Nach dem Hinterhalt der Aliens ist die Moral so niedrig wie nie zuvor im Widerstand.
Viele Soldaten wussten von ihren Fähigkeiten sich zur Wehr zu setzen und jeder von ihnen war ein Krieger, ein Kämpfer.
Doch unter dieser Führung hatten sie jeden Mut und jeden Willen verloren.
Mit dem Tod von Noir und Winters, dem Hinterhalt und der offensichtlichen Schwäche Centrals war der Funke des Widerstands erloschen.
In der Avenger wurden langsam die Kojen geräumt und mit verbissenen Gesichtern und feuchten Augen stellten viele der Soldaten den Kontakt zu ihren Heimatländern her, um dort als kleine Nester des Widerstandes zu kämpfen.
Um anstelle einer geschlossen agierenden Waffe stattdessen als tausend kleine Nadelstiche den Krieg fortzuführen.
Und während über Funk tonlos und stumpf die Verlustmeldungen der erneuten Offensive der Aliens vermeldet wurden und dann abbrach, als der Funker schließlich mit tränenerstickter Stimme auf seine eigene Heimatstadt gestoßen war, nahmen sie stumpf voneinander Abschied.
Ein Firebird Richtung Europa, einer Richtung Südamerika, selbst Park Schno Ro hatte einen Flug Richtung Asien ergattert und sich grinsend von seinen Kameraden verabschiedet.
Und auch wenn van Clan und McEoghain sich weiterhin keines Blickes würdigten und Dreck sich von Niemanden verabschiedete, die anderen lagen sich ein letztes Mal in den Armen, vor Augen die Gewissheit, dass sie einander erst im unwahrscheinlichen Frieden wiedersehen würden. An einem fernen Tage.
Eine wohltuende Lüge, die sie einander erzählten, wussten sie doch, dass Viele von ihnen nicht überleben würden.
Sassy Smith holte feierlich die gemeinsame Flagge ein, die Einheit Meteor salutierte noch einmal geschlossen vor dem Abbild des gefallenen Winters und es wurde still und stiller in den Eingeweiden des Schiffes.
Das Projekt war am Ende und gescheitert, alle Hoffnung war gebrochen und ein Miteinander gab es nicht mehr.
Und doch war neben unendlicher Trauer auch Verbissenheit und Wut zu spüren.
Es war Soldat James "Angel" Smith, der als Erster aus dem Firebird Richtung Australien rannte und seinen Spind nicht öffnete, sondern auftrat, als er seine Kampfrüstung mit dem MMXcom-Abzeichen wieder anlegte. Mit Verwunderung wurde er gemustert, als er entschlossen seine Waffe durchlud und stoisch, trotzig, einem Mahnmal gleich an genau dem Ort stehenblieb, an dem sonst immer die Einsatzbesprechungen und das "Abschiedsfoto" stattfand.
In diesem Moment knackte der Lautsprecher abermals und eine weitere vernichtende Meldung über einen Alienvergeltungsschlag wurde durchgegeben.
Aliens marschierten auf ganzer Front in Russland gegen zivile Stellungen vor und setzten bewusst eine neuartige Biowaffe ein.
Keine zehn Sekunden später stand Kutchy neben Smith, dann Flanders, Vreekez und Nedlit. Und plötzlich wurde leiser Jubel laut, als auch Dreck den Soldaten Hasenfuß wegschubste und selbst dne letzten Platz einnahm.
"Sterben kann ich auch im Einsatz." sprach "Angel" Smith fast idiotisch grinsend und jonglierte dabei mit drei Granaten, was die Stimmung weiter aufheizte und den Jubel zudem ansteigen ließ!
Der armee-eigene Zufallsgenerator (Nimmt bei normalen Missionen die Kräfte mit den wenigsten Einsätzen, jedoch mindestens eine Person jeder Waffengattung) spuckt folgende Einsatzkräfte aus:

Das Kommando hat laut Generator: Lieutnant Flanders
Mit dem Wissen, dass ihr Kampfeinsatz im Moment von ihren Kameraden verfolgt wird, die sich ihrerseits für kleinere Abwehrmissionen vorbereiteten, ließ Flanders seinen Trupp auf breiter Front vorrücken. Die Entschlossenheit war ihm anzusehen. Ebenso das Wissen, dass es seine Führung sein sollte, die nun als silbernes Messer den letzten Seidenfaden an Moral oder vollständigem Verlust entscheiden würde!

In diesem Moment wurde die geheime Biowaffe offenbar - Chryssaliden! Die Geißel der letzten Invasion, der immerhungrige Schrecken, der Feind, gegen den es keine Gnade und kein Zögern geben durfte.
Und Flanders ließ keinen Feind gewähren.
Seine Gruppe rückte so aggressiv vor, dass den Alien trotz eingegrabener Stellung keine Sekunde Luft zum Atmen blieb!
Es war wie ein zaubernder Tanz, wie eng die Kameraden, geschmiedet durch Loyalität und Zusammenhalt, einander beschützten und Feind für Feind aus schweren Waffen niederstreckte.

Dreck schließlich gelang es einen Kampf-Mech zu hacken, der Nedlit schon anvisiert hatte und das stählerne Ungetüm zum Einsatz gegen die eigenen Advent-Truppen zu programmieren!

Und als Smith mit Bedauern feststellte, dass er zu viel Munition eingepackt hatte, ließ er sein gesamtes Magazin auf einen Gestaltwandler los, den letzten, fast panisch wirkenden Außerirdischen im gesamten Sektor. Von diesem Alien blieb später nicht einmal mehr genug Asche zurück, um einem Alienkind eine Gesichtsbemalung zu seinem Geburtstag zu verpassen.
Der Einsatz war ein Sieg auf ganzer Linie.
Und auch wenn Central die Übertragung nur zeitverzögert zuließ, war der Jubel in der Avenger grenzenlos.
In diesem Moment wurde der wahre Widerstand geboren. Der Schmelztiegel, der aus ihnen allen eine Waffe formen sollte, hatte nun die Betriebstemperatur!
Die WAHRE VERGELTUNG konnte beginnen!

Die von Central errechnete Trefferquote ist selbstverständlich propagandistisch nach oben hin gefärbt, doch die Freude und der Jubel sind echt.

Lieutnant Nedlit verbuchte einen massiven Armtreffer eines Mechs und wurde darob schwer verletzt. Sein Lebensretter ist Soldat Dreck, der den Mech danach ausschalten konnte. Nedlit verbuchte bei der aggressiven Angriffsmission zwei Abschüsse.
Sergeant Vreekez deckte zahllose Zivilisten bei der Flucht vor Mutonbeschuss und konnte zudem zwei weitere Abschüsse verbuchen.
Eine der überlebenden Zivilistinnen hat dem Schwarznacken noch auf dem Schlachtfeld einen Heiratsantrag gemacht. Es ist nicht bekannt, ob er angenommen hat.
Lieutnant Flanders bewies geniale Handhabe bei der Führung seiner Truppe und verdient beste Einsatzbeurteilungen von Central. Er verbuchte zwar nur einen Abschuss, hat sich in diesem Moment aber selbst ein Denkmal geschaffen.
Lieutnant Smith war der Erste, der sich freiwillig gemeldet hatte und seine Kampflust spiegelte sich in drei Abschüssen wider.
Dass er als US-Amerikaner genau dem Erzfeind Russland das "Leben" rettet, war ihm laut "fehlender Geographiekenntnisse gar nicht so klar gewesen..."
Soldat Kutchy markierte die Ziele für die Scharfschützen und setzte zudem massiv Sprengkörper ein um den Zivilisten alternaitve Fluchtrouten zu ermöglichen. Seine Heldentaten krönt er mit einem Abschuss.
Lieutnant Dreck verbuchte einen Abschuss, konnte jedoch als Techniker voll und ganz überzeugen und die massierte Mechflotte des Feindes nachhaltig stören.
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