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Thema: now watching / now reading

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  1. #1
    Ich kann nur vom Anime sprechen, aber da spielt die Gilde nach den ersten 2, 3 Folgen eine nicht ganz so wichtige Rolle mehr. ^^ Da geht es dann tatsächlich mehr um die Bewohner dieser Welt und wie sie auf den Protagonisten reagieren. Die Kämpfe sind btw auch ziemlich cool.

  2. #2
    So, X fertig gesehen. Der Gesamteindruck hat sich nochmals etwas verbessert, nachdem wir durch sind. Die Kämpfe waren mir natürlich zu kurz und zuviel Geblubber, aber der Plot-Twist um die Helden und die Traumseherin fand ich gut. Mal sehen, was als nächstes dran ist.

  3. #3
    Panda Kopanda: Kurzer Film von Takahata (Director) und Miyazaki (Story/Planing etc.) von 1972. Das Alter merkt man dem Film deutlich an, auch durch die Präsentation, aber rein inhaltlich ist er recht zeitlos. Ist halt ein nettes kleines Kinderabenteuer. Den zweiten Teil gebe ich mir demnächst auch mal.

    Sasuberi ~Miss Hokusai~: Endlich gibt's den Film übersetzt. Hab ihn gesehen und mochte ihn, wenn auch nicht ganz so sehr wie erwartet. Das lag vermutlich daran, dass es keinen richtigen "Höhepunkt" gab. Ich fand es sehr schön, wie behutsam die Beziehung zur blinden Schwester dargestellt wurde. Viele kleine Nuancen. Das Ende wurde nicht zu sehr dramatisiert und kam schon fast poetisch rüber. Von der Animation natürlich erstklassig, Pacing aber insgesamt vielleicht etwas langsam. Dennoch: guckenswerter Film. Werde ihn mir auf jeden Fall kaufen, sobald er hier erscheint. (Soll ja sogar in Kino kommen.)

    Danchigai 13/13: Ja, nette, warme Kurzserie, zum Glück hielt sich der Fanservice in Grenzen.

  4. #4
    Habe jetzt Children Who Chase Lost Voices aka Hoshi o Ou Kodomo aka Die Reise nach Agartha gesehen.

    War zwar nicht direkt schlecht, aber hat mir ehrlich gesagt nicht sonderlich gut gefallen. Einige wirre Storyelemente inklusive antiklimaktischem und irritierendem Ende, extrem gemächliches und bisweilen unausgeglichenes Pacing, und vor allem schwache Charakterisierungen der zentralen Charaktere. Ich brauche nicht unbedingt einen Exposition-Overkill, aber gar nicht per Dialoge zwischen den Figuren auf sooo viele Dinge einzugehen, als würde der Film einem befehlen "Nimm das so als gegeben hin!" ist dann doch irgendwie ein Unding. Damit meine ich nicht nur die surrealen Stellen in Agartha, sondern auch schlicht die Persönlichkeit, Motivation und Vergangenheit der Charaktere. Ich mein, ich lese auch gerne zwischen den Zeilen, wenn es da viel zu lesen geben würde, aber hier macht es sich der Autor viel zu einfach, indem er auf eine knackigere Erzählweise verzichtet und dem Zuschauer zu viel Raum lässt. Besonders störend fand ich in dem Zusammenhang eine Szene im ersten Drittel, in der der Film das gewissermaßen bewusst selbst sagt: Mädchen trifft Junge aus anderer Welt. Sinngemäß Junge zu Mädchen: "Du hast jetzt bestimmt viele Fragen, oder?" Mädchen: "Ja schon, aber es sind so viele, dass es eh zu lange dauern würde, die jetzt zu besprechen. Ich geh für heute lieber nach Hause und ins Bett." Danach sehen sich die beiden nie mehr wieder. WTF?! Das überstrapaziert meine Suspension of Disbelieve, nicht die seltsamen Kreaturen oder die Mythologie hinter der Geschichte. Entsprechend bleiben dermaßen viele Fragen offen, dass ein paar Aspekte geradezu random wirken. Da war doch dieser Kristall-Anhänger, den Asuna von ihrem verstorbenen Vater bekommen hat. Woher hatte er den? Wie ist sie an das supernatural Radio gekommen? Hatte ihr Vater was mit dieser Erzengel-Organisation zu tun oder war er schonmal in Agartha?
    Für mich fällt der Film mit seinen Charakteren. Die Reise nach Agartha kann als offenkundige Hommage an Ghibli-Filme gelesen werden und muss sich ob der deutlichen Parallelen einen Vergleich gefallen lassen. Doch während die Ghibli-Werke traditionell starke, aktive, selbstbewusste und interessante weibliche Protagonisten haben, ist Asuna in dem vorliegenden Streifen so ziemlich das Gegenteil davon. Sie kommt naiv rüber und lässt sich mitschleifen, die Handlung vorantreiben tun andere. Doch diese anderen haben auch nicht viel zu bieten - sowohl aus Shun als auch aus Shin hätte man viel mehr machen müssen als zwei oder drei kurze Begegnungen. Dadurch erscheinen mir Asunas Beweggründe auch nicht richtig nachvollziehbar. Hätte es da so etwas wie eine beginnende Liebesgeschichte gegeben, irgendwas mit einem stärkeren persönlichen Investment, sähe das anders aus. Der einzige, der was taugt, ist Mr. Morisaki, aber selbst der hat nicht viel zu melden.

    Die Story kommt hoffnungslos sentimental rüber und verliert dadurch völlig den Abenteuer-Spaßfaktor aus den Augen, der mit solchem Material locker einhergehen könnte (und das bei Ghibli btw. immerzu tat, trotz emotionalem Ballast). Das ist vor allem deshalb eine Schande, weil die Grundidee der Geschichte super faszinierend ist, praktisch unbegrenztes Potential eröffnet und dabei trotzdem tiefsinnig und bedeutungsvoll (und interpretierbar) bleiben kann. You know, diese ganze Schiene bezüglich Leben und Tod, das Loslassen und nach vorne blicken usw.
    Der Film geht fast zwei Stunden, aber für den Umfang des eigentlichen Inhalts hätten auch maximal anderthalb gereicht. Mir plätscherte das viel zu sehr vor sich hin, und damit will ich nicht sagen, dass es mir unbedingt nach Actionszenen verlangt. Aber es sollten interessante Dinge passieren, die dann auch relevant bleiben und sich in den Ablauf der Handlung logisch einfügen. Stattdessen wirkte hier vieles wie eine random Ansammlung von Ideen, die nur lose verbunden wurden, als wäre die Geschichte entstanden während sie schon animierten. Massig Charaktere und Konzepte werden eingeführt und tauchen danach nie wieder auf, als wären sie vergessen worden und die Geschichte unfertig - als würden ganze Szenen fehlen. Anders ausgedrückt hat Shinkai (zumindest in dieser Arbeit) nicht das Prinzip von Chekhov's gun verstanden. Ich kann mir dagegen lebhaft eine Ghibli-Version von Children Who Chase Lost Voices vorstellen, und es wäre glorious!

    Hab das leider in englischer Sprache gesehen und die Dub war wie so oft nur mäßig, was wahrscheinlich ebenfalls zu dem nicht allzu positiven Eindruck beigetragen hat.

    Jetzt stellt sich mir die Frage... Sind alle Makoto Shinkai Filme so? Style over Substance, Teen-Angst und nur möchtegern gedankenversunkenes Brimborium ohne Kern und Konflikt als Triebfeder? Ich habe vor über zehn Jahrenen seinen Kurzfilm Voices of a Distant Star geschaut und meine, den damals recht gut und originell gefunden zu haben. Ich sage gar nichts gegen diese emotionale Schiene, die hat ihre ganz eigene Daseinsberechtigung, aber wenn jene Facette unbedingt den unangezweifelten Fokus des Plots genießen soll, dann doch bitte lieber eher im Rahmen von etwas realistischeren Settings, die dafür besser geeignet sind (was Shinkai offenbar ja auch bereits gemacht hat mit 5 Centimeters Per Second oder The Garden of Words). Wenns eine Fantasywelt in Form des mythologischen Reiches der Toten im Untergrund unserer eigenen gibt, dann erwarte ich mir davon durchaus mehr als das von Hoshi o Ou Kodomo Dargebotene. Gewünscht hätte ich mir für den Film besser ausgearbeitete Charaktere, mehr und bedeutungsvollere Dialoge, ein paar nicht so übermäßig forciert, knapp und konstruiert wirkende Erklärungen für erhöhte Nachvollziehbarkeit, mehr visueller Einfallsreichtum und einen vernünftigen Spannungsbogen.
    Um daraus etwas Rundes zu machen, fehlte es imho auch total an Foreshadowing, wovon der Film massiv profitiert hätte. Beispiel: Wenn irgendwann vor der Ankunft in Agartha explizit gesagt worden wäre, dass es zwar theoretisch möglich sei, die Toten zu erwecken, aber das mit einem Preis zu zahlen ist, hätte es nicht so seltsam gewirkt, dass dieses Götterwesen plötzlich einen Körper verlangt, um Morisakis Frau zurückzubringen. Mir hätte es auch besser gefallen, wenn Morisaki ein richtiger, traditionellerer Bösewicht gewesen wäre. Ich mag den Aspekt, dass er aus menschlich verständlichen Gründen das Falsche zu tun gedenkt, und das hätte man ja zum Teil beibehalten können, aber wie viel spannender, dramatischer und perfider wäre es gewesen, wenn der Typ gewusst hätte, dass er für seine Frau einen Körper braucht und Asuna deshalb absichtlich mitgeschleppt hätte? Zwischenmenschlich wäre das eine weit interessantere Basis gewesen, vor allem wenn sich die beiden im Laufe der Reise nach ein paar überstandenen Monsterangriffen dann doch schätzen lernen und er es am Ende einfach nicht übers Herz bringen kann und/oder den Versuch mit seinem Leben bezahlt.

    Will nicht zu negativ klingen, doch mich wundert es schon ein wenig, wie universell gut "Children Who Chase Lost Voices" beim Publikum ankam. Die Reviews sind beinahe einhellig positiv und nur in Ausnahmefällen erwähnt jemand die Kritikpunkte, die für mich persönlich überaus deutlich als Defizite herausstachen. Wie gesagt, hab schon weitaus schlechteres gesehen. Diesen Film konnte man sich mal geben, aber fand ihn dennoch instantly forgettable und unterm Strich letztenendes nur durchschnittlich.

  5. #5
    Zitat Zitat von Enkidu Beitrag anzeigen
    Jetzt stellt sich mir die Frage... Sind alle Makoto Shinkai Filme so? Style over Substance, Teen-Angst und nur möchtegern gedankenversunkenes Brimborium ohne Kern und Konflikt als Triebfeder?
    Deswegen ist er doch so populär?

  6. #6
    Zitat Zitat
    Will nicht zu negativ klingen, doch mich wundert es schon ein wenig, wie universell gut "Children Who Chase Lost Voices" beim Publikum ankam. Die Reviews sind beinahe einhellig positiv und nur in Ausnahmefällen erwähnt jemand die Kritikpunkte, die für mich persönlich überaus deutlich als Defizite herausstachen.
    Hättest dich besser mal an das foreninterne Gruppen-Review gehalten:
    http://www.multimediaxis.de/threads/...Rosso%29/page5

  7. #7
    Shinkai funktioniert am besten, wenn er wirklich reiner Shinkai ist. Deshalb ist 5 Centimeters Per Second imo auch mit Abstand sein bester Film. Voices of a Distant Star und The Place Promised in Our Early Days haben ja eine SciFi-Rahmenhandlung, die da ist und Relevanz hat, aber bei der man merkt, dass es letztlich doch mehr Flavor als alles andere ist. Das Kernthema all seiner Filme ist aber letztlich die Distanz zwischen zwei (oder mehr) Personen. Ich bin deshalb zumindest auch froh, dass er in seinem neusten Film nicht wieder in ein fantastisches oder futuristisches Setting ausweicht, das überlasse ich anderen Regisseuren.

  8. #8
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Hättest dich besser mal an das foreninterne Gruppen-Review gehalten:
    http://www.multimediaxis.de/threads/...Rosso%29/page5
    Mein Ansehen der hiesigen Userschaft ist soeben um hundert Internetz-Punkte gestiegen (mehr als sowieso schon, meine ich )! Seriously, die meisten dieser Gedanken kamen mir beim Schauen auch.

    Interessant find ich unter anderem, dass DerZocker von "Reise zum Mittelpunkt des Jenseits" schrieb, denn diese Assoziation hatte ich ebenfalls. Nur ist Reise zum Mittelpunkt der Erde aus guten Gründen bei Weitem nicht Vernes beste Geschichte und ein paar Kritikpunkte, die ich an der alten und wahrscheinlich populärsten Verfilmung davon hatte, lassen sich erstaunlicherweise eins zu eins auf den Anime übertragen.

    Ansonsten jo... Die Optik war zwar ganz schick, aber für eine mystische Fantasywelt fiel das Design von Agartha dann doch enttäuschend generisch und bekannt aus. Die Umgebung unterschied sich teils ja kaum von der Realität. Charakterdesign war auch nicht der Hit imho, vor allem die Hauptfigur hat manchmal ein sehr gewöhnungsbedürftiges Gesicht.

    Mit dem Hubschrauber-Maschinengewehr auf Kinder ballern, die Null Gefahr darstellen, da musste ich so sehr wie steel & Co mit dem Kopf schütteln. Völlig unnötig übertrieben.

    Und dann dieses Ende. Das hat dem Film für mich echt den Gnadenstoß gegeben. Sowas von unbefriedigend und geradezu unlogisch (Asuna ists anscheinend egal, was mit ihr passiert ist. Alles instantly vergeben und vergessen). Dabei hätte man das so leicht so viel lohnenswerter und passender zu den angeschnittenen Themen machen können! Wie wäre es zum Beispiel, wenn der Lehrer-Typ zum Finale noch die Chance bekommen hätte, sich vernünftig von seiner Frau zu verabschieden, sodass er endlich richtig loslassen und seinen Verlust verarbeiten kann? Die hätte ihm dann auch gerne selbst sagen dürfen, dass das nunmal der Lauf der Dinge ist usw. Geradezu strange, dass Shinkai diese Möglichkeit nicht gewählt hat. Sicher wärs etwas kitschig geworden, doch das hätte nach dem Rest des Films auch nicht mehr weiter gestört.

  9. #9
    Heh, ich hab den Film nach dem Anfang tatsächlich gedroppt. Sah schön aus, aber als es dann richtig mit der Fantasy los ging hat ich keine Lust mehr. Der Film war imo nix, wobei ich logischerweise nix übers Ende oder so sagen kann.

    Ja, Filme kann man auch droppen. So seltsam das auch klingt..

  10. #10
    Children Who Chase Lost Voices ist definitiv mit weeeitem Abstand Shinkais schlechtester Film und nicht repräsentativ für seine anderen Werke (vermutlich ist er gerade deswegen auch so mies).

    Narcissu hat es auf den Punkt gebracht: Shinkais Filme haben alle ihren Reiz in ihrer melancholischen Grundstimmung (und dem Cloudporn), 5cm per Second ist da wohl das beste Beispiel und auch sehr empfehlenswert. Wo es wieder gehakt hat war Garden of Words (Schüler bandelt mit Lehrerin an), wo Shinkai es wieder mit der Charakterisierung und dem Pacing etwas verhauen hat. Sieht atemberaubend aus, aber die Protagonisten (allen voran die Frau) hätte ich mit was bewerfen können.
    So richtig schlecht ist der nicht, aber hier und da hakt es schon gewaltig und man fühlt sich, als hätte der Film noch 5 Stunden mehr Charakterisierung gebraucht, damit alles Sinn macht.

    Ironischerweise scheinen Shinkais beste Sachen in den letzten Jahren seine Commericals für diverse NGOs zu sein. ._.

  11. #11
    Eureka Seven ist der beste Anime, den ich seit langem gesehen habe.
    Und ich habe wirklich fast nichts an der Serie auszusetzen. Die letzte Folge war etwas zu kitschig (Stichwort: Herzen) und das Pacing am Anfang der ersten und zweiten Hälfte hätte etwas schneller sein können. Abgesehen davon: alles toll. Besonders die Charaktere allgemein, die Romanze und die fantasievolle Welt. Definitiv eines von Bones' besten Werken, und neben Fullmetal Alchemist sicher das mit den wenigsten Schwächen.

  12. #12
    Ihr müsst alle Kindaichi gucken! Die zweite Staffel von Returns (Kindaichi ist in Japan ja schon etwas länger im Geschäft) setzt das Konzept konsequent fort. Mein persönliches Detektiv Conan! (.... was ich eigentlich auch mal weiterschauen müsste...)
    Momentan bin ich bei Folge 15 und es gab schon ein paar ziemlich coole Fälle zu lösen.

  13. #13
    Gestern mit Fullmetal Alchemist auf Netflix fertig geworden. Nachdem ich ja den Manga damals verschlungen habe war es wirklich eine schöne Reise zurück in die Vergangenheit. Ein hervorragender Anime mit Charakteren, die einem einfach am Herzen liegen. Die Elric Brüder haben mich wieder mal daran erinnert, was die Faszination Anime und Manga ausmacht. Jeder der es weder gelesen noch gesehen hat: NACHHOLEN!

    Zurzeit lese ich Toriko. Habe diese Woche damit begonnen und verschlinge ein Chapter nach dem anderen. Davor habe ich mir World Trigger mal genauer angesehen. Ein Manga der so verdammt viel Potenzial und Charme hat. Mein neuer Geheimtipp für alle Jump Freunde

  14. #14

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Nachdem ich vor ein paar Tagen die Blu-ray zu The Anthem of the Heart erhalten habe, habe ich mir gestern den Film angeschaut. Ich wusste nicht so recht, was ich erwarten soll, wurde jedoch positiv überrascht. Der Aufhänger für die Story war lebensnah gewählt, jedoch dauerte es keine fünf Minuten, bis es dann doch ein bisschen abgedreht wurde. Die Charaktere waren sehr interessant und ihre jeweilige Hintergrundgeschichte ebenfalls sehr gut gewählt (dementsprechend hat es mir auch gut gefallen, wie sich dann alles entwickelt hat). Der Soundtrack war interessant, auch wenn manche bekannten Stücke mit anderem Text für Verwirrung gesorgt haben (was aber beabsichtigt war). Muss mir mal in Ruhe den OST anhören, der dem Digipack beilag.

  15. #15
    Another +Zero:
    Ich wollte heute eigentlich einfach schauen, ob der neue Tokyo Ghoul Band schon raus ist (extra mit dem Vorsatz, diesmal kein Artbook zu kaufen...) und hab dann spontan eine Gesamtausgabe von Another +Zero gekauft - ein sehr schick gestalteter Wälzer, der die vier Mangabände + Bonus-Kapitel enthält. Ich hab die hübsche Aufmachung gesehen, gelesen, dass es eine Horror-Geschichte ist und der Zeichenstil hat mir zugesagt. Dass das genau die Geschichte ist, von der mir vor Jahren eine Freundin mal bzgl. eines Animes erzählt hat, wie hanebüchen sie doch sei, ist mir erst aufgegangen bei einer gewissen Regenschirm-Szene ^^°

    Ich bin sehr zwiegespalten: Die Zeichnungen sind super, der Stil ist genau meins. Allerdings geht bei der Geschichte fürchte ich sehr, sehr viel Atmosphäre durch die grauenhafte deutsche Übersetzung verloren. Ich glaube, auf den insg. fast 800 Seiten ist nicht eine einzige Sprechblase mit auch nur annähernd natürlichem Text. Absolut alles klingt total hölzern und übertrieben gestellt, dank Konstruktionen wie "Sie ist auf dem Heimweg tödlich verunglückt... Es war Akiyama-san... Mit der warst du doch seit der dem Beginn der Mittelschule so gut befreundet, nicht?" oder "Im Zimmer meiner Schwester fand ich dieses Klassenfoto, auf dem jener Schüler... Misaki drauf ist...!". Mal abgesehen davon, dass das Präteritum zwar für Schriftsprache völlig korrekt ist, so aber einfach kaum jemand redet (geschweige denn Teenager), sind das so gestelzte Konstruktionen ("jener Schüler", zig eingeschobene, unnötige Nebensätze), dass ich nie richtig in die Geschichte reinkam.
    Die Geschichte selbst ist natürlich stellenweise total an den Haaren herbeigezogen, andererseits: Es ist eine Horrorgeschichte. Mit einem Fluch. Da finde ich es völlig okay, wenn an der Logik gespart wird. Leider hat die Geschichte einige, ziemlich offensichtliche Plotholes (bspw. warum man die Klasse nicht einfach dauerhaft schließt und gut ist, wenn die Lehrer eh scheinbar Bescheid wissen), aber da bin ich von Horrorfilmen eigentlich schlimmeres gewöhnt. Die Grundidee finde ich (gerade vor dem Hintergrund, dass es ja ursprünglich eine Light Novel war) durchaus nett und der "Twist" ist auch ganz gut verkauft - auch wenn der in der Novel im Zuge der Narration denke ich besser rüberkommen dürfte.

    Fazit: Auch wenn ich Another +Zero rein graphisch super finde, ist es vom Gesamtbild her bestenfalls okay. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es deutlich besser wäre, wenn die Übersetzung nicht so verhunzt wäre. Schade drum! Mal schauen ob ich mir irgendwann mal eine englische Fanübersetzung gebe, wobei es echt traurig ist, dass Fans sowas fast durchweg besser hinbekommen als Verlage mit professionellen Übersetzern. Verflixt, haben die keine Lektoren, die über sowas drüberschauen? Wären Hiro Kiyoharas Zeichnungen nicht so verdammt super, würde ich die 30€ echt bereuen.

    Ich weiß, es gibt einen Anime, aber den werde ich wohl getrost ignorieren. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Geschichte in dem Medium funktionieren kann. Als Manga ist es relativ gut umgesetzt, man merkt aber auch, dass es ursprünglich als Novel ausgelegt war. Das dann noch kombiniert mit dem häufigen Qualitätsverlust bei Anime-Adaptionen... Ne danke, ich kann mir schon denken, welche Qualität das Ergebnis hat.

    EDIT: Ich sehe gerade, die Adaption hat P.A. Works gemacht... Tari Tari und Charlotte mochte ich größtenteils ganz gerne, andererseits waren das auch jeweils ganz andere Genres. Hm... :/

    Geändert von BDraw (11.04.2016 um 23:01 Uhr)

  16. #16
    Der Anime war super lustig. Diese Säule. DIESE SÄULE!

  17. #17
    Zitat Zitat von Kiru Beitrag anzeigen
    Der Anime war super lustig. Diese Säule. DIESE SÄULE!
    Es gibt nur ein wahres Another Video!


  18. #18
    Das Video macht imo gar nicht klar, wie bescheuert die Todesfälle sind. Man kann alles durch den Kakao ziehen, in dem man es auseinander schneidet und doofe Musik und Soundeffekte drüberlegt. Egal wie gut oder schlecht das Werk überhaupt war. Das schlimme an der Serie ist halt, dass man nix schneiden muss oder so, sondern dass die späteren Todesfälle einfach nur zum lachen sind. Die Säule ist so ein extrem gutes Beispiel dafür, wie bescheuert das ganze am Ende nur noch ist. Quasi ein netter Abschluss zum Finale.

  19. #19
    Okay, scheint, als müsste ich mich mal nach der LN umsehen, was im Original so passiert und wie es geschildert ist. Die meisten der Todesfälle am Ende kamen im Manga so gar nicht vor, da wurde bloß erwähnt, dass im Feuer einige umgekommen sind. Ich fand auch eigentlich, dass der manga die "Unfälle" gut dargestellt hat - mit Ausnahme diese beispiellose Regenschirm-Nummer, aber da wüsste ich auch nicht, wie man das retten kann, so absurd ist das. (Obwohl, doch: man lässt den Regenschirm weg und sie bricht sich einfach das Genick beim Sturz. Ich glaube, das würde sehr viel retten....)

    Aber gut, der Anime kommt dann bei mir schonmal nicht auf die Liste

  20. #20
    Vermutlich einfach das typische novel Problem. Autor hat sich nie besonders darüber Gedanken gemacht, wie etwas rüberkommen würde, wenn es nicht nur Text in nem Buch ist. Ist auch nicht unbedingt deren Aufgabe, solange es im Original funktioniert (was ich nicht weiß). Super Beispiele hierfür sind auch, wenn in sowas wie Index mitten im Kampf massiv viel diskutiert wird, was einfach nur bescheuert wirkt. Das Original ist ein Novel. Natürlich wird da eher geredet als seitenlang ein Kampf nüchtern beschrieben.

    Hier muss die Adaption halt etwas freier an die Sache herangehen und das ganze sinnvoll umsetzten. Sei es den ganzen Dialog vom Kampf ausklammern und das wichtige in Szenen danach wiedergeben. Oder eben bei Another die Todesfälle etwas abändern. (Wobei Thema war ja schon irgendwie "doofer Zufall" oder so, aber es wurde doch sehr sehr absurd.. )

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