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Thema: The 87th Academy Awards - Oscars 2015

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Das Problem ist halt, dass es ja nicht nur eine einzige Bester Film-Nominierung gibt, sondern acht oder manchmal sogar zehn. Ich verstehe, worauf du hinaus willst, aber wenn neun von zehn der besten Filme des Jahres (und bei der Anzahl ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass zumindest ein paar davon was taugen) komplett leer ausgehen, und das wäre bei einer Beschränkung auf nur diese eine Trophäe zwangsläufig der Fall, ist das imho auch keine gute Lösung. Trotzdem krankt es ganz einfach am Ausmaß. Denn wenn besagte zehn Filme alle auch gleich für zehn Oscars nominiert werden, dann bleiben zu viele andere auf der Strecke (und die Verleihung selbst wird auch viel langweiliger).
    Die sollen halt mal überdenken, was sie mit "Bester Film" meinen. Dass die Kategorie wichtiger ist als die anderen, ist halt leider Teil des Problems. "Bester Film" sollte aussagen: dieser Film funktioniert als Gesamtkunstwerk. Wie unterscheidet sich das von "Beste Regie", und beinhaltet es automatisch alle anderen Kategorien irgendwo? Das gilt es für die Academy zu differenzieren. (Meiner Meinung nach muss ein Film für "Bester Film" konsistent sehr gut sein, kann aber durchaus von mehreren anderen Filmen übertroffen werden hinsichtlich der spezialisierten Kategorien. Und ja, kann auch komplett leer ausgehen, wenn er quasi nur als Gesamtwerk funktioniert!)

    Ich habe heute übrigens The Theory Of Everything gesehen, und der Film war kein "Bester Film" Kandidat. ABER er war ein Kandidat für die besten Hauptdarsteller, für die beste Musik und die beste Kamera. (Ehrlich, der Film ist in der Hinsicht sehr geil. Oh hey, darin wurde er nicht nominiert. Oh Mann.)

  2. #2
    Also bei "Bester Film" wird/werden zum Beispiel der oder die Produzenten ausgezeichnet. Es geht dabei vermutlich schon um das Gesamtkunstwerk. Bei "Beste Regie" werden oftmals Regisseure ausgezeichnet, die vielleicht nicht das beste Gesamtkunstwerk abgeliefert haben, aber auf ihrem Regiestuhl und bei der Konzeption/Entwicklung/Vorstellungskraft, etc. quasi allen Softskills, die bei einem Regisseur wichtig sind ein goldenes Händchen hatten.

    Perfektes Beispiel ist letztes Jahr, wo der umwerfende Gravity, der (obwohl ich selbst 10/10 Punkte vergebe) eine fade Story hat und nur von Inszenierung und Atmosphäre lebt. Der Regisseur war extrem in der Entwicklung der Schwerelosigkeitszenen beteiligt und hat auf vielen Gebieten Pionierarbeit geleistet. "12 years a slave" war einfach nur solides Handwerk und besticht dann doch eher durch die Ausstattung und die Darsteller als durch eine wegweisende Regie.

    Ein ähnliches Beispiel ist "Life of Pi", das den Oscar für beste Regie (zu Recht) gewann und gegen Argo verlor, das noch nicht einmal für die beste Regie nominiert wurde.

    Oftmals gehen die Preise jedoch Hand in Hand (wie in den 5 Jahren vor Life of Pi).

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