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  1. #1
    Ich überspringe die fehlenden Berichte einfach mal in der illusorischen Hoffnung, dass ich irgendwann dieses Jahr noch mal die Motivation habe, sie fertigzuschreiben. Denn jetzt will ich ein paar Worte zu einem der aktuelleren Kemco-Spiele verlieren.



    Monster Viator ist, wie man am Titel schon erkennen kann, ein Spiel, in dem man Monster zähmt. Ich hatte Lust auf einen Pokémon-Klon und das Spiel sah hübsch aus, also habe ich es mir aus dem PS-Store geholt (leider in Deutschland nicht verfügbar, nur US).

    Ist es ein Pokémon-Klon? Nein, absolut nicht. Und wer ein Spiel, in dem man Monster fängt und aufzieht sucht, ist hier leider fehl am Platz. Trotzdem hat mich das Spiel positiv überrascht.

    Einmal vorweg: Das Spiel ist von Hit-Point, nicht von EXE-Create. Das heißt, es ist nicht ganz so dialoglastig, verzichtet auf Waifus und ist von den Spielsystemen etwas experimenteller.

    Zuerst einmal fällt auf, dass das Spiel eine wirklich hübsche Pixelgrafik besitzt. Nichts Superaufwändiges, aber gerade die Farbpalette und die Lichteffekte sind schön und die Sprites in den Kämpfen machen (trotz rudimentärer Animation Bewegung) einiges her. Schönes, farbenfrohes Design einfach, meiner Meinung nach das hübscheste Kemco-Spiel. Paar Beispiele:





    In puncto Story und Charaktere darf man keine Kreativität erwarten. Die sind absolut generisch. Gefallen hat mir aber der Antagonist, ein arroganter Prinz, der mit seiner Art primär Comic Relief ist und tatsächlich für einige Schmunzler sorgen konnte. Erfreulicherweise kam er auch immer wieder vor und war unerwarteterweise sogar der letzte Boss.


    Neues Wort gelernt, danke Biscute!



    Was macht Monster Viator also anders und gut?

    1) Zunächst einmal gibt es ein Job-System mit je 6 individuellen Jobs für die beiden Charaktere sowie 20+ zähmbare Monster mit eigenen Movesets. Ungewöhnlicherweise sind diese Movesets fix, d.h. man rotiert je nach präferierter Taktik zwischen Jobs und Monstern. Neue Skills gibt es also nur mit neuen Jobs/Monstern.

    2) Es gibt sogenannte Carmina, quasi Accessoires mit einer Vielzahl von passiven Effekten, die das Herzstück des Kampfsystems bilden. Pro Charakter/Monster gibt es ein fixes Carmina, zwei kann man selbst setzen. Im Spiel bekommt man über 50 davon, die teils coole Synergien bilden. Interessante Kombinationen sind zum Beispiel:

    - 1x pro Kampf Wiederbelebung mit 60% HP bei Kampfunfähigkeit
    - Beim Wiederbeleben: 3 Runden gebuffte ATK/DEF

    oder

    - Steigender Schaden proportional zum eigenen HP-Verlust
    - Steigende CRT-Chance und CRT-Schaden proportional zum eigenen HP-Verlust
    - +30% Angriff, aber 10% Schaden jede Runde



    3) Es gibt keine Items und nur begrenzte Heilung über Skills. Jeder Kampf beginnt mit vollen HP und SP. SP regenerieren sich jede Runde und das Haushalten damit ist essenziell. Viele Skills kann man z.B. zu Kampfbeginn noch nicht einsetzen. Da Effekte wie Buffs immer eine definierte Zeit lang anhalten (z.B. zwei Runden), ist es wichtig, das Timing gut auf die verfügbaren SP abzupassen. Hier ist ein taktisches Vorausplanen gefragt.

    4) Im Spiel findet man massenhaft Items, die permanente Boni für die gesamte Party bringen, z.B. DEF+4, HP+300 oder Erhalte EXP+2%. Einzeln machen sie sich wenig bemerkbar, aber sie sind so zahlreich, dass die Erkundung vermutlich ansatzweise so viel bringt wie Level Ups. Zusammen mit Carmina und Ausrüstung hat man im Spiel also fast immer das Gefühl, Schätze zu finden, die sich lohnen. Die Abwesenheit von Wegwerf-Heilitems macht sich also auch hier positiv bemerkbar.

    5) Es gibt eine sehr große Zahl optionaler Dungeons, vermutlich etwa die Hälfte. Die tragen zwar nix zur Story bei, doch man bekommt dort neue Monster.

    Und was nervt? Primär die Encounter Rate, die ist arg hoch (nur per DLC kann man die deaktivieren). Zudem der Grind-Zwang, da die Gegner in jedem neuen Gebiet vom Level immer deutlich höher sind als man selbst. Den erhöhten Schwierigkeitsgrad kann man zwar mit strategischem Vorgehen etwas kompensieren, aber nicht unbegrenzt.


    Nette Sache: Das Camp-Menü ändert sich je nach Gebiet und Gruppenauftellung.


    Außerdem habe ich die meisten Monster und Jobs nicht oder nur kurzzeitig benutzt (wie in den meisten Spielen), auch wenn alle so unterschiedlich sind, dass sie schon eine Daseinsberechtigung haben.

    Es gibt zudem einen Roguelike-Dungeon (Tower of Rao), wo man das Spiel vermutlich strategisch noch mehr ausreizen muss. Den habe ich aber nicht gemacht.

    Ansonsten halt viel generischer Sidequest-Kram, typische JRPG-Erkundung mit Weltkarte und allem, was man sonst aus klassischen RPGs kennt. IAPs/DLCs sind Cheats kann man zum Glück ignorieren.

    Fazit: Sehr hübsches Spiel mit interessanten Spielsystemen, die gut ineinandergreifen und gelegentlich herausfordern. Natürlich Kemco-typisch sonst hart generisch und grindlastig, aber wegen der Optik, des Gameplays und des unterhaltsamen Antagonisten verbleibt mein Endeindruck positiv.

    Spielzeit: ca. 16:30h
    Wertung: 6,5/10
    Geändert von Narcissu (02.10.2020 um 12:56 Uhr)


  2. #2
    Ich wäre ja schon zufrieden wenn du wenigstens deinen Startpost mal aktualisieren würdest, damit man mehr Überblick hat.

    Ansonsten bin ich immer noch interessiert an den Sachen, die du aufgelistet und dann trotz deiner Spielewut im Juni nicht angerührt hast und hoffe davon stehen eventuell noch ein paar auf dem Programm (obwohl ich auch, wie du ja schon weißt, sehr gespannt auf Eindrücke zu 13 Sentinels wäre!)

  3. #3
    Durchgespielt-Liste folgt noch. Erst mal aber eine aller nicht durchgespielten Titel mit kurzem Kommentar.

    2020 (an)gespielt:

    Yakuza: Like A Dragon (41h, Kapitel 11):
    Eindruck bisher positiv, gerade vom Anfang in Yokohama. RPG-Mechaniken sind cool, aber wirken leider noch an einigen Stellen unausgereift. Will ich zeitnah beenden. Dann mehr.

    Digimon Story Cyber Sleuth (PS4, 7h):
    Netter Digimon-Grinder, ein schönes Revival für die Serie. Allerdings hätte ich mir eher ein Spiel gewünscht, das einen nicht so an die Hand nimmt und mehr Fokus auf Erkundung und Freiheit legt. Dungeons sind leider auch sehr baukastenmäßig und visuell wenig ansprechend. Die Story selbst erinnert eher an Persona und ist nicht langweilig, aber von der Präsentation her doch sehr, sehr schlicht.

    Guacamelee (PS4, 1h):
    Richtig cooles Mexiko-Flair, echt frisch, charmant und spaßig. Sollte ich definitiv weiterspielen!

    13 Sentinels: Aegis Rim (1,5h, Prolog):
    Wunderschönes Spiel, Hut ab. Muss ich unbedingt weiterspielen.

    Spyro 3 Remake (3h, Welt 1):
    Mehr vom Gleichen, ganz kurzweilig, aber nach wie vor mag ich das gestreamlinete Gameplay und Pacing vom ersten Teil deutlich lieber.

    CrossCode (32h, vorm Enddungeon):
    Klasse Spiel, bin immer wieder schwer beeindruckt, wie viel Liebe und Feinschliff drinsteckt. Vom Design, den Animationen, dem Spielkomfort und der Herausforderung echt prima. Das Geplänkel zwischen den Charakteren fand ich auch sehr charmant.
    Allerdings war CrossCode für mich nie ein Spiel, was man mal gechillt für ’ne Runde spielen kann, weil es sehr viel Investment fordert. Erkundung, Rätsel, Kämpfe – die fordern alle was ab. Ich kritisiere ja bei RPGs gerne, dass das Gegenteil der Fall ist. CrossCode zeigt mir aber auch recht gut, wie sehr ich es in RPGs auch mal schätze, das Hirn auszuschalten und grinden zu können. Hier sind die RPG-Elemente nämlich eher reduziert und man kriegt nix hinterhergeworfen, sondern muss für neue Ausrüstung etc. recht viel Mühe investieren. Leider hat in den letzten Jahren meine Bereitschaft nachgelassen, mich ganz auf so was einzulassen. Das ist also – abgesehen von den etwas zu exzessiven Anhäufung an Rätseln in den Dungeons – nicht als Kritikpunkt zu verstehen. Unterm Strich ist CrossCode aber definitiv das imo beste, ambitionierteste und ausgereifteste Indie-RPG. Den letzten Rest schaffe ich dann im neuen Jahr auch noch und freue mich schon auf die Auflösung der Geschichte.

    Little Nightmares (angespielt):
    War cool, wird irgendwann in Angriff genommen. Atmosphäre gefiel mir.

    Resident Evil 7 (angespielt):
    Nicht meins. Bin wohl doch kein Fan von solcher Art von Horror.

    Battle Chasers: Night War (1,5h, dropped):
    Potenziell cooles Spiel mit einem richtig vielversprechenden Kampfsystem, leider aber zu kleine Schrift auf der Switch und zu langsame Animationen.

    Children of Morta (1h, dropped):
    VIEL zu kleine Schrift auf der Switch. Ey, was soll das? :< Dieser schreckliche Trend ist selbst bei Spielen großer Entwickler verbreitet. Testet das niemand auf dem kleinen Screen? Warum keine Option für größere Schrift?

    Baba Is You (4h, dropped):
    SEHR cooles Rätselspiel, das super zeigt, dass eine tolle Umsetzung einer kreativen Idee auch sehr minimalistisch und ohne Budget erfolgen kann. Macht Spaß, aber wenn die Rätsel komplexer werden, wird es mir zu anstrengend.

    Ring Fit (10h+, Storymodus abgebrochen):
    Tolles Spiel, aber gerade im Story-Modus habe ich gemerkt, dass die RPG-Elemente sich für mich doch mit der Kernidee des Spiels beißen. Zu viel Leerlauf, zu viel Geplänkel. Ich will nur spielen und mich bewegen. Deshalb habe ich nach ein paar Kapiteln zu den Übungen gewechselt, wo man sich selbst Sets zusammenstellen kann. Pluspunkt für die große Variation bei den Übungen. Die Routine ist zwar leider irgendwann gebrochen, aber habe mir schon oft gesagt, dass ich mal wieder anfangen will. Vorsätze und so.

    moon (angespielt):
    Skurriles Ur-RPG, nun auf Englisch für Switch. Und skurril ist es wirklich. Hat angeblich stark Undertale beeinflusst und genießt einen Ruf als Anti-RPG. Ersteindruck war auch positiv, aber ob es spielerisch so lange unterhalten kann, ist die andere Frage.

    void tRlM(); (<10h, gegen Ende):
    Leider ein Beispiel für ein Roguelike, dass einerseits sehr basic ist und andererseits extrem durch die Zufallskomponente frustriert. Dazu die Tamagotchi-Sim, die recht halbgar wirkt. Interessantes Konzept, aber in der Umsetzung leider reizlos.

    Taiko no Tatsujin: Drum-Session! (5h?):
    Cooles Rhythmusspiel, ohne Trommel aber auf höheren Schwierigkeitsgraden am Controller schwierig. Schöne Auswahl an Songs, aber hätten noch mehr sein können. Visuelle Aufbereitung ist charmant, aber auf höheren Geschwindigkeiten verschwimmt alles etwas, weshalb ich eine Perspektive wie bei Deemo immer noch bevorzuge.

    Chocobo’s Mystery Dungeon: Every Buddy! (3h, abgebrochen):
    Roguelike mit Jobsystem, das wie alle Chocobo-Spiele charmant ist, aber visuell in den Dungeons arg uninspiriert wirkt und insgesamt auch zu träge ist, weshalb ich es trotz anfänglich großer Lust schnell abgebrochen habe.

    Darkest Dungeon (1h, abgebrochen):
    Sehr interessantes Spiel, aber extrem überladen. Auf Konsole imo nicht komfortabel spielbar. Weiß nicht, ob ich sonst Lust gehabt hätte, mich da reinzufuchsen, bei all den Stats und Mechaniken. Wirkte aber prinzipiell cool.

    Patapon Remastered (5h, abgebrochen):
    Nettes Rhythmusspiel mit RPG-Elementen, das eingängig und charmant ist, aber dann doch teils recht unintuive Elemente hat, die Trials&Error erfordern. Die RPG-Elemente erfordern zudem Grinding, weshalb bei mir nach ein paar Stunden die Luft raus war. Aber konzeptionell durchaus interessant.

    Wonder Boy: The Dragon’s Trap (1,5h, auf Eis/abgebrochen):
    Spiel sieht nett aus und spielt sich ganz okay, ist aber extrem basic und nach dem 1. Boss wusste ich nicht genau, wo ich hinsoll. Da es so kurz ist, spiele ich es eventuell noch mal weiter. Bedürfnis ist aktuell auch dank starker Konkurrenz nicht so groß. Schade, dass der neue Teil den schönen Look durch einen etwas generischeren Cartoon-Look hat.

    A Plague Tale: Innocence (3h, abgrochen):
    Ein wunderbares Beispiel für ludonarrative Dissonanz. War mir im Vorfeld fast sicher, dass ich das Spiel richtig mögen werde. Leider wurde da nichts draus, da das Gameplay einen komplett rausreißt. Es ist nicht nur repetitiv und unglaubwürdig, sondern hat dann sogar Momente, die mich unfreiwillig haben auflachen lassen, wie das Crafting. „Wir sind zwar auf der Flucht um unser Leben, aber schau mal, in dieser Wohnung steht ein Crafting-Tisch, geh mal Kram sammeln und deine Waffe aufwerten.“ Hier hätte ich einen Walking Simulator definitiv bevorzugt. Schade.

    Transistor (5h, ca. 75% durch):
    Ich glaube, ich werde es nicht weiterspielen. Ein interessantes Spiel mit spannendem Kampfsystem, das durchdacht ist und gut fordert, aber entsprechend auch etwas anstrengend ist. Die eher konzeptionelle Story hat mich dagegen null abgeholt, ästhetisch finde ich das Spiel cool, aber es trifft auch da nicht unbedingt meinen Geschmack. Pyre gebe ich vielleicht mal ’ne Chance, auf Hades hingegen habe ich sogar richtig Bock und kann das PS4-Release kaum abwarten.
    Geändert von Narcissu (01.02.2021 um 03:33 Uhr)


  4. #4
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    A Plague Tale: Innocence (3h, abgrochen):
    Ein wunderbares Beispiel für ludonarrative Dissonanz. War mir im Vorfeld fast sicher, dass ich das Spiel richtig mögen werde. Leider wurde da nichts draus, da das Gameplay einen komplett rausreißt. Es ist nicht nur repetitiv und unglaubwürdig, sondern hat dann sogar Momente, die mich unfreiwillig haben auflachen lassen, wie das Crafting. „Wir sind zwar auf der Flucht um unser Leben, aber schau mal, in dieser Wohnung steht ein Crafting-Tisch, geh mal Kram sammeln und deine Waffe aufwerten.“ Hier hätte ich einen Walking Simulator definitiv bevorzugt. Schade.
    Also für mich haben ja die Ratten Tornados die einen später angreifen jegliche Ernsthaftigkeit zerschmettert die die Story versucht hat an den Tag zu legen Und das Finale war dementsprechend extrem absurd und wirkte glatt so als könnte es direkt aus Resident Evil stammen. Von daher kann ich nicht verstehen warum das Spiel so gut angekommen ist. Als realistische Story über die Pest hätte das sicherlich besser funktioniert.

  5. #5
    Hah, du hast mich daran erinnert, dass ich bei dir auch etwas reinschreiben und dich noch etwas fragen wollte.

    Monster Viator
    Ich wollte mir das Spiel eigentlich auch bei Gelegenheit mal angucken, hab mir aber gedacht dass ich da erst einmal auf einen Sale warte. Ich muss aber sagen, dass sich das Spiel an sich gar nicht schlecht anhört, vor Allem mit den Carmina-Synergien, die du beschreibst. es liest sich bisschen so, als ob man später, je nach dem, wie herausfordernd das Spiel dann noch wird, ordentlich strategischen Schabernack mit treiben kann. xD Monster-Fang-RPGs sind eh mit meine Schwäche, sich lohnende Erkundung ist immer gut und dass das Spiel beim Betreten eines neuen Dungeons etwas grindlastig ist, kann ich ausblenden. Danke für die Eindrücke, jetzt bin ich irgendwie neugierig. xD

    Was ich dich noch fragen wollte: Machst du eigentlich weiter mit den Kemco-JRPGs? Auf meiner Steam-Wishlist hab ich noch Liege Dragon, Crystal Ortha und Ruinverse herumliegen, weißt du, ob sich was davon lohnt?

    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Chocobo’s Mystery Dungeon: Every Buddy! (3h, abgebrochen):
    Roguelike mit Jobsystem, das wie alle Chocobo-Spiele charmant ist, aber visuell in den Dungeons arg uninspiriert wirkt und insgesamt auch zu träge ist, weshalb ich es trotz anfänglich großer Lust schnell abgebrochen habe.
    Mh. Das hatte ich auch mal kurz angefangen, aber auch wegen irgendeinem anderen Spiel abgebrochen. Wirklich beeindruckt hat mich das nicht. ^^

  6. #6
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    moon (angespielt):
    Skurriles Ur-RPG, nun auf Englisch für Switch. Und skurril ist es wirklich. Hat angeblich stark Undertale beeinflusst und genießt einen Ruf als Anti-RPG. Ersteindruck war auch positiv, aber ob es spielerisch so lange unterhalten kann, ist die andere Frage.
    Hat das Spiel denn tatsächlich einen Echtzeit-Einfluss, sodass man das theoretisch nicht in einem Rutsch durchspielen kann, sondern immer mal wieder warten muss? Habe das irgendwo mal aufgeschnappt.
    Ansonsten steht moon aber auch ganz oben auf meiner Wunschliste.

    Zitat Zitat
    Darkest Dungeon (1h, abgebrochen):
    Sehr interessantes Spiel, aber extrem überladen. Auf Konsole imo nicht komfortabel spielbar. Weiß nicht, ob ich sonst Lust gehabt hätte, mich da reinzufuchsen, bei all den Stats und Mechaniken. Wirkte aber prinzipiell cool.
    Darkest Dungeon spiele ich gerade auch mal wieder nebenbei, gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsspielen ganz allgemein. Ich habe allerdings damals im Early Access viele Videos dazu geschaut und war dann bei Full Release mit den Mechaniken schon recht gut vertraut, also kann ich gar nicht beurteilen ob es für einen "Neuling" überladen wirken könnte. Ich will dir jetzt auch nicht einreden, dass du es nochmal versuchen sollst, weil ich nicht glaube, dass auch mit komfortabler PC-Steuerung und Vorwissen bei dir die Motivation bis zum Ende reichen würde. Es ist ein sehr intensives Spiel, mit dem man sehr viel Zeit verbringt/verbringen muss, das natürlich auch so seine Durststrecken haben kann. Aber ich wollte trotzdem anmerken, dass es toll ist.

    Finde es allgemein interessant zu lesen, warum jemand ein Spiel abgebrochen hat, vor allem wenn es mir sehr gefällt. Da bekommt man teilweise nochmal einen ganz anderen Blickwinkel, und oft sind die Gründe etwas aussagekräftiger als schlechte Reviews auf Steam (mal davon abgesehen, dass man die Leute hier ja auch ganz anders kennt als Fremde auf Steam^^).

  7. #7
    JRPG CHALLENGE 2020 – FAZIT

    So, nun aber noch ein paar Worte zum Schluss. Zunächst möchte ich kurz auf meine Vorsätze zurückschauen (aus dem Startpost):

    Zitat Zitat
    1) mich auf die Titel zu konzentrieren, die mich wirklich ansprechen
    Das hat teilweise sehr gut geklappt – auch mit dem Replay von Final Fantasy VII, VIII und XII. Ich habe auch in diesem Jahr mehr tolle Games gespielt als in den ganzen Jahren zuvor. Das liegt aber eher an 3), denn aus der Liste der Titel, an die ich hohe Erwartungen hatte, habe ich nicht mal viel gespielt. Mit Life Is Strange 2, Tell Me Why, Trails from Zero und A Short Hike aber zum Glück einige der Highlights.

    Letztlich bin ich aber dennoch in Richtung Gameplay-Spiele gedritet, also Titel, die keine hohe Einstiegshürde haben und nicht viel Konzentration erfordern. Da fällt so was wie Shenmue natürlich flach. Gris, Rakuen, The Last Guardian und Boku no Natsuyasumi nehme ich mir aber dennoch wieder fürs nächste Jahr vor.

    Zitat Zitat
    2) kein Zwang, der Vollständigkeit halber mittelmäßige Spiele zu beenden
    Jup, habe richtig viel abgebrochen und verspüre bei vielen der Spiele keinen Drang, sie noch einmal anzurühren.

    Zitat Zitat
    3) vermehrt Ausflüge in diverse andere Genres
    Gerade im #ShortGameJune habe ich viele neue Spiele aus diversen Genres entdeckt. Katana Zero, Animal Crossing, Florence, Lydia, Slay the Spire und Dead Cells sind alles Titel, die ich in anderen Jahren wohl nicht entdeckt hätte.


    Meine Highlights grob in dieser Reihenfolge:

    1) Life Is Strange 2
    2) Trails from Zero
    3) Tell Me Why
    4) Final Fantasy VII (Original)
    5) Final Fantasy XII
    6) A Short Hike

    Und danach ohne Ranking, aber ebenfalls Highlights:
    Slay the Spire
    Final Fantasy VIII
    Katana Zero
    Florence
    Lydia
    Slay the Spire
    Animal Crossing

    Gerade Lydia und Florence kann ich nur ungemein empfehlen, da sie nur je 1 Stunde sind, aber in narrativer Hinsicht zu den coolsten Spielen sind, die ich gespielt habe. Florence ist nicht nur sehr süß und zugleich bodenständig, es verbindet nutzt auch in sehr interessanter Weise die Spiel-Elemente zum Hervorheben der Gefühle der Charaktere. Lydia ist sehr düster (Trigger-Warnung: Alkoholismus und Kindesvernachlässigung), aber trotz des Minimalismus sehr intensiv erzählt. Anders als Florence definitiv Feelgood-Spiel, aber definitiv eine Erfahrung.

    2020 in Zahlen:
    • 35 Spiele durchgespielt (neuer Rekord! viele kurze)
    • 12 persönliche Highlights (yay)
    • darunter 1 neues Spiel, dass in meine Allzeit-Favoriten eingeht (Life Is Strange 2)
    • 10 durchgespielte Titel*, die ich JRPGs oder JRPG-artig nennen würde (12 mit CrossCode und Yakuza 7, wo ich kurz vorm Ende bin)
    • erste Jahreshälfte deutlich produktiver
    • ca. 600h gespielt (kam mir echt nicht so viel vor! – auch ewig nicht mehr so viel in einem Jahr gespielt)
    • 4 lange Spiele über 40h (auch lange nicht passiert)


    *


    Insgesamt war es ein tolles Jahr für Spiele.

    Ich werde demnächst einen Challenge-Thread fürs nächste Jahr aufmachen. Dort werde ich 2020 vielleicht noch einmal ein wenig reflektieren und meine Vorsätze entsprechend anpassen. Darauf habe ich auch definitiv Lust, muss nur die Zeit finden (und generell mal eine Work-Life-Balance, damit ich überhaupt zum Zocken komme). ^^
    Geändert von Narcissu (03.01.2021 um 12:21 Uhr)

  8. #8
    Ist doch ordentlich was zusammengekommen und die Twitter-Berichte sind nun vermutlich auch leichter zu finden? Kenne mich mit der Twitter Bedienung nicht so gut aus, so das Links auf jedenfall einfacher sind für mich.

    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    02.12 – [06:10] Twin Mirror (PS4)
    [...], stattdessen wird man mit einem arg antiklimaktisch
    antiklimatisch was?^^ Du kannst uns doch nicht einfach einen Review Cliffhanger verpassen, ich muss doch wissen wie es ausgeht .

    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    12.10 – [28:30] Final Fantasy VII (PS4)
    Dazu hatte ich mal ca. 2 Stunden Audiomaterial aufgenommen, wo ich über das Spiel rede. [...] Vor allem Cid, Cait Sith und natürlich Vincent und Yuffie wirken nur so an die Gruppe drangepappt.
    Ah, das Original mag ich immer noch am liebsten^^ Das mit dem Audiomaterial finde ich schon cool, auch wenn du es schlussendlich nicht veröffentlicht hast.
    Bei den Charakteren kann ich das aber nur für Cid und Yuffie wirklich nachvollziehen, auch wenn Vincent unter seinem optionalen Status sicher zu leiden hat.

    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    20.06 – [10:45] Dragon Sinker (PS4)
    Wenn man hier Suikoden-mäßig Charaktere sammeln kann, haben die dann auch eine Art Persönlichkeit oder sind es einfach nur Einheiten mit Namen?

  9. #9
    Viele gute Spiele gespielt! A Short Hike steht bei mir auch schon länger bereit.

    Florence is klasse. Lydia sieht sehr, sehr ... hässlich aus. Hm. Vielleicht zu düster für mich. ^^ Dann wiederum mochte ich LISA ja auch sehr gern, aus demselben, überaus beliebten Genre der "Frauennamen-Spiele" ... Was mich daran erinnert, dass ich noch Eliza spielen muss. xD''
    Wann spielen wir dann eigentlich "Sieglinde", "Paul" oder "Herbert"?

    Zitat Zitat
    26.01 – [17:30] Life Is Strange 2: Before the Storm (PS4)
    Das beste Spiel, das ich in den letzten Jahren gespielt habe.
    Hast du jetzt Before the Storm oder Life is Strange 2 gespielt?

  10. #10
    @Dnamei: Wollte den Text genauso antiklimaktisch wie das Spiel enden lassen. :P Ist nun editiert, hab es auf die Schnelle nachts zusammengetippt. ^^ Sind bestimmt auch einige Typos und fehlende Wörter drin.

    Zu FF7: Mir fiel es auch vor allem bei Cait Sith auf. Die Geschichte ist mit Barrets Ausraster da ja gerade ziemlich dramatisch, aber nach einer Szene, die vielleicht eine Minute dauert, schließt er sich der Truppe einfach an und niemand hinterfragt es. In einem Spiel mit lockerer Erzählweise hätte ich das vielleicht sogar charmant gefunden. Aber hier kriegt man halt einen neuen Charakter dazu, über dem man bis zum großen Verrat quasi gar nichts erfährt, mit dem seine Geschichte auch gegessen ist.

    Zu Dragon Sinker: Also groß von Persönlichkeit kann man bei den Charakteren nicht sprechen. Es ist vielleicht nicht ganz unähnlich Suikoden, aber in Suikoden hat man ja ein Hauptquartier, während in Dragon Sinker die Figuren quasi keinerlei Präsenz mehr haben, nachdem man sie ins Team bekommen hat. Zudem sind sie ohnehin alle eher generisch und vergessenswert.

    @Cipo: Lydia hat einen ziemlich eigenen Stil, aber wenn man es anwirft, hat der definitiv was. Also auf Screenshots kommt das vermutlich schlecht rüber. Ich mochte am Spiel recht gerne, dass man eine Zuschauerperspektive einnimmt. Das Spiel versucht wenig, durch Musik oder bestimmtes Framing Emotionen hervorzurufen und es gibt keine "Katharsis". Dadurch fühlt es sich nicht plump oder manipulativ an, auch wenn es durchaus auf Klischees zurückgreift. Man wird quasi nach und nach von der Atmosphäre eingelullt, zumindest war es bei mir so. Deshalb ist es schon ein sehr dichtes Erlebnis, aber definitiv kein angenehmes.

    Und ups, es war Life Is Strange 2. Habe deinen Beitrag übrigens gelesen und werde auch noch dazu Stellung nehmen, sehr interessante und interessante andere (!) Gedanken.


  11. #11
    Wirklich schön dass du so viele Highlights für dich entdecken- und auch wieder mehr zocken konntest!

    Schade dass es mit Shadow Hearts 3 nichts geworden ist. Für mich war das Spiel damals nach den beiden genialen Vorgängern eine herbe Enttäuschung und ich hätte daher gerne andere Eindrücke/Perspektiven dazu gelesen.
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  12. #12
    Dead Cells:
    Wie weit bist du nach 25 Stunden?
    Ich kann es ned so wirklich einschätzen. Ich hab inzwischen nur gelernt, die vielen Facetten der Waffen zu schätzen, klar gibt es welche, die OP sind, aber mit eigtl allen kann man das Spiel schaffen.
    Aber ich schau mir derzeit unterschiedlichste Nebendungeons an. Schon der Wahnsinn, wie Facettenreich das Spiel ist.
    Hast du schon mehrmals inzwischen es durchgespielt? Dann wird ja der normale Durchlauf noch spannender.

    A Short Hike war einfach geil.
    Hab mir jetzt auch noch Horace geholt, wo ich sehr gespannt bin, das aber ähnlich laut, aber bisschen anders gelobt wurde

    Yay zu Slay the Spire.
    Nach 25 Stunden allerdings alle drei Charaktere den letzten Endboss zu haben finde ich beeindruckend. Hab da länger gebraucht.

    Guacamelee
    Musste Teil 2 Spielen. Größer, Besser, Mehr Ziegen, Mehr Hühner. Ich hab es dieses Jahr sehr gefeiert
    Auch ein Spiel, welches zu 2-4 unglaublich gut funktioniert. Bis auf manche Sprungpassagen, bei denen nur einer immer durchkommt, und der Rest unter Garantie stirbt.

    Tolle Spiele Auswahl, da gibt es einige Titel, auf die ich auch mein Auge geworfen hatte.


    Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.

    ...Momentchen

  13. #13
    Schöne Endbilanz, auch wenn mir viele Titel kaum oder gar nichts sagen. Und auf 35 durchgespielte Spiele (egal wie lang sie schlußendlich waren) kannst du echt stolz sein! Gratulation!
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: Wild Arms 3
    Zuletzt gespielt: Das Geheimnis von Brownsea Island, Lord Winklebottom Investigates, Machinarium
    Best games ever: Paper Mario: The Origami King, Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII & XI, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12

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