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Thema: Kummerkasten

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Leon der Pofi Gast
    heute um 12 uhr ,ist sie mit kirchenglocken im hintergrund verstorben. im gegensatz zu den schmerzhaften wochen davor, ist es sehr schnell gegangen. wir waren auch alle dabei, haben ihre hand gehalten. das belastenste, neben dem letzten einatmen, war der leichenbestatter, der jedoch sehr ruhig und freundlich war. wie er langsam wegfuhr und die person die man liebt, am horizont verblasst, war doch schwer. natürlich haben wir geweint, aber es war dann sehr ruhig. generell ging alles sehr langsam und liebevoll von statten. aber wir müssen uns nie vorwürfe machen, dass wir nichts für sie getan hätten. wir waren bis zum schluss bei ihr und haben auch im letzten moment ihre hand gehalten.

    heute war es jedoch zu erwarten, da der blutdruckmesser kein resultat mehr zeigte. was katzen und ihr gespür angeht, so kann ich dies bestätigen. eine halbe stunde bevor sie gestorben ist, saß die katze aufrecht vor dem bett, was sie nie tut und starrte sie stätig an. bei jeden ausatmen, wich die katze mit dem kopf zurück und bei jedem ausatmen wieder nach vor

    Geändert von Leon der Pofi (30.12.2009 um 17:57 Uhr)

  2. #2
    @Leon der Profi:

    das tut mir so unendlich leid.
    sowas vorallem um die Weihnachtszeit rum...
    aber du/ihr habt das einzig richtige getan und ward bei ihr.

    ich hab ne ähnliche Geschichte zu erzählen:
    Unmittelbar vor dem 4ten Advent, ich war wohl mit nem Freund oder sowas unterwegs, hat mich mein Bruder angerufen. Völlig aufgebracht und erschüttert erzählt er mir, das unsere Mutter im Krankenhaus liegt.
    Diagnose: Brustkrebs.

    Über Weihnachten war sie nicht zuhause, was vorallem mich sehr geschmerzt hat, aber es verbleibt noch Hoffnung, denn die OPs sind gut verlaufen und ihr geht es soweit ganz gut. Nur ist da noch ein gewisses Restrisiko, da der Tumor erst relativ spät entdeckt wurde. Wenn sich der Krebs bereits gestreut und weit verbreitet hat, dann wird das echt problematisch.

    Jetzt folgt zuerst einmal aber die Chemo-Therapie... und ich hoffe, das sie das heil übersteht.

  3. #3
    Ich weiß schon heute, das ich derzeit die letzten Tage mit meinem Opa verbringe. Er zeigt ähnliche Symptome wie in Leons Fall - zudem leidet er auch an Demenz und Prostatakrebs, der leider zu spät erkannt wurde und deshalb nicht mehr zu heilen ist. Am 4 Januar werde ich jedenfalls den Grundwehrdienst antreten und wenn ich nach etlichen Monaten zurück komme, wird er wahrscheinlich nicht mehr sein. Es ist vielleicht auch besser so~

  4. #4

    Leon der Pofi Gast
    WAS IST LOS VERDAMMTE SCHEISSE.
    gestern war die beerdigung meiner oma und vorhin hatte mein anderer opa einen herzanfall und sie wissen nicht wie es ihm geht.
    ich warte gerade auf meine schwester, damit wir ins krankenhaus können. ich bin weg

  5. #5

    Leon der Pofi Gast
    wir kommen gerade aus dem krankenhaus. er wurde nach simbach verlegt, da sie dort die herzrythmen besser analysieren können. der blutdruck hat sich bereits auf subjektiven status normalisiert. aber risikobehaftet ist das ganze noch immer. meine großmutter schläft derweil bei uns. ironischerweise ist die weihnachtszeit dieses jahr sehr schwer, dafür kam durch die ganzen situationen die familie zusammen...

  6. #6
    Ich kann mir sehr gut vorstellen das die ganze Situation sehr schwer für dich sein mag, aber sei froh das durch diesen schweren Schock wenigstens die Famile zueinander gefunden hat.
    Keine Ahnung wie die Familiere Situation sonst bei dir ist, aber eine enge Verbundenheit im Familieren Umfeld kann viel helfen.
    Bei uns gab es vor ein paar Jahren auch ein sehr schweres Herzleiden in der Famile das mitlerweile GOTTSEIDANK wieder relativ Stabile Ausmahße angenommen hat.
    Im Allgemeinen kann ich zur Situation von Krebserkrankten Patienten nur sagen das die Gegenwart von engen Verwandten und auch Bekannten sehr beim friedlichen Sterben helfen kann !!
    Ich arbeite zur Zeit auf einer Lungenkrebsstation und habe leider über Weihnachten sehr nahe miterleben müssen wie viele Patienten verstarben ohne auch nur einen Angehörigen an ihrer Seite zu haben.
    Natürlich mag es sehr schwer sein eine liebe Person bei Ihren letzen Schritten zu begleiten, aber dennoch ist es für die Allgemeinheit Unvorstellbar wie sehr es jenen hilft, eine Geliebte Person an deren Seite zu haben...
    Es war das erste Weihnachtsfest an dem ich merkte wie Scheißegal manchen Menschen doch ihr Angehörigen sind...
    Ein bedrückender Gedanke an diesem für mich doch sonst so Fröhlichem Feiertag.
    An Moana muss ich dazu sagen das bei Chemo-Therapien mitlerweile eine relativ große Chance der Zeitweiligen Regenereation besteht ! Also lasse den Kopf nich hängen !
    Es können noch einige Glückliche Jahre mit deiner Mutter vor die liegen !

    Geändert von Rüder Held (04.01.2010 um 01:52 Uhr)

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