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Thema: Kummerkasten

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  1. #11
    Zitat Zitat von Darkfaith Beitrag anzeigen
    Interessant, ehrlich. Dazu kann ich erst einmal sagen WILLKOMMEN IM TEAM. Besonders deine Signatur hat irgendwie vieles auf einen Punkt gebracht. Ja richtig deine Signatur: Die Zeit heilt keine Wunden... Das spricht mir echt aus der Seele und zu deinem Beitrag, erzähl mal mehr, was ist denn alles zu schnell für dich, dein Leben verändert sich... warum ?
    Hmm, kann ja mal versuchen das nicht allzu verworren zu schreiben, ich kenn mich, ich könnt bis morgen dran schreiben, nur dann würd's keiner mehr verstehen.


    Ich bin jetzt 21, hab von 17 bis Ende 20 eigentlich eine, für mich, sehr depressive Phase durchgemacht, mit SVV und dem ganzen Kram.
    Bin jetzt seit Anfang 20 aber, durch Ende der Ausbildung und Einstieg in einen Beruf mit Aussendienst-Tätigkeit, überwiegend darüber hinweg. Bin in Behandlung bei einem Psycho-Therapeuthen der mich jetzt schon seit mehreren Jahren (nun seit Anfang 20 halt wieder, davor war so 2 Jahre Pause) begleitet und mir sehr hilft.

    Joa... ich verquatsch mich schon wieder. <_< wie ich das hasse.

    Also ich bin halt im Aussendienst tätig, hab letztes Jahr im Sommer innerhalb von knapp 2 Monaten Abschlussprüfung+Führerschein+den ganzen Kram für den Job machen müssen, alles gut geschafft, hab beruflich auch 'ne Top-Ausgangslage, nur ist das für mich einfach tierisch anstrengend. Ich musste all das, was früher so "normal" war in Bezug auf Depressionen (ständige _innere_ Zusammenbrüche, das SVV) komplett einstellen, zum Positiv-Denker werden, wirklich nicht gerade wenig Verantwortung übernehmen (ich sitz halt nicht 8 Stunden im Büro sondern muss mir Arbeit selbst beschaffen, abarbeiten, nacharbeiten - komm also auch auf ziemlich viel Arbeitszeit teilweise) und den ganzen Mist... und dementsprechend hab ich immer mal wieder das Gefühl nicht hinterherzukommen.
    Nachtrag: Ich fühl mich zwar wohl, aber es ist schon schwer innerhalb eines Jahres sein komplettes Leben umzustellen, soviel Verantwortung zu übernehmen und "erwachsen" zu werden... musste vieles nachholen / lernen was für andere selbstverständlich ist, was den Umgang mit gewissen Dingen angeht.

    Es ist als ob man zwar die ganzen alten Ketten sprengen konnte, aber sie ab und an immer noch versuchen nach einem zu greifen. Glaubt mir, ich bin wirklich zum Positiv-Denker geworden, aber das vergangene vergessen ist nicht immer so einfach.

    Ich will mich nicht beschweren, ich hab ne Beziehung die in Ordnung ist, ich hab nen tollen Job, nen schönes Auto...


    Ach keine Ahnung. Versteht das bis hier irgendwer, wenigstens 'n bisschen?


    Wie gesagt, am besten zum Bild passt einfach dass die Welt unter mir mit doppelter Geschwindigkeit läuft/lief. Auch in meiner Beziehung haben die Depressionen eine große Rolle gespielt, naja blablubb.

    Was mich die letzte Zeit immer mal beschäftigt ist das rationale Denken zu "erlernen". Mein Thera sagte mir z.Bsp. dass ich das durchaus versuchen kann, aber ich werd's nicht immer schaffen. Aber ob das richtig ist? Mal 'nen Blog-Auszug den ich drüber geschrieben hab, hoffe dann versteht man was ich mein. ^^

    Zitat Zitat
    Irgendwie wünsche ich mir nichts mehr als zu verstehen.

    Und all das, was vergangen ist, hinter mir lassen zu können. Nur stellt sich dann ja die Frage, ob das überhaupt möglich ist? Und wenn ja, wie lange? Der Spruch “die Zeit heilt keine Wunden, man lernt nur damit umzugehen” trifft irgendwie ja doch zu. Oder nicht?

    Ich bin weit davon entfernt mich wirklich kaputt zu fühlen, ich besitze durchaus ein gutes Selbstbewusstsein und hab mich von vielen alten Lasten lösen können. Trotzdem komme ich immer noch in Situationen, in denen ich das Gefühl bekomme all die Ketten, die ich sprengen konnte, greifen nach mir. Wird diese Sehnsucht nach Schmerz, diese Sehnsucht nach der Intensität, irgendwann von mir lassen? Kann ich irgendwann sagen - ich bin frei, ich bin “geheilt”?
    Es ist einfach nur unheimlich schwer die Vergangenheit ruhen zu lassen und einen Weg zu finden, ein Leben ohne Schmerz zu führen. Über Jahre hinweg damit zu leben macht es schwer, dass alles einfach so hinter sich zu lassen.
    Eigentlich suche ich nur nach genau diesem Weg… überwiegend denke ich, dass ich ihn gefunden habe, jedoch kommen immer mal wieder Zweifel auf. Ist das alles richtig so? Gehe ich richtig mit all den Situationen um? Ist es besser, in all den Situationen, die mich früher in eine depressive Krise gestürzt hätten, rational zu denken? Wie weit darf oder sollte man Emotionen unterdrücken bzw. seinen Ängsten mithilfe von rationalem Denken den Boden entziehen? Stumpft man dann nicht ab, also in gewisser Hinsicht zumindest?

    Irgendwie bezweifle ich dass mir das irgendwann jemand beantworten kann, aber wahrscheinlich findet man seinen Weg auch ohne diese Antwort… irgendwann. Dauert wohl.

    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    @dragonrune: Lächeln und öfter tief Durchatmen. Hilft mehr, als man meinen würde.
    Ich weiss ja, aber das ist ja nun auch nicht immer so einfach...^^

    Geändert von .dragonRune (26.03.2007 um 21:12 Uhr)

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