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Auserwählter
So fertig.
Also viel Charme hat das Spiel, das muss ich definitiv lassen, was da an vielen Geheimnissen und Anspielungen versteckt ist, bringt einen direkt wieder in die wohlige SNES Zeit zurück... ich meine es ist auch ein SNES Spiel 'duh!'
Das Finale hat ungefähr noch mal halb so lang bei mir gedauert wie der Rest des Spiels, damit habe ich nicht gerechnet, ich dachte es wäre ein kürzeres Intermezzo. Allerdings hat sich die Zeit auch unfreiwillig sehr stärk erhöht weil der Endboss wirklich lächerlich stark ist. Während ich doch immer geklagt habe wie lächerlich unausbalanciert das Spiel ist, im Sinne dass man einfach nur Wegwerfkämpfe bestreitet, geht es beim Endboss kurioserweise in die exakt andere Richtung, der ist absolut unfair und ohne ein bestimmtes Setup quasi unmöglich zu bekämpfen.
Also ich kann mir nicht vorstellen dass das Remake das beibehalten hat aber falls doch, hier ein paar Hinweise:
- Nehmt Sundowner mit. Wenn man ihn nicht in der Party hat, ist das Spiel quasi unmöglich zu schaffen. Schlimm dabei ist auch dass sich die Random Encounter irgendwie in Abhängig von dem Level der Party zeigen und dann gibt es einen bestimmten Gegner namens "Ishtar" der gibt nach Besiegen immer ein Level-Up. Leider taucht dieser Gegner, der eigentlich auch stärker ist als die anderen, ab nem bestimmten Level nicht mehr auf und plötzlich kommen ganz andere Feinde die nur noch 2 - 6 Exp droppen. Wer also bis dahin Sundowner nicht bis spätestens Stufe 16 hat, kann sich auf eine Slog einstellen. Es gibt noch eine Zufallsbegegnung mit 4 Harpyienartigen Feinden die sind das zweitbeste was man bekommen kann, aber auch das ist nur in einer ganz bestimmten Levelrange auszulösen, viel Glück *gg*
Der Grund warum Sundowner so wichtig ist, ist sein "Hurrican Shot" der schießt zufällig viele Kugeln ab. Und so kann der Schaden zwischen 0 - 999 varriieren, meistens aber ist es Schaden definitiv über den 500er Bereich.
Die Sache ist, der Endboss hat ne lächerlich hohe Verteidigung und einen Angriff mit dem er einen die Leben gleich darauf wieder entzieht. Ohne diesen Schaden hat man einfach verloren, kein anderer Charakter ist ernsthaft in der Lage genug Schaden zuzufügen, wirklich habe es versucht. Insbesondere Masaru ist schrott, weil er jeden Angriff verfehlt.
Natürlich ist er auch super schnell und quasi nach jedem Charakterzug an. Aufladangriffe kann man sich fast sparen, weil er sie entweder mit einem Feldangriff gleich direkt unterbricht oder die Gruppe versteinert...
ach da wären wir bei dem 2. und 3. Ratschlag.
- Schaut in einem Guide wo ihr die geheimen Bosse bekämpft um Ausrüstung gegen Versteinerung zu bekommen.
Ich würde behaupten auf 2-3 davon kommt man von selbst früher oder später (naja nicht vielleicht im Remake bei einem)
aber dann gibt es noch so kryptisches Zeug wie einen der 7 Heldendungeons zum Schluss noch mal zu besuchen bis zur einer bestimmten Stelle, wo man eigentlich nie wieder rein gehen würde weil es dort keine Kämpfe gibt. Oder kurz vor dem Endkampf zu fliehen und für 2 Minuten in einer Zwischendimension rumzurennen.
Naja und einer kommt wenn man scheisse spielt, sry Spiel dafür, dass ich zu gut bin. 
Aber auch Schutz gegen Versteinerung ist noch kein Garrant. Denn der Boss kann quasi mit dem selben Move alle Zustandsveränderungen die es gibt aufeinmal auslösen. Darunter fällt dann vor allem auch Schlaf.
Deswegen ist es unabdinglich dass ihr...
- ...Cube mitnimmt
Ja es erscheint erst abwegig da Cube nicht levelt, aber er nutzt einen 3x3 Flächen AoE der um 100-150 heilt und alle Statusveränderung rückgänig macht, am wichtigsten ist jedoch der Umstand dass die Fähigkeit sehr schnell ist und man damit meistens noch einen Zug vor dem Boss bekommt.
Außerdem kann Cube nicht selbst von Schlaf oder Lähmung betroffen werden, da er ja ein Roboter ist, das ist so ziemlich seine wichtigste Eigenschaft und man ihn neben Sundowner zum wichtigsten Partymitglied.
Natürlich ist die Heilung auf Dauer nicht ausreichend, je nachdem wie viel Glück ihr beim Zufallsgenerator mit den Zahlen habt. Deswegen sollte man auch dringend mindestens 5 Holy Waters gefunden- und nicht verbraucht haben, die es exklusiv nur in den Zusatzdungeons gibt.
Außerdem brauch Cube die höchste Verteidigung von allen, weil er auch die niedrigste HP hat, Ariel Armor, Ariel Helmet, Amethyst Shield wären perfekt. Bei Sundowner sollte man gucken dass er mindestens soweit gelevelt ist dass er über 300 HP hat, sonst kann er auch mit einem Angriff evtl gekillt werden (das kann auch so schon leicht passieren) und mit ein bisschen Pech erwischt der nächste Flächen AoE auch seine Leiche bevor man ihn rechtzeitig heilen kann. Dann hat man quasi schon verloren.
Achja:
- Buffed euch zwischen der 1. und 2. Phase ins unermessliche. Ich denke das sollte selbstverständlich sein. Es gibt dort wo man Pogo findet ein Feld mit low HP Single Heal Pflanzen die bei jedem Wechsel des Bildschirms respawnen, keine Ahnung ob das bewusst so ist oder ein Bug, denn nirgendwo anders im Spiel respawnen die Pflanzen. Das wichtige bei den Pflanzen ist es eben dass sie einen Stats Boost geben, die erste Phase ist komplett trivial (was nur nur weiter diese absolut hirnverbrannte "Spike" aufzeigt) killt den Mund und ein Auge und bevor ihr das letzt Auge killt, spammed die Heilpflanzen für jeden Charakter etwas für 7-8 Runden. Dann können wenigstens Sundowner und Cube mit 70% Wahrscheinlichkeit nicht instant gekillt werden.
Btw ich habe mir Strategy Guides angeschaut und die sind wirklich was das betrifft alle Schrott, teilweise wird einem Savestaten empfohlen bis man Glück bei den Zahlen hat.
>.> man merkt wie "unterspielt" eigentlich Live A Live (SNES) ist, es gibt ein sehr gutes Wiki aber sonderlich nützliche Spielhilfen kann man sich abschminken, ich musste mir die Kampfstrategie auf jeden Fall selbst erarbeiten.
Also Live a Live ist wirklich unfassbar unausbalanciert und hat mit krassen Qualitätsschwankungen zwischen der Kapiteln zu kämpfen, aber auch ziemlich viele unnötige Designentscheidungen von den Gesamtsystemen. Dennoch ist es wohl gerade wegen der Kreativität, dem Ideenreichtum der insgesamt ziemlich guten Story am Ende und naja dann eben doch dem ganzen Ende - weil es sich schon wie ein größeres RPG mal anfühlt trotz viele sinnloser Random Encounter vor denen man 90% der Zeit flieht, durchaus eine lohnenswerte Erfahrung.
Es ist immerhin ein Spiel was immer für eine Überraschung gut ist, ja sogar die Endfrustration zum Schluss stößt einen ganz plötzlich vor dem Kopf.
Als Wertung würde ich dem Spiel wohl ein "C" geben aber mit dem prädikat eigen- aber auch einzigartige Erfahrung.
Es hat echt soooo viele Sachen die ich hasse und sooooo viele Sachen die ich mag, in einem Spiel vereint.
Geändert von Klunky (07.08.2022 um 11:58 Uhr)
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Drachentöter
Danke für die zahlreichen Tipps Klunky.
Bin im 6. Von 7. Auswahlkapitel und fand es bisher relativ einfach und doch spaßig.
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Ritter
Habe das "Live a Live Remake" heute mit etwas mehr als 30 Stunden beendet. Nach dem es überall hieß, dass man es in 20-25 Stunden durchspielen kann, war ich dann doch etwas überrascht. Zumal ich eigentlich noch zwei optionale Dungeons offen hätte. Auf jeden Fall kommt gegen Ende noch einiges
Wie dem auch sei, es hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Trotz ein paar Unzulänglichkeiten (starker Grind gegen Ende, Kämpfe ziehen sich manchmal zu sehr in die Länge, hohe Random Encounter-Rate in den letzten Stunden, recht kleine Locations) und schwankender Qualität innerhalb der sieben Hauptkapitel.
Meine Highlights waren dabei Western, ferne Zukunft, nahe Zukunft und Edo-Japan. Die restlichen drei fand ich dagegen eher durchschnittlich. Vor allem von der Urzeit habe ich mir etwas mehr versprochen, da es mich im Vorfeld an Chrono Trigger erinnert hat. Leider war der Slapstick-Humor dort überhaupt nicht mein Fall. Auch kann ich über Furz-Attacken und Kackewürfe nicht wirklich lachen 
Da ich mit der Urzeit, Gegenwart und China begonnen habe, war ich anfangs noch etwas ernüchtert, aber danach hat es mich durchgehend unterhalten. Sci-Fi und Western sind aber auch meine beiden Lieblingsfilm-Genre, daher war ich im Vorfeld vielleicht etwas befangen. Ich fand bei beiden übrigens super, dass hier kaum Kämpfe vorkommen und sie einen sehr coolen Ablauf hatten. Gerade die ferne Zukunft ist praktisch ein Walking-Simulator in 2D mit 2001 und Alien-Ambiente
Nahe Zukunft war auch ein Highlight. Hier hatte mich die kleine Spielwelt begeistert, wie auch das nostalgische 90s Anime-Feeling (und zwar eines, das zum Glück nicht so übertrieben wie ein Tales oder Xenoblade daherkommt
)
Mein Ranking:
1. Ferne Zukunft
2. Western
3. Nahe Zukunft
4. Edo-Japan
5. Urzeit
6. China
7. Gegenwart
Da neben den sieben Kapiteln zusätzlich der Reiz darin liegt, herauszufinden, was eigentlich danach kommt, werde ich hier nicht weiter spoilern. Es schließt aber alles wunderbar daran an und dreht vor allem narrativ dann noch gehörig auf. Gesellschaftskritik? Da bin ich doch glatt dabei, hihi 
Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung, vor allem wenn man wie ich das 90er-JRPG-Design liebt. Das ziehe ich auch jederzeit einem Xenoblade Chronicles vor
Phasenweise hatte ich auch schöne Chrono Trigger Vibes, was natürlich auch nicht weiter verwunderlich ist, beim gleichen Director. Wäre das Ding in den 90ern außerhalb Japans veröffentlich worden, wäre es heute jedenfalls auch ein Kultspiel geworden, da bin ich relativ sicher (wenn auch vielleicht nicht bei jedem, da es schon so einiges ausprobiert und anders macht).
Geändert von Cooper (14.08.2022 um 21:12 Uhr)
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