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Thema: now watching / now reading

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Black Lagoon S2 12/12: War durchgehend recht solide, aber imo schwächer als die erste Staffel. Die erwarteten Charaktermomente blieben leider fast gänzlich aus, dafür wurden aber die Antagonisten etwas stärker beleuchtet, insbesondere im ersten (Killer Loli) und letzten Arc (Mafia). Die tragischen Momente sind die, die für mich am meisten hervorstechen. Die grundsätzliche Struktur der Serie bleibt aber immer gleich und es ist etwas schade, dass es kaum Entwicklung gibt. Außerdem habe ich in dieser Staffel Dutch vermisst, der wirklich kaum vorkam. Die Badass-Action ist aber nach wie vor cool. Mal schauen, wann ich mir Roberta's Blood Trail gebe.

    Fastening Days 2: Wie der erste Teil animationstechnisch sehr toll und eigentlich rundum spaßig. Für ein Werbevideo extrem cool. Diesmal auch mit englischen Stimmen, die aber eher cringy sind.

    Otaku no Video 2/2: Das war mal ein extrem cooles Werk über die Ursprünge der Otaku-Kultur. Sowohl der Anime-Teil als auch die Pseudo-Dokumentationen haben ein ziemlich ehrliches und schonungsloses Bild geliefert, das aber gleich auch mit einer gewissen Romantik und viel Witz versehen war. Zunächst fand ich eigentlich eher die Anteile des Realfilmmaterials interessanter, aber irgendwann habe ich auch Gefallen am Anime-Teil gefunden, der doch enorm viel Charme hatte. Wie eigentlich die ganze Otaku-Kultur damals, die wirklich noch Nische war (und in gewisser Hinsicht unschuldiger) als die kommerzialisierte und identitätsschwache Mainstream-Erscheinung von heute.

    Arslan Senki OAD 1: Oh, die Serie hat auch mal Humor. Hat sogar ganz gut funktioniert, Arslans Naivität ist schon herrlich. ^^

    Noragami Aragoto OADs 2/2: Beide Episoden waren ganz lustig und schön, aber haben der Serie nichts Neues gegeben und waren inhaltlich auch nicht besonders memorabel. Wer die Serie mochte, wird aber auch die OADs mögen.

    Garakowa: Ein einstündiges SciFi-Drama, das im Mittelteil mehr aus Slice-of-Life besteht und gegen Ende wieder mehr Story hat. Kommt aber nicht wirklich gut rüber, die extreme Tragik ist sehr vorhersehbar und wirkt zumindest bei mir auch gar nicht, weil sie zu melodramatisch wirkt und man wenig Zeit hatte, die ohnehin generischen Charaktere wirklich kennenzulernen. Beim ersten Schauen versteht man auch nicht alle Zusammenhänge.

    Hakujaden: Der erste Anime-Farbfilm. Damals sehr einflussreich, heute fast vergessen. Es ist schwer zu übersehen, wie sich Japan an Disney orientiert hat – die Tiere und Gesangseinlagen lassen grüßen. Abgesehen davon wirkt die Handlung aber märchenhafter, tragischer und natürlich stark chinesisch angehaucht, was man auch von der Musik sagen kann. Animationstechnisch vermutlich mit das flüssigste und zum Teil auch beste, was die Industrie je hervorgebracht hat. Da steckt extrem viel Budget und Arbeit drin. Die Handlung selbst ist aber nur zu Anfang und gegen Ende interessant. Der Teil, in dem die Tiere die Hauptrolle spielen, hat mir nicht sonderlich gefallen und die ganze Darstellung muss man natürlich auch im Kontext der Zeit sehen, denn die heutigen Standards sind vollkommen anders. Aus historischer Sicht definitiv empfehlenswert, ist auch gar nicht so schwer konsumierbar wie ich ursprünglich erwartet hatte.

    Bungou Stray Dogs 12/12: Solide Bones-Kost, aber in keinerlei Hinsicht bemerkenswert gut. Die Serie ist an sich recht episodisch und ist eine Mischung aus Drama und Komödie, wobei die doch teils recht dunklen ernsten Momente oft unpassend von Witzen unterbrochen werden. Der Cast ist recht sympathisch und farbenfroh, doch eine emotionale Bindung konnte ich nicht so recht aufbauen. Auch wenn die Serie grundsätzlich unterhaltsam war, kam bei mir auch nie wirklich Spannung auf. Cool ist, dass die wichtigen Charaktere alle relevanten Figuren der (meist japanischen) Literatur nachempfunden sind, auch in ihren Persönlichkeiten. Insbesondere ist mir das bei Dazai Osamu und Kenji Miyazawa aufgefallen, mit deren Werken und Geschichten ich teils vertraut bin. Kenjis naive Frohnatur und Dazais Suizidsucht haben den beiden auf jeden Fall eine individuelle Note verliehen. ^^

    S2 werde ich auch gucken, aber es ist nichts, worauf ich jetzt gehyped wäre. Solide Kost eben.

    Onkyou Seimeitai Noiseman: Animationstechnisch unwerfend! Echt krass, was Kouji Morimoto und Masaaki Yuasa 1995 bereits hinbekommen haben. Visuell höchst individuell und erfrischend, mit atemberaubenden Action-Szenen und teils kaleidoskopartigen Segmenten. Inhaltlich total konfus und vergessenswert, aber was soll's: Hier geht's darum, 15 Minuten feinste experimentelle Animationskunst zu genießen, die man so kein zweites Mal sieht!

    Kagewani 13/13: Im Gegensatz zu Yami Shibai hat die Serie tatsächlich so etwas wie eine Story, sowohl in den einzelnen Episoden als auch episodenübergreifend. Hat mir im Großen und Ganzen auch ganz gut gefallen, war auf jeden Fall packender als Yami Shibai, wenn auch weniger "gruselig" (wobei Yami Shibai das auch nicht sooo sehr war). Teilweise jedoch arg billig animiert, mit starken Foto-Elementen, die schlecht kaschiert wurden. Mal schauen, wie S2 so ist, denn das Ende war ja sehr offen. ^^

    Geändert von Narcissu (03.09.2016 um 14:07 Uhr)

  2. #2
    Durarara!! 24/24: So, ich hab die erste Staffel jetzt auch mal nachgeholt und fand die Serie letztlich auch ganz unterhaltsam und frisch. Frisch primär wegen der Präsentation, die die Serie ziemlich einzigartig macht, aber auch eine der größten Schwächen ist. Eine ähnlich unchronologische Erzählform gab es ja schon in Baccano!, dort hat es aber für mich besser funktioniert, weil die Handlung mehr wie eine Kriminalfall aufgebaut war, der nach und nach aufgelöst wird. Während das in Baccano! durchaus auch insbesondere anfangs dafür gesorgt hat, dass man vieles nicht versteht, war bei Durarara!! imo das größere Problem, dass sich das negativ auf das Pacing ausgewirkt hat, da es ständig irgendwelche Flashbacks und Perspektivenwechsel gab, die die Handlung aufgebläht haben (ähnlich wie bei Monster mit den ganzen Sidestorys). Am Anfang und Ende war die Handlung aber doch halbwegs spannend und ich mochte die meisten Charaktere auch ganz gern. Im Großen und Ganzen ist es aber definitiv mehr Style als Substance, und im Gegensatz zu Baccano! kann Durarara!! auch nicht mit einem coolen Setting punkten. Unterm Strich mochte ich die Serie aber durchaus – gerade, wie nach und nach aufgedeckt wurde, dass alle drei Hauptcharaktere Dreck am Stecken haben, war cool – und werde mir die Nachfolgestaffel auch noch geben, aber nicht sofort.

    Geändert von Narcissu (04.09.2016 um 19:49 Uhr)

  3. #3
    Rewatche zur Zeit Fate/Zero mit meinem Bruder, der die Serie noch nicht kennt und auch sonst eher wenig Anime guckt.
    Wir haben gerade die zwei Episoden gesehen, die den Hintergrund von Kiritsugu beleuchten. Ich hatte die eher negativ in Erinnerung und nach dem wiederholten gucken, finde ich sie noch schlechter.
    Zähle sie sogar insgesamt mit zu den schlechtesten Episoden der Serie. Ich finde es zwar gut, dass beschlossen wurde solche Folgen zu machen, jedoch ist der Versuch das gut umzusetzen in meinen Augen gescheitert.
    Zuallererst sind es für mich einfach mal zu wenig Folgen um eine Geschichte der Größenordnung abzuhandeln. Zum einen können einem die "neuen" Charaktere nicht wirklich ans Herz wachsen, geschweige denn irgendwie einen Eindruck hinterlassen, inwiefern sie wichtig für Kiritsugu sind.
    Zum anderen sind im Laufe der Handlung so viele unpassende und unlogische Timeskips, da nicht genügend Zeit ist, Dinge vernünftig zu erklären und zu zeigen. Ein Beispiel wäre da der Sprung von Abend zu Nacht, kurz nachdem Shirley Kiritsugu bat sie zu töten.
    Auf einmal ist das Dorf komplett infiziert und überall sind Magier und Kirchendudes.
    Auch sonst gibt es noch genügend Kleinigkeiten bei der Präsentation, die mich gestört haben. So viel Edginess und aufgezwungenes Drama haben mich das ein oder andere Mal hart "cringen" lassen.

  4. #4
    Ich fand die damals auch sehr schwach, vor allem während sie gelaufen sind. Danach konnte ich sie als ""notwendigen"" Teil akzeptieren, aber ja, ist in der Umsetzung schon etwas negativ herausgestochen, zumal sich sonst ja so einiges in der Serie von üblichen Inszenierungen abhebt. Und das war halt einfach mega Standard, und der Charakter jetzt auch nicht unbedingt so faszinierend, dass er das rechtfertigt.

    Zitat Zitat
    und im Gegensatz zu Baccano! kann Durarara!! auch nicht mit einem coolen Setting punkten.
    Also ich nehme ja tausendmal lieber Gangs und seichte Urban Fantasy in einem überzogenem Ikebukuro als dasselbe in einer überzogenen Prohibition. Für mich hat das Pacing der ersten Staffel aber auch absolut perfekt funktioniert, wie ein einziger Rausch. Leider hat Baccano einen krassen Cliffhanger, der die Serie in meinen Augen hart heruntergezogen hat. Was "Style over Substance" angeht, finde ich die Serien eigentlich zieeemlich identisch ... imho tragen die Charaktere aber auch locker genug Substanz mit sich herum; mehr an anderen Enden wäre da eher störend. Letztendlich müssen glaub ich beide Serien einen Nerv treffen. Und Durarara trifft so ziemlich jeden einzelnen Nerv meines Körpers. <3

    Den ersten Teil von S2 fand ich da im Gesamtbild etwas schwächer. Mal sehen wie sie da so weitermachen. *muss mal wieder gucken*

  5. #5
    Welchen Cliffhanger meinst du bei Baccano? Ist schon 'ne Weile her bei mir, aber in meinen Erinnerungen war die Serie eigentlich ziemlich gut abgeschlossen.

    Style of Substance trifft es bei beiden ziemlich gut, ja. Und das Urbane bei Durarara!! hat durchaus auch etwas. Die Art, wie die Stadt dargestellt wird, hebt sich auch schon merklich von anderen modernen Schul-Animes ab, gerade mit dem Mystery, das mich positiv ein bisschen an Persona 3 erinnert hat. Aber im Vergleich fand ich Baccano! da doch noch frischer – insbesondere auch durch den Zug als Hauptschauplatz – da alle Charaktere dort tatsächlich an einem Ort waren, liefen die Handlungsstränge da imo auch echt gut zusammen. Liegt vielleicht auch am Cast. Durarara!! hatte zwar auch eine bunte Mischung aus allem, aber letztlich waren es doch primär ein paar Oberschüler und ein paar Charaktere, die vielleicht eetwas älter waren, während in Baccano! wirklich alle Altersklassen stark vertreten waren, vom Kind bis zum Opa.

    Aber klar, im Groben funktionieren die beiden Serien im Grunde genommen wirklich fast identisch.

  6. #6
    In der zweiten Durarara!!-Staffel kommen durch den stärkeren Mafia-Fokus auch noch ein paar ältere Charaktere dazu. Aber ja, ist schon irgendwo "jung", und ich gebe zu, dass mich das ebenfalls sehr anspricht, so sehr ich abwechslungsreiche Charaktere auch mag.

    Zitat Zitat
    Welchen Cliffhanger meinst du bei Baccano? Ist schon 'ne Weile her bei mir, aber in meinen Erinnerungen war die Serie eigentlich ziemlich gut abgeschlossen.
    Ist nicht die letzte Folge ein einziges Build-up für eine zweite Season, mit mehr okkulten Ritualen, neuen Charakteren und sowas? Aber kann sein, dass das wieder OVA oder sowas war und ich es direkt als Teil der Hauptserie gesehen habe. Das würde helfen, weil ich es dann gut ignorieren kann. :< Hatte Durarara!! ja auch, wobei es da immerhin so ein Mittelding aus seltsam-unterhaltsamem Filler und Foreshadowing war.

  7. #7
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Ist nicht die letzte Folge ein einziges Build-up für eine zweite Season, mit mehr okkulten Ritualen, neuen Charakteren und sowas? Aber kann sein, dass das wieder OVA oder sowas war und ich es direkt als Teil der Hauptserie gesehen habe. Das würde helfen, weil ich es dann gut ignorieren kann. :< Hatte Durarara!! ja auch, wobei es da immerhin so ein Mittelding aus seltsam-unterhaltsamem Filler und Foreshadowing war.
    Also die Serie endet iirc mit Miria und Isaac in der Gegenwart, was als Comedy-Element eingeschoben wurde, um zu zeigen, dass sie sich auch nach 100+ Jahren Unsterblichkeit nicht ändern. Die OVAs hab ich gerade nicht mehr so gut in Erinnerung. ^^

  8. #8
    Gestern Nacht aufgrund von Schlafproblemen wieder mit Outlaw Star anfangen. Immer noch einer der besten Anime aller Zeiten.
    Aller. Zeiten.
    Nein, nein, halt dein Maul: aller. Zeiten. Die Knarre verschießt Magie und der Typ heißt Gene Starwind. Ja, im Manga waren Tiddies drin die in der Serie nur angedeutet werden. Nein, der Anime ist trotzdem besser. Ja, vor allem auf englisch. Doch, die englische Dub ist perfekt obwohl sie beizeiten extrem hölzern ist. Deswegen ist sie perfekt. Doch, bestes Opening neben King Gainer.

  9. #9
    Koukoku no Shugosha ist relativ unterhaltsam. Effektiv mashen sie Militär-Fiktion im 19. Jahrhundert mit Dragonlance zusammen. Der Hauptcharakter ist ein Offizier in einer irregulären Einheit von Säbelzahntiegerführern, die das Pech hatte, direkt an der Front der NICHTRussischen Invasion im Einsatz gewesen zu sein.

    Die Zeichnungen sind gut, der MC hat definitiv Probleme und die Geschichten sind so geschrieben, dass sie schlussendlich nur mit viel Glück und nachdem ihre Einheit aufgerieben worden ist noch lebend aus der ersten Welle der Invasion rauskommen.

  10. #10
    Fate/Kaleid Liner 3rei Ep 11
    Da kommt best Shirou endlich vor und dann lassen sie den Trashtalk im Kampf weg. Meh.

  11. #11
    Billy Bat

    Ein Manga von Naoki Urasawa der sich um Verschwörungen dreht die allesamt mit einer Comic-Fledermaus zu tun haben deren Einfluss sich durch die Weltgeschichte zieht. Klingt seltsam, ist aber durchaus ganz interessant, wenngleich mich die Story nicht so sehr gepackt hat wie die von 20th Century Boys. Könnte vermutlich an den ganzen Zeitsprüngen und den vielen unterschiedlichen Charakteren liegen. Es gibt außerdem kein wirkliches Finale. Wirkt stattdessen so als ob die Serie mittendrin einfach aufhören würde. Mag so gewollt sein, aber als befriedigend kann ich es nicht bezeichnen. Kann man sich aber trotzdem mal anschauen, vor allem wenn einem die anderen Manga von Urasawa gefallen.

  12. #12
    Mahoutsukai no Yome: Hoshi Matsu Hito – OVA 1: Die erste ist nun schon ein paar Tage draußen und sieht wirklich gut aus. Nur Schade, dass die OVAs mit so großem Abstand rauskommen. Aber soweit habe sie die magische Atmosphäre gut umgesetzt bekommen. Erklärungen für die erste Hälfte gibt es allerdings keine bzw. nur ein paar grobe Umrisse, also entweder kennt man es schon oder muss sich halt so darauf einlassen. Wobei da jetzt auch nichts dabei war, wofür man jetzt unbedingt eine direkte Erklärung bräuchte. Allerdings kenne ich auch den Manga schon^^. Die zweite Hälfte funktioniert als Prequel soweit und vermittelt alles nötige, aber viel gab es noch nicht zu sehen. Mal sehen was die anderen OVAs da noch so bringen, aber das dauert halt .

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