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  1. #1
    Freut mich auch zu hören, dass der Titel wieder gut geworden ist. Gespielt habe ich nur Teil 1 und fand es schade, dass die Serie danach auf die Psp umgezogen ist. Insofern finde ich es natürlich toll, dass sie es doch wieder auf die große Konsole geschafft haben. Insofern werde ich mir den Titel auf jeden Fall zulegen.

  2. #2
    Zitat Zitat von Kynero Beitrag anzeigen
    Cool! Schön, dass sie die Brüste mal etwas eingepackt haben.
    Minerva (die Rothaarige oben auf dem Bild) hat noch recht große Brüste, aber so etwas wie bei Selveria oder in Azure Revolution ist einem diesmal glücklicherweise erspart geblieben. Es fing aber auch irgendwie an, lächerlich zu werden.
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  3. #3
    Revenant Saga (PS4)*


    *Spiel vom Typ „häßliches Entlein“
    Ne, im Ernst: Ich hätte es kurz nach dem Anspielen beinahe wieder in die Hülle zurückgepackt, habe mich aber glücklicherweise doch dazu entschieden, dem Teil eine Chance zu geben. Ich mag das Geschäftsmodell von Limited Run Games nicht, aber irgendwie bringen die einen dazu, obskures Zeug auszuprobieren.

    Handlung
    Revenant Saga beginnt mit Albert, einem Dorftypen, dessen Heimat von einer Seuche heimgesucht wird. Er stellt sich für ein Experiment zur Verfügung, wird aber übers Ohr gehauen und zur Hälfte zu einem „Revenant“, einer Art dämonischem Wesen. Auf Rache aus zieht er los, um den Verantwortlichen zu stellen.


    Ich habe ehrlich gesagt wenig von diesem Spiel erwartet und mich nach den ersten paar Minuten darauf eingestellt, eine eher zweckmäßige Handlung gemischt mit schlechtem Spiel zu bekommen.
    Selten wurde ich von einem Spiel so überrascht, denn mir hat die Handlung richtig gut gefallen. Die Geschichte schreitet zwar sehr zügig voran, wirkte auf mich aber trotzdem nicht gehetzt und wird vor allem von der vierköpfigen Gruppe getragen, die man steuert. Alle vier sind nun nicht gerade klischeefrei, was ja selten in Ost-RPGs so ist, haben aber mehr Persönlichkeit, als alle Charaktere aus Ni no Kuni II und Final Fantasy XV zusammen. Außerdem machen sie etwas ganz Revolutionäres: Sie reden miteinander! Und zwar nicht nur darüber, wo man hin muss (Lost Sphear), sondern über Belangloses, Gefühle, anderes zeug und zwischendurch streiten sie sich auch mal und finden sich doof. Außerdem reden sie nicht nur manchmal miteinander, sondern relativ viel und lange, es wir gescherzt und manchmal geht es ernst zur Sache.
    Mir ist dabei aufgefallen, wieviele RPGs etwas heutzutage gibt, in denen so etwas nur noch zweckmäßig abgehandelt wird, was ein Trend ist, der mir ziemlich gegen den Strich geht. In diesem Fall fühlte ich mich total gut unterhalten und habe die Gruppe richtig ins Herz geschlossen und zwar alle vier Charaktere.


    Gameplay usw.
    Anscheinend war das hier mal ein Handyspiel. Ich hätte zuerst auf RPG-Maker getippt, aber Handy trifft es auch gut, weil Kämpfe z.B. keinerlei Anspruch haben. Die Grundidee für das Kampfsystem ist total solide und bietet einem mit der Transformation eine ganz interessante Spielmechanik, die man nur leider nicht ansatzweise nutzen muss, um weiterzukommen (das würde die Kämpfe nur unnötig verlängern und gewinnen würde man auch so ohne Probleme). Der Schwierigkeitsgrad ist so gut wie nicht vorhanden. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, sich Items zu kaufen (im Tausch gegen Münzen, die man durchs Kämpfen erhält), die die erhaltenen EXP verdoppeln usw., was die Schwierigkeit noch weiter senkt, aber das Leveln durchaus spaßig macht. Außerdem fand ich die Idee ganz gut, dass Kämpfe gegen schwache Gegner automatisch gewonnen werden, man also in solch einem Fall nicht immer wieder den Kampfbildschirm sehen muss. Dazu kann man im Menü seine Waffen mit erhaltenen Materialien verbessern usw.


    Dennoch dachte ich mir die ganze Zeit: Wenn dieses Kampfsystem so wie in anderen RPGs funktionieren würde, könnte das hier richtig gut werden. So sind die Kämpfe eher Beiwerk, das man eingebaut hat, weil Rollenspiele so etwas nun mal haben – schade.

    Die Dungeons wiederum sehen häßlich und zweckmäßig aus, sind aber total in Ordnung und es gibt vereinzelte (endlich mal keine Latte an Zeug, mit dem man bombardiert wird) Nebenaufgaben, die ich aber uninteressant fand.

    Während die Dungeons häßlich sind, aber immerhin unterschiedlich aussehen (alle Labore mal außen vor), sind die Städte, die man besucht, ziemlich einfallslos und sehen fast immer gleich aus. „Zweckmäßigkeit“ ist ein Wort, das diese Dinger beschreibt, die ich schon in diversen RPG-Maker-Spielen besser gesehen habe. Ich frage mich nur: Ist den Entwicklern das Geld ausgegangen oder waren sie schlicht zu faul, um anständige Städte ins Spiel zu packen?

    Diese Frage habe ich mir auch bzgl. der schlechten Steuerung gestellt, die offensichtlich für ein Steuerkreuz entwickelt wurde.


    Graphik und Musik
    Revenant Saga ist kein gutaussehendes Spiel – es bietet einem alles, was man in einem Ost-RPG erwartet, sieht dabei aber schnell zusammengeworfen und schäbig aus, so, als wollten die Entwickler in Wirklichkeit nur eine Geschichte erzählen und hätten alles andere halbherzig drumherum geschustert, weil es eben dazugehört. Dungeons, die Weltkarte, die Städte … alles funktioniert, aber Leute mit Sinn für Ästhetik oder auch nur saubere Arbeit waren hier nicht am Werk.
    Lediglich die Charakterportraits (inkl. passender Gesichtsausdrücke) fand ich gelungen … und vielleicht noch das Menü.

    Dito, was die Musik angeht. 99% sind fürchterliches, auf die Ohren schlagendes Gedudel (ich habe den Ton nach kurzer Zeit relativ leise gedreht), 1% ist die überraschend stimmungsvolle Endgegnermusik, aber das ist auch das einzige Stück im ganzen Spiel,das hörbar ist.

    Fazit
    Nichts an Revenant Saga würde einen Preis für besondere Qualität gewinnen, denn vieles am Spiel wirkt billig und mal eben irgendwie zusammengeworfen, weil man ein Spiel brauchte. Als Liebhaber gut erzählter Geschichten hat es mich aber trotzdem mitgenommen und besser unterhalten als z.B. letztens Ni no Kuni II oder Lost Sphear. Während man in letzteren total seelenlose Charaktere mit sich herumschleppt und eine schlechte Handlung haben, erzählt Revenant Saga eine spannende Geschichte und überzeugt besonders durch eine sympathische Truppe mit Persönlichkeit. Wäre nicht alles andere nicht so … nicht gut gemacht, könnte das hier richtig gut sein. So fühlte ich mich trotzdem für 10 Stunden gut unterhalten. Hier muss man abwägen, ob einem eine gute Handlung wichtiger ist oder eher die spielerischen Aspekte.


    Insgesamt: 6,5/10
    Spielzeit: 10 Std.

  4. #4
    Ist das dein erstes Kemco-Spiel? Die haben ja einen größeren Output als so ziemlich jeder andere Anbieter. Das meiste sind sehr billige RPGs, die zuerst für Android und iOS sowohl kostenlos mit In-App-Käufen als auch für 5-10€ ohne In-App-Käufe verkauft werden. Manche sehen wirklich unfassbar billig aus, andere wiederum machen optisch einen ganz akzeptabel-generischen Eindruck. Mittlerweile gibt es mehrere Dutzend von diesen RPGs und fast alle sehen enorm generisch aus und scheinen es auch zu sein, was aber nicht heißt, dass es alles auch schlechte Spiele sind, wie du bei Revenant Saga ja selbst gemerkt hast. Das Gameplay ist meist sehr anspruchslos – genau das, was Leute vermutlich von einem Handyspiel erwarten: dass man es gut casual spielen kann.

    Viele sind zwar bisher Mobile-exklusiv, aber eine steigende Zahl an Titeln gibt es mittlerweile auch für Steam, PS4, 3DS und andere Systeme. Vielleicht lohnt sich für dich ein Blick auf Asdivine Hearts, das hatte ich mal angespielt und es wirkte zwar auch generisch, aber hatte durchaus auch Charme, was die Dialoge betrifft.


  5. #5
    Asdivine Hearts spiele ich gerade und würde sagen im Vergleich zu Revenant Saga ist es ein besseres Spiel.

    Die Grafiken sind einheitlicher und das KS ist diesmal auch in 2D gehalten. Die Dialoge fand ich auch besser als in Rev. Saga.

  6. #6
    Ja, es ist mein erstes Spiel von denen. Kemco war mir ansonsten völlig unbekannt. Asdivine Hearts werde ich mir wahrscheinlich mal ansehen, denn immerhin kann man es auch als Version mit Hülle usw. bekommen. Herunterladbares reizt mich ehrlich gesagt nicht so, aber wenn es das sogar umsonst gibt, ist es vielleicht doch einen Blick wert - mal sehen.

    Yay, ich habe Zero no Kiseki durch. Insgesamt fand ich es gut, allerdings zog es sich stellenweise ganz schön, so dass ich mit Unterbrechungen gut vier Monate dafür gebraucht habe.
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  7. #7
    Ao no Kiseki ist eh viel besser! Auf YouTube gibt es sogar einen kleinen Werbeclip zum Spiel, der das Spiel perfekt in Szene setzt. Nach dem Trailer kriegt man nämlich richtig Bock auf das Spiel.

  8. #8
    Zitat Zitat von Kynero Beitrag anzeigen
    Ao no Kiseki ist eh viel besser! Auf YouTube gibt es sogar einen kleinen Werbeclip zum Spiel, der das Spiel perfekt in Szene setzt. Nach dem Trailer kriegt man nämlich richtig Bock auf das Spiel.
    Ich habe es letztens mal angespielt ... immerhin bekommt man direkt gute Leute ins Spiel (auch wenn zwei wohl nicht bleiben werden, aber das ist nicht schlimm) und es geht da weiter, wo Zero endete, Hoffentlich gibt es jetzt nicht mehr zuviel Alltagsgeplänkel.
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  9. #9
    Zero no Kiseki(Vita)

    Eins dieser Spiele, die ich ein paarmal angefangen und dann wieder liegen gelassen habe. Irgendwie machen Spiele aus der Reihe immer sehr viel Lust auf weitere Teile, aber irgendwann hat man auch erstmal genug, wenn man kurz vorher einen anderen durchgespielt hat.

    Handlung
    Zero no Kiseki spielt komplett in Crosbell und man folgt hier Lloyd, einem jungen Polizisten, der zum Anführer einer Spezialeinheit der Crossbell-Polizei (SSS) wird. Die größte Zeit der Handlung über ist man damit beschäftigt, gegen Gangs in der Stadt anzugehen, diverse Aufgaben für die Bürger zu erledigen und sich gegen die Bracer zu behaupten, da die Polizei in Crossbell einen eher schlechten Ruf hat.
    Hier lag für mich das Hauptmanko dieses Spiels: Man macht viel, es gibt auch einige, sympathische Dialoge, aber bis ins erste Kapitel hat das Spiel keinen roten Faden und man rutscht von einer kurzen Episode in die andere. Irgendwann konnte ich diese komischen Gangs dann auch nicht mehr sehen. Gegen Ende wird es allerdings noch spannender und vor allem Leute, die Trails in the Sky 3rd gespielt haben, gibt es ein paar Querverweise. Ich fand es auch ganz nett, Charaktere wie Estelle und Joshua wiederzusehen, auch wenn die für die Handlung keine große Rolle spielen.


    Lieder zieht sich die Handlung bis zum spannenden Finale ziemlich, weshalb ich gut vier Monate gebraucht habe, um das hier durchzuspielen. Es fehlte mir einfach ein wirklicher Konflikt, um mich bei der Stange zu halten.

    Die Charaktere sind allerdings wieder ganz nett, wenn auch … na, vielleicht zu nett oder auf eine Eigenschaft charakterisiert: Lloyd will jedem helfen, Ellie ist ein Töchterchen aus gutem Hause, Tio so ein leicht autistischer Eigenbrötler und Randy würde am liebsten alles anspringen, was weiblich ist. Na, ja. Als Gruppe funktionieren die ganz gut, aber die Truppe aus den Sora-Spielen fand ich irgendwie vielschichtiger und interessanter. Noel mochte ich noch ganz gern, aber die gehört leider erst im Nachfolger zu den Charakteren, die sich einem dauerhaft anschließen.


    Gameplay usw.
    Das Kampfsystem ist wieder total solide und macht Spaß; zu Trails in the Sky hat sich nicht so viel getan, was aber nicht schlimm ist. Unterlegen ist es dem KS aus den Sen-Spielen, was aber kein Wunder ist, da diese jünger sind. Was Kampfsysteme angeht, spielt sich das hier jedenfalls super ist wäre ein gutes Vorbild für andere Genrevertreter.

    Ansonsten ist das Spielprinzip – wie ja schon in Trails in the Sky – teilweise etwas eintönig bzw. repetitiv. Vielleicht empfand ich das aber auch so, weil ich viele Nebenmissionen, die man an seinem Terminal kriegt erledigt habe, denn die fand ich teilweise doof. Photographiere 10 Sehenswürdigkeiten, koche soundsoviele Gerichte mit besonderer Eigenschaft … gut, sie sind nicht alle so schlecht, aber für den Nachfolger habe ich mir vorgenommen, die Finger davon zu lassen.


    Süß fand ich die Aufmachung der Extras, die man nach dem Beenden des Spiels freischaltet: Kia (Mädel, das sich der Gruppe irgendwann anschließt) sagt zu jedem Charakter z.B. "Das ist Lloyd", "Das ist Ellie" usw., bei einem der Antagonisten sagt sie dagegen "Das ist ein dicker Mann".

    Graphik und Musik
    Musikalisch fand ich das Spiel in Ordnung, allerdings hat mich kein Stück so angesprochen, wie in manchen anderen Teilen. Die Vita-Version hat eine extra Sprachausgabe spendiert bekommen und sich bewegende Charakterportraits, was ich ganz nett fand, aber irgendwie auch nicht als Muss empfinde. Graphisch bekommt man hier alles vom Alten – wer Trails in the Sky gespielt hat, was ja schon, was auf einen zukommt.

    Fazit
    Zero no Kiseki macht Spaß, kommt aber nicht gegen Sen und Sora an, denn dafür ist die Handlung zu seicht und der rote Faden erst gegen Ende auffindbar. Dialoge usw. sind wie üblich gut (auch wenn es gelegentlichen Schwachsinn gibt), aber Alltagsgedöns allein kann ein RPG dann wiederum doch nicht tragen. Hoffentlich wird Ao no Kiseki spannender.

    Insgesamt: 7,5/10
    Spielzeit: ca. 34 Stunden

  10. #10
    The Longest 5 Minutes (Switch)


    Handlung
    The Longest 5 Minutes geht für seine Geschichte einen eher ungewöhnlichen Weg: Man folgt seiner Heldengruppe nicht vom Anfang bis zum Endgegner, sondern das Spiel beginnt direkt vor Letzterem. Dumm gelaufen: Der Protagonist hat keine Ahnung, wie er überhaupt dorthin gekommen ist. Mittels Rückblenden erkundet man nun seine Erinnerungen.


    An sich fand ich die Idee zu diesem Spiel interessant und die Geschichte ist auch wirklich kurzweilig nett. Die Charaktere sind zwar wandelnde Klischees, aber nicht komplett ohne Charakterisierung und eine gewisse Spannungskurve kommt auf. Letztendlich ist das Spiel aber vor allem eins: Sehr seicht, man braucht also keine besondere Dramatik erwarten und die Geschichte ist auch schnell erzählt.
    Was das Spiel wirklich gut macht, ist der originelle Ansatz, aber als „richtiges“ und längeres RPG hätte man dennoch viel mehr aus diesem Konzept machen können. Kurzweilig-unterhaltsam war es aber dennoch für mich.

    Gameplay usw.
    Auch ist alles sehr simpel. Das Spiel wechselt zwischen RPG-Abschnitten und erzählten Teilen, wobei letztere gegen Ende deutlich mehr Raum einnehmen. Hier merkt man schnell, dass es den Entwicklern anscheinend eher darum ging, eine nette Idee auszuprobieren, als ein wirkliches Rollenspiel zu entwickeln.
    In jedem Erinnerungsfragment hat man direkt neue, für den jeweiligen Endgegner geeignete Ausrüstung, zuvor Gesammeltes wird nicht übernommen, was das Kaufen von Ausrüstung usw. mehr oder weniger überflüssig macht. Auch Leveln muss man nicht, da das Spiel generell sehr leicht ist und man alle Gegner mit Standardangriffen innerhalb von 1-2 Runden erledigt. Am Ende eines Fragments bekommt man dann jeweils EXP dafür und steigt Level auf, die zum Grundlevel der Gruppe hinzugezählt werden. Es gibt auch vereinzelte, kurze Nebenmissionen, die zusätzliche Erfahrung bringen.

    Die Dungeons fand ich in diesen Abschnitten ganz in Ordnung bzw. gibt es generell ein paar Dinge, die mir positiv aufgefallen sind, wozu die schnelle Geschwindigkeit der Kämpfe und beim Laufen gehören.


    Gegen Ende folgt man vor allem nur noch den Szenen und erfährt, wie es zur Ausgangssituation des Spiels gekommen ist – abgesehen vom letzten Kampf nehmen die RPG-Elemente hier kaum noch eine Rolle ein, sondern man spielt eher eine interaktive Geschichte.

    Graphik und Musik
    Graphisch gewinnt das Spiel keinen Blumentopf und wirklich überwiegend wie mal eben ohne viel Liebe fürs Detail zusammengeworfen. Ich mag es sowieso nicht, wenn Entwickler zwanghaft versuchen, ihr Spiel alt aussehen zu lassen, zumal dies keinen Mehrwert hat. Aber ok: Alt sieht es aus, sehr alt…


    Was die Musik angeht, so gibt es ein paar nette Stücke, die man gut anhören kann, anderes ist nerviges Gedudel. Irgendwie ist das hier typische NIS-Kost, bei denen OSTs manchmal total toll werden, manchmal ziemlich danebengehen … hier befinden man sich etwa in der unteren Mitte.

    Fazit
    The Longest 5 Minutes ist von der Idee her interessant, aber im Vergleich zu „vollwertigen“ Rollenspielen sehr seicht und eher eine interaktive Geschichte als ein RPG. Es ist eher eine Abwechslung für zwischendurch und wenn man mal etwas ganz Kurzes will.

    Insgesamt: 5,5/10
    Spielzeit: ca. 5 Stunden

  11. #11
    Chrono Trigger (PSX)


    Handlung
    Ein Spiel über Zeitreisen … warum nicht! Nur worum geht es hier eigentlich genau? Tja, um einen Typen namens Crono (Redeanteil = 0), dessen Freundin Lucca eine Zeitreisemaschine baut. Irgendwie findet man heraus, dass man die Welt vor einem bösen Buhmann retten muss und reist deswegen mittels des Geräts durch die Gegend.
    Wirklich: Als ich zuletzt dabei war, einen Typen namens Magus zu verhauen, fragte ich mich: „Wieso machst du das hier gerade nochmal?“ Eine Handlung gibt es definitiv, aber ich hatte den Eindruck, dass es dabei eher um die Reise an sich geht als um irgendwelche Ziele (auch wenn diese immer wieder eine Rolle spielen). Ab ca. der Hälfte kommt noch etwas mehr und die Geschichte wird deutlich interessanter, sogar der rote Faden lässt sich dann blicken. Wieso nicht gleich so?


    Die Handlung wird sowieso relativ minimalistisch erzählt. Die Dialoge sind recht knapp, wenn auch total in Ordnung, reichen aber ansonsten nicht aus, um die Charaktere soweit zu charakterisieren, dass sie interessant sind. Alle spielbaren Charaktere bleiben deswegen sehr blass, auch wenn bei manchen versucht wurde, ihnen eine Hintergrundgeschichte zu verpassen. Gut fand ich die Art, wie NPCs Hinweise gaben und wie man in mancher Zeit kleine Hinweise auf etwas in einer anderen entdecken konnte.

    Crono ist leider wieder so ein Fall: Er ist ein stummer Protagonist und macht nichts, aber trotzdem reden alle NPC nur (!) mit ihm und sprechen ihn persönlich an, wenn sie mit der ganzen Gruppe reden … und natürlich findet jeder dieses Abziehbild von Charakter toll. Hach.
    "Crono" ist ja sowieso das Wort, das man im Spiel am häufigsten liest, weil alle mit und über diesen Typen reden. Ob es für Fans des Spiels ok ist, wenn ich sage, dass ich genug von diesem Penner habe?

    Insgesamt genommen fand ich die Handlung aber in Ordnung – sie ist nichts im Vergleich mit z.B. FFVI, hat aber ein paar nette Ansätze und zwischendurch auch amüsante Dialoge und Interaktionen. Leider fehlt nur viel erzählerische Tiefe, man muss sich vieles selbst zusammenreimen und weiß manchmal auch nicht unbedingt, wohin man muss, weil das Spiel sparsam mit Informationen umgeht.

    Gameplay usw.
    Ich habe die PSX-Version aus der CT/FFIV-Doppelpackung gespielt, die sich laut Netz relativ mit dem SNES-original identisch sein soll … wobei ich, als ich nach Bildern gesucht habe, den Eindruck bekommen habe, dass es einige, merkwürdige Versionen des Spiels gibt, v.a., was das Kampfsystem angeht.


    Das Kampfsystem empfand ich übrigens als total solide und angenehm zu bedienen. Wenn man es schneller einstellt, funktioniert es schön fix, ist nichts überladen mit komischen Optionen, aber auch nicht langweilig. Dazu kommen Dinge wie der Fakt, dass alle Charaktere mitleveln, die Möglichkeit, Charaktere jederzeit auszutauschen usw. Kaum zu glauben, dass Kämpfe hier besser sind als in manch anderen, moderneren Spielen.
    Irgendwie hat mir hiervon viel gefallen: Die Kombi-Angriffe, das Gefühl, langsam, aber sicher stärker zu werden und die simple, aber doch sinnvolle Art, neue Fähigkeiten zu erlernen, gehörten auch noch dazu.

    Schade fand ich es ein bisschen, dass ich kein Gefühl für die Welt des Spiels bekommen habe ... sie ist da und das ist es auch schon. Möglicherweise trugen die merkwürdig aufgebauten Städte mit Häusern, die man von der Weltkarte aus betreten musste, auch ihren Teil dazu bei, neben dem Fakt, dass es in allen Welten nicht sehr viel zu sehen gibt. Dabei bietet das Spiel eigentlich eine große Vielfalt an unterschiedlichen Orten, seien es nun Welten oder Dungeons.

    Die Dungeons sind eher eine gemischte Überraschung – manche sind originell und interessant zu erkunden, andere bestehen nur aus sich aneinanderreihenden Kämpfen. Dungeons wie Magus‘ Schloss zeigen aber, dass die Entwickler ein paar gute Ideen hatten, auch wenn sie es nicht überall ins Spiel geschafft haben. Mein Gesamteindruck hiervon ist aber positiv, wenn man davon absieht, dass es mich nervte, alte Dungeons mehrmals wieder betreten zu müssen, um in eine andere Zeit reisen zu können. Glücklicherweise hört das im späteren Spielverlauf auf.

    Ein Kritikpunkt, der laut meiner Recherche vor allem auf die PSX-Version zutreffen soll, ist, dass die Ladezeiten sehr lang sind. Und es gibt sie immer: Wenn man einen Kampf startet (es wirkt fast so, als würde das Spiel kurz hängen), wenn man das Menü öffnet, wenn man ein anderes Gebiet betritt…
    Eine Stunde Chrono Trigger fühlte sich so eher an wie vier Stunden.

    Und dann kamen gegen Ende noch ein paar Dinge dazu, die dazu geführt haben, dass einerseits meine Wertung nach unten gesackt ist und ich andererseits auch froh war, mit dem Spiel durch zu sein. Der Schwierigkeitsgrad ist an sich ziemlich angenehm für ein Spiel dieses Alters - da ist man ja durchaus anderes gewohnt. Die erste Form des letzten Endgegers fand ich allerdings total langweilig, da sie extrem in die Länge gezogen wurde und nicht einmal ansatzweise gefährlich war. Der richtige Ärger kam aber, als die darauf folgende, zweite Form mich dann trotzdem direkt am Anfang mit einem einzigen Angriff plattmachen konnte. Ehm, geht's noch? O_o Die Balance für diesen Kampf hat anscheinend der Praktikant in seiner Freizeit gemacht, nachdem alle anderen Entwickler schon nach hause gegangen waren.

    Außerdem fand ich "Death Peak" als letztes Dungeon nicht gerade toll. Da hatten sich die Entwickler anscheinend das Ziel gesetzt, den Spieler noch einmal richtig zu nerven.
    Apropos nerven: ich habe zwischendurch in eine Gamefu...faqs-Lösung geguckt, die ja mal richtig schlecht war (das hat mich wieder daran erinnert, dass ich diese Seite nicht leiden kann). Da wurde mir mal schön empfohlen, gegen den Typen, den man als letzten Charakter bekommen konnte, zu kämpfen, was dafür sorgt, dass man ihn nicht mehr bekommen kann. Das wurde nur mit keinem Wort erwähnt. Der Verfasser dieses Mists muss ein Troll gewesen sein...Arschloch.


    Graphik und Musik
    Ich war überrascht, dass Chrono Trigger eins der Spiele ist, deren Zeug man gerne mal im RPG-Maker als Baukasten bekommt. Die Umgebungen sind schön bunt und sehen trotz ihres Alters gut aus, nur die Charaktere von diesem Dragonball-Zeichner (keine Ahnung, wie der heißt) finde ich extrem hässlich und unattraktiv. Auf mich wirkt das Zeug von dem immer so, als wollte man da irgendeinen Fetisch ausleben.
    Für die PSX-Version sind ein paar Anime-Sequenzen dazugekommen, die aber nichts neues ins Spiel bringen, denn sie zeigen jeweils nur Szenen, die man anschließend sowieso (in gewohnter Graphik) zu sehen bekommt.


    Musikalisch fällt die geringe Bandbreite, was den Ton angeht, auf, was für Spiele aus der Zeit aber ganz normal ist. Ich finde, so etwas geht nach der Zeit etwas auf die Ohren, auch wenn ich nicht sagen würde, dass der OST schlecht ist. Ich fand ihn überwiegend trotzdem passend, auch wenn ich mir die Musik außerhalb des Spiels nicht anhören wollte.

    Fazit
    Ein nettes altes Spiel, dem ein wenig Nostalgie aber mit Sicherheit guttun würde. Ich kannte es vorher noch nicht und fand es definitiv nicht schlecht, oftmals noch gut und flott spielbar für sein Alter. Allerdings finde ich auch, dass Chrono Trigger durch Dinge wie seine minimalistisch erzählte Handlung, eine schwache Charakterisierung und die langen Ladezeiten der PSX-Version ausgebremst wird. Wahrscheinlich wäre das hier ein Kandidat für eine aufgemotzte Version wie Secret of Mana sie bekommen hat (die schlecht ist, aber ich fand ja auch die Urversion schlecht). Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas ziemlich spaßig wäre.

    Insgesamt: 6/10
    Spielzeit: 12,5 Stunden

  12. #12
    War auch mein Eindruck, nur dass es mich etwas mehr gelangweilt hat. Die besseren Ladezeiten auf dem DS (zumindest sofern ich mich erinnere) haben an diesem Eindruck auch nicht viel geändert.

    Viele Leute meinen ja auch, dass das Spiel gut gealtert sei, was ich aber nur mit einem Schuss Nostalgie nachvollziehen kann. Es ist nicht so krass wie Wild Arms, weil es wenige offensichtlich Schnitzer hat, aber das Gesamtbild ist halt ... unbeeindruckend. Funktional. Ein bisschen langweilig.


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  13. #13
    Ich hatte es auch damals auf dem DS nachgeholt und würde diesen absoluten Lobeshymnen, die es auf einen gottgleichen Status stellen, nicht zustimmen. Ich finde jedoch trotzdem dass es ein ziemlich gutes Rollenspiel und definitiv eines der erinnerungswürdigsten aus dieser Zeit ist.
    Was mir am wenigsten gefallen hat war hier definitiv das Kampfsystem, man hat zwar die Möglichkeit mehrere Gegner aufeinmal mit einem Angriff zu erwischen, aber davon ab hat man so gut wie keine Kontrolle über die Positionierung seiner Charaktere, es ist mehr so dass man anders als in vergleichbaren Spielen dieser Art erkennen kann welcher Charakter wohl als nächstes angegriffen wird.

    Die Story selbst fand ich allerdings sehr spannend und unterhaltsam, solche Zeitreisegeschichten sagen mir ohnehin zu, dass die Dialoge erzählerisch nicht so umfangreich sind macht nicht so viel, wo sich doch vieles in dem Spiel Subtext abspielt. Mir kam sie am Ende dennoch dicht, nicht zu letzt wegen den Nebenquests die alle noch mal persönliche Charaktergeschichten erzählen und diese damit näher beleuchten.

    Die Geschichte von Schala und Janos fand ich richtig schön, die DS Fassung schlägt noch mal einen Handlungsbogen der ziemlich tragisch endet und in Chrono Cross mündet.

    Tatasächlich gibt es aber einen Hack namens "Crimson Echoes" der die Ereignisse nach Chrono Trigger erzählt und den ich mitlerweile besser finde als das Hauptspiel. Also Luft nach oben war definitiv bei dem Spiel.


    Zitat Zitat von Winyett Grayanus
    Crono ist leider wieder so ein Fall: Er ist ein stummer Protagonist und macht nichts, aber trotzdem reden alle NPC nur (!) mit ihm und sprechen ihn persönlich an, wenn sie mit der ganzen Gruppe reden … und natürlich findet jeder dieses Abziehbild von Charakter toll. Hach.
    "Crono" ist ja sowieso das Wort, das man im Spiel am häufigsten liest, weil alle mit und über diesen Typen reden. Ob es für Fans des Spiels ok ist, wenn ich sage, dass ich genug von diesem Penner habe?
    Doch natürlich macht er auch Dinge, z.B klaut er schamlos Lebensmittel auf einem Jahrmarkt, ein ganz schön übler Schuft!
    Der ist natürlich mehr zum identifizieren da, als kleiner Junge soll man sich halt in die Rolle des strahlenden Helden einfühlen, mit ein bisschen Fantasie kann man ihn drumrum ja noch ein bisschen Persönlichkeit geben, sich vorstellen wie er auf Dialoge antwortet, damit er nicht ganz so stumpf erscheint.

  14. #14
    Zitat Zitat
    Außerdem fand ich "Death Peak" als letztes Dungeon nicht gerade toll.
    Der letzte Dungeon ist ja auch das Black Omen...
    Geändert von Liferipper (01.06.2018 um 22:36 Uhr)

  15. #15
    Respekt dass du die Playstation Version durchgespielt hast, ich hatte bereits nach einer Stunde keinen Nerv mehr für die Ladezeiten und bin auf die Super Nintendo Version umgeschwenkt.^^

    Generell teile ich die meisten deiner Ansichten zu der Handlung und den Charakteren. Klar dass diese immer nur mit Crono reden, aufgrund der dynamischen Partyzusammenstellung, bei der in den Zwischensequenzen nur diejenigen zu Wort kommen die sich im aktiven Team befinden, ist er nun mal die einzige Konstante. Und dann gibt jeder von ihnen auch nur einen Standardsatz von sich, manchmal individuell für den Charakter, manchmal auch nur universell auf den Charakterslot beschränkt. Charaktertiefe kann so natürlich nicht entstehen und ist auch einer meiner größten Kritikpunkte an dem Spiel.

    Zitat Zitat von Winyett Grayanus
    Nur worum geht es hier eigentlich genau? Tja, um einen Typen namens Crono (Redeanteil = 0), dessen Freundin Lucca eine Zeitreisemaschine baut. Irgendwie findet man heraus, dass man die Welt vor einem bösen Buhmann retten muss und reist deswegen mittels des Geräts durch die Gegend.
    Eigentlich baute sie, zusammen mit ihrem Vater, lediglich einen Teleporter. Dass sich ein Zeitportal auftut ist reiner Zufall und hat nichts mit ihrer Maschine zu tun, sondern wurde von der Essenz des Planeten geöffnet. Sie baut allerdings eine Fernbedienung mit der sich die Portale manuell öffnen lassen.

    Zitat Zitat von Klunky
    Tatasächlich gibt es aber einen Hack namens "Crimson Echoes" der die Ereignisse nach Chrono Trigger erzählt und den ich mitlerweile besser finde als das Hauptspiel. Also Luft nach oben war definitiv bei dem Spiel.
    Gerade die Geschichte von Crimson Echoes/Flames of Eternity finde ich deutlich stärker als die des originalen Spiels, da sie sich noch viel mehr auf den Zeitreise-Mindfuck stützt, wohingegen das Original hier viel Potential brachliegen lässt.
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  16. #16
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    War auch mein Eindruck, nur dass es mich etwas mehr gelangweilt hat. Die besseren Ladezeiten auf dem DS (zumindest sofern ich mich erinnere) haben an diesem Eindruck auch nicht viel geändert.

    Viele Leute meinen ja auch, dass das Spiel gut gealtert sei, was ich aber nur mit einem Schuss Nostalgie nachvollziehen kann. Es ist nicht so krass wie Wild Arms, weil es wenige offensichtlich Schnitzer hat, aber das Gesamtbild ist halt ... unbeeindruckend. Funktional. Ein bisschen langweilig.
    Ja, wirklich beeindruckend ist es nicht, aber das mit dem "gut gealtert" kann ich in Teilen nachvollziehen. An der Handlungsfront müsste sich eben einiges tun.

    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Die Story selbst fand ich allerdings sehr spannend und unterhaltsam, solche Zeitreisegeschichten sagen mir ohnehin zu, dass die Dialoge erzählerisch nicht so umfangreich sind macht nicht so viel, wo sich doch vieles in dem Spiel Subtext abspielt. Mir kam sie am Ende dennoch dicht, nicht zu letzt wegen den Nebenquests die alle noch mal persönliche Charaktergeschichten erzählen und diese damit näher beleuchten.

    Die Geschichte von Schala und Janos fand ich richtig schön, die DS Fassung schlägt noch mal einen Handlungsbogen der ziemlich tragisch endet und in Chrono Cross mündet.

    Tatasächlich gibt es aber einen Hack namens "Crimson Echoes" der die Ereignisse nach Chrono Trigger erzählt und den ich mitlerweile besser finde als das Hauptspiel. Also Luft nach oben war definitiv bei dem Spiel.
    Ich fürchte mein Problem war, dass ich keinen Draht zu den Charakteren entwickeln konnte, mir ihr Schicksal also mehr oder weniger egal war.
    Vielleicht sehe ich mir Crimson Echoes mal an.


    Zitat Zitat
    Doch natürlich macht er auch Dinge, z.B klaut er schamlos Lebensmittel auf einem Jahrmarkt, ein ganz schön übler Schuft!
    Der ist natürlich mehr zum identifizieren da, als kleiner Junge soll man sich halt in die Rolle des strahlenden Helden einfühlen, mit ein bisschen Fantasie kann man ihn drumrum ja noch ein bisschen Persönlichkeit geben, sich vorstellen wie er auf Dialoge antwortet, damit er nicht ganz so stumpf erscheint.
    Ich glaube, da würde ich lieber noch einen Charakter mit Persönlichkeit nehmen, den ich aber ansonsten überhaupt nicht ausstehen kann. So einen wie Edge aus Star Ocean 4... *brr*

    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Der letzte Dungeon ist ja auch das Black Omen...
    Das habe ich nicht gezählt, weil es optional ist (war aber drin).

    Zitat Zitat von Nayuta Beitrag anzeigen
    Generell teile ich die meisten deiner Ansichten zu der Handlung und den Charakteren. Klar dass diese immer nur mit Crono reden, aufgrund der dynamischen Partyzusammenstellung, bei der in den Zwischensequenzen nur diejenigen zu Wort kommen die sich im aktiven Team befinden, ist er nun mal die einzige Konstante. Und dann gibt jeder von ihnen auch nur einen Standardsatz von sich, manchmal individuell für den Charakter, manchmal auch nur universell auf den Charakterslot beschränkt. Charaktertiefe kann so natürlich nicht entstehen und ist auch einer meiner größten Kritikpunkte an dem Spiel.
    Guter Punkt, wahrscheinlich wird es daran liegen. Ich könnte mir aber dennoch vorstellen, dass man die Dialoge anders hätte schreiben können ... zumal dieses alleinige Ansprechen des Hauptcharakters leider auch in neueren Spielen manchmal vorkommt. in Zero no Kiseki haben auch alle vor allem mit Lloyd gesprochen (oder der hat die komplette Gruppe mit "Hallo, ich bin Lloyd!" vorgestellt.
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  17. #17
    Zitat Zitat von Winyett Grayanus Beitrag anzeigen
    Ich bin mittlerweile mit allen drei Spielen durch und sie haben mir Spaß gemacht, ich denke aber, dass ich den ersten Teil am liebsten mochte. Leider waren die beiden Nachfolger eine ganze Ecke kürzer.

    Wieso würdest du dich denn da noch einmal umentscheiden wollen? Gab es irgendein wichtiges Ereignis, das ich evtl. nicht gesehen habe?
    Naja, du hast ja beim zweiten Teil schon so unglaublich viele Veränderungen. Nicht unbedingt im Weg, aber in den Charakter-interaktionen. Was für mich immens wichtig war. Da war es für mich klar, dass die Geschichten danach kürzer werden, da sie für die vielen kleinen und großen Party Veränderungen einfach Story mit gebracht haben. Da gibt es halt viel an Leuten, die einfach Mal nicht mehr auftauchen oder einfach so getötet werden oder sich opfern. Oder der Steinsinger, den man mitnehmen kann in der Gruppe.

    Es sind einfach viele kleine Auswirkungen, die das gesamte immens liebevoll machen. Ich sehe eigentlich alle drei Spiele als Vollpreisspiel. Und dann hab ich grobe 25+ Spielstunden. Für einen Durchgang. Das ist voll in ordnung

  18. #18
    Der Preis für die drei Spiele ist schon total in Ordnung. Ich finde es generell gut, wenn Spiele, die mal vor allem als Download veröffentlicht werden, auf Scheibe veröffentlicht werden und zusammen mit meinem generellen Interesse war das hier ein ziemliches Pflichtprogramm für mich.

    Ich werde die drei Spiele mit Sicherheit irgendwann auch nochmal spielen.
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  19. #19
    The Banner Saga 3 (PS4)


    Handlung
    The Banner Saga 3 ist der letzte Teil der Reihe und macht, wie der Vorgänger, genau dort weiter, wo dieser aufgehört hat. Ich selbst habe das nicht zu sehr gemerkt, da ich die Spiele hintereinander gespielt habe.


    Wir sehen so etwas wie das letzte Gefecht derjenigen, die die Entwicklungen der Vorgänger bisher überlebt haben, gegen die Dunkelheit, die das Land zu verschlucken droht. Der Fokus dieses Spiels liegt dabei nicht, wie in den Vorgängern, vor allem auf der Reise der Charaktere, sondern eine Gruppe befindet sich dauerhaft in Aberrang, während die andere Gruppe versucht, das Problem, das die Welt des Spiels seit einer Weile plagt, noch irgendwie zu lösen.

    Ich musste ja glücklicherweise nicht darauf warten, dass dieses Spiel erscheint, was mir ganz recht war, da The Banner Saga 2 an einer Stelle aufhört, an der einige Fragen zum Verbleib der Charaktere verbleiben.
    Die Handlung wird hier solide fortgesetzt und ist spannend und die Charaktere hat man mittlerweile besser kennengelernt, ich hatte aber den Eindruck, dass dieser Teil deutlich weniger episch war, als möglich gewesen wäre. Man merkt auch an ein paar Stellen, dass die Entscheidungsfreiheit wohl geringer ist, was aber wohl daran liegt, dass die Entwickler irgendwie dieses bestimmte Ende erreichen wollten (oder eins davon, wobei sie nicht so~ unterschiedlich oder überraschend sind, wenn man schon eins gesehen hat).

    Insgesamt war das Spiel aber eine große Ecke zu kurz, bei der sowieso kurzen Spielzeit sollten nicht auch noch mehrere Stunden wegfallen.

    Gameplay usw.
    Erneut: Es gibt auch in diesem Spiel nur sehr wenige Änderungen, man könnte eigentlich auch einen der Vorgänger spielen und würde es nicht zwingend merken. Die paar Änderungen, die es gibt, ergeben aber Sinn: Erneut wurde die Schriftart vergrößert und das Kampfmenü, das vorher manchmal etwas hakelig daherkam, lässt sich nun deutlich präziser bedienen.


    Ansonsten ist alles beim Alten: Die Kämpfe sind nicht üppig, machen aber Spaß und die ein oder andere Herausforderung ist auch dabei.
    Außerdem muss man zum ersten Mal nicht auf Vorräte usw. achten: Die Moral der beiden Gruppen ist durchweg schlecht, was wohl die … na ja, nicht ganz so tolle Lage verdeutlichen soll.
    Die beiden Vorgänger fand ich übrigens jeweils abwechslungsreicher als diesen Teil. Teil 1 und 2 waren eine große, gefährliche, aber auch abwechslungsreiche Reise – Teil 3 wirkt da eine Ecke limitierter, auch wenn er mir Spaß gemacht hat.

    Graphik und Musik
    Alles wie gehabt – das Spiel sieht gut aus, hört sich auch gut an und – wenn auch schon erwähnt – die größere Schrift macht auf der PS4 einen guten Eindruck. Hier hat offensichtlich jemand mitgedacht.


    Fazit
    The Banner Saga 3 ist ein schöner Abschluss der Reihe, für mich aber das (wenn auch leicht) schwächste Spiel aus dieser, vor allem, was Spielzeit und Abwechslungsreichtum angeht.
    Es überrascht wohl niemanden, dass ich die Reihe insgesamt mit 7/10 bewerten würde. Auch wenn man manches noch verbessern könnte, hat mich die Reihe für ein paar Stunden gut unterhalten, war mal etwas anderes und auch der Preis der Komplettbox ist fair.

    Insgesamt: 7/10
    Spielzeit: ca. 5,5 Std.

  20. #20
    Star Ocean Second Evolution (PSP)


    Handlung
    Man hat am Anfang des Spiels die Auswahl zwischen zwei Hauptcharakteren: Kenny stammt von der Erde und landet zufällig auf dem Planeten Expel, Rena lebt auf diesem Planeten. Ich hatte mich vorher mal informiert, welchen Charakter man besser spielen sollte und habe mich für Kenny entschieden, da die Geschichte aus seiner Sicht angeblich besser verständlich wäre, man mehr über die Hintergründe erführe. Kenny ist nur leider ein 08/15-RPG-Typ: mutig, ein richtiger Kerl und den Ton in der Gruppe gibt er auch noch an (mich würde mal interessieren, ob das immer noch so ist, wenn man Rena spielt, denke aber, dass dem so ist). Schnarch!


    Die Geschichte beginnt jedenfalls mit Kennys Auftauchen auf Expel. Die Frage danach, wie man zurückkommt, spielt dabei keine große Rolle, sondern man wird losgeschickt, um eine Bedrohung, unter der Expel leidet, zu entsorgen. Nebenbei sieht man noch einen weiteren Planeten und verhindert die Vernichtung des Universums. Wenn das mal nicht männlich ist… (hey, den Großteil der Dinge in diesem Spiel machen eh Männer; ein Schelm, der Böses von Japanern denkt...)

    Ich sage es mal so: Die ersten Stunden der Handlung funktionierten irgendwie, gaben den Charakteren eine Motivation und waren ganz unterhaltsam. Leider verliert sich diese Geschichte schnell in … Zeug, die Dramaturgie stimmt an einigen Stellen nicht (z.B. ist der Tod von Kennys Vater Kenny total egal, manches ist nervig, wie die Überhöhung eines Typen, der hinterher nie mehr auftaucht und nicht gerade viel Persönlichkeit hat (Dias). Da man mehr oder weniger selbst entscheidet, welche acht Charaktere man rekrutiert, haben diese auch nicht gerade viel Persönlichkeit und Kenny und Rena sind eher Standardware.

    Diese eher konventionelle Geschichte geht leider den Bach runter, sobald man Nede erreicht: Plötzlich wird eine Gruppe von schablonenartigen Antagonisten eingeführt und viel mehr passiert auch nicht.
    Und wenn einem ganz am Ende mal eben ein Genozid als sinnvolle Maßnahme der mit der eigenen Gruppe verbündeten Charaktere verkauft wird, wird einem schon irgendwie schlecht. Vor allem, wenn auch noch erwähnt wird, dass eine Handvoll Charaktere mal eben für „Millionen“ (laut Spiel) entschieden hätte, dass der eigene Planet ausgelöscht wird. Wie abartig ist das denn?

    Die letzte Szene stieß mir echt ziemlich auf. Ansonsten war die Handlung eigentlich nach 17 Stunden vorbei, der Rest meiner Spielzeit ging für entsprechendes Leveln für den Endgegner drauf. Handlungstechnisch war das alles hier viel zu kurz und es wäre definitiv mehr drin gewesen.

    Gameplay usw.
    Die Kämpfe im Spiel machten mir Spaß, denn sie sind zügig, man levelt ordentlich schnell und hat eine Vielzahl an Fähigkeiten, die man nutzen kann. Es wird beim Spielen ziemlich deutlich, dass Star Ocean etwas mit Tales of zu tun hat, zumindest mit den alten Teilen, die noch gut waren (eine weitere Gemeinsamkeit der Spielereihen – sie sind mittlerweile beide den Bach runtergegangen).
    Den vorletzten, großen Gegner habe ich mit ca. Lvl. 80 besiegt, den letzten mit Lvl. 110 – da die Spanne da sehr groß war, bin ich vorher noch in ein optionales Dungeon verschwunden, das ich aber nicht beendet habe. Was den Spielspaß anging, war das Leveln dort sogar in Ordnung, wobei ich es albern finde, wenn zwei Gegner, die eine halbe Stunde hintereinander vorkommen, so unterschiedlich stark sind. Ich hab‘ auch noch was anderes zu tun, liebe Entwickler.

    Was ich am Kampfsystem nervte: Es gibt mehrere Gegner, die man nicht besiegen kann, aber trotzdem bekämpfen muss. Ich frage mich, wann auf so einen Mist endlich verzichtet wird.

    Abgesehen vom Kampfsystem, von dem man im Laufe des Spiels viel sieht, bietet Star Ocean 2 einem eine gute Mischung aus Dungeons (die überwiegend in Ordnung sind, wenn auch nicht zu einfallsreich), Dialogen und Abschnitten, die man in den Städten verbringt – quasi so, wie es in einem Ost-RPG sein sollte.


    Das Fertigkeitssystem fand ich zuerst etwas überladen, aber je höher der Level von einem ist, desto klarer wird einem eigentlich, was man dort machen muss. Allerdings fand ich manche Fähigkeiten trotzdem nutzlos und habe z.B. auch Alchemie oder Schmieden als Fähigkeiten nur selten genutzt. An sich mochte ich das System aber.

    Dann gibt es noch zusätzliche Sequenzen mit einzelnen Charakteren, die man sich in den Städten ansehen kann, wofür ich mich aber nicht sonderlich interessiert habe.

    Graphik und Musik
    Graphisch merkt man dem Spiel an, dass es etwas älter ist, wobei es sicher auch bei Ersterscheinung keinen Preis für tolles Aussehen gewonnen hätte. Verglichen mit Spielen wie Final Fantasy VIII – etwa genauso alt – sieht Star Ocean 2 ebenfalls nicht besonders gut aus. Gut, der Graphikstil ist ein anderer, aber den FFVIII sieht man beispielsweise, dass Spiele damals durchaus gut ausgesehen haben.


    Man merkt aber, dass manche Sachen aus der PSX-Version für die PSP-Version verbessert bzw. geändert wurden. So sieht die Kampfanzeige (HP usw.) etwas klarer und ansprechender aus und den Charakteren wurde in Dialogen jeweils ein Bild spendiert. Die neuen Charakterprofile (wobei man die in der PSX-Version eh nicht gesehen hat) muss man aber mögen – mir sahen sie zu sehr nach den üblichen Klischee-Animebildern aus. Ansonsten sieht das Spiel ziemlich so aus wie die PSX-Version.

    Musikalisch hat mich das Spiel nicht vom Hocker gehauen … keine Ahnung, ob die Musik noch Sakuraba ist, aber sie klingt so, irgendwie belanglos und nichtssagend. Diese Version verfügt über eine Sprachausgabe, die ich persönlich aber nicht zwingend gebraucht hätte.

    Fazit
    Das letzte Star Ocean, das ich gespielt habe (SO5), war eher den Katastrophen der Spielgeschichte zuzuordnen, was mich nervte, da ich die Reihe immer als recht solide empfand. Der zweite Teil macht einiges richtig und macht an sich Spaß, hätte aber mehr Sorgfalt bei der Erzählung der Geschichte und damit auch einige Stunden mehr Spielzeit gebrauchen können. Wer ein ordentliches Ost-RPG will, wird an diesem Titel jedoch trotzdem seinen Spaß haben, denn die Mischung aus Kampf/Dungeon und Handlung ist so ziemlich das, was man in neueren Spielen leider immer seltener sieht.

    Insgesamt: 7,5/10
    Spielzeit: ca. 24,5 Std.

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