass du deiner Mutter klar ins Gesicht sagst, wie du die Lage bei euch zu Hause siehst - auch (oder grade weil) es dir weh tut. Solche Dinge ändern sich nicht, indem man im dunklen Kämmerlein darüber nachdenkt; so einen Prozess musste ich auch vor nicht all zu kurzer Zeit durchmachen und seitdem läuft es bei mir wieder in allen Bereichen des Lebens viel runder.
Also: sprich mit deiner Mutter; mach' ihr auch klar, dass du in einem guten Jahr 18 wirst und dass du nicht die Absicht hast, dann deine Volljährigkeit mit dem Holzhammer auszuleben. Denn das würde die Situation sicherlich nicht verbessern - und ich schätze dich als einen Menschen ein, der nicht unbedingt auf Konflikte aus ist.
Die Grundvoraussetzung ist natürlich, dass eine anständige und sachliche Unterhaltung möglich ist (von beiden Seiten aus).






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