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  1. #41
    Mal so als kleines Update für Zwischendurch: Diesen Monat kommt wohl kein Bericht zu Cold Steel 2 mehr, was nicht am Spiel liegt, sondern an Zeitmangel.

    Daher liegt mein Ziel für den März jetzt darin, Trails of Cold Steel 2 und Ar Tonelico 1 durchzuspielen. Bravely Default verschiebt sich aus Motivationsgründen daher auf... bessere Tage. Viel Glück schon mal an mich selbst.

  2. #42
    Gestartet: 14.02.
    Beendet: 06.05.

    Ich hab im März und April irgendwie so überhaupt gar nicht gezockt. Zumindest keine JRPGs, weshalb auch dieser Bericht etwas später kommt, als ich es ursprünglich geplant habe. Nico und seine Motivationsprobleme schlagen zu und ich wollte dem Spiel die Aufmerksamkeit und Liebe widmen, die es verdient.

    Warum gerade The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2?
    Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten, weil es der direkte Nachfolger von Trails of Cold Steel 1 ist und ich das Spiel unglaublich gefeiert habe. Außerdem war es dieser Teil von dem besagter Freund vom anderen Bericht mir die Musik gezeigt hat, also umso mehr Grund, diesen Teil auch zu spielen. Allerdings habe ich bis kurz vor Ende des Spiels mal wieder versäumt, Screenshots zu machen, daher fallen diese mal wieder aus. Bei Atelier Lydie & Suelle habe ich aber schon einige und bin da auch gerade erst beim Anfang!

    Eindrücke beim Spielen:
    Trails of Cold Steel spielt story-technisch sehr nah an seinem Vorgänger an. Genau genommen liegt ein Monat zwischen dem Ende von ToCS 1 und 2, eine Zeit, die Rean ohnmächtig in der Eisengard-Bergkette verbracht hat. Nach den vergangenen Ereignissen aus ToCS1 liegen schon einmal 2 Ziele direkt auf der Hand: Die Klassenkameraden finden und einem gemeinen Dude mal gehörig den Hintern versohlen.
    Zunächst einmal: Alles, was ich über die Charaktere in ToCS1 gesagt habe, trifft natürlich auch in diesem Teil zu. Sie sind, Hauptcharaktere und Nebencharaktere (wobei die Anzahl von spielbaren Charakteren von 11 auf am Ende des Spiels... 23...? gestiegen ist. Ich werd's nicht genau nachzählen), wieder realistisch gestaltet und man erkennt in ihnen auch die Entwicklung, die sie im Vorgänger gemacht haben und wie ihre weitere Vergangenheit und Lebensgeschichte sich auf ihre jetzigen Handlungen auswirken und wie sie überhaupt mit dem Krieg umgehen. Am Ende des Tages werden sich jedoch alle Mitglieder von Klasse VII entscheiden, eine Rolle in diesem Krieg zu spielen. Ebenso die Charakterentwicklung von nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Antagonisten und Nebencharakteren wird in diesem Teil wieder sehr stark deutlich. Auch die Welt ist hier wieder wunderbar gestaltet und man lernt wieder eine Menge über die Vergangenheit des Kaiserreiches Erebonia, vor allem den Krieg der Löwen, welches ein zentrales Ereignis in der Landesgeschichte ist und andere wichtige Informationen über das Verhältnis zwischen Erebonia und den anderen Ländern, was vor allem auch in einem Nebenkapitel nahe dem Ende des Spiels nochmal verdeutlicht wird. Daher kann ich hier nur mal wieder sagen: Charaktere und Lore/World Bulding sind hier wieder sehr gut vertreten und bereichern das Spiel sehr. Wie genau sich die Story entfaltet möchte ich nicht so ganz anreißen, um den Bericht so spoilerfrei wie möglich zu halten, auch wenn wir natürlich über den zweiten Teil einer Reihe (Cold Steel) und dem wohl siebten Reihe einer ganzen Serie von Spielen (Trails) reden. Für mich persönlich war allerdings ein wichtiger Motivationspunkt, herauszufinden, wie es mit der Story und den Charakteren weitergeht und ich kann so viel sagen, dass mich das Spiel in diesem Fall auch wirklich nicht enttäuscht hat und dass Trails of Cold Steel 2 ein mehr als nur würdiger Nachfolger des ersten Teils ist, wenn wir jetzt auf die Charaktere, Lore und Story schauen.

    Beim Gameplay gibt es hier nicht viel Neues zum Vorgänger. Habe wieder auf dem Schwierigkeitsgrad "Normal" gespielt, weil ich mir noch nicht zutraue, ein Trails Spiel auf Hard oder Nightmare first time zu spielen. Das Argument der Lieblingscharaktere kann ich nicht bringen, weil Rean, Alisa und Fie/Gaius in jede Gruppe reinpassen können, wenn man es denn so will. Allerdings hat jeder der Hauptcharaktere immer noch Fähigkeiten, die gut genug sind, um darüber nachzudenken, sie zu spielen. Die einzige große Neuerung zum Standardkampf ist wohl der Overdrive Modus, in dem man sich noch mal 3 Züge ergaunern kann, HP, MP und CP wiederherstellt, Statusveränderungen heilt und Instant Cast aktiviert. Allerdings sollte man diesen Modus dennoch nicht unüberlegt benutzen, da es immer noch die Zugboni gibt, auf die man auch bei den Gegnern achten muss und man muss den Overdrive erst aufladen, weshalb der Modus zwar übelst stark klingt, aber im Endeffekt doch sehr balanced wirkt. Ansonsten haben wir nur im späteren Spielverlauf die Möglichkeit, mit Rean richtig die Sau rauszulassen, da wir die aus ToCS1 bekannte Ogerform/Dämonenform temporär im Kampf aktivieren können und ein wenig später noch ein weiteres nettes Spielzeug haben, um Standardkämpfe zu vereinfachen. Es gibt auch noch eine andere Art von Kämpfen, aber da ich Spoiler weitgehend vermeiden will, werde ich darüber nichts genaues sagen. Allerdings fühlte sich diese Art von Kampf sehr repetitiv an, wobei sie mir persönlich dennoch Spaß gemacht hat, was allerdings auch an der musikalischen Untermalung (Transcend Beat <3) liegen kann. Ein Gameplay Element außerhalb des Kampfes war es auch, die Schüler der Thors-Akademie einzusammeln, um bestimmte Boni und Möglichkeiten freizuschalten. Dadurch konnte man auch Möglichkeiten erspielen, schneller durch den Osten Erebonias zu jagen, was ziemlich nett war. Vor allem im Nord-Hochland.

    Grafisch war dieses Spiel quasi exakt ToCS1, was auch Sinn macht, weil die Spiele in sich selbst extrem verknüpft sind und es keinen großartigen Sinn machen würde, Grafiken über den Haufen zu werfen, die natürlich noch Relevanz haben. Die neuen Outfits von Klasse VII sind allerdings teilweise ein echter Hingucker, was natürlich für mich punktet. Musikalisch ist ToCS2 meiner Meinung nach ebenfalls on par mit ToCS1. Ich muss sagen, dass ich, bevor ich ToCS2 gespielt habe, nur wenige Soundtracks aus diesem Teil wirklich mochte. Ich denke da an Blue Destination, welches mein einziger persönlicher Favorit war. Während des Spiels, durch die Nutzung und Umsetzung des Soundtracks, kann ich aber sagen, dass der Soundtrack wirklich genial ist. Battle Themes wie Heated Mind (Hab viele gesehen, die's nicht mögen, ich find's klasse), Transcend Beat und Take the Windward! (welches auch für ein Snowboard Minispiel benutzt wird, der Hauptgrund, warum ich es so gerne gespielt habe) sind absolut genial. Aber auch die restliche Musik trifft an sich immer den Punkt, den sie treffen soll, was natürlich der Atmosphäre auch wieder sehr hilft.

    Alles in allem würde ich sagen, dass ToCS2 genauso wie der Vorgänger ein verdammt gutes Spiel ist, an sich meiner Meinung nach sogar besser. Für mich war es der perfekte Nachfolger für einen bereits echt guten ersten Teil.

    Endstatus:
    Story durchgespielt, versucht, so viel Optionales wie möglich mitzunehmen, Rang A0 erreicht.
    Finales Bonding Event mit Fie Claussell
    Spielzeit: ca 71 Stunden
    Wertung: 10/10
    Volle Punktzahl ist immer sehr heikel zu vergeben, das weiß ich. Allerdings möchte ich hier wirklich dem Spiel das geben, was es verdient und es ist ein Spiel, was mich wirklich dazu gebracht hat, mit den Charakteren mitzufühlen. Das habe ich auch schon im Vorgänger, aber gerade dieser Teil konnte mich extrem mitreißen und es war, wie schon gesagt, für mich ein perfekter Nachfolge für ein ohnehin schon geniales Spiel.

    Ich hoffe, dass wir die Lokalisierung und den PC Port des dritten Teils noch vor 2020 kriegen, wobei ja auch diesen Sommer eine vielversprechende Fan-Übersetzung von Zero no Kiseki erscheinen soll, wobei ich da eher auf Ende 2018 tippe, was nicht böse gegenüber den Machern gemeint ist, aber die haben ja schließlich auch mal ein Leben, das vielleicht hin und wieder mal mehr Zeit in Anspruch nimmt.
    Geändert von Zirconia (07.05.2018 um 22:58 Uhr)

  3. #43
    Gestartet: 22.02
    Beendet: 06.06

    Warum gerade Ar Tonelico - Melody of Elemia?
    Zuallererst möchte ich festhalten, dass die Länge der Zeit zwischen Start und Ende nicht den gleichen Grund hat, wie bei BLUE REFLECTION. Es war meine eigene Schuld, mehrere Spiele über Kreuz anzufangen und Ar Tonelico hat hierbei leider den kürzesten gezogen. Ich habe mich für Ar Tonelico entschieden, weil es ein non-Atelier GUST Titel ist, damit auch der zweite, den ich in dieser Challenge durchspiele, die bei mir zu einem Viertel aus GUST Titeln besteht. Bisher. Ein Freund hat mir empfohlen, auch mal Ar Tonelico anzuschauen und nach einigen Monaten dachte ich mir so "Boa Nico, warum probierst du das Spiel nicht mal aus?".

    Eindrücke beim Spielen:
    Zum Spiel, es ist im Januar 2006 in Japan erschienen, direkt zwischen Atelier Iris 2 und Atelier Iris 3, beides Spiele, die ich bereits im vergangenen Jahr durchgespielt habe und welche mir den Einstieg ins GUST Universum ermöglicht haben (ja, den ersten Teil habe ich selbstverständlich auch gespielt), also war ich hier auch auf ein eher mehr traditionelles RPG gefasst. Und das habe ich auch bekommen.

    Ar Tonelico - Melody of Elemia spielt... joa an einem Turm. Die Welt besteht quasi aus einem einzigen Turm (Ar Tonelico) wo unten an "der Hüfte" ein bisschen Landmasse (Wings of Horus) anhängt. Zur Verdeutlichung ist weiter unten ein Bild. Auf dieser Welt leben 2 Arten von humanoiden Lebensformen: Menschen und Reyvateil. Was Menschen sind, ist ja ganz klar. Reyvateil sind quasi lebendige Maschinen, welche Kraft aus dem Turm ziehen um Song Magie zu erschaffen und anzuwenden, welche unterschiedlichste Formen annehmen kann.
    Wir schlüpfen in die Rolle von Lyner Barsett, einen Ritter von Elemia, welcher in Platina, der höchstgelegenen Stadt der Welt lebt. Der Turm, welcher eine riesige Maschine ist, wird von Viren angegriffen und er, sowie sein Ritterkollege Ayatane und die Turmadministratorin Shurelia eilen zum Altar der Apostel, um die Viren, welche immer von dort hervorquellen, auszuschalten. Allerdings scheint es diesmal alles anders zu sein, als gewohnt. Der Virus ELMA-DS ist ein bisher völlig unbekannter Virus, welcher seine materielle Struktur so ändern kann, dass physische Angriffe keine Wirkung mehr haben. Dadurch dem Virus hilflos ausgeliefert versuchen die 3 zurück nach Platina zu flüchten. Ayatane gibt vor, sich für Lyner und Shurelia zu opfern, sieht allerdings zuversichtlich aus, die Lage zu kontrollieren und Shurelia gibt Lyner den Auftrag, den Hymnos-Kristall [Linker] auf dem Horusflügel (Wing of Horus) ausfindig zu machen und nach Platina zu bringen. Dafür begeben wir uns in ein Luftschiff und verlassen den oberen Teil des Turms, wobei wir von einem Drachen angegriffen werden und im Viola-Forst eine fette Bruchlandung hinlegen.
    Von einem Mädchen aufgepeppelt suchen wir jetzt natürlich unser Luftschiff und außerdem Hilfe im Dorf Karulu, um [Linker] zu finden und Platina, und damit auch so ziemlich den ganzen Kontinent von Sol Ciel zu retten.

    Die Story von Ar Tonelico ist komplett ausgerichtet auf die Rolle von Mensch und Reyvateil und wie sich diese im oberen und unteren Teil des Turms unterscheidet. Das Spiel ist in 3 Phasen unterteilt: Phase 1, in der es gilt, den Hymnos-Kristall [Linker] zu finden und zurück nach Platina zu bringen, Phase 2 in welcher das Team aufgeteilt wird, bei dem Team A mit Reyvateil Aurica zurück nach Nemo geht, um der Kirche auszuhelfen und dabei ein dunkles Geheimnis des Bischofs aufzudecken und Team B, welche nach dem Hymnos-Kristall für [Chronicle Key], den Song von Reyvateil Misha suchen, welcher Viren zurückschrecken lässt und dann im AB-Pfad Shurelia von einem Virusbefall zu befreien, und Phase 3, in der es gilt, die Wurzel des Problems zu bekämpfen. Das Spiel lässt sich auch unmittelbar nach Phase 2 und mitten in Phase 3 beenden, allerdings habe ich mich dagegen entschieden, um in den vollen Genuss der Story (und Shurelia als Reyvateil) zu kommen. Die Phasen sind vom Spiel selbst eingeteilt und haben einen klaren Anfang und ein klares Ende. Das Storytelling und die Handlung der Charaktere war meist ziemlich flach, aber zumindest logisch und förderlich für das Spiel, wobei es auch Momente gab, in denen Lyner tatsächlich auch mal wirklich gehaltvolle Entscheidungen getroffen hat. Die Story an sich ist wirklich nicht schlecht und ich finde, sie wurde auch gerade für die Zeit und Ansprüche von 2006 recht gut erzählt.

    Da wir hier ein GUST Spiel von 2006 haben, sind die Charaktere relativ flach, allerdings effektiv gehalten. Ich finde sogar, dass die Charaktere hier etwas mehr Fülle haben, als in den neueren Atelier-Spielen. Gerade Lyner macht im Laufe des Spiels eine Charakterentwicklung vom Teenager, der bloß nichts von der Profession seines Vaters (Quasi Bürgermeister und Kommandant von Platina) wissen will, in der er ihn einarbeiten möchte, zu einem fähigen Anführer, welcher über seine Optionen und Möglichkeiten nachdenkt, um vielleicht auch mal ohne Gewalt an eine Lösung zu kommen. Hierbei helfen ihm natürlich die Reyvateil Aurica Nestmile, ein schüchternes Mädchen, welches konstant an sich selbst zweifelt und durch Lyner Mut erlangt und Misha Arsellec Lune, die Starsängerin und Lyner's Kindheitsfreundin, welche in ihren eigenen Konflikt steht, was die Geschichte um die Viren angeht, und auch der Support Cast, wobei einige gefühlt nur da sind, um eine bestimmte Rolle zu erfüllen. Radolf, ein hochrangiger Ritter von Nemo's Kirche und Ayatane sind hier die Charaktere, bei denen es wohl am meisten Sinn macht, warum sie überhaupt mithelfen. Die Luftschiff-Mechanikerin Krusche und der Schrottsammler/Söldner Jack sind hier eher nur als Plotdevice gut, weil Jack's Abstammung und Krusche's Profession gebracht werden. Wobei Jack's Bindung mit Misha wohl auch eine wichtige Rolle in Phase 2 des Spiels spielt. Außerdem ist Jack absolut lustig und ein perfekter erster Begleiter im Spiel, welcher Lyner die untere Welt ein wenig erklärt. Auch Shurelia wird in Phase 3 des Spiels in die Gruppe aufgenommen als dritte Reyvateil, welche quasi dabei ist, weil sie als Administrator auch mal ihren Job zu tun hat und alles irgendwie einfacher ist, wenn man Admin-Rechte hat.

    Das Gameplay des Spiels war recht klassisch gehalten, was für mich etwas Positives ist. Man hatte eine Gruppe von 3 Gefährten (bei mir grundsätzlich Lyner, Jack und Radolf) an der Front und ein Reyvateil (Aurica Best Girl) in der hinteren Reihe. Die Front beschützt den Reyvateil während dieser Songmagie benutzt, um entweder den Gegner zu schaden oder anzugreifen. Das Kampfsystem ist Rundenbasiert mit Zeitleisten (CTB), wobei der Reyvateil frei agieren kann. Das ist an sich ein sehr nettes System gewesen. Wäre das Spiel ein bisschen schwerer, hätte es auch sehr herausfordernd werden können. Außerhalb von Kämpfen hat man klassische Welterkundung und Gespräche mit den Reyvateils über Storyelemente oder Themen, die auf der Reise gefunden werden können. Wenn bestimmte Themen gefunden und darüber gesprochen wurde, schaltet man dann eine Ebene des Soulspaces des Reyvateils frei. Der Soulspace ist ein weiteres Gameplay-Mittel, welches auch zur Charaktervorstellung von Aurica und Misha beiträgt und ihnen über VN-technische Geschichten mehr Zauber und einige Kostüme zur Verfügung stellt, welche die MP und den MP-Verbrauch beeinflussen. Aurica und Misha haben hierbei 9 Ebenen und eine Extra-Ebene, die auf ein Atelier-Spiel der Salburg-Reihe anspielt (Elie und Marie). Shurelia fällt hierbei etwas aus der Reihe. Ihr Soulspace erzählt eine komplett frei erfundene Geschichte und man schaltet keine Kostüme frei, allerdings erhält man am Ende jeder Ebene einen neuen Zauber. Außerdem besitzt Shurelia nur 5 Ebenen. Außerdem gab es, wir sind immerhin in einem GUST Spiel, ein Crafting System, hier genannt Grathmelding, mit dem man verschiedene Waffen, Medikamente und sonstiges herstellen kann. Ich hab das eigentlich nur für Ausrüstung und Storyrelevantes benutzt, was ich im letzten Kampf bereut habe, weil ich da tatsächlich Heilitems brauchte und nur das im Spielverlauf gefundene hatte. Dazu konnte man noch seine Ausrüstung und die Zauber von Reyvateil mit Grathnode-Kristallen, die man überall finden kann, aufpowern. Hierbei gilt: Lilane Kristalle für Ausrüstung, Rote Kristalle für Schadensmagie, Blaue Kristalle für Heilmagie und Grüne Kristalle für Feldmagie. Feldmagie ist einfach nur was, was man so rumwerfen kann, um bestimmte Dinge zu zerstören, um an andere Orte zu kommen. Grüne Kristalle hab ich auch nur einmal gebraucht, um an ein Rezept zu kommen, dass ich für die beste Waffe für Radolf brauchte (welche ich dann doch nicht benutzt habe, weil sie Elementarresistenzen auf 0 setzt und Radolf ist ein Tank).

    Wer Atelier Iris kennt, sollte sich grafisch schon exakt vorstellen können, wie das Spiel aussieht. Ich werde allerdings weiter unten einige Screenshots zeigen, die allerdings nicht von mir sind. Ich persönlich mag die Grafik von Ar Tonelico, aber es ist ja auch das vierte Spiel, das ich mit solcher Grafik durchgespielt habe. Der Soundtrack ist, wie man von einem GUST Spiel erwarten kann, wieder einmal sehr schön und vor allem auch für die Welt und Ereignisse immer sehr passend. Super gut fand ich, dass einige Leitmotive auch in mehreren Stücken zu hören waren. So hat man mehrere Variationen von "Brave Beat" gehört, welches als Kampfthema bekannt ist, allerdings sehr viel öfter im Spiel vorkommt, entweder als direkter Schnitt, oder als Verlängerung des Intros "Prayer". An sich kann und sollte man über den Soundtrack nicht meckern. Interessant war, dass gesamplete Rap-Passagen in einigen Kampfthemen versteckt sind, welche auch in anderen Spielen benutzt wurden, aber das ist ja nicht weiter tragisch. Die Tracks sind an sich auch alle recht kurz, kaum ein Stück geht länger als 2 Minuten, allerdings funktioniert das im Spiel auch, ohne das es irgendwann langweilig und repetitiv klingt, weil es halt auch immer sehr gut passt. In einem fetten Blechbläser wird auch fette Blechblasmusik gespielt. Wobei es natürlich auch ironisch wäre, wenn ein Spiel, welches sich größtenteils auch um Musik dreht, einen schlechten Soundtrack hätte.

    Zusammengefasst würde ich sagen, dass Ar Tonelico - Melody of Elemia für seine Zeit ein ziemlich cooles Spiel ist, welches ich bestimmt irgendwann noch mal spielen würde. Vielleicht schafft es der Nachfolger ja auch doch noch in diese Challenge.



    Endstatus:
    Story durchgespielt, alle 3 Soulspaces durchgespielt
    Final Good Ending mit Aurica
    Spielzeit: ca 32 Stunden
    Wertung: 7/10
    Ar Tonelico - Melody of Elemia war für mich ein echt unterhaltsames Spiel, gerade für seine Zeit. Es hätte an einigen Ecken und Kanten definitiv besser sein können und Nebencharaktere wie Krusche hätten besser ausgeschmückt werden können. Vieles wurde allerdings auch gut gemacht, weswegen ich von meinen erst angedachten 6 dann doch auf 7 Punkte gesprungen bin.

    So, jetzt wo ich wieder halbwegs in der Zeit bin, ist es wohl Zeit für den letzten GUST Titel in meiner Liste: Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Painting. Ich hoffe, ich schaffe das in diesem Monat.
    Geändert von Zirconia (07.06.2018 um 00:55 Uhr)

  4. #44
    Ich hab den ersten Teil der Reihe erst nach dem zweiten gespielt, wodurch der erste Teil vielleicht auch nochmal etwas schwächer auf mich gewirkt hat. Hat mir trotzdem gefallen, aber der zweite Teil bleibt mein Liebling aus der Reihe^^
    Im ersten Teil fand ich es etwas unpassend, dass man den Soulspace der Reyvateils so weit erkunden konnte, unabhängig davon, für wen man sich letztendlich entschieden hat. Das hat für mich nicht so richtig gepasst.
    Aber die Musik war klasse. Höre manche der Songs immer noch recht gerne.

  5. #45
    Ich hab irgendwann im Soulspace nicht mehr verstanden über was eigentlich geredet wird bis ich gemerkt habe dass die Story dort bereits weiter fortgeschritten ist als im Spiel und die Ereignisse auf die sich bezogen wird erst noch stattfinden müssen. Das hätten sie etwas besser aufeinander abstimmen sollen.

  6. #46
    Ich stimme zu, dass die Implementierung des Soulspace teilweise nicht ganz gepasst hat. Vor allem weil man halt sowohl Aurica als auch Misha vollständig erkunden konnte. Shurelia war ja eher so eine Sidestory Sache, die ganz lustig war. Ich schätze mal, die wollten Aurica und Misha die gleichen Chancen geben, weil die Magie ja auch sehr abhängig vom Fortschritt im Soulspace war, allerdings habe ich sehr selten überhaupt Misha benutzt. Nur als ich es wirklich musste, daher hätte man das auch getrost ignorieren können.

  7. #47

    Gestartet: 18.06.
    Beendet: 16.07.

    Warum gerade The Last Remnant?
    "Sag mal Nico, hast du nicht mittlerweile schon wieder eine lange Liste von Spielen, die du dir vorgenommen hast und du ziehst jetzt schon wieder etwas Neues vor?" Ja. Ja das ist richtig. The Last Remnant war ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk von einem Arbeitskollegen und ich habe vorher über dieses Spiel nichts gehört, demnach ging ich auch ganz frisch hier rein. Die Motivation, dieses Spiel zu spielen, ist also, dass ich es geschenkt bekommen habe.

    Eindrücke beim Spielen:
    Auf der Suche nach seiner Schwester taumelt Rush Sykes in einen Krieg zwischen Soldaten und einem Haufen Monstern, als er dort eine Frau sieht, die er für seine Schwester hält. Mitten im Gefecht gefangen wird er von Monstern angegriffen, als der Anführer der Armee sein Remnant aktiviert und alle Monster in der Umgebung dezimiert. Rush überlebt dies durch eine Barriere, die sein Talisman erschaffen hat, allerdings bricht der Boden unter ihm ein und so fällt er mit jener Frau in ein Höhlenkomplex unter dem Schlachtfeld. Nachdem die beiden sich dort heraus kämpfen, macht er die Bekanntschaft mit David Nassau, dem Graf von Athlum und seine vier Generäle Blocter, Pagus, Torgal und, jene Frau, Emma. David verspricht Rush, ihm bei der Suche nach seiner Schwester zu helfen, wenngleich seine Generäle Rush's Geschichte eher zweifelhaft bewerten.

    Wir schlüpfen also in die Rolle von Rush, welcher mit Davids Hilfe versucht, seine Schwester Irina zu finden, welche entführt wurde, kurz bevor die beiden nach Elysion zu ihren Eltern gezogen wären. Während dieser Story lernt Rush (und damit auch wir) eine Menge über die Politik dieser Welt und der Rolle der Stadt Athlum und den Regeln, den sie unterliegt. Nun, um es herunter zu bröseln: Dieses Spiel ist in 2 Hälften zu teilen. Die erste Hälfte ist die Suche nach Irina und die zweite Hälfte gilt dem Kampf gegen einen größeren Feind, dem Conqueror. In der gesamten Geschichte spielen die Remnants eine wichtige Rolle. Sie sind magieerfüllte Artefakte, die, sofern sie an eine Person gekoppelt sind, dieser Person und/oder ihrer Umgebung ihren Segen geben. Allerdings können sie auch, wenn sie eine längere Zeit nicht gekoppelt sind, zu einer tickenden Zeitbombe werden und mit einem Kollaps verschiedene Desaster verursachen. Remnants sind also ein zweischneidiges Schwert, sozusagen. Schon früh im Spiel wird klar, dass Irina dazu benutzt wird, bestimmte Remnants an sich zu koppeln. Welchem Zweck das dient, wird allerdings erst später wirklich bekannt und das letztliche Endziel des Antagonisten wird auch erst so eine Minute vor dem Endkampf erschossen. Generell kann man bei diesem Spiel sagen, dass die Geschichte nicht unbedingt in einer angenehmen Geschwindigkeit erzählt wird. Es gibt teilweise lange Pausen, die einfach mit irgendwas gefüllt werden und dann gibt es auch größere Exposition Drops. Storytechnisch fahren wir also quasi mit unserem Trabi durch eine Bergkette.

    Das Gameplay ist ganz interessant, da man seine Charaktere in Gruppen aufteilt, um ihnen im Kämpfen so generelle Kommandos zu geben wie "Greift den Feind physisch an!", "Senkt ihre Moral!". Das kann teilweise auch recht abstrakt klingen, ist allerdings doch relativ einfach. Dazu hat jede Gruppe noch ihre eigenen AP, die Bedeutet, welche Aktionen überhaupt durchgeführt werden können. Hierbei haben Item-bezogene Angriffe keine AP Kosten, kosten dafür allerdings natürlich die Items, die man verbraucht. Die Moral gibt an, wie wahrscheinlich es ist (kritisch) zu treffen. Eine hohe Moral sorgt dafür, dass die Gruppen öfter auch kritische Treffer landen, niedrige Moral ist eher ein Indikator dafür, dass einige Angriffe ins Leere gehen können. Allerdings wird dieser Moralaspekt im Lategame recht irrelevant, da man die Moral mit Techniken dann quasi immer im mittleren bis oberen Bereich halten kann. Bis dahin scheint das Kampfsystem auch ganz cool zu sein. Jede Truppe hat ihre eigenen Durchschnittswerte (wie Geschwindigkeit, die besagt, welche Gruppe wann zum Zuge kommt), man kann alles gegebenenfalls kontrollieren also hat man auch als Spieler einen sehr großen Einfluss in Kämpfen, richtig? Ja, also... einigermaßen. Teilweise gibt es Gegner, die am Anfang und/oder am Ende des Zuges noch weitere Angriffe machen können, welche dann auch schon mal eine ganze Gruppe oder die komplette Armee komplett vernichten kann, einfach so, oder zufällige Gegebenheiten bei ähnlichen Geschwindigkeitswerten, sodass man auf einmal zwei/drei mal flankiert wird und eine Gruppe verliert, weil der RNG es einfach nicht gut mit einem meint. Einige Kämpfe waren einfach nur Krämpfe (der Bosskampf von Basis 4 zum Beispiel), andere Kämpfe waren urkomisch. Es kann auch passieren, dass einzelne Charaktere einer Gruppe einfach so sterben. Wobei es auch Gegner gibt, bei denen die Wahrscheinlichkeit dafür relativ groß ist, wo das dann aber auch wieder in Ordnung ist, weil man damit rechnen kann. Dafür hab ich einen Screenshot später. Ist auch der einzige, den ich habe. Manchmal fühlt es sich wirklich so an, als hätte man kaum Kontrolle über das Kampfgeschehen, was teilweise schon recht frustrierend werden kann.

    Womit das Spiel glänzt, ist mit einer Fülle an Side Quests und optionalen Kram, mit dem man ziemlich viel Zeit verbringen kann und viele Charaktere/Soldaten sammeln kann. Und das Gute daran ist, dass es sich nicht so anfühlt, als würden sie die Story unterbrechen. Man lernt etwas über die anderen Gebiete des Spiels, die mit der Hauptstory nichts zu tun haben, wie Royotia, Baaluk und Melphina. Ca 50% der Siedlungen im Spiel sind optional, was sowohl positiv als auch negativ ist. Denn diese Gebiete hätte man auch locker sinnvoll in die Story packen können. Wobei, vielleicht auch nicht, weil das Storytelling eh schon sehr reich an Hügeln war. Es gab sogar Sidequests in der ersten Hälfte des Spiels mit Charakteren, die in der zweiten Hälfte tatsächlich auch in der Hauptstory relevant waren. Der optionale Teil des Spiels hat mir ehrlich gesagt auch sehr gefallen, weil er die Welt ein wenig mehr geöffnet und interessant gemacht hat. So konnte man noch etwas mehr aus der Welt mitnehmen.

    Grafisch war das Spiel recht nett gestaltet. Der Stil wurde durchgehend von Anfang bis zum Ende des Spiels gehalten und hat auch immer gepasst, also kann man hier wirklich nicht meckern. Musikalisch fand ich das Spiel am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, dies hat sich allerdings schnell gelegt, da es einfach zu dem Spiel passt, mit der Kriegsthematik und allem drumherum.

    Alles in allem... Ich hatte Spaß mit The Last Remnant. Allerdings muss ich sagen, dass das Spiel an sich eher sehr mittelmäßig war. Demnach auch eine sehr mittelmäßige Bewertung am Ende. Vielleicht wage ich mich dennoch irgendwann an das New Game +.


    Bildliche Präsentation von "Rush, der Mauer". Dieser Gegner hat eine 100% Wahrscheinlichkeit, einen Charakter zu töten, wenn er ihn denn trifft und kann teilweise auch 5mal angreifen, allerdings hat Rush mit diesem Schild eine sehr hohe Blockchance. Ich fand das sehr amüsant, wie Rush alleine mit vier besiegten Kameraden gegen Milton kämpft, während alle anderen mit Snievan beschäftigt sind.

    Endstatus:
    Story und alle Side Quests durchgespielt
    Spielzeit: ca 62 Stunden
    Wertung: 5/10
    Abgesehen von BLUE REFLECTION ist The Last Remnant das definitiv schlechteste Spiel, das ich bisher dieses Jahr gespielt habe. Allerdings heißt das nicht, dass das Spiel unbedingt schlecht ist. Es hatte viel ungenutztes Potential. Leider zu viel. Genug für 5 Punkte, aber das auch eher wegen dem optionalen Content. Schade.

    Man könnte meinen, ich könnte jetzt endlich mal Atelier Lydie & Suelle durchspielen, richtig? Ja... also in einer Woche kann man mit einem Review von Star Ocean: The Last Hope rechnen. Ich schaffe A19 noch dieses Jahr, aber nicht momentan. Die Motivation fehlt einfach.

  8. #48

    Perhaps you've heard of me?
    stars_webmaster
    Boah ey, irgendwie hab ich ja jetzt doch Bock das Spiel wieder zu spielen. Ich hab es in den letzten 5 Jahren bestimmt schon 3x angefangen und wieder abgebrochen. Aber 5/10 ist jetzt auch nicht so der Burner... andererseits spiele ich ja gerade auch SO3... da dürfte ich abgehärtet sein.

  9. #49
    Ich bin irgendwann einfach nicht mehr weitergekommen ... hat mich ziemlich genervt.
    Wer braucht Photobucket? Kein Schwein!
    Libenter homies id, quod volunt, credunt.
    Alle GF-Aktionen auf einen Blick

  10. #50
    Oh, das wollte ich demnächst auch mal wieder weiterspielen, bei den Six Bases hatte ich erst mal Pause gemacht. Ich finde das Spiel insgesamt eigentlich auch nicht besonders gut, aber trotzdem irgendwie ziemlich unterhaltsam.
    Kannst du dich zufällig noch erinnern welchen BR du bei den Bases hattest?

  11. #51
    Zitat Zitat von Ave Beitrag anzeigen
    Boah ey, irgendwie hab ich ja jetzt doch Bock das Spiel wieder zu spielen. Ich hab es in den letzten 5 Jahren bestimmt schon 3x angefangen und wieder abgebrochen. Aber 5/10 ist jetzt auch nicht so der Burner... andererseits spiele ich ja gerade auch SO3... da dürfte ich abgehärtet sein.
    Ich habe durchaus mein Vergnügen mit dem Spiel gehabt, aber... gut ist halt was anderes.

    Zitat Zitat von Winyett Grayanus Beitrag anzeigen
    Ich bin irgendwann einfach nicht mehr weitergekommen ... hat mich ziemlich genervt.
    Das kann ich durchaus verstehen! Es gab Stellen, die fühlten sich einfach fast unmöglich an.

    Zitat Zitat von Lynx Beitrag anzeigen
    Oh, das wollte ich demnächst auch mal wieder weiterspielen, bei den Six Bases hatte ich erst mal Pause gemacht. Ich finde das Spiel insgesamt eigentlich auch nicht besonders gut, aber trotzdem irgendwie ziemlich unterhaltsam.
    Kannst du dich zufällig noch erinnern welchen BR du bei den Bases hattest?
    Mein BR am Ende des Spiels war 70, also schätze ich, dass ich bei den Bases im 55-65er Bereich war. Ich war chronisch unterm Strich. Bis auf Base 4 war das alles auch machbar, aber bei den Zwillingen war für mich mental schon fast Schluss. Gut ist halt wirklich was anderes, aber ich kann das "unterhaltsam" definitiv unterstreichen. Für mehr als 5 Punkte hat es aber leider dennoch nicht gereicht.

  12. #52
    Gestartet: 20.07
    Beendet: 05.08

    Warum gerade Star Ocean: The Last Hope?
    Nachdem ich meinem Arbeitskollegen (der, der mir The Last Remnant geschenkt hatte) sein Geburtstagsgeschenk via Steam gegeben hatte, hatte ich noch Geld übrig und ich hatte mir mal vorgenommen, irgendwann ein Star Ocean Spiel zu spielen. Nun ja, die Zeichen standen gut, also warum nicht jetzt?

    Eindrücke beim Spielen:
    Die Menschheit ist verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten, nachdem die Erde im dritten Weltkrieg zu einem nuklearen Ödland geworden ist, auf dem man nur noch unter der Erde wohnen kann. Die Organisation USTA, bzw die ihr unterstehende SRF schickt 5 Schiffe ins All, um eine neue Heimat zu finden mit einem Ziel im Auge: Den Planeten Aeos, ein unentwickelter Planet, welcher der Erde recht ähnlich sein soll. Unser Protagonist, Edge Maverick, ist Teil der Crew des Schiffs Calnus, dem dritten Schiff der SRF Flotte auf dem Weg zum Planeten Aeos, und wie jeder Mensch erhofft er sich, dass dieser Planet eine neue Heimat für ihn und seine Kindheitsfreunde Reimi Saionji und Crowe Almedio, seines Zeichens Kapitän des ersten Schiffs, der Aquila, zu finden. Auf dem Weg nach Aeos unterbricht allerdings ein Meteor den Wurmloch-Warp und 4 der 5 Schiffe legen eine Bruchlandung auf Aeos hin. Verwirrt über das Verschwinden der Aquila aber auch erleichtert, dass sie überlebt haben und am Ziel angekommen sind, erkundet die SRF die nahe Umgebung, bis sie von den heimischen Insekten (riesigen Spinnen) angegriffen wird, die resistent gegen Lasergeschosse sind. Nachdem Edge diese getötet hat, geht es um das Erkunden von Aeos und dem Lösen des Rätsels um die verschwundene Aquila und dem Erkunden des Universums nach weiteren potentiellen Heimatplaneten für die Menschheit. Und um die Beseitigung einer potentiell sehr großen Gefahr für dieses Unterfangen.

    In diesem Spiel geht es, wie bereits gesagt, darum, verschiedene Planeten zu bereisen. Dort angekommen hilft man meist der örtlichen Bevölkerung und findet nach fast jedem Planeten einen Edelstein, der einen Bosskampf aktiviert. Es läuft also ziemlich linear. Es gibt teilweise Sidequests, diese sind aber nur auf dem Planeten Roak in der zweiten Hälfte des Spiels wirklich zahlreich und selbst dann eher klein gehalten. Interessant war allerdings die Geschichte und ihr philosophischer Ansatz. Die Antagonisten (genannt Grigori) sorgen dafür, dass die Wesen in ihrer Nähe sehr rapide weiterentwickeln (und somit, bei unkontrollierter Entwicklung, zu Monstern werden) und sich (ebenfalls) im Endeffekt dadurch selbst auszulöschen. Im Laufe der Geschichte gibt das Edge immer mehr zu denken, ob die Menschheit einen bereits belebten Planeten besuchen soll, da somit die natürliche Entwicklung dieses Planeten gestört werden würde (oder ihre eigene). Dieser philosophische Ansatz hat mich in diesem Spiel sehr interessiert und wird auch emotional von den Hauptcharakteren aufgefasst und bedacht. Meiner Meinung nach ist die Geschichte auch sehr gut erzählt und die Stränge auch gut verknüpft. Die Suche nach der Aquila und die Untersuchung der Gefahr durch die Grigori gehen quasi Hand in Hand, weil es nach jedem Planeten präsenter wird, dass Crowe ebenfalls versucht, die Grigori aufzuhalten und somit beides parallel passiert. Das Pacing und die Story an sich fand ich persönlich tatsächlich ziemlich nett. Es war nichts atemberaubend perfektes, aber ich habe definitiv schon Schlechteres gespielt. Und die Umsetzung hat mir in diesem Spiel auf jeden Fall auch gefallen.

    Das Gameplay war ganz interessant. Am Anfang des Spiels war ich recht oft frustriert, weil ich einfach nicht verstanden hab, wie das Kampfsystem funktioniert. Das lag daran, dass das Tutorial nicht komplett nachlesbar war, sondern in Form eines Battle Simulators geschehen konnte, der einem über eine Reihe von Lektionen dieses Kampfsystem näher bringt. Für andere Leute definitiv perfekt, für mich allerdings nicht. Das ist aber halt auch reine Geschmackssache, ich hab mir halt dann Online durchgelesen, wie alles funktioniert. Bis zum Bosskampf auf Lemuris (dem zweiten Planeten) wusste ich nicht, was Blindsides sind und wie sie funktionieren, obwohl das eine Core Mechanik ist, welche sehr oft gebraucht wird, um Kämpfe zu vereinfachen. Wenn man aber erstmal drin ist, ist das Kampfsystem absolut gar nicht kompliziert. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich sagen, dass es ein wenig an das Kampfsystem aus Tales erinnert, aber mit mehr technischen Optionen, um Gegnern auszuweichen und mehr Schaden zuzufügen und verschiedenen Schwachstellen von Gegnern, die man ausnutzen kann (und sollte). Ich bin nicht gut in solchen Erklärungen. Aber das Kampfsystem war auf jeden Fall sehr spaßig. Es gibt auch die Option, auf dem Schiff Gegenstände (Waffen, Rüstungen, Angriffsitems, Heilitems, anderweitige Ausrüstung usw.) zu erstellen mit Rezepten, die man entweder findet, oder über das Ideensammeln in Gruppen bekommt, welches dadurch funktioniert, dass jeder Charakter einen bestimmten Skill hat, welcher für das Crafting System ist und je höher das ist, desto bessere Einfälle hat der Charakter. Ich muss sagen, dass ich dieses System recht wenig benutzt habe und dennoch sehr gut durch das Spiel gekommen bin. Vielleicht wäre das Spiel sehr viel leichter gewesen, hätte ich dieses System mehr genutzt. Vielleicht auch nicht. Generell wird das Spiel, sobald man das Kampfsystem versteht, sehr schnell ziemlich leicht. Vor allem wenn man dann einen sehr potenten Heiler mit Sarah hat (welcher der vorletzte Charakter ist, der der Party beitritt) und seine ganze Gruppe mit dem HP Boost Skill ausrüstet. Außerdem habe ich ab der Mitte des Spiels, in der man Meracle bekommt, Edge fast gar nicht mehr aktiv genutzt (habe allerdings jeden Charakter gleich gelevelt). Meracle, Myuria und Arumat fühlten sich so viel besser zu spielen an, als der eigentliche Protagonist, was ich jetzt nicht unbedingt schlecht fand. Ich finde das sogar ziemlich gut. Aber es war etwas seltsam. Ich kann Edge einfach gar nicht mehr anfassen, weil Meracle gegen einzelne Gegner und Arumat gegen Gegnergruppen einfach so viel besser zu sein scheinen. Aber an sich war das Gameplay echt sehr spaßig.

    Die Charaktere an sich haben mir ehrlich gesagt auch recht gefallen. Gerade die Entwicklung von Edge und die Reaktion der anderen Charaktere dazu war wirklich gut. Auch die einzelnen Geschichten von Faize, Lymle (und die Interaktion zwischen den beiden), Bacchus, Meracle, Myuria, Sarah und Arumat war ziemlich genial. Reimi war quasi immer da als Love Interest, was allerdings auch dazu geführt hat, dass sie von Edges Entwicklung sehr viel mehr betroffen war, was glaubwürdig und sehr schön war. Es waren durchaus keine perfekt geschriebenen Charaktere, aber das ist genau das, was ich mag. Charaktere, die glaubwürdig sind, aber nicht perfekt geschrieben. Außerdem fand ich die japanischen Stimmen von Lymle und Sarah urkomisch. Beide mit sehr stoischen Stimmen. Das war sooo herrlich. Gerade im Kampf, wenn man Sarah und Myuria hat, welche beide den gleichen Zauber wirken und Myuria so richtig "RAITONINGU BURSTO" schreit, während Sarah es so verschlafen sagt. Gut, dass man Sarah eh kaum aus dem Team nimmt, weil nur Lymle und sie tatsächlich gute Heiler sind und Sarah ist einfach die bessere Heilerin.

    Grafisch fand ich dieses Spiel sehr ansprechend. Es gab für mich glaube ich gar keine Punkte, an denen ich die Grafik nicht mochte. Jeder Planet sah gut aus und es gab keine Plätze, die grundlos zu leer oder zu voll schienen, wobei dennoch drauf geachtet wurde, dass Planeten wie Aeos, die sehr überwuchert sein sollen, auch recht chaotisch überwuchert aussahen. Also grafisch ganz großes Kino. Wobei, die Gesichter waren sehr, sehr... verklemmt in Cutscenes? Es gab wenig Regung in den Gesichtern (es war dennoch welche vorhanden), wodurch einige Szenen teilweise etwas seltsam schienen. Aber das hat mich jetzt nicht so sehr gestört. Musikalisch war es... durchwachsen. Wem Motoi Sakuraba ein Begriff ist, weiß, wovon ich rede. Bei dem, wo es nicht klingelt: Tales. Einige Musikstücke klingen einfach sehr stark nach Tales (und Tales Stücke klingen quasi immer gleich), so wie die Victory Fanfare oder die Musik in der Exploration Base auf Aeos. Das erste Kampfthema klingt etwas nach Baten Kaitos (da sollte ich auch irgendwann mal reinschauen, kenne nur die Soundtracks), was in dem Fall tatsächlich ziemlich cool ist. Einige Ortsthemen klangen nach Valkyrie Profile, was auch schön war. Meistens allerdings passt die Musik, demnach kann ich hier nicht meckern. Der Mann hat halt seinen Stil, manchmal ist der gut, manchmal ist der echt eintönig. Aber es funktioniert ja meist.

    Endstatus:
    Story durchgespielt, 6 Enden (Meracle und die optionalen Enden fehlen).
    Spielzeit: ca 40 Stunden
    Wertung: 6,5/10
    Ehrlich gesagt hatte ich an Star Ocean echt meinen Spaß. Allerdings hab ich Ar Tonelico 7 Punkte gegeben und fand das Spiel auch entschieden besser, demnach kann ich hier nur 6,5 geben. Ich bin dennoch sehr froh, dass ich dieses Spiel gespielt habe.

    So... und jetzt A19? Vielleicht? Bitte? Das Spiel ist ja nicht mal schlecht, ich kann mich nur nicht aufraffen. Aber andererseits habe ich auch sonst gerade nichts da, was ich schon angefangen hab (außer Bravely Default, aber ich hab einfach keine Motivation, meinen 3DS in die Hand zu nehmen). Das ist ein sehr schwieriger Fall von "WAS SOLL ICH TUN!?" Dafür bin ich aber bisher schon sehr stolz auf mich, dass ich dieses Jahr tatsächlich schon 7 Spiele durchgespielt habe. Das freut mich sehr, zumal viele ziemlich coole Spiele dabei waren. Wobei, habe ich nicht letztens Grandia 2 angefangen?
    Geändert von Zirconia (05.08.2018 um 23:50 Uhr)

  13. #53
    Hättest du Lust dem Team einen Gefallen zu machen?
    Gerade läuft die "Monthly Mission #08: MMX-Stargust: Spielt ALLE Star-Ocean-Spiele durch - gemeinsam!". Darin geht es darum, dass wir im Forenkollektiv die ganze Star Ocean Serie durchspielen. Jeder Benutzer nimmt sich ein anderes Spiel vor. Naja und da du Star Ocean 4 gerade durchgespielt hast könntest du damit teilnehmen und uns unterstützen. Du musst auch nicht viel mehr machen als dich in dem Thread zu melden, das Spiel haste ja bereits abgeschlossen.^^

  14. #54
    Go Grandia 2!


    Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.

    ...Momentchen

  15. #55
    Gestartet: 30.09
    Beendet: 23.10

    Warum gerade Final Fantasy XII The Zodiac Age?
    Sehr einfach diesmal, Final Fantasy XII ist eines meiner Lieblingsspiele aus der PS2 Zeit, damals ein Geburtstagsgeschenk meiner Eltern und nachdem ich im letzten Jahr(?) vom Remake gehört hatte, wollte ich es direkt spielen, hatte aber keine Konsole dafür und mir war Steam noch etwas sehr fremd. Und dann, Ende September ist mir eingefallen, dass ich das Spiel immer noch unbedingt spielen muss. Gesagt, gekauft und gespielt.

    Gedanken beim Spielen:
    Das Königreich Dalmasca ist in einer schwierigen Lage. Rozzaria im Westen und Archadia im Osten stehen in einem verheerenden Krieg und Dalmasca steht genau dazwischen, während Archadia auf dem Vormarsch gen Westen ist und bereits das Königreich Nabradia eingenommen bzw zerstört hat. Der König von Dalmasca unterschrieb einen Friedensvertrag, welcher mit Blut besiegelt werden sollte und nun herrscht Vayne Solidor, Sohn des Kaisers von Archadia über Dalmasca's Hauptstadt Rabanastre. Doch die Bewohner dieser Stadt sind nicht glücklich mit diesem Zustand. Hier und da erscheinen Freiheitskämpfer, welche es sich zum Ziel gemacht haben, die Archadischen Truppen aus Rabanastre zu vertreiben. Unser Protagonist, Vaan, ist keiner von ihnen, sondern nur ein Kriegswaise in der Stadt Rabanastre. Er verlor seine Eltern und seinen Bruder Reks im Kampf gegen Archadia und hasst demnach das Kaiserreich. Als Taschendieb hält er sich und seine Freunde über Wasser, bis er versucht nach einem Schatz zu greifen, der ihn durch so einige Zufälle mitten in den Kampf gegen Archadia wirft...

    Der zwölfte Teil von Final Fantasy hat schon ein recht politisch angehauchtes Setting, welches ich recht interessant fand, damals wie heute, mit der Rebellion/den Freiheitskämpfern, welche versuchen, ihre Heimat aus der Klauen eines übermächtigen Feindes zu befreien. In aller Manier von Final Fantasy bereist man die Welt auf der Suche nach, in diesem Fall Artefakten des Dynast-Königs Raithwall, um zu beweisen, dass wirklich die Prinzessin von Dalmasca teil der Gruppe ist und um dieser genügend Kraft zu geben, gegen Archadia zu kämpfen. So viel mehr gibt es eigentlich nicht über die Handlung zu sagen, ohne noch mehr vom Anfang/Mittelteil zu spoilern. Dadurch, dass ich die Originalversion auch schon einmal gespielt habe, bin ich natürlich etwas voreingenommen, allerdings ist Final Fantasy XII bis dato das einzige Spiel, das ich mehr als 5 mal durchgespielt habe. Nämlich aktuell 6 mal, durch das Durchspielen von The Zodiac Age. Meiner Meinung nach ist die Story sehr gut erzählt und es gibt keinen Dialog in diesem Spiel, der schlecht ist und das finde ich schon etwas selten in Spielen. Außerdem finde ich die konsequent durchgeführte Sprechweise von den Charakteren sehr schön, da sie der Welt noch einen eigenen Touch gibt.

    Das Gameplay von Final Fantasy 12 unterscheidet sich stark von dem der Vorgänger und ist auch das, was von vielen Liebhabern der Final Fantasy Reihe am meisten kritisiert wird. Es setzt auf ein zeitbasiertes Kampfsystem ohne Transitions. Also quasi ATB auf offener Fläche. Ich persönlich finde das ziemlich cool, auch wenn es seine ganz eigenen Probleme mit sich bringt. Es gibt in FF12 2 Arten, um seine Charaktere weiterzuentwickeln. Zunächst das klassische Aufleveln und dann noch das Freischalten von Lizenzen auf dem Lizenzbrett; man erhält pro besiegten Gegner LP (normalerweise 1) und kann mit einer bestimmten Anzahl neue Lizenzen freischalten, wie zum Beispiel das Nutzen von besseren Schwertern oder Magie. Auch kann man nur dadurch bessere Ausrüstung nutzen und Magie lernen, welche man aber auch erst finden oder kaufen muss. In der Originalversion hatte jeder Charakter das gleiche Lizenzbrett und jeder konnte alles lernen, auch ein großer Kritikpunkt in FF12. In einer japanischen Erweiterung, genannt International Zodiac Job System, wurden dann Jobs eingeführt, welche man wählen kann und dementsprechende Lizenzbretter standen dann den jeweiligen Charakteren zur Verfügung. Dieses Jobsystem wurde auch in The Zodiac Age übernommen, was mir sehr gefallen hat. Es gibt 12 Jobs und im Laufe des Spieles können alle 6 Charaktere je 2 von ihnen wählen. Allerdings ist diese Wahl permanent, also sollte man sich schon gut Gedanken machen, was man haben möchte. Ich habe mich für Bushi/Red Mage, Machinist/Foebreaker, White Mage/Archer, Uhlan/Monk, Black Mage/Knight und Time Mage/Shikari entschieden. Uhlan ist hierbei ein Speerkämpfer und Shikari sind quasi Diebe. Ich finde dieses System ziemlich cool und es erhöht den Wiederspielwert, da man andere Kombinationen ausprobieren kann. Mir persönlich hat das Gameplay sehr gefallen.

    Die Charaktere find ich damals wie heute sehr gut gemacht, auch wenn sich darüber streiten lässt, warum Vaan und Penelo jetzt relevant für die Story sind. Jeder Charakter hat eine merkbare Position zu dem ganzen Geschehen und auch eine gute Motivation um das zu tun, was sie halt tun. Und wenn es nur die Bezahlung ist, die auf einen wartet. Auch die Gegner im Kaiserreich, sowie tatsächlich auch Verbündete in diesem sind ziemlich gut geschrieben und jeder Charakter hat seinen Platz in der Geschichte (außer vielleicht Penelo).

    Die Musik in FF12 habe ich schon immer geliebt und jetzt im Remake sind auch einige neue Stücke dazugekommen, sodass sich zum Beispiel keine Umgebungsthemen mehr doppeln; die Nam-Yensa Sandsee und das Tchita-Hochland haben ihr eigenes Thema bekommen, und beide sind sehr schön. Außerdem gibt es neue Bossthemen für Wächter-Bosse und Mini-Bosse, was sehr, sehr cool ist. Zusätzlich wurden alle Stücke noch einmal neu aufgelegt von einem Orchester. Die Grafik von diesem Spiel finde ich persönlich auch sehr schön. Es gibt wirklich wunderschöne Umgebungen in diesem Spiel, welche man sich schon mal ein Paar Minuten länger anschauen kann. Und das ist schon echt gut, wenn man daran denkt, dass FF12 ursprünglich mal ein PS2 Spiel war.

    Endstatus:
    Story durchgespielt, Rest kommt noch!
    Spielzeit: ca. 60 Stunden
    Wertung: 7/10
    Ich liebe Final Fantasy 12, allerdings denke ich, dass ich da auch Voreingenommen bin, daher möchte ich es auf der Wertung mit Ar Tonelico gleichstellen, welches auch ein sehr schönes PS2 Spiel ist und im Prinzip haben mich beide Spiele in ihren guten Bereichen gleich angesprochen. Demnach finde ich es recht fair, beiden die gleiche Punktzahl zu geben.

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