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Auserwählter
Ich habe nur die Demo gespielt und bin mir wirklich nicht ganz sicher was ich von dem Spiel halten soll.
Also einerseits mag ich ja die experimentielle Natur sowas wie 7 Kurzgeschichten zu haben die ihren Fokus alle ein wenig anders setzen und damit auch zum Teil mit eigenen Mechaniken und UI Elementen daher kommen.
Gleichzeitig gefällt mir jedoch nicht wie streamlined diese Erfahrungen sind.
Gerade das Kampfsystem gefällt mir hier nicht wirklich, es gibt keine MP, HP regenerieren sich nach jedem Kampf, heißt also wenn man einen normalen Kampf, schafft man auch alle anderen und nimmt die (auf der Karte sichtbaren und leicht umgehbaren Gegner) einfach nur mit weil man eben die EXP benötigt.
Natürlich sind das jetzt nicht große Grindorgien, aber trotzdem fühlt sich jeder einzelne Kampf für sich irgendwie bedeutungslos und wie Zeitstreckung an, weiß jemand ob das schon im Original so war?
Zumindest der "Radar" ist wohl etwas von dem ich ausgehe dass er im Original so nicht vorhanden gewesen wird, was für mich bereits der nächste Aufhänger ist. Ich nehme an der wurde eingebaut weil die Richtungsangaben nicht immer ganz klar sind...? Problem ist, dass der Radar einem auch alle "interessanten" und geheimen Orte auf der Karte anzeigt. Erkundung und Überraschung? Och ich bitte euch, wir reden hier immer noch von einem Square Enix Spiel pff.
Ich weiß der Radar lässt sich ausschalten, aber gerade in der "fernen Zukunft" rennt man teilweise echt unnötig durchs Schiff, weil einem nicht genau gesagt wird wo man nun die Crewmitglieder findet. Das jetzt ohne Radar zu spielen fühlt sich mal wieder so an als würde man sich selber foppen, wenn man Zeit damit vergeudet irgendwo blöd rumzulaufen. Bzw "Secrets" zu finden fühlt sich nicht so belohnend an, weil es ja keine "richtigen" Secrets sind, schließlich hätte der Radar dass einem sowieso angezeigt.
Aber auch abseits des Radars blinkt alles wie blöde was sich einsammeln und untersuchen lässt und das lässt sich nun wirklich nicht ausschalten.
Dazu kommt natürlich noch das freie speichern, was allerdings bei der Art wie das Spiel gestaltet wurde, nicht wirklich etwas wegnimmt, dennoch würde ich sogar sagen dass es nicht gerade "bequem" ist den Spieler dazu anzuhalten selber zu speichern, da sollte das Spiel lieber Autosaves nach jedem Raumwechsel machen und sofort laden wenn man drauf geht. Ach und wenn wir schon dabei sind, gibt mir bitte einen x10 Turbomodus damit ich in den Wegwerf-Kämpfen nicht unnötig immer wieder die selben Animationen anschauen muss. Wenn schon Streamlining, dann bitte richtig!
Noch dazu frage ich mich ob das Spiel sowas wie eine Dialogzensur hat...? Denn als Ninja, konnte man in der Edo-Periode ganz einfach viele unschuldige Schlossbewohner wie junge Frauen umbringen und wann immer man sich dazu entschieden hat sagten sie "ha du hast mich durchschaut nicht schlecht!"
Hat man das gemacht, damit man sich nicht schlecht fühlt wie ein kaltblütiger Killer agiert zu haben? Als hätte man das Richtige getan? Denn diese Frauen konnten sich im Kampfsystem nicht wehren und sind nach einem Schlag gestorben.
Ich sehe da eigentlich ne Menge Potenzial, so hatte man ja auch verschiedene Wege zum Ziel in dem Edo-Abschnitt. Nur Schade dass das generelle Gameplay nicht wirklich "engaging" ist, dass man sich da gerne mit beschäftigt.
Bei Square Enix macht sich bei mir generell das Gefühl breit dass sowas durch Designentscheidungen, die mal wieder auf maximalen Komfort abzielen, irgendwie runter gedrückt wird.
Ich glaube da emuliere ich mir lieber erst mal das Original um das gegen zu checken. Keine der 3 Episoden ging in der Demo lang genug als ich dass da mir jetzt wirklich groß einen Eindruck dazu bilden konnte. Zusammen mit der sehr stringent linearen Art der Spielführung, habe ich manchmal das Gefühl ich würde ein JRPG Walking-Simulator spielen.
Geändert von Klunky (24.07.2022 um 18:35 Uhr)
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