Obwohl ich eigentlich ein ereignisreicheres Gameplay bevorzuge, finde ich, dass die Mischung aus Adventure und "environmental narrative" bei Skolios gut funktioniert. Die Entschleunigung, wie du sie nennst, erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre. Ich bin der Meinung, dass kein anderes Maker-Horrorspiel, das ich kenne, "psychologischen Horror" (ich mag diesen Begriff nicht) so gut umsetzt wie dein Spiel.
Die Grafik - mir gefällt die Ästhetik von verlassenen Gebäuden auch - und die minimalistische Musik unterstreichen die Stimmung passend. Wobei ich sagen muss, dass gerade meine Grafiken sich etwas mit den anderen beißen - es sind eben ganz unterschiedliche Stile.
Das Gameplay hat mir auch gefallen. Klassisch Adventure geht immer. Wenn es nach mir ginge, hätte es sogar ruhig noch ein paar Rätsel mehr geben können. Die Begegnungen mit den Gegnern waren nie frustrierend und ließen sich eigentlich immer mit der Maker-Steuerung vernünftig meistern. Es gab ab und zu mal Stellen, an denen ich etwas länger suchen musste, wo es weitergeht.
Die Handlung ist wie bei diesem Genre üblich mysteriös und surreal. Das hat seinen Reiz, vor allem die verstörenden Szenen gefallen mir bei solchen Spielen immer. Die Interpretation dem Spieler zu überlassen ist aber ein zweischneidiges Schwert. Ich kann verstehen, warum du dich so entschieden hast, ich hab es ja bei vielen meiner Spieler auch gemacht. Das Problem ist nur, dass die Spieler das Spiel ganz anders als man selbst interpretieren können oder sogar gar nicht - sprich für sie bleibt die Geschichte immer ein leeres Blatt Papier. Und im schlimmsten Fall dichten sie Aussagen in das Spiel, die nie gemacht wurden. Du als Entwickler hast natürlich den Überblick über alle Informationen, aber ich als Spieler kann mir vieles nach einmaligem Lesen oder Anschauen nicht mal merken. Mehr dazu im Spoiler.
- Ich hätte es besser gefunden, wenn gefundene Texte, zumindest die Lösungen für Rätsel, archiviert werden. Das erspart Lauferei (ich mach zwar meistens Screenshots, aber das sollte ja nicht die erste Wahl sein).