Jo, ich mochte das gar nicht ^^ Nee, ich brauche jetzt auch keine super realistische emotionale Tiefe, sondern habe gerne nur Spaß beim Zuschauen. Aber das geht imho auch kreativer und einfallsreicher. Die erwähnte Eröffnungssequenz mit der Verfolgungsjagd ist dafür ein gutes Beispiel: Spidey schwingt pausenlos "lustige" Sprüche und lässt dem absolut bösen Bösewicht, wenn er einmal besiegt ist, tatsächlich die Hosen runter, woraufhin peinliche Unterwäsche zum Vorschein kommt. Das ist alt. Wurde schon tausendmal vor nem halben Jahrhundert gemacht. Mich erinnert sowas alles an Saturday-Morning-Cartoons, obwohl nein halt, warte, selbst die haben sich in den letzten Jahrzehnten zum Teil schon wesentlich weiter entwickelt. Was das angeht erinnerte mich der Film ab und zu sogar entfernt an Schumachers Batman & Robin, es gab einige Szenen die locker als Camp durchgehen.
Und deshalb finde ich auch, dass sich Amazing Spider-Man 2 nicht entscheiden kann, was er eigentlich sein will bzw. welchen Ton er nun anschlägt oder als Grundlage nimmt. Richtig, der erste war insgesamt düsterer. Aber hier beim zweiten Versuch wechseln sich die locker-bis-lächerlichen Sprüche, Goofs und Albernheiten (auch hier wieder zu dick aufgetragen: Beim ersten Mal fand ichs lustig, dass Peters Handyklingelton die Titelmelodie der 70er Trickserie oder so war, aber warum bringen die das dann gleich mehrfach?), die man kaum ernst nehmen kann, mit ein paar richtig heftigen oder grausamen Momenten ab. Entweder das eine oder das andere passt so wie es dargestellt wurde imho nicht wirklich rein. Ich mochte den ersten Teil nicht sonderlich, aber der war wenigstens noch konsequent.
Ja, vielleicht war es auch genau dieser Punkt, der bei mir die Erwartungshaltung aufkommen ließ. Wenn man schon einen Jamie Foxx in der Rolle als Gegenspieler hat, dann sollte er zumindest auch ein paar beeindruckende Charaktermomente haben und nicht als Klischee-Abziehbildchen mit hauchdünner Hintergrundgeschichte, die man besser nicht hinterfragt, in der Schurkengalerie enden. Was diesen Teil der Geschichten angeht, haben es die Raimi-Filme wesentlich besser und menschlicher gemacht. Dort hat der Harry-Green-Goblin allen Grund sauer auf Spider-Man zu sein, weil er seinen Vater gekillt hat. Im aktuellen Amazing 2 dagegen rührt sein Hass auf den Spinnentypen daher, dass der ihm aus verständlicher Sorge sein Blut nicht geben möchte, was ihn aber höchstwahrscheinlich sowieso umbringen würde, von daher... hä? Von Alfred Molinas großartigem Doc Ock kann man da nur noch träumen, ich habe jetzt schon einen Horror davor, wie sie die Figur in der Reboot-Reihe in den Sand setzen werden. Mir fällt auch grade auf, wie alle Gegner in den neuen Filmen ihre Ursprünge irgendwie bei Oscorp haben. Für individuelle Origin-Stories hat wohl das Budget (oder Kurtzmans Gehirn) nicht mehr gereicht. Wie ich schon sagte - convenient storytelling.Zitat






Zitieren
), aber sonst vermisse ich praktisch nichts an den alten Filmen, vor allem nicht die Schauspieler. Damals ist mir das alles nicht so aufgefallen, aber heute .... hngh. Jedem das Seine.

Honest Trailers ^^ Haben beides gut getroffen. Jetzt bräuchten wir nur noch einen zu Amazing Spider-Man 2. Kommt aber bestimmt früher oder später noch.
Erst recht nicht mit jemandem einer ethnischen Minderheit. Wobei ich den Schritt, die zentrale Hauptfigur zu killen und dann mit jemand Neuem und anderen weiterzumachen richtig interessant, mutig (ich glaub so etwas gab es bei den Superhelden-Filmen noch nicht ...?) und vor allem frisch fände - die Art von Frische, die der Amazing Spider-Man Reboot so gerne gehabt hätte, aber niemals besaß.

Oh, und noch mehr "give the rights back to Marvel!!1" natürlich. Wäre einfach ein weiterer Tropfen in einem überlaufenden Fass der Fans, und ein gewisses Risiko für die Mainstream-Gemeinde. Es SEI DENN, man macht es wirklich gut und organisch ... aber hm. Mal sehen. 



