Ergebnis 1 bis 20 von 35

Thema: 007 Spectre - Euphorie intensifies

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Ich kann auch Enkidus Review voll und ganz teilen. Mir hat Skyfall auch mit weitem Abstand am besten Gefallen, dann kommt lange nix mehr und dann schließlich Casino Royale. Ein Quantum Trost fand ich nicht gut. Und Spectre jetzt aber an und für sich okay.

    Die Szene mit dem "Gehirnbohrer" fand ich nur gräßlich und unheimlich. Ist aber oft so, dass so perfide Bösewichte, wie eben dieser Blofeld, besonders schreckliche Grausamkeiten auf Lager haben. Da ich ja seit einiger Zeit ausbildungsbedingt auch etwas in die neurologische Materie hineinschnuppern darf, fand ich diese Szene besonders grauenvoll. Ich fand die Szene rein dramaturgisch auch recht sinnfrei. Wenn er keine Schäden davonträgt, warum bohrt er ihm dann zweimal in den Kopf? Wenn verschiedene Areale getroffen werden, sind dort Ausfälle zu verzeichnen. Wenn das Sichtfeld betroffen ist, das entgegen der Aussage des Films jedoch am hinteren Teil des Hinterkopfes sitzt, dann fällt eine Seite des Sichtfeldes weg. Das ist nicht etwa ein Auge, sondern es ist bei beiden Augen die rechte oder die linke Seite. Und so on... Aber das wäre sicherlich für den Zuschauer auch sehr kompliziert gewesen. Und zudem sind ja noch weitere Filme mit Bond geplant. Man kann also nicht einfach seine visuellen Fähigkeiten einschränken...


    Geändert von Cuzco (10.11.2015 um 18:13 Uhr)

  2. #2
    So, gestern hab ich ihn endlich auch gesehen und insgesamt hat er mir sehr gut gefallen und meine Erwartungen durchaus erfüllt. Ich sehe ihn sogar ungefähr auf einer Stufe mit Skyfall, wobei ich Skyfall für etwas overhypet hielt - ein guter Film, aber mit zu vielen zu klaren Schwächen - während mein Craig'scher Favorit immernoch Casino Royale ist und Quantum Schund ist.
    Er hatte für mich das schöne Bond-Rezept Schauplätze, Verfolgungsjagden, etwas aberwitzige Action und kleiner, bissiger Humor. Der unterschwellige Sarkasmus und die feinsinnigen Witzchen haben mich teilweise fast wieder an die Connery-Ära erinnert, gut dass Craig das doch noch entdeckt hat.
    In der Richtung war meine Lieblingsszene

    Für mich als riesiger Serienfan natürlich unglaublich hilfreich:
    - Sie haben die Gunbarrel wieder an den Anfang gesetzt, wo sie hingehört. Simon hat Recht, einen gewissen Schwaben hat das extrem gefreut.
    - Schön dass das alte Team M, Moneypenny, Q wieder zurück ist und insgesamt wieder Profil bekommt, auch toll, dass sie in Aktion treten durften.
    - Die Actionszenen kamen mit wenigen Schnell-Schnell-Schnitten und wenig Shaky-Cam aus.
    - In alter Bond-Tradition ein großer, heftiger und gefährlicher, nahezu untötbarer Henchman.
    - In alter Bond-Tradtition mal wieder ein guter und ausführlicher Nahkampf in einem Zug.
    - SIE HABEN MOTHERFUCKING SPECTRE ZURÜCK INS SPIEL GEBRACHT.


    Aber ja, man muss es auch ein Bisschen kritisch sehen:


    Noch ein Problem:



    Dinge die ich definitiv verzeihen kann:
    - Kurze Screentime von Monica Belucci. Ein Blick, ein "Man, sie sieht wirklich noch gut aus!", danach keine Storyrelevanz mehr. Dann den Charakter besser fallen lassen bevor man ihn künstlich nährt.

    - Das Intro in Mexiko City hab ich oft als kritisiert wahrgenommen. Mir gefiels
    - "Der Film war ja mal soooooo un-Bond-typisch!" - Ja, er war anders als andere Filme, war Skyfall auch. War Die Another Day auch, war Goldeneye auch. War In Tödlicher Mission ebenso wie Moonraker während Leben und Sterben Lassen mit Man lebt nur Zweimal kaum was gemeinsam hat, der wiederum deutlich anders war als Dr. No. James Bond ist eine ständige Wandlung und Entwicklung. Ohne das würden wir noch heute den üblichen Kalter-Kriegs-Käse verfilmen oder hätten eine Austin-Powers-mäßige Revue auf einen veralteten Charaker. Insofern: Es ist gut wenn sich die Filme ab und zu mal anders geben.

    Wie gesagt: Ich mochte den Film. Das Warten hat sich für mich gelohnt. Klar hat er Schwächen, aber seine Stärken obliegen. Gute Unterhaltung in guter Bond-Manier, falls Craig nun wirklich aufhört, dann war es für mich ein würdiger Abschluss, für die Serie hoffentlich wieder ein guter Start in alte Muster.


    Eine Sache aber noch:

    Geändert von Dennis (13.11.2015 um 07:54 Uhr)

  3. #3

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Da ich in der ersten Woche keine brauchbaren Karten bekommen habe, musste der Film ein bisschen warten und so habe ich ihn erst am Freitag gesehen (übrigens war das mein erster Bond, den ich überhaupt gesehen habe. Positiv daran ist, dass ich deswegen keine Vergleiche zu vorigen Teilen ziehen kann. Jedenfalls hat mir der Film sehr gut gefallen, was vor allem daran lag, dass man Bond als normalen Agenten dargestellt hat und nicht als unbesiegbaren Supersoldaten, dem alles scheißegal ist und der sich an Flugzeugen entlang hangelt (ich meine dich damit Ton Cruise...). Es war nur schade, dass man Moneypenny und Q so wenig Screentime gegeben hat. Was mich aber richtig angekotzt hat, war Christoph Waltz. Ich mag ihn als Schauspieler und könnte mir Inglourious Basterds und Django Unchained noch 10x nur wegen ihm anschauen. Das Problem ist nur, dass seine Art, wie er die Charaktere in diesen Hollywood-Filmen spielt, immer gleich ist (besonders wenn man diese Rolle mit Hans Landa vergleicht). Mag zwar lustig sein, da das echt genial war, aber auf Dauer nervt es.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •