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Thema: Reading Challenge 2018 – Zeit zum Lesen! [Abgeschlossen]

  1. #61
    Hallo,

    ich habe heute mein zweites buch World War Z beendet.


    Also den film, den fand ich damals sehr mittelmäßig. Das buch hat mit dem aber nicht viel zu tun, es stellt eher eine art dokumentation über den in der welt stattgefundenen weltkrieg z dar, für die ein UN-mitarbeiter als reporter menschen aus aller welt, aus verschiedenen ländern und gesellschaftsschichten interviewt und wir als leser erfahren, wie die unterschiedlichsten personen sich mit dieser großen zombieplage außeinandergesetzt haben. Wir erfahren welche schlachten es gab, welche persönlichen schicksale, wie die seuche sich auf verschiedenen kontinenten und ländern ausgebreitet hat und bekommen dabei viele perspektiven wie zum beispiel militär, zivilisten, politiker, ärzte, nerds, familien, einsiedler, marines, matrosen, händler, promis, und viele mehr.

    Ich fand das buch am anfang etwas zäh... das hat vielleicht damit zu tun, dass die ersten kapitel sehr langsam anfingen und sich mit dem nahen osten außeinandersetzten den ich nicht so interessant fand. world war z nimmt sich viel zeit aufzuschlüsseln, wie diese seuche anfing, wie sie sich langsam ausbreitete und wie es stück für stück leise und schleichend dazu kommen konnte, dass nach nicht ernst genommenen gerüchten, verlachten berichten und menschlichem versagen von einem tag auf den anderen die "große panik" eintritt, also die zombieseuche explosionsartig fast alle namhaften länder überflutet. Wie die kapitel voranschreitet haben mich die fiktiven augenzeugenberichte schon in ihren bann geschlagen und fasziniert, aber das kommt auch immer darauf an, wo wir gerade sind und wem wir zuhören, ich glaube da wird jeder leser eine andere erfahrung haben.
    Besonders im gedächtnis geblieben ist mir das interview mit einer pilotin. Ich möchte den inhalt verstecken, weil er schon etwas vorwegnimmt.

    Toll. Aber das ist lange nicht der einzige twist oder die einzige überraschung die world war z dem leser hier und da gibt. Es gibt für mich immer wieder längen im buch, etwa wenn ein militär interviewt wird und alles zu technisch wird und überall fachwörter sind, aber am ende des tages zeichnet das buch eine glaubwürdige, nachvollziehbare historie des zombiekrieges und verpasst dabei auch nicht mit einem großen kapitel am ende möglichst viele fäden aufzufädeln und den leser mit einem guten gefühl und einem funken hoffnung nach hause zu schicken.

    Ich finde ich kann das buch jedem empfehlen, der sich für diese thematik interessiert und solche art bücher mit interviews und gelungenem realismus mag. Und wer gut englisch kann. das war in manchen kapiteln anstrengend... ich glaube den survival guide von max brooks lese ich auch noch.


    Ich lese gerade noch den roman eines freundes, und mal sehen was ich danach lese. Zehn bücher sind ein sportliches ziel haha.

    Zitat Zitat
    Murder on the Orient Express
    Das ist ja interessant ich mochte and then there were none gerne aber die auflösung, die fand ich ein bisschen albern. schön, dass der orient express besser ist. eine frage jack oder andere leser des buches, sollte man den neuen film der mittelmäßig sein soll lieber erst nach dem buch lesen? Und ist man durch die parodie in der allreise von realtroll schon wissend über die auflösung des buches?

    Euch noch viel spaß beim lesen.

    Geändert von Pacebook (07.03.2018 um 19:29 Uhr)

  2. #62
    Zitat Zitat von Pacebook Beitrag anzeigen
    sollte man den neuen film der mittelmäßig sein soll lieber erst nach dem buch lesen? Und ist man durch die parodie in der allreise von realtroll schon wissend über die auflösung des buches?
    Ich erinnere mich nicht an irgendeine Parodie in der Allreise, und wenn da irgendwas gespoilert wurde, dann hab ich das auf jeden Fall vergessen, aber persönlich würde ich entweder das Buch lesen oder den Film schauen. Letzteren fand ich auch gar nicht so schlecht (abgesehen von einer absurden Sequenz am Anfang), aber er ist auch nicht so interessant wenn man die Auflösung bereits kennt.

  3. #63

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Buch 2: The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)
    Gestartet: 11.03.2018
    Beendet: 11.03.2018
    Wertung: ★★★✰✰




    They selected all the newest and cleanest bills and assorted them into various piles. The Scarecrow's left leg and boot were stuffed with five-dollar bills; his right leg was stuffed with ten-dollar bills and his body so closely filled with fifties, one-hundreds and one-thousands that he could scarcely button his jacket with comfort.

    "You are now", said the Woggle-Bug, impressively, when the task had been completed, "the most valuable member of our party; and as you are among faithful friends there is little danger of your being spent."


    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)


    Warum gerade dieses Buch?
    Um ein Audible-Guthaben zu verbraten besorgte ich mir vor einigen Tagen das Hörbuch "Der Zauberer von Oz". Normalerweise höre ich keine Hörbücher von Büchern, die ich nicht bereits gelesen habe, dennoch machte ich hier eine Ausnahme. 4 Stunden später war es auch schon vorbei. Da ich Hörbücher momentan nicht als "Gelesene Bücher" zähle dachte ich mir, um mal ein bisschen in meiner Reading Challenge voran zu kommen, könnte ich gleich noch das Sequel lesen.


    "It will give me great pleasure," said he "to accept your kind invitation; for nowhere in the Land of Oz could I hope to meet with so congenial a company."

    "That is true," acknowledget the Pumpinhead. "We are quite as congenial as flies and honey."


    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)


    Worum gehts?

    Tippetarius (kurz: Tip) lebt im Lande Oz bei der bösen alten Frau und Laienhexe Mombi als deren Diener, und wird so schlecht behandelt, dass er sich einen Streich ausdenkt: Mit einem aus Holz geschnitzten Mann, dem er einen Kürbiskopf aufsetzt, will er sie erschrecken. Der Scherz geht nach hinten los, denn die Hexe erprobt an dieser Figur ihre neueste Errungenschaft: Das Pulver des Lebens erweckt Jack Pumpkinhead zum Leben. Nachdem Tip erfährt, dass er für sein "Vergehen" in eine Marmorstatue verwandelt werden soll schnappt er sich das Lebenspulver, Jack, und sucht beim Vogelscheuchenkönig der Smaragdstadt Zuflucht. Doch der hat ganz andere Sorgen, denn eine Mädchen-Armee hat die Smaragdstadt in einer blutlosen Revolution unterjocht. Gemeinsam macht sich die Gruppe auf, um den König der Winkies, den Blech-Holzfäller Nick Chopper, um Hilfe zu bitten. Doch die Reise ist nicht gefahrlos, denn Jingur, General der Mädchen-Armee und neue Königin der Smaragdstadt, hat Mombi angeheuert um der Gruppe Steine in den Weg zu legen.


    "DR: NIKIDIKÄS CElEBRATED WISHING PILLS.

    "Directions for Use: Swallow one pill; count seventeen by twos; then make a Wish. The Wish will immediately be granted.

    CAUTION: Keep in a Dry and Dark Place."


    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)


    Rezension
    "Der Zauberer von Oz" war ein amerikanisches Kunstmärchen, das nicht unerheblichen Erfolg auf amerikanischen Theaterbühnen hatte. Aus diesem Grund wurde auch das Sequel so geschrieben, dass es Theaterkompatibel ist. Die Figuren des Blechholzfällers und der Vogelscheuche wurden dank der Performance von David C. Montgomery und Frank A. Stone zu echten Breakout-Charakteren, weswegen sie im Gegensatz zum feigen Löwen und Dorothy hier auch eine Rolle spielen.

    Als Sequel retcont Marvelous Land of Oz einigige Handlungsstränge des Vorgängers. Oz ist nicht länger ein weiser Schwindler sondern beherrschte tatsächlich einige Zaubertricks, und hat auch nicht die Smaragdstadt bauen lassen sondern den vorherigen König - wie auch immer - absetzen lassen (ein Plotpunkt, der in späteren Oz-Büchern von L. Frank Baum erneut geretcont werden wird). Außerdem wissen einige Charaktere, dass Oz ein Schwindler war, obwohl Dorothy ursprünglich versprach, sein Geheimnis bewahren zu wollen. Die meisten der Referenzen zum Vorgänger wirken auch eher wie eine Info-Dump, die wohl neue Leser mit den nötigsten Plotpunkten versorgen will oder aber Nostalgie wecken soll - von anderen Inkonsistenzen (Tip, der Oz nie verlassen hat, weiß, was Dollar-Noten sind) mal ganz zu Schweigen.

    Davon abgesehen ist Marvelous Land ein solides Sequel, welches zwar immer noch einen weitgehenden Random-Events-Plot zwischen Start und Ziel setzt, diesmal aber über interessante Charaktere verfügt, die in mehr als nur einer Szene auftreten. Der Plot mit der Mädchen-Armee ist witzig in Szene gesetzt, und im Gegensatz zum Vorgänger wurde stark an der Gewaltspirale geschraubt, und zwar in Richtung Erdboden - was für ein Märchen außerordentlich bedauerlich ist

    Oz wirkt wie ein klassischer "zweiter Teil" einer Reihe, die damals noch keine war, aber die Veränderungen und Feinzeichnungen des Landes Oz haben dafür gesorgt, dass ich die anderen Bücher noch im Hinterkopf behalten werde.


    "It's a hard thing, to be a marble statue," he thought, rebelliously, "and I'm not going to stand it. For years I've been a bother to her, she says; so she's going to get rid of me. Well, there's an easier way than to become a statue. No boy could have any fun forever standing in the middle of a flower garden!"

    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)


    Gedanken & Eindrücke (Spoiler!)
    Marvelous Land of Oz ist ein interessantes Werk für jeden, der einen Blick auf die damaligen Geschlechterverhältnisse werfen möchte, denn Baum persifliert nicht nur die klassische Rollentrennung von Mann und Frau, sondern spricht auch erstaunlich moderne Themen an. In nichts schlägt sich das so sehr nieder wie in Tips wahrer Natur - der Junge ist in Wirklichkeit Prinzessin Ozma von Oz, die schon als Baby vom Zauberer von Oz und Mombi in einen Jungen verwandelt wurde. Tips Herzenswunsch, "I hope none of you will care less for me than you did before. I'm just the same Tip, you know" ist auch heute so aktuell wie damals, wenn auch unter anderer Konnotation. Auch das Thema Sterblichkeit wird durch Jack Pumpkinhead witzig und herzzerreißend zugleich in Szene gesetzt, denn irgendwann wird sein Kürbis verderben.

    Die Vogelscheuche und der Blechholzfäller erhalten etwas mehr Tiefe, doch in erster Linie zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie im hier und jetzt für ihre Freunde da sind, ähnlich die damals für Dorothy. Die gute Südhexe Glinda hingegen hat nicht nur wesentlich mehr Präsenz, wir erfahren auch einiges über ihre Rolle als Königin ihres Reiches. Auch sie hat eine Mädchen-Armee, doch im Gegensatz zu Jinjurs rein mit stumpfen Stricknadeln bewaffneten "Soldatinnen" haben Glindas Kriegerinnen echte Schwerter und Lanzen, die jedoch niemals zum Einsatz kommen, da - einem Märchen angemessen - List und Schläue zum Ziel führen.


    "Her name is Ozma," answered Glinda. "But where she is I have tried in vain to discover. For the Wizard of Oz, when he stole the throne from Ozma's father, hid the girl in some secret place; and by means of a magical trick with which I am not familiar he also managed to prevent her being discovered - even by so experienced a Sorceress as myself."

    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)


    Lesezeit und -rythmus
    Eine Session von ca. 3-4 Stunden.


    "We all have our weaknesses, dear friends; so we must strive to be considerate of one another."

    The Marvelous Land of Oz (L. Frank Baum)

    Geändert von Shieru (28.04.2018 um 23:20 Uhr)

  4. #64
    720 Seiten Moby Dick abgeschlossen (als Hörbuch).

    Was für eine Zeitverschwendung. Der Protagonist ist nach der Exposition praktisch nicht mehr vorhanden, ständig wird die Handlung durch Seitenlange Sachbeschreibungen über den Walfang unterbrochen. Dann kommt es ab und zu zu ner Begegnung mit nem anderen Schiff. Bis auf die letzten 20 Seiten absolut keine Spannung, gar nix, nur ewige Ödnis.

  5. #65
    Ich gehe mal in die Bonusrunde, weil ich noch nicht so Bock auf Pratchett habe.



    Ein Puppenheim ist wahnsinnig faszinierend. Das Buch ist jetzt 150 Jahre alt und hat eine vollständig moderne Auflösung. Tatsächlich muss man nicht mal interpretieren – die Figuren erklären ganz explizit, was da passiert und was es mit der Gesellschaft zu tun hat. Und holy fuck, dürfte das damals revolutionär gewesen sein. Dass es heute immer noch aktuell ist (nicht nur aus weiblicher Perspektive), hat was leicht Trauriges, aber auch was Erhebendes für das Buch und die Literatur im Ganzen.
    Tatsächlich liest es sich auch ziemlich leicht und ruck-zuck für einen Klassiker. Grund, und Nachteil daran: Der Schreibstil ist nicht sonderlich mitreißend, für die damalige Zeit wahrscheinlich sogar umgangssprachlich. Was aber klar geht, da man das Buch problemlos an einem Abend durchlesen kann. Und mit einer guten Inszenierung ist das bestimmt sogar ein Pluspunkt.
    Also ja, vollste Empfehlung!

  6. #66
    Verdammt Andre, ich wollte das Buch ebenfalls als Bonusbuch demnächst lesen um dir sagen zu können, ob es sich lohnt oder nicht.

  7. #67
    gotcha

    Also ja, lohnt sich!

  8. #68
    398 Seiten

    Der Report der Magd - The Handmaid's Tale.

    Hab die Serie btw. nicht geguckt.

    Das ging ziemlich flott, hab, nachdem ich die ersten 100 Seiten, auf denen es praktisch nur World Building gab, die letzten 300 an gut zwei Tagen gelesen. Ist extrem gut geschrieben, aber ich verzeih dem Buch einfach nicht, dass die Entstehung dieser Theokratie so unplausibel bleibt. Es gibt in der Geschichte einfach keinen vergleichbaren Systemumbruch, in dem ein funktionierendes System in so kurzer Zeit so radikal verändert wurde. Dadurch hämmerte in meinem Kopf immer der kleine Suspension of Disbelief Mann herum.

  9. #69
    Ich mache zwar nicht mit, aber habe einen Lesetipp:

    "Das Jesusvideo". Hat absolut nichts mit der Bibel am Hut, sondern beim heiteren Ausbuddeln in Israel findet man ein Skelett, das eindeutig pi mal Daumen seit 2000 Jahren tot ist. Das Problem: damals gab es noch keine Amalgamfüllung für Zähne und Bedinungsanleitungen für Videokameras waren auch eher Mangelware. Vor allem wenn die Kamera erst in 3 Jahren auf den Markt kommen soll. Ergo: wie kann ein Toter, der unzweifelhaft knappe 2000 Jahre tot ist eine Zahnfüllung haben, die es erst knappe 20 Jahre gibt und eine Anleitung für eine Videokamera? Und was wurde gefilmt? Jesus etwa? Und was wäre, wenn dem so ist und am Ende alles in der Bibel über ihn nur eine Lüge wäre? Oder ist alles wahr?

    Wirklich sehr spannend und lohnenswert. Hatte ich ratzfatz durch.

  10. #70
    Zitat Zitat
    Wirklich sehr spannend und lohnenswert. Hatte ich ratzfatz durch.
    Hat übrigens inzwischen eine Fortsetzung mit dem Titel "Der Jesus-Deal" .

  11. #71
    Wenn ihr nur die gelesenen Seiten angebt, übernehme ich übrigens keine Garantie dafür, das richtig zusammengezählt zu haben.



    Ich bin jetzt mal mutig und gehe von meinen vier auf zwölf Bücher hoch. ^__^

    An einem Abend bei meinen Eltern habe ich Hitchhiker's Guide to the Galaxy gelesen. War echt megagut, aber ich bin froh, dass ich den Film davor gesehen habe, sonst hätte mich der Plot mit Sicherheit endlos verwirrt. Momentan sitze ich am zweiten Buch, und ja, was das angeht, ist es ziemlich fordernd. Außerdem gibt es zwei Dinge, die mich an der Reihe endlos faszinieren: 1. Sie ist 30 Jahre alt, aber mir ist bisher noch kein Fitzelchen Science-Fiction ins Auge gesprungen, das irgendwie veraltet gewesen wäre. Der Mann hatte ein gutes Gefühl für die Zukunft. 2. Meistens sind die Bücher zum Schreien komisch, aber manchmal geht er für mehrere Seiten in einen fast schon ernsthaften Sci-Fi-Stil über, gerade mit der Zeit. Wirkt etwas inkonsistent im Tonfall, aber nicht schlecht.



    Ironie: Der letzte Band war noch nicht draußen, als diese Edition erschienen ist.

    Ich bin sehr gespannt, ob ich die Reihe komplett lese. Es geht wirklich schnell, und das zweite ist bisher interessant genug, aber irgendwie ... mal gucken!

  12. #72
    nutzt hier eigentlich noch jemand goodreads.com ?

  13. #73
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    nutzt hier eigentlich noch jemand goodreads.com ?
    Also ich hab da letztens mal ein paar Bücher nachgetragen, aber wirklich aktiv nutze ich es für diesen Zweck nicht wirklich

  14. #74
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Hat übrigens inzwischen eine Fortsetzung mit dem Titel "Der Jesus-Deal" .
    Danke, aber rate mal was ich derzeit für ein Buch lese

  15. #75
    Steht zwar nicht auf meiner Liste, aber damit ich wenigstens mal etwas beizutragen habe, schreibe ich was zur Lektüre, die ich mir heute/gestern auf den Zahn gelegt habe:

    Die Physiker von Dürrenmatt (Neufassung von 1980)

    Worum geht's

    Inspektor Voß ermittelt den Mord an einer Krankenschwester in einem Irrenhaus, doch viel zu ermitteln gibt es eigentlich nicht. Die junge Frau wurde von einem von drei Insassen der entsprechenden Abteilung getötet, der, wie die anderen beiden, ein Physiker ist und als Insasse der Anstalt eben kein Mörder, sondern lediglich ein Verrückter. Dies ist nicht der erste Todesfall dieser Art. Die Tat, die von einem Mann begangen wurde, der sich für Albert Einstein hält, erinnert an die vor einiger Zeit stattgefundene Tötung einer weiteren Krankenschwester, die wiederum von einem Physiker ermordet worden ist, der glaubt, er wäre Isaac Newton. Und dann ist da noch Möbius, der dritte im Bunde der Bewohner des Etablissements, welcher vorgibt, König Salomo würde zu ihm sprechen. Aus dieser Grundkonstellation unter der Leitung einer Ärztin, die ihr Leben der gutmütigen Versorgung ihrer Schützlinge hinzugeben scheint, entspinnt sich ein Rätselraten um die wahren Identitäten und Motive der Figuren der "Komödie in Zwei Akten".

    Wie war's?

    Die Lesezeit war aufgrund der überschaubaren Länge nicht nur kurz, sondern auch kurzweilig. Nachdem Dürrenmatt verhältnismäßig viele Worte an die Exposition verliert und auch (relativ) länger braucht, um die dramatische Handlung auf den zwischenzeitlichen Höhepunkt zulaufen zu lassen, entwickelt sich gerade im zweiten Akt eine dynamische Figurenkonstellation, deren Beziehungen und damit Hierarchie sich im Takt jeder Seite zu ändern scheint, das alles vor der interessanten Frage, inwiefern die Wissenschaft für ethische Probleme sorgt. Dürrenmatt macht sich und sein Werk dabei nicht immer von Tauglichkeitsansprüchen frei, was insbesondere den grotesken Humor hier und da - und gerade zu Beginn - etwas gewollt wirken lässt, schafft es aber, über das Absurde eine besondere Stimmung aufkommen zu lassen, die bei der Stange hält und leicht genug ist, um von der eigentlich im Mittelpunkt stehenden Frage nicht abzulenken. Hier und da kam es mir etwas gehetzt vor, wie der Erzähler durch die Versionen der vermeintlichen Wahrheit springt, aber es hat sich am Ende doch nicht falsch angefühlt und dass es überhaupt auffiel, war wohl eher meinen sonstigen Lesegewohnheiten geschuldet. Es war zudem tierisch interessant, zu sehen, wie sich Dürrenmatts "21 Punkte zu den Physikern", die ich bislang nur als von dem eigentlichen Werk losgekoppelte, dramentheoretische Überlegungen wahrgenommen habe, auf die Handlung anwenden lassen.

    Ich hatte also echt viel Spaß in kurzer Zeit und konnte angenehm überbrücken und mich davon ablenken, dass mein heute/gestern gelieferter, neuer PC nicht so wollte wie ich. Noch dazu habe ich ein paar interessante Gedanken mitgenommen, wenn man der Geschichte womöglich auch vorwerfen kann, dass sie zu klar Position bezieht und dem Rezipienten wenig ermöglicht, zu eigenen Schlüssen zu kommen.


  16. #76
    Die Physiker mochte ich auch gern, war eine meiner liebsten Schullektüren und wir hatten sogar ein Theaterstück dazu, bei dem ich mitgespielt hatte. Imo auch ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es durchaus auch sehr zugängliche und einfach zu lesende Werke im Bereich der Literatur-Klassker gibt.

    Ich bin noch nicht ganz durch, aber komme gut voran mit Geschichte Japans von Josef Kreiner (und anderen). Bisher halte ich das Buch für eine ausgezeichnete Zusammenfassung der gesamten Geschichte des Landes auf ca. 500 (zugegebenermaßen recht klein beschriebenen) Seiten. Ich hatte ein paar Unterkapitel übersprungen, die sich um die Einzelheiten der Landverteilungssysteme und lokalen Machtverhältnisse in der Feudalzeit drehten, weil mir das zu sehr ins Detail ging und ich mir nicht wirklich viel davon merken konnte, aber abgesehen davon sind die Beschreibungen immer tief genug, um die Zusammenhänge gut verständlich zu machen, aber nicht so ausschweifend dargelegt, dass es ermüdend wird.

    Gerade wie sich das Land im stärkeren Kontakt mit den Kolonialmächten verändert hat und die strukturellen und politischen Veränderungen des Landes nach der erzwungenen „Öffnung“ durch die Amerikaner, auf die eine Periode der ungleichen Verträge folgte und die darauf folgende Expansions- und Kriegszeit finde ich sehr spannend, nicht nur für sich, sondern auch in den gesamtgeschichtlichen Kontext eingeordnet. Auch sehr spannend sind die Beziehungen zu Korea und China von der japanischen Frühgeschichte an bis in die heutige Zeit. Aktuell bin ich in der Periode um 1870-1900 angekommen, wo sich in Japan nach der langen Herrschaft durch das Tokugawa-Shōgunat ein Parteiensystem herausbildet. Es folgen noch Kapitel zur Taisho-Demokratie, den Wirren des zweiten Weltkriegs, der Nachkriegszeit bis hin zu Gegenwart. Habe noch ca. 200 Seiten vor mir, aber ich denke mal, die werde ich auch bald durchgelesen haben.

  17. #77
    The Expanse 2: Caliban's War
    500 Seiten

    Bin etwas zu schreibfaul um viele Worte über dieses Buch zu verlieren, daher mache ich es kurz. Eigentlich bin ich kein Science-Fiction-Fan, aber The Expanse hat mich trotzdem überzeugen können. Das Setting ist glaubwürdig, die Handlung ist spannend und spannend erzählt und bei den Charakteren merkt man, dass die Autoren eine gute Menschenkenntnis besitzen. Ebenfalls ist der Schreibstil zu belobigen. Band 2 ist mindestens genauso gut wie Band 1, vielleicht sogar besser. Eigentlich wollte ich jährlich nur ein Buch dieser Reihe lesen, aber ich denke, ich mach zwei draus.

  18. #78
    Ich hoffe, ich darf noch teilnehmen 😅

    Ich möchte in diesem Jahr mindestens 20 Bücher durchgelesen haben. Da ich im Kindergarten arbeite, lese ich theoretisch 10 Bücher täglich durch, aber die zähle ich nicht dazu, sondern nur die, die ich in meiner Freizeit lese.

    Bis jetzt habe ich folgende Bücher bereits gelesen:
    1. Die Schattenschwester (Teil 3) von Lucinda Riley
    2. Es von Stephen King
    3. Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
    4. Kambodscha von Martyna Wojciechowska
    5. Mord in Orient Express von Agatha Christie

    Das sind Bücher, die ich angefangen habe und 2018 noch zum Ende lesen möchte:
    1. Origin von Dan Brown
    2. Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst von Paula Hawkins
    3. Rotkehlchen von Jo Nesbo (wird gerade gelesen)

    Als vorletztes sind Bücher dran, die im Laufe des Jahres veröffentlicht werden und ich sie noch 2018 lesen möchte:
    1. Queen of Air and Darkness von Cassandra Clare
    2. Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen. Das Drehbuch von J. K. Rowling

    Und als letztes Bücher, die ich mir gekauft habe und somit auch in diesem Jahr noch lesen möchte:
    1. Der Augenbrecher von Sebastian Fitzek
    2. Das Joshua Profil von Sebastian Fitzek
    3. Die Sturmschwester (Teil 2) von Lucinda Riley
    4. Das fünfte Zeichen von Jo Nesbo

  19. #79
    Alles geupdated!

    Zitat Zitat
    Ich hoffe, ich darf noch teilnehmen
    Na klar, stehst in der Liste.

  20. #80
    Hallo,

    ich lese gerade seit einiger zeit the name of the wind auf englisch. das buch hat mir eine freundin aus norwegen empfohlen. das tut nichts zur sache, aber ist im wesentlichen der grund, dass ich es durchgehalten habe. weil die ersten 200 seiten, da musste ich mich durchkämpfen. ein echter wälzer, aber irgendwie auch gut. ich habe noch etwa 80 seiten vor mir.

    Und ich lese noch am drama eines freundes. Danach lese ich vielleicht moby dick zu ende, das ich im januar angefangen habe aber aufgehört habe weil ich es langweilig fand...

    Euch schöne ostern.

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