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Thema: now watching / now reading

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  1. #1
    Ja, das habe ich mir schon fast gedacht. Also für mich war es nicht wirklich schlimm, da ich das Universum bis dahin auch noch nicht kannte. Das Gute ist aber, dass man sich sogar City Hunter geben kann, wenn man Angel Heart schon kennt, und umgekehrt ist das natürlich ebenso der Fall.
    Beides tolle Serien!

  2. #2
    In den letzten Tagen habe ich wieder einiges geschaut. Wall of text incoming.

    Serien:
    Lupin III: The Woman Called Fujiko Mine 13/13: Sehr spannende und individuelle Interpretation von Lupin III. Vom Gewalt- und Sexlevel wohl eher am Manga dran, und definitiv künstlerisch interessanter als die meisten Animes. Die meisten Leute kennen Sayo Yamamoto ja erst durch Yuri!!! on ICE, aber Michiko & Hatchin sowie Fujiko Mine zeigen auch sehr schön, dass sie zu den interessanteren Regisseuren in der modernen Animewelt gehört. Inhaltlich ist die Serie zunächst episodisch, geht später aber auf Fujikos äußerst düstere Vergangenheit ein. Ich kann nicht sagen, dass ich die Serie sonderlich spannend oder kurzweilig fand, aber allein wegen der Präsentation und des Artstyles ist sie eigentlich schon guckenswert. Ansonsten ist es wirklich halt recht viel klassisches Lupin III in dunklerem Gewand.

    House of Five Leaves 12/12: Eine Serie, die zunächst den Eindruck erweckt, als wäre es eine Samurai- oder Mystery-Serie, aber im Grunde genommen ist es nur historisches Slice-of-Life und bodenständiges Drama. Was ganz und gar nicht schlecht ist, im Gegenteil: House of Five Leaves hat eine sehr ruhige und nüchterne Präsentationsweise, die vollkommen ohne Melodrama auskommt. Der durchschnittliche Anime-Fan findet die Serie vielleicht nicht sehr aufregend, aber ich finde, sie ist gerade dadurch besonders, dass sie nicht versucht, besonders dramatisch oder schnell oder spannend zu sein. Allerdings kann man manchmal etwas die Übersicht verlieren, da es viele verschiedene Figuren und teils auch Perspektiven gibt, weshalb ich am Ende auch nochmal eine Zusammenfassung gelesen habe, da mir ein paar Zusammenhänge entgangen sind. Übrigens ist die Serie auch visuell und musikalisch sehr wirkungsvoll. Definitiv empfehlenswert.

    Hakaba Kitarou 11/11: Wie bei Fujiko Mine kann man auch hier sagen, dass es sich um eine dunklere Präsentation eines klassischen Mangas handelt, in diesem Fall um Kitarou, der wohl durch die Anime-Serien eher als GeGeGe no Kitarou bekannt sein dürfte. Die Serie adaptiert dabei die Teile des Mangas, die Shigeru Mizuki gezeichnet hat, bevor sie Serie in einem Shounen-Magazin serialisiert wurde. Entsprechend ist das Material auch weniger kindergerecht als die anderen Kitarou-Serien (die mit dem Manga eh nicht viel zu tun haben) – lief ja auch im Late-Night-Programm im noitaminA-Block. Aaaanyway, war mein erster Kontakt mit Kitarou und die Serie hat es erfolgreich geschafft, Kitarou zugleich unsympathisch und bemitleidenswert darzustellen, was ich beachtlich finde. Im Grunde genommen hat die Serie keine liebenswerten Figuren, aber einige tragische Momente sind dennoch wirkungsvoll. Der dunkle, antiquierte Stil hat enorm viel Atmosphäre und macht Hakaba Kitarou auch zu einem ziemlich einzigartigen Werk. Insgesamt mochte ich die Serie trotz anfänglicher Zweifel sehr gern und hab nun Lust, auch mal in den Kitarou-Manga reinzuschauen, der ja zum Glück in Teilen von Zack Davidson / Drawn & Quarterly auf Englisch veröffentlicht wurde.

    Space Dandy 13/13: Diese Serie ist ein wundervoller Spielplatz für Animatoren, Skriptschreiber und Regisseure. An jeder Folge hat quasi ein anderes Team gearbeitet, das sich kreativ voll austoben konnte. Entsprechend bietet Space Dandy auch eine Menge einzigartiger Settings, größtensteils sehr absurde Ideen für episodische Storys und hin und wieder auch ein bisschen der ikonischen Watanabe-Sentimentalität (Folge 5). Die Serie schafft es aber leider nicht, an Serien wie Cowboy Bebop oder Samurai Champloo heranzukommen, da sie eben wirklich hauptsächlich eine Komödie ist, deren ernsten Anteile minimal ist. Dandy ist fast nie ein sonderlich sympathischer Charakter, und Miau und QT auch die meiste Zeit über nicht. Aus diesem Grund ist die Serie definitiv gut für kurzweilige Unterhaltung, aber wird diejenigen Enttäuschen, die so etwas wie eine Story erwarten. Ich fand's teilweise sehr unterhaltsam, und wenn nicht, dann zumindest kreativ, weshalb ich mir S2 definitiv auch noch geben werde.

    K-On!! 24/24: Die erste Staffel hatte ich vor 3,5 Jahren mal gesehen und fand sie damals ganz gut. Seitdem hat sich mein Geschmack wohl etwas gewandelt, denn die zweite Staffel fand ich echt richtig gut. Toll animiert sowieso, das ist man von KyoAni ja gewohnt. Aber vor allen Dingen auch einfach sehr angenehm. Oft lustig, aber auch einfach sehr warm und herzlich und tatsächlich gegen Ende auch durchaus emotional. Das ist ein bisschen so wie mit Aria, das am Anfang primär Entspannung und Comedy ist, aber irgendwann merkt man doch, dass die Charaktere wachsen, es tatsächlich eine gewisse Story gibt und im Fall von K-On!! der bevorstehende Schulabschluss ja ein gewisses Ende einer Ära markiert. Das hat die Serie sehr schön präsentiert und ich finde, sie gehört auf ohne Zweifel zum Besten, was das Genre hervorgebracht hat, durchaus auch auf einer Stufe mit Azumanga Daioh. Azumanga fand ich zwar insgesamt lustiger und positiv ulkiger, aber bei K-On!! hat die emotionale Komponente für mich besser funktioniert und es war visuell auch einfach klasse. Hinzu kommt, dass Naoko Yamada extrem talentiert darin ist, durch Bewegungen und Kamerawinkel menschlichen Emotionen sehr viel Ausdruck zu verleihen und sie zählt mittlerweile auch zu meinen Lieblingsregisseuren. Schade, dass es nun vorbei ist, aber ich habe ja noch den Film.

    My Hero Academia 13/13: Die ersten Folgen mochte ich ziemlich gern. Es ist eine gut präsentierte klassische Shounen-Serie, die das Rad absolut nicht neu erfindet, aber ein gutes Pacing hat, und wer mit Shounen- und Ganbatte-Kram was anfangen kann, hat hier sicherlich seinen Spaß mit. Die Serie kommt auch ohne viel Fanservice aus, was ja bei einigen anderen Shounen-Serien leider nicht der Fall ist. Allerdings muss ich sagen, dass ich einige der albernen Designs sehr abschreckend fand. Mir sind da Serien wie Fullmetal Alchemist oder Ushio und Tora deutlich lieber, die bodenständige Designs haben – ich fand ja auch One Piece am Anfang noch am besten, als die meisten Charaktere noch recht normal aussahen. Ich bin auch nie wirklich ein Freund von Superkräften und langen Shounen-Kämpfen gewesen, und auch, wenn das Pacing hier durchaus angemessen ist, fand ich die zweite Hälfte von My Hero Academia nicht sonderlich spannend. Ich schätze, wenn sich die zweite Staffel primär auf längere Kämpfe konzentriert, werde ich sie nicht allzu sehr mögen. Hat sich ja schon bei Seven Deadly Sins gezeigt.

    Kurzfilme / Filme:
    Kurage no Shokudou: Netter Kurzfilm über einen Jugendlichen, der von zuhause weggelaufen ist, und einen anderen, der ihn bei sich aufnimmt, allerdings unter einer mysteriösen Krankheit leidet, die ihn mehr und mehr ans Wasser bindet. Hört allerdings auf, bevor es richtig anfängt, was schade ist.

    Utopa: Tolle und unschuldige Abenteuergeschichte in einer postapokalyptischen und äußerst kreativ gestalteten Welt. Hat ein mysteriöses Erkundungsfeeling, und zu 'ner ganzen Serie dazu würde ich definitiv nicht nein sagen.

    Omoi no Kakera: Schöner und ermutigender Film über eine betroffene Stadt fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe, der einerseits zeigt, dass die Wunden (sowohl an der Stadt als auch die der Bewohner) noch nicht geheilt sind, es aber trotzdem bergauf geht. Hat eine schöne Message, die recht konventionell, aber dennoch sehr nett vermittelt wird.

    Princess Arete: Sehr märchenhafter Film über eine Prinzessin, die von einem Zauberer "entführt" und ihres Willens beraubt wird, diesen aber nach und nach zurückerlangt. Das Pacing ist sehr langsam, deshalb fand ich ihn nicht allzu unterhaltsam, und die Story hat auch keinen richtigen Höhepunkt (außer vielleicht das Ende), aber die Handlung und Präsentation sind trotzdem schön. Man muss sich allerdings drauf einlassen, denn es gibt wirklich kaum Action und Aufregung.

    Garo -DIVINE FLAME-: Als Fortsetzung zu Garo einerseits nett, da der Film ein paar interessante neue Ideen einführt, aber andererseits ist die Haupthandlung wirklich äußerst simpel und wurde mit "Sidestory" auf anderthalb Stunden gestreckt. Hat einige coole Action-Szenen, coole Szenarien und natürlich die bekannten Charaktere, aber die Handlung selbst gibt wirklich nicht so viel her und hat am Ende auch ein paar dumme Momente. Für Garo-Fans durchaus sehenswert, allerdings auch wirklich kein Must-See.

    Orange: Mirai: Leider zu 75 Prozent Recap. Gibt zwischendurch ein paar neue Szenen mit Suwa und am Ende 15 Minuten "Epilog", aber alles fühlt sich nicht wirklich neu und erst recht nicht eigenständig an. Im Grunde genommen ist es ein Recap-Film mit einem alternativen Epilog-Ende; das neue Material hätte wohl nicht mal für eine TV-Episode gereicht. Entsprechend ist der Film auch wirklich nur für die zu empfehlen, die die Serie entweder sehr mochten oder nicht mehr gut in Erinnerung haben.

    Douykuusei: Ein sehr "warmer" Film in einem interessanten Stil, der sich um die Liebesgeschichten zwischen zwei Jungen (Klassenkameraden, daher der Titel "Doukyuusei") dreht. Der Anfang der Beziehung wirkt ein bisschen überhastet, im weiteren Verlauf ist die Darstellung aber durchaus schön, auch wenn es ein paar der typischen angsty/Missverständniss-Momente gibt, die ich am Genre nicht mag. Ein bisschen schade ist's, dass sich der Film wirklich fast nur auf die Beziehung und kaum auf das Privatleben der beiden Protagonisten konzentriert, aber mehr war wohl in 60 Minuten Screentime nicht drin. Trotzdem ist es ein sehr schöner Film und im Anime-Bereich sicher eines der besten (und wohl wenigen guten) Werke über homosexuelle Beziehungen, das sich nicht auf eine bestimmte Zielgruppe versteift – und definitiv auch "sinnlicher" als die meisten Animes; ist ja schon fast ein Wunder, wenn die Charaktere da mal Händchen halten. Habe da eigentlich nicht allzu viel gesehen, glaube aber, dass auch nicht wirklich viel sehenswert ist. Aoi Hana werde ich mir bei Gelegenheit aber sicherlich mal anschauen, von der Autorin mochte ich ja auch Wandering Son unheimlich gerne.

    Lupin III: Daisuke Jigen's Grave Stone 2/2: Weniger artsy als Fujiko Mine, aber trotzdem deutlich brutaler und sexuell aufgeladener als der andere Lupin-Kram. Die Geschichte ist auch ganz spannend inszeniert und Lupin und Jigen sind hier mal nicht quasi unverwundbar, sondern auch öfter mal in Lebensgefahr. Die Auflösung fand ich nicht ganz zufriedenstellend, aber unterm Strich war es interessant genug, dass ich mir neuen Goemon-Film von Takeshi Koike sicher auch beizeiten ansehen werde.

    Geändert von Narcissu (15.03.2017 um 21:07 Uhr)

  3. #3
    K-On S2 ist um einiges stärker als S1. Also meiner Meinung. Ich glaub das ist auch son bisschen das Problem der Serie. Die meisten droppen sie nach ein paar Episoden in S1. Hab ich damals auch mehr oder weniger gemacht, da es nicht sonderlich interessant war. Aber S1 fängt sich zumindest ein bisschen, auch wenn es bis S2 braucht, bis die Serie wirklich stark wird. Manche Episoden waren echt gut gemacht, auch vor dem Ende. (Der Schulausflug z.B. ) Weniger Musik, ok, aber der Rest war imo um einiges besser, weshalb ich die Staffel klar bevorzuge. Der Film schließt auch schön dran an und ist ein guter Abschluss gewesen.

  4. #4
    Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
    K-On S2 ist um einiges stärker als S1.
    Hatte sich S2 nicht auch mehr vom Manga distanziert und noch stärker n eigenes Ding gemacht? Gibt ja einige die sagen, dass die 2. Staffel besser ist.

    In den letzten Wochen hat mich mal wieder das Animefieber gepackt und ich hab einige Shows angesehen... von teilweise echt dubioser Qualität. Sehr viel aus den Jahren 2014-2016, schaue auch nur Shows die schon beendet sind (was nicht heißt, dass sie ein Ende haben, weil... Manga Adaptionen und so^^). Geh mal einfach in der Reihenfolge durch, wie ich geguckt habe (und nicht alles, sonst wird das hier zu lang xD):

    KILL la KILL: Na, das war ja was. Sehr eigenwillige (aber coole) Animationen und Fanservice, der ein direktes Storyelement ist in einem Kampf der Dynastien. Hat mir durchaus gefallen, auch wenn eine Arc in der Mitte (irgendwie Ep 12-16 rum?) nicht unbedingt so toll war. Die Spezialfähigkeiten der Kleidung sind teilweise echt abgefahren und der Humor ist lustig. Die teils minimalistischen Animationen wurden auch echt gut für Comedy eingesetzt. Stylistisch ziemlich toll.

    Kiznaiva: Boah, wieso hab ich das zu Ende gesehen? Der Plot kam eigentlich erst in den letzten paar Eps in Fahrt und der Serie hätten sicher 1-2 weitere Folgen gut getan. Der Höhepunkt war sicher der totale Zusammenbruch in Episode 9 (oder so), auch wenn das schwer ernstzunehmen war. Das Konzept hätte man sicher noch interessanter / lustiger verwenden können, gerade der Char, der es toll findet, Schmerz zu empfinden, war eher unterrepräsentiert.Womit die Show aber auf jeden Fall punkten kann sind die Animationen, echt nicht übel wie gut die meisten Szenen hier aussehen.

    Log Horizon (bis Ep. 5):
    Dunno, wird ja unter vielen als das "clevere" SAO. Gut, um cleverer zu sein als der Rotz muss man nicht viel tun, aber irgendwie ist die Serie so verdammt... langweilig. Ist ja nett, dass jedes Konzept eingeführt wird und der Schreiber hat sich über MMORPGs Gedanken gemacht, aber das macht den Serienfluß halt sehr zäh.

    Sakurako-san: Hätte ich gar nicht angefangen, wenn ich gewusst hätte, dass es eine offene Geschichte ist :/
    Sakurako ist ein toller Charakter, aber es hätte der Serie definitiv gutgetan den Detektiv-Aspekt mehr in den Vordergrund zu stellen (also, dass auch die Zuschauer ein wenig miträtseln können). So wirkt es eher wie eine Superpower, die sie hat (und wird auch genau so dargestellt). Eine zweite Staffel würde ich mir nur vielleicht angucken, insgesamt wars dann auch nicht so~ spannend.

    Koutetsujou no Kabaneri: Gut, dass war dumme Action. Also richtig dumme Action. Aber meine Fresse, sehen die Kämpfe gerade am Anfang gut aus. Und die Hanging Scene am Ende von Ep 1 kann ich mir immer wieder angucken, weil das Ganze so genial inszeniert ist. Mag auch das generelle Artdesign sehr gerne, hat etwas klassicheres (aus den 90ern oder so?) was man heute kaum noch sieht. Der "Plot" in der zweiten Hälfte war viel zu schnell und die Motivation vom Bösen zu vage. Man konnte sich ein paar Sachen zusammenreimen, aber ein paar mehr Episoden hätten dem hier wohl gutgetan. Andererseits hätte das der Serie die Geschwindigkeit genommen und wäre vielleicht noch fataler als ein Plot, der nur ein Gerippe ist. Hat mir durchaus gefallen, alleine die bescheuerte Idee, dass man eine Zombie Apokalypse hat, bei der man mit fetten Zügen durch die Kante fährt ... holy Shit ^^°


    Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku wo!: Hielt von dem Konzept am Anfang nicht viel, aber der Humor war dann doch nicht mal so übel. Irgendwas ist lustig an dem Haufen von Vollversagern, die sich hier versammelt haben. Hat aber in der zweiten Hälfte ein wenig an Dampf verloren und den Humor fand ich schon irgendwie repetitiv. Keine Ahnung, ob ich mir die zweite Staffel ansehen werde.

    Re:Zero: Gut, das scheint wohl einer der recht gehypten Anime des Jahres zu sein. Fand ihn auch nicht schlecht. Zu meiner Überrschung wurde die Zeitreisemechanik wirklich exzessiv eingesetzt, so dass jedes "Kapitel" sicher mindestens 3 Mal wiederholt werden muss, bis es erledigt werden kann und in jedem Trial ziemlich viel abgefuckter Kram passiert. Fand auch die emotionale Ebene in Ordnung, die der Mainchar durchmacht, obwohl ich ihn absolut nicht ausstehen kann.
    Irgendwas nervt mich immer an diesen vorlauten Charakteren, die dann die ganze Zeit Scheiße bauen und danach immer noch so tun, als wären sie die geilsten und natürlich immer total optimistisch sind. Aber gut, hier ist der Bonus, dass das meiste von dem, was er macht, einfach schiefgeht und er alles wiederholen muss. Macht ihn ein wenig besser, prinzipiell wie Tom Cruise in Edge of Tomorrow
    Die Zeitreisemechanik ist aber gleichzeitig eine der größten Schwächen der Serie. Dadurch, dass jeder Arc irgendwie 3-4 Mal wiederholt wird, kriecht die Story nur so vor sich hin. Würde man die Episoden, die *wirklich* passiert sind, aneinanderreihen, hätte man wohl gerade mal 5-6 Folgen. Gleichzeitig vertrauen ihm viele der Charaktere, die ihn eigentlich nur für wenige Tage kennen, viel zu schnell. Wie gesagt, man muss sich immer in Erinnerung rufen, wie wenig Zeit *tatsächlich* vergangen ist (was die Serie anfangs auch tut, aber später sind viele Chars, die ihn kaum kennen, dann trotzdem beste Kumpels mit ihm).

    So, dabei belass ichs dann erstmal, auch wenn ich noch ein paar weitere Sachen angeschaut habe.

  5. #5

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Sword Art Online The Movie: Ordinal Scale
    Obwohl im Internet über die Serie so viel gemeckert wird, scheinen die Leute die Reihe doch zu mögen, denn der Film dürfte inzwischen - trotz der wenigen Vorstellungen im deutschsprachigen Raum - bis zu 40.000 Besucher gehabt haben. Eine sehr beachtliche Zahl, dafür dass die Reihe doch "so scheiße ist". Bisher lief der Film bei mir in der Stadt glaube ich auch nur 1x in der Woche und dann immer nur mit der deutschen Synchronfassung (die mir bei der Serie nicht wirklich zugesagt hat). Erfreulicherweise gab es aber heute noch eine Vorstellung im japanischen Original mit deutschen Untertiteln, die ich mir angeschaut habe. Da mir bereits die Serie zusagte, war ich vom Film ebenfalls positiv überrascht. Wie bereits bekannt war, wird die Serie mit dem nächsten Handlungsstrang Alicization fortgesetzt und der Film setzt mit einer komplett neuen Story nach Mother's Rosario und eben Alicization an. Zwar hat man hier drei neue Charaktere eingeführt, doch wurden diese perfekt in das bisherige Universum eingebaut, ohne dadurch unglaubwürdig zu wirken. Das Thema AR spielt dieses Mal die Rolle, denn viele ehemalige Spieler von SOA und ALO haben nur mit dem AR-Spiel Ordinal Scale angefangen. Kirito steht dem Spiel und AR skeptisch gegenüber, was schließlich eine gute Idee war, denn mal wieder will man den Überlebenden von Sword Art Online an den Kragen. Der Soundtrack von Yuki Kajiura ist ziemlich wechselhaft, denn während die ganzen gesungenen Titel durchgehend überzeugen können, ist das bei der Hintergrundmusik mal so mal so. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, sich kurzfristig die Karten besorgt zu haben.

    Was mich aber genervt hat und weniger mit dem Film zu tun hatte, war eine Gruppe von 10 Leuten in der Reihe hinter mir. Ich gehe oft ins Kino und egal welchen Film ich bisher gesehen hatte, die Leute waren immer anständig und leise. Scheinbar ist das bei Anime-Filmen in Kino anders, denn so daneben wie die, hat sich echt noch nie jemand benommen.

  6. #6
    Zitat Zitat von Knuckles Beitrag anzeigen
    Was mich aber genervt hat und weniger mit dem Film zu tun hatte, war eine Gruppe von 10 Leuten in der Reihe hinter mir. Ich gehe oft ins Kino und egal welchen Film ich bisher gesehen hatte, die Leute waren immer anständig und leise. Scheinbar ist das bei Anime-Filmen in Kino anders, denn so daneben wie die, hat sich echt noch nie jemand benommen.
    Das hab ich bisher nur erlebt, wenn's irgendwelche Filme waren, die Kinder oder Teenies angelockt haben (ohne die Eltern wohlgemerkt).

    Könnte mir vorstellen, dass man da halt bei Anime in genau dieser Nische rutscht. Wobei ich letztens im Kino war und ein paar Leute konstant am Handy waren, natürlich mit der Bildschirmhelligkeit auf Maximum gedreht. <_<

  7. #7
    Tamayura ~graduation photo~ 4/4: Netter Abschluss für die Serie, allerdings jetzt auch kein Highlight. Hatte einige schöne "Abschluss"-Momente und es ist generell immer toll zu sehen, wie sich Charaktere nach drei Jahren Oberschule entwickelt haben.

    Ristorante Paradiso 12/12: Super entspannende Serie mit tollem Italien-Setting. Relativ erwachsenes und bodenständiges Drama, dazu eine sympathische und glaubwürdige Hauptfigur. Befriedigt natürlich auch einen bestimmten Fetisch, aber das wirkt jetzt nicht störend, weil es gut in die Geschichte integriert wurde. Hat auf jeden Fall eine ganz eigene Atmosphäre und ich hab jede Folge gern geguckt. Jetzt muss ich nur noch ACCA gucken.

    K-On!! Film: Ganz netter Abschluss für die Serie, allerdings fand ich einige Momente der zweiten Staffel doch deutlich stärker. Die größten Probleme des Films waren imo, dass die Hälfte schon um war, bevor sie überhaupt in London ankamen und dass die Mädchen in London auch nichts anderes gemacht haben als in Japan – Interaktionen mit den Menschen vor Ort gab es nur im beschränkten Maße und das waren auch immer die Highlights (Vorspielen in dem Restaurant). Aber kann man auf jeden Fall gut gucken, hat jetzt keine Hänger oder so, nur ist das jetzt auch nichts, was der Geschichte noch viel geben würde.

    Lupin III: Ishikawa Goemon's Spray of Blood: Gelungener Kurzfilm mit schöner Atmsphäre und toller Action. Die Story wirkt zunächst etwas überladen dafür, dass es im Grunde genommen nur um Goemons Charakterentwicklung geht, was sich in der zweiten Hälfte aber legt. Der Axtmann ist jetzt nicht der spannendste Charakter, weil er auch eindimensionaler ist, als man am Anfang denkt. Aber unterm Strich war’s trotzdem eine coole Episode im Lupin-Universum und einfach sehr unterhaltsam. Fand ich unterm Strich sogar besser als Daisuke Jigen's Grave Stone.

    Nobunaga no Shinobi (Ninja Girl & Samurai Master) 26/26: Erstaunlich niedliche und unterhaltsame Kurzserie über Nobunagas Feldzüge etc. in der Zeit der streitenden Reiche. Hat sehr viel Charme, das kleine Shinobi-Mädchen ist super niedlich und man lernt nebenbei noch ein bisschen über das, was damals so passiert ist, auch wenn das für den unkundigen Zuschauer etwas überwältigend ist. Die Namen kamen mir übrigens noch alle aus Nobunaga Concerto bekannt.

    Mitsudomoe 3/13: Dropped. Humor absolut nichts meins.

    Gundam Build Fighters 25:25 Was zuerst wie ein 25-minütiger Werbespot für Gunplas wirkt, entpuppt sich schnell als eine der besten Shounen-Serien der letzten Jahre. Sehr klassisch – auf eine gute Weise. Die Charaktere sind alle sympathisch, die Kämpfe in der ersten Hälfte noch eher belanglos, in der zweiten dann aber teils richtig gut inszeniert. Hat viel Charme, einige niedliche und schöne Momente und hin und wieder auch guten Humor. Der Hauptantagonist war zwar letztlich lahm, aber ich bin trotzdem rundum mit der Serie zufrieden.

    Gundam Build Fighters Try 25/25: Es ist im Grunde genommen mehr vom gleichen und deshalb inhärent schon weniger besonders. Den Hauptcast mag ich ganz gern und die Idee mit den Dreierkämpfen sorgt dafür, dass die Serie sich zumindest etwas von der ersten abhebt. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Fokus deutlich mehr auf den Kämpfen liegt, die zwar visuell besser in Szene gesetzt, aber für mich meistens trotzdem nicht allzu spannend sind. Hier greift wieder dieses Turnier-Ding, das im andere Thread ja schon diskutiert wurde: Es gibt einfach zu viele Kämpfe gegen Gegner, die erst kurz vorher eingeführt wurden. In GBF war es cool, Kämpfe gegen Charaktere zu sehen, die man schon seit den frühen Folgen kannte, aber dieser Kontext fehlt bei Try leider oft. Dadurch, dass die Kämpfe auch länger sind, zieht es sich auch etwas und der Teil abseits der Kämpfe kommt insbesondere in der zweiten Hälfte etwas zu kurz.

    Bin mal gespannt, was es mit den neu angekündigten GBF-Animes auf sich hat und hoffe, dass das eine eine neue TV-Serie wird. Ich würde gern mehr über Reijis Welt und Arian erfahren, das kam, nachdem in S1 ja so viel angeteasert wurde, dann doch etwas kurz und man hat kaum etwas über Reijis Umstände erfahren, außer, dass er ein Prinz ist und dass die Plavsky-Partikel aus seiner Welt kommen.

    G Gundam 10/50: Boah, die Serie ist echt Trash. Bewusster Trash. Es ist unglaublich, wie viele billiger Länder- und Rassenklischees hier ausgepackt werden, allein die Namen der Charaktere sind schon lächerlich (Neo-Kanadas Gundam Fighter ist ein bärtiger Hüne mit Axe, der Franzose ein blonder Schönling, der deutsche ein Muskelmann im Ganzkörperanzug mit dem Namen Schwarz Bruder, die Chinesen haben einen Drachen-Gundam und die Ägypter eine Mumie). Der Hauptcharakter ist ein misogynes Arschloch, der ständig seine Begleiterin für Nichtigkeiten anbrüllt. Von mir aus würde ich die Serie wohl eher nicht gucken, aber ich verstehe, dass sie in bestimmten Kreisen einen gewissen Kultstatus genießt, denn wenn man sich der Natur der Serie bewusst ist, kann man durchaus ein wenig schelmischen Spaß dran haben.

    Geändert von Narcissu (13.05.2017 um 13:54 Uhr)

  8. #8
    So, mal wieder die erste Staffel von Bakemonogatari reingeworfen. Bin immer noch fasziniert davon, dass man eine Serie voller Dialoge, in der relativ wenig "passiert", dennoch so unterhaltsam machen kann. Die Tatsache, dass eigentlich alle Mädels und Arararagi sympathisch sind tut natürlich ihr übriges. Eigentlich ist die Show ja auch irgendwie ein pretentious Pin-Up Kalender. Aber hey, man schaut das Ding ja nicht wegen des classy Fanservice, sondern der genialen Dialoge. Bei denen man von den Wortspielen sicher nur 50% versteht, wenn man nicht ewig pausiert. Aber hey, manchmal reichen auch die unterhaltsamen Performances der VA. Nicht umsonst hab ich mir jede Episodenvorschau angesehen und war immer nur geflashed davon, wie die Mädels labern können ^_O

    Beim Anfang von Nisemonogatari ist mir aber dann sofort aufgefallen, wieso ich die Reihe da abgebrochen hatte... Fanservice und Tsundere geht auf 1000% hoch, das war zu viel für mich

    edit: Oh, wie konnte ich das Zähneputzen nur vergessen O_O

    Geändert von Sylverthas (17.05.2017 um 19:35 Uhr)

  9. #9
    A Silent Voice: Ich fand den Film wirklich sehr stark, gerade die erste Hälfte. Ich saß wirklich die meiste Zeit sehr angespannt und gefesselt dar. Angespannt deshalb, weil das gezeigte Mobbing einen schon sehr wütend machen kann, das hat der Film sehr gut hinbekommen. Visuell natürlich 1A, das war zu erwarten, aber besonders die Regie ist auch fantastisch. Ich habe ja schon vorher viel von Naoko Yamada gehalten, aber A Silent Voice unterscheidet sich ja natürlich inhaltlich deutlich von ihren anderen Regiewerken (K-On! und Tamako Market). Einerseits gibt es wieder viele interessante Kameraeinstellungen, die oft auch gut die Psyche des Hauptcharakters wiedergeben, und dann wurden viele Dinge einfach sehr kreativ gelöst. Ich hab den Manga nicht gelesen, deshalb weiß ich nicht, was davon auf die Kappe des Animes geht, aber ich fand es zum Beispiel cool, wie die Gesichter der Leute, denen Shouya nicht ins Gesicht gucken kann, von einem X verdeckt wird. Trotz der Länge (130 Minuten) fühlt sich der Film nie gestreckt an. Es hat sich für mich auch authentisch angefühlt, wie ein tauber Charakter dargestellt wird (z.B. die Versuche, zu sprechen). Das Ende war mir vielleicht etwas zu „sauber“, aber sonst hab ich wirklich nicht viel auszusetzen. War ein ausgezeichneter Film mit viel liebe zum Detail und exzellenter Regie.

    Santa Claus Tsukamaeta: OVA über einen kleinen Jungen, der den Weihnachtsmann fangen will, um seinen Freunden zu beweisen, dass es ihn wirklich gibt. Die Idee ist niedlich, die Umsetzung generisch und teilweise zu gekünstelt witzig und der Zeichenstil hat mir nicht allzu sehr zugesagt. Hab's auch nur gesehen, weil ich es per Zufall gefunden hatte.

  10. #10
    Ah, A Silent Voice wollte ich auch mal reinschauen. Klingt ja sehr gut, was Du davon erzählst (und auch sonst hab ich positives dazu gehört). Wird dann hier vermutlich eher der Manga (der ja zum Glück abgeschlossen ist), vielleicht dann ergänzend dazu den Anime. Auf jeden Fall mal auf die Liste gepackt, danke

    Selber habe ich mir noch mal Fullmetal Alchemist - Brotherhood gegeben. Die Serie ist einfach klasse und die ganzen Folgen habe ich dann wohl doch ne Ecke mehr gebinged als ich es eigentlich hätte tun sollen^^
    Wobei ich denke, dass das, was die Serie so gut macht, die Tatsache ist, dass sie wirklich wenige Schwächen hat, und nicht, dass sie wirklich in vielen Punkten exzellent ist.

    Was ich ein wenig schade finde ist, dass einem die ganze Show über so viel vom Land gezeigt wird, aber dann das letzte Viertel praktisch nur noch in Central stattfindet. Das lässt den Rest der Serie eher so erscheinen, als wäre es dafür da gewesen, die "Truppe für den Endkampf" zu sammeln (was ja auch genau das ist, was passiert; immerhin treten so ziemlich alle relevanten Charaktere wieder auf^^°). Ist bestimmt ganz im Geiste von Shounen Serien, aber lässt die Story insgesamt eher einfältig erscheinen. Andererseits ist das wohl eher ein Kritikpunkt an typischem Shounen als an der Serie speziell.

    Werde mir wohl, wenn ich die Zeit habe, noch mal FMA(03) anschauen. Ich habe die Serie immer in sehr guter Erinnerung gehabt und fand den Impact von FMA-B deutlich schwächer, obwohl es ja allgemein als die bei weitem bessere Serie durchzugehen scheint. Wird spannend zu sehen, ob das einfach nur gute Erinnerungen meinerseits waren oder die Serie doch Aspekte hatte, die sie (für mich) besser macht als Brotherhood. Hatte insbesondere immer das Gefühl, dass die 2003er Show viel düsterer und ernster war. Naja, mal schauen.

    Geändert von Sylverthas (23.05.2017 um 14:37 Uhr)

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