So, gestern hab ich ihn endlich auch gesehen und insgesamt hat er mir sehr gut gefallen und meine Erwartungen durchaus erfüllt. Ich sehe ihn sogar ungefähr auf einer Stufe mit Skyfall, wobei ich Skyfall für etwas overhypet hielt - ein guter Film, aber mit zu vielen zu klaren Schwächen - während mein Craig'scher Favorit immernoch Casino Royale ist und Quantum Schund ist.
Er hatte für mich das schöne Bond-Rezept Schauplätze, Verfolgungsjagden, etwas aberwitzige Action und kleiner, bissiger Humor. Der unterschwellige Sarkasmus und die feinsinnigen Witzchen haben mich teilweise fast wieder an die Connery-Ära erinnert, gut dass Craig das doch noch entdeckt hat.
In der Richtung war meine Lieblingsszene
Für mich als riesiger Serienfan natürlich unglaublich hilfreich:
- Sie haben die Gunbarrel wieder an den Anfang gesetzt, wo sie hingehört. Simon hat Recht, einen gewissen Schwaben hat das extrem gefreut.
- Schön dass das alte Team M, Moneypenny, Q wieder zurück ist und insgesamt wieder Profil bekommt, auch toll, dass sie in Aktion treten durften.
- Die Actionszenen kamen mit wenigen Schnell-Schnell-Schnitten und wenig Shaky-Cam aus.
- In alter Bond-Tradition ein großer, heftiger und gefährlicher, nahezu untötbarer Henchman.
- In alter Bond-Tradtition mal wieder ein guter und ausführlicher Nahkampf in einem Zug.
- SIE HABEN MOTHERFUCKING SPECTRE ZURÜCK INS SPIEL GEBRACHT.
Aber ja, man muss es auch ein Bisschen kritisch sehen:
Noch ein Problem:
Dinge die ich definitiv verzeihen kann:
- Kurze Screentime von Monica Belucci. Ein Blick, ein "Man, sie sieht wirklich noch gut aus!", danach keine Storyrelevanz mehr. Dann den Charakter besser fallen lassen bevor man ihn künstlich nährt.
- Das Intro in Mexiko City hab ich oft als kritisiert wahrgenommen. Mir gefiels
- "Der Film war ja mal soooooo un-Bond-typisch!" - Ja, er war anders als andere Filme, war Skyfall auch. War Die Another Day auch, war Goldeneye auch. War In Tödlicher Mission ebenso wie Moonraker während Leben und Sterben Lassen mit Man lebt nur Zweimal kaum was gemeinsam hat, der wiederum deutlich anders war als Dr. No. James Bond ist eine ständige Wandlung und Entwicklung. Ohne das würden wir noch heute den üblichen Kalter-Kriegs-Käse verfilmen oder hätten eine Austin-Powers-mäßige Revue auf einen veralteten Charaker. Insofern: Es ist gut wenn sich die Filme ab und zu mal anders geben.
Wie gesagt: Ich mochte den Film. Das Warten hat sich für mich gelohnt. Klar hat er Schwächen, aber seine Stärken obliegen. Gute Unterhaltung in guter Bond-Manier, falls Craig nun wirklich aufhört, dann war es für mich ein würdiger Abschluss, für die Serie hoffentlich wieder ein guter Start in alte Muster.
Eine Sache aber noch:
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Ich hatte mal eine Signatur, aber dann bin ich volljährig geworden und hätte Steuern zahlen müssen.
Da ich in der ersten Woche keine brauchbaren Karten bekommen habe, musste der Film ein bisschen warten und so habe ich ihn erst am Freitag gesehen (übrigens war das mein erster Bond, den ich überhaupt gesehen habe. Positiv daran ist, dass ich deswegen keine Vergleiche zu vorigen Teilen ziehen kann. Jedenfalls hat mir der Film sehr gut gefallen, was vor allem daran lag, dass man Bond als normalen Agenten dargestellt hat und nicht als unbesiegbaren Supersoldaten, dem alles scheißegal ist und der sich an Flugzeugen entlang hangelt (ich meine dich damit Ton Cruise...). Es war nur schade, dass man Moneypenny und Q so wenig Screentime gegeben hat. Was mich aber richtig angekotzt hat, war Christoph Waltz. Ich mag ihn als Schauspieler und könnte mir Inglourious Basterds und Django Unchained noch 10x nur wegen ihm anschauen. Das Problem ist nur, dass seine Art, wie er die Charaktere in diesen Hollywood-Filmen spielt, immer gleich ist (besonders wenn man diese Rolle mit Hans Landa vergleicht). Mag zwar lustig sein, da das echt genial war, aber auf Dauer nervt es.
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Now I lay me down to sleep, I pray the Lord my soul to keep.
If I should die before I wake, I pray the Lord my soul to take.
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Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever.