Super Uno (SNES)
Nach Tengai Makyou - Ziria hatte ich Bock auf was Kurzes, Knappes und stieß auf dieses Uno-Spiel, das ich mehr aus Jux heruntergeladen hatte und das eigentlich auch kaum eine größere Erwähnung finden sollte. Beim Starten stolperte ich jedoch darüber, dass es einen Story-Modus gibt, was mein Interesse weckte (dabei bin ich gar nicht sooo für Uno zu haben).
Besagter Story-Modus äußert sich darin, dass man gerade bei einem Uno-Turnier mitmachen will und alle Teilnehmer plötzlich in eine fremde Welt transportiert werden. Dort müssen nun vier Leute (einer vom Spieler gesteuert und drei vom Computer) in vier - den Farben grün, gelb, blau und rot entsprechenden - Welten über Spielbretter laufen, deren Felder mit positiven und negativen Effekten gespickt sind, zig Uno-Partien spielen, um die übrigen Teilnehmer wieder nach Hause zu schicken und möglichst als Erster am Ziel ankommen. (Geht natürlich immer nur dann weiter, wenn der menschliche Spieler gewinnt.) Hat man das geschafft, landet man aber nicht selbst daheim, sondern wird von einem alten Mann mit Laborkittel und Umino-Brille, der sich als ‚Großer Uno-König‘ vorstellt, in eine weitere Welt geschickt.
An der Stelle hatte ich echt keinen Bock mehr. Die ersten drei Abschnitte habe ich jeweils in ca. einer Stunde durchexerziert, aber schon in der Feuerwelt kam ich durch ungünstige Feldbelegungen, ständig wiederholten Uno-Partien und einer grundsätzlich eher schleppenden Spielgeschwindigkeit auf über drei Stunden, die ich zudem prompt verlor! Ein weiterer Versuch nach ein paar Tagen Pause ging wieder flotter und zu meinen Gunsten vonstatten, aber eine darauf folgende Session in der fünften Welt, bei der ich erneut versagte, ließ mich die Reißleine ziehen.
Irgendwie ist das Spiel ganz niedlich, aber irgendwie… bin ich auch bekloppt.
The Count Lucanor (Switch)
Auch im Sommerurlaub waren meine Schwester und ich auf der Suche nach kurzen Spielen, die wir im Idealfall innerhalb weniger Tage beenden könnten, und so versuchten wir uns an diesem Vertreter für die Switch. Dabei handelt es sich um eine Art Pixel-Point-and-Click-Adventure-Hybrid mit hohem Grusel-Faktor, was mich im Vorfeld gleichermaßen neugierig wie nervös machte, da ich eigentlich mit Horror nichts anfangen kann.
Der Anfang rief in uns allerdings erst einmal ein ganz anderes Gefühl wach, da man einen zehnjährigen Rotzbengel namens Hans spielt, der trotz bitterster Armut und einem im Krieg kämpfenden Vater auf ein - wie auch immer geartetes - Geburtstagsgeschenk besteht und schließlich in einem Trotz- und Wutanfall von zu Hause abhaut. Was für ein Sympathieträger…![]()
Kurze Zeit später landet man mit Hans in einem mysteriösen Schloss, in dem man sich - in der Dauer einer Nacht - durch rätsel- und fallenlastige Räume knobeln muss, um den Namen eines Kobolds zu erraten, damit dieser das ichbezogene Bürschchen zum Nachfolger des titelgebenden Grafen erklärt.
An und für sich fanden wir die grundsätzliche Idee gar nicht mal so übel, aber ab einem vorgeschriebenen Zeitpunkt im Spiel kollidiert das Erkunden mit dem Erscheinen schauriger Gestalten, die in den Gängen und Zimmern patrouillieren und vor denen man sich zwangsläufig verstecken muss, wenn man nicht das Zeitliche segnen will. Während jedoch die meisten dieser Wächter über eine gewisse Toleranz in Bezug aufs Flüchten verfügen (selbst wenn sie Hans entdecken, ist es oft noch möglich abzuhauen), löst ihr Boss ein sofortiges Game Over aus.
Und da strichen wir irgendwann die Segel, denn:
- das Speichern funktioniert nur mit dem nötigen Kleingeld -> dieses muss jedoch a) erst zusammengesucht werden und wird b) noch zum Kauf wichtiger Gegenstände benötigt -> man kann also nicht so oft speichern, wie man gerne möchte
- beim Betreten eines Raumes kann man auf den Oberwächter stoßen -> Instant Kill
- beim Durchstöbern eines Raumes bzw. dem Ausweichen der dortigen Fallen kann der Oberwächter reinkommen (Instant Kill) oder sich bereits eine der anderen Wachen dort befinden
Außerdem läuft die interne Zeit unerbittlich weiter und es zeichnete sich bei uns deutlich ab, dass wir vor Ablauf der Nacht nicht alle Namens-Hinweise zusammenbekommen hätten. (Ein sprechender Spiegel beispielsweise gab uns klar zu verstehen, dass wir - um ihn um Rat zu fragen – früher hätten vorbeischauen müssen.)
Als Fazit lässt sich von daher sagen: Den Ansatz mochten wir eigentlich schon, aber die Umsetzung mit den ständigen Neustarts war definitiv nichts für uns. Was soll’s…
(Muss ich im Übrigen extra erwähnen, dass ich die Ziegen EXTREM gruselig fand? *schauder*)
Tougi-Ou aka King Colossus (Mega Drive aka Genesis)
Bei diesem Spiel handelt es sich um ein Action-RPG im Dungeon Crawler-Gewand, in dem die Fortbewegung zwischen den verschiedenen Orten nur mittels Antippen auf einer Karte erfolgt. Mit der Handlung und dem Kampfsystem kam ich einigermaßen zurecht, zudem offeriert King Colossus eine Vielzahl an Waffen, die sich gefühlt alle paar Meter ändert (darunter eine der dämlichsten Waffen, die mir je untergekommen ist: eine Art Morgenstern, dessen Kugel sich von der Kette löst und unkontrolliert durch den Raum hüpft).
Es riss mich nicht wirklich vom Hocker, aber da ich mich gar nicht so übel schlug, blieb ich am Ball.
Tja, und dann wurde mir die Entscheidung „Weiterspielen oder abbrechen?“ quasi abgenommen, denn es passierte plötzlich etwas gleichermaßen Schräges wie absolut Frustrierendes: Von jetzt auf gleich bewegte sich mein Charakter deutlich langsamer, die Musik verstummte abrupt und als ich einen Gegner attackierte, fror das Geschehen ein und der Emulator signalisierte mir „Keine Rückmeldung“. Also schloss ich ihn und öffnete das Spiel erneut - nur um festzustellen, dass die beiden Speicherplätze, die ich im Verlauf des Abends angelegt hatte, verschwunden waren bzw. der erste wieder auf den Stand zurückgesetzt worden war, mit dem ich an diesem Tag gestartet hatte!
Knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit, ebenso viele abgeschlossene Dungeons und sechs Stufenaufstiege waren einfach so sang- und klanglos im Nirvana verpufft!
Und nein, ich hatte dann keine Lust mehr auf eine zweite Runde…
Also langsam glaub ich echt, ich muss mir einen Aluhut oder so was zulegen. Das ist doch nicht mehr normal, was ich für elektrofeindliche Wellen aussende und wie viele Spiele ich im Laufe meines Gamerlebens schon zum Einfrieren bzw. Abstürzen gebracht habe! Kinners ey!
Kleine Auswahl gefällig?
- Mit Grandia wurde jede Magienutzung zur Nervenprobe, da das Spiel besonders dann oft und gerne erstarrte.
- Bei Grandia 2 ist mir ein Kampf im Gedächtnis geblieben, bei dem der ganze Bildschirm blendend weiß wurde und sich nichts mehr tat.
- Skyward Sword spielte eigentlich meine Schwester. Als sie sich mit dem Minispiel abmühte, bei dem man im Sturzflug Ringe fangen muss, äußerte ich den Vorschlag es mal selbst zu versuchen. Was ich auch machte und BÄMM dauerte es nicht lange, bis Link in der Luft hängenblieb.
- In Rogue Galaxy musste ich die finale Endschlacht zweimal einläuten, weil beim ersten Mal partout kein Boss auftauchte.
- Als ich irgendwann mal wieder Bock auf Final Fantasy X-2 hatte und die Hypello-Eskorte absolvierte, wurde der Bildschirm schwarz und es erschien darauf so was wie Quelltext in weißer Schrift.
- In Minish Cap bin ich einmal eine der Bohnenranken hinaufgeklettert, die durch die Fusion von Glücksfragmenten entstehen können, und der Bereich der Pflanze, der direkt aus den Wolken ragte, war ein grauer Pixelblock. (Das Spiel lief - glaube ich - weiter, aber ganz geheuer war mir die Sache nicht.)
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Neugier – Umi to Kaze no Kodou (SNES)
Dies ist ein Spiel, auf das ich aufgrund seiner zu erwartenden Kürze und einer vernichtenden Rezension, die Nayuta mal vor Jahren hier im Forum geschrieben hatte, auf eine etwas skurrile Art NEUGIERig war. (Knochenwitz!)
Eigentlich ist es als Action-RPG deklariert, aber nachdem ich es jetzt selbst getestet habe, stellt sich mir die Frage, wie man zu dieser Einschätzung kommen kann. Es gibt weder EXP noch damit verbundene Levelaufstiege: Das Einzige, was sich nach einer Weile ändert, ist die Lebensleiste des Protagonisten (nach dem Fund bestimmter Items) und die Angriffskraft, die sich in Attacken auf dem Boden und Attacken im Sprung gliedert. Darüberhinaus wurde auf ein Inventar verzichtet, so dass man die gefundenen Dinge nur grob in ‚Essbares, das Wunden heilt und sofort verschlungen wird‘ und vier Ausrüstungsgegenstände einteilen kann. Abgesehen von einer Art Greifhaken, der quasi selbsterklärend funktioniert, kann man über den Nutzen der anderen Dinge nur spekulieren.
Neugier ist in sechs voneinander abgegrenzte Abschnitte unterteilt und zwingt den Spieler beim Ableben wieder am Anfang des Gebietes neu zu starten, in dem man das Zeitliche gesegnet hat. Neben diversen Kämpfen wartet es mit kniffligen Sprungpassagen auf, die mich schlussendlich in die Knie zwangen.
Insgesamt betrachtet ist Neugier gar nicht mal so lang: Ich hab irgendwo in der Mitte des vierten ‚Kapitels‘ die Nase voll gehabt und bis dahin etwas über zwei Stunden gespielt.

Kontrollzentrum




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