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Thema: Now Watching - Post Apocalypse Edition in 48fps

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Bram Stoker's Dracula

    Der Film hätte deutlich besser sein können, wenn er nicht so aufgesetzt düster wäre. Besonders als Leser des Buches bin ich ein wenig darüber enttäuscht, wie wenig der Film den Charme seiner Vorlage einfängt und eigentlich alle Charaktere verhunzt. Es wurde viel übernommen, aber viel abgewandelt und neu interpretiert. Es ist schon etwas schwierig aus dem Roman einen Horrorfilm zu machen, da bis auf die ersten 100 Seiten der Roman kaum beklemmend-atmosphärisch ist, aber alberne Kostüme und karikaturhafte Charakterinterpretationen hätten wirklich nicht sein müssen.

    5/10

  2. #2



    Vorhin Tomorrowland (aka "A World Beyond" in Schland) geschaut. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher der ganze Hate kommt. Vielleicht völlig verfehlte Erwartungshaltung bei einem großen Teil des Publikums. Ist der Film ein Meisterwerk? Nein, sicherlich nicht. Und nein, das kann ein einzelner Name wie Brad Bird auch nicht garantieren. Bei einem anderen Mitwirkenden wie Damon Lindelof (co-credited für Drehbuch und Story) sollte man ohnehin lieber vorsichtig sein. Außerdem richtet sich das Ganze eher an eine jüngere Zielgruppe. In den ersten zwei Dritteln des Films wird viel geredet, aber wenig ausgesagt, ich bezeichne das mal ganz kreativ als "Hollow-Exposition-Overkill". Die Charaktere, die im Bilde sind, also so ziemlich jeder außer Hauptfigur Casey, sprechen einfach nicht Klartext bis zum dritten Akt, und können einen dadurch leicht auf spannende Enthüllungen hoffen lassen, die nur in Enttäuschungen enden, weil sie, wenn auch von der Grundidee in Ordnung, letztenendes weder besonders originell sind, noch gut umgesetzt wurden. Dazu dann das übertriebene Predigen am Ende, das gerne etwas zurückhaltender hätte sein dürfen - die Message wurde bereits davor deutlich genug klar gemacht. Überhaupt gab es ein paar Stellen im Film, die haarscharf am Kitsch vorbeischrammten. Die vielen Disney-Insider waren besonders am Anfang auch arg gimmicky, speziell in diesem Laden, wo sich alles von Star Wars über Toy Story usw. angesammelt hat und direkt ins Auge springt. Darüber hinaus war das Gezeigte designtechnisch kein Überflieger. Mal wieder viel CGI, das zwar für den eigentlichen Tomorrowland-Komplex von außen passte, aber ansonsten, besonders gegen Ende, halbherzig mittelklassig rüberkam (die Sache mit dem Eifelturm erscheint mir außerdem albern). Die Kostüme an besagtem Ort, allen voran das von Hugh Lauries blass bleibendem Bösewicht-Charakter, sahen zu sehr nach buntem Comic mit extra viel Zuckerguss aus. Kurzum, der Film trägt in diversen Aspekten zu dick auf.
    Trotz alledem hat mich das nichtmal ansatzweise so sehr gestört wie es in der Theorie eigentlich sein müsste. Das liegt zum einen daran, dass die Chemie der Figuren durchaus funktioniert. Mir waren Frank, Casey und Athena sympathisch und ich bekam das Gefühl, sie verstehen oder mindestens nachvollziehen zu können. Dazu wird der alte Clooney-Charme beigetragen haben, aber gerade Britt Robertson und Raffey Cassidy haben ihre Sache toll und glaubwürdig gemacht und waren bisweilen richtig herzig (hoffe wir sehen in Zukunft noch einiges mehr von denen). Aufgelockert wurde die Stimmung immer wieder durch amüsante verbale und tatkräftige Scharmützel. Versuchen zu ergründen, worum es eigentlich geht, bewahrt im ersten Drittel die Aufmerksamkeit, im mittleren Teil der Handlung sind die phantasievollen Verfolgungsjagden aufregend genug, sodass man gewissermaßen "along for the wild ride" ist. Nur Finale und Schluss schwächeln. Als Konzept gefiel mir übrigens Athenas Charakter, wobei ich davon ausging, dass sie ihr eine andere Hintergrundgeschichte verpasst hätten: Sie erinnerte mich entfernt an Momo aus Xenosaga, daher dachte ich eine Weile, dass die Athena in den Rückblenden ein Mensch gewesen wäre, der dann irgendwie umkam und dadurch aus Frank so ein Wrack wurde, während die gegenwärtige Athena eine ihr nachempfundene Maschine gewesen wäre. Vielleicht ein vielseitigerer Ansatz für mehr Charakterentwicklung und Drama? Aber ich kapiere schon, warum sie das nicht versucht haben, Tomorrowland geht schon tonal und vom Fokus her andere Wege. Ein weiterer positiver Punkt war für mich der Soundtrack von Michael Giacchino, den ich als Komponisten normalerweise wirklich überhaupt nicht leiden kann, doch hier hat er ausnahmsweise mal ganz passable Arbeit geleistet.
    Unterm Strich war Tomorrowland okay. Ich wurde zwei Stunden recht gut unterhalten und viel mehr hab ich mir davon eigentlich auch gar nicht versprochen. Man sollte nur nicht vergessen, dass es sich um einen Familienfilm handelt, einen mit vielen Fehlern und massig verschenktem Potential, aber nicht frei von Charme oder gar schlecht. Schade, dass ein Werk mit einer so positiven Botschaft so gnadenlos an den Kinokassen underperformed. Wenn man sich hingegen zum Maßstab nimmt, das die das auf der Grundlage eines Disneyland-Themenpark-Abschnittes zusammengesponnen haben, gar nicht mal so übel. Dennoch schwer vorstellbar, dass ausgerechnet dies der Film sein soll, für den Bird Star Wars Episode VII hat sausen lassen. Nach diesen Eindrücken eventuell besser so.

  3. #3
    Ich sehe mir gerade Silicon Valley an (momentan Anfang zweite Staffel) und bin doch recht fasziniert davon, wie gut die Serie strukturiert ist. Jeder Charakter wird genau im richtigen Moment eingesetzt und nur so lange wie nötig. (Mein Lieblingscharakter, Big Head, kommt z.B. nur äußerst selten vor, stiehlt dann meiner Meinung nach aber jedes Mal den anderen die Show.) Die Witze sitzen perfekt und sind vor allem ziemlich clever und bissig - nicht laugh-out-loud lustig, sondern gekonnte Satire der Welt von Internet-Startups. Die Serie schafft es dabei, eine hochkomplexe Branche in den Dialogen für Laien verständlich darzustellen.

    Den scheinbar naheliegenden Vergleich zu IT Crowd und Big Bang Theory kann man eigentlich gar nicht richtig machen. Dafür ist es zu satirisch angelegt und lässt seinen Humor einfach stärker aus der Situation entstehen, während sowohl IT Crowd als auch Big Bang Theory eher auf schnelle Lacher setzen (die einen mehr, die anderen weniger erfolgreich). Silicon Valley hat auch kein Gelächter im Hintergrund und bietet eine durchgehende Handlung, die wirklich ziemlich gut ist. Ein paar Konventionen werden eingehalten - es gibt ein viel zu hübsches Love Interest für den Hauptcharakter und es gibt auch einige lahme Nerdwitze. Aber insgesamt ist die Serie echt gut und ich kann sie sehr empfehlen!

    Oh, außerdem:



    Durch den Theme Song aufmerksam auf Unbreakable Kimmy Schmidt geworden - sehr cool! Kimmy Schmidt ist eine von vier Frauen, die 15 Jahre in einem Bunker gefangen gehalten wurden (mit der Behauptung, dass die Apokalypse eingetreten sei und draußen alles tot und verbrannt ist). Am Anfang der Serie werden sie gerettet und sie möchte in New York ein neues Leben beginnen - und nicht ewig als Opfer gelten. Klingt nicht sonderlich lustig, ist es aber! Ihre Verlorenheit in der modernen Welt wird immer wieder kontrastiert mit ihrem starken Willen und ihrer optimistischen Einstellung. Ellie Kemper spielt die Rolle wahnsinnig sympathisch und irgendwo auch glaubwürdig.
    Man merkt übrigens den Einfluss von Tina Fey im Humor und auch in den Charakteren deutlich. Ellie Kempers Rolle als Kimmy Schmidt erinnert stark an Kenneth Parcell aus 30 Rock und Jane Krakowski spielt auch hier wieder eine ähnliche Rolle.

    Geändert von Schattenläufer (03.06.2015 um 13:52 Uhr)

  4. #4
    30 Minuten oder Weniger
    Komödie mit Jesse Eisenberg, Aziz Ansari und Danny McBride...
    Besetzung und Story ließen mich zum Leih für einen Sonntagnachmittag hinreißen...
    ein losertypmäßiger Pizzalieferant wird von zwei losertypmäßigen Losern erpresst, mit Sprengstoff eine Bank zu überfallen, damit die beiden genug Kohle haben um einen Auftragskiller (genial: Michale Pena) zu engagieren, mit dessen Hilfe wiederum der reiche Vater der einen Mid-30s-Losers um die Ecke gebracht werden soll...
    was ziemlich dünn und vorhersehbar klingt und auch mit allerlei Loser-Klischees um sich schlägt, ist im Endeffekt gar nicht mal schlecht und hat mich zumindest zu einigen Lachern verleitet... ganz witzig, man verschwendet nicht seine Zeit - besonders wenn man auf Komödien a la "Superbad" oder "Ananas Express" steht - aber der Comedy-Blockbuster schlechthin ist es auch nicht

    Mutant Girls Squad
    was zum fick?
    ich hab ja schon viel Trash gesehen, aber dieser japanische "Horror"-Streifen toppt einiges... ich hab mir den ja in vollem Bewusstsein gekauft und war auch auf einiges gefasst als ich "von den Machen von Robo-Girl vs Zombie-Geisha" gelesen hab...
    Story? geschenkt... gut gegen böse, wobei die Bösen natürlich die Regierung ist, die "Guten" sind eine Gruppe von Mutanten (bis auf den Anführer alle weiblich und maximal Ende 20)... warum sie kämpfen hab ich vergessen, aber die Mädels haben allesamt besondere Fähigkeiten, z.T. cool, wie eine Steinhaut oder eine Stahlklaue, z.T. bis ins Lächerliche skurill, wie aus den Brüsten hervorschnellende Samuraischwerter oder eine aus dem Anus ragende Kettensäge... WTF? der Film ist natürlich völlig zurecht FSK 18 und so schlecht wie sonstwas, aber es soll ja Leute geben, die sich über sowas königlich amüsieren

  5. #5
    Miss Fisher's Murder Mysteries
    "Miss, about the Job... I don't know what my priest will think of you. Guns, knives, and... the dancing..."
    "Considering your last employers were a drug baronist and a rapist, surely you'll find me a modest improvement?"


    Eine australische Detektivserie angesiedelt in den 1920ern. Wie konnte ich das bisher nur verpassen? Die erste Folge war so gut

  6. #6

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin

    Der Film war böse... so verdammt böse. Voll mit rassistischen und frauenfeindlichen Witzen.
    Und mit verdammt vielen Vagina-Witzen. Und unterhaltsam war er auch.

  7. #7
    Vorhin lief Cabin in the Woods im Fernsehn. Der war besonders im späteren Handlungsverlauf irgendwie lustig für einen Horrorfilm und ging schon eher in Richtung Parodie. Nach dem, was ich davor so drüber gelesen hatte, dachte ich aber, dass der Twist mehr Substanz hätte und heftiger einschlägt, dabei wird das ja quasi von Anfang an und komplett durchgängig immer wieder nicht nur angedeutet, sondern direkt gezeigt, auch wenn man nicht im Detail weiß, was los ist. Von glaubwürdig oder logisch kann natürlich auch keine Rede sein, aber das war wohl einfach Teil des Spaßes ^^ War aber unterhaltsam und vor allem originell für ein Genre, das in den letzten Jahren nicht gerade viel mit Originalität punkten konnte.

    Oh, ich seh grad, auf Vox läuft jetzt die nächtliche Wiederholung, eben erst angefangen ^^ Also falls jemand Interesse hat...

  8. #8
    20th Century Boys
    So, die ersten zwei Filme hab ich dann jetzt mal gesehen von dieser epischen dreiteiligen Mangaverfilmung - und ich empfand es bisher als einen verdammt gut gemachten, spannenden Paranoia Fuel-Thriller mit Anleihen ans Cyberpunk-Genre, in dem olle 60er-/70er-Rocksongs eine zentrale Rolle spielen (win!). Der erste Film ist sehr, sehr gut, der zweite Film war ein kleines bisschen schwächer aber immer noch sehr schön anzusehen. Der dritte folgt irgendwann wohl

    Als Nebennotiz möchte ich hier nochmal erwähnen, dass der Film - gerade für eine japanische Filmproduktion (die normalerweise extrem furchtbare CG-Special Effekte haben) - mit wirklich sauguten Special Effects aufwartet!

    Kenji-kuuuuu~uuun... asobi masho...


    Why Don't You Play In Hell?
    Witzigerweise ist das hier mittlerweile meine Go-To-Quelle geworden, wenn ich mal Schreibblockade oder einfach miese Laune habe (trotz Downer-Ende). Based Sion Sono verneigt sich vor dem Medium Film mit dieser Mixtur aus Yakuzafilm-Parodie, rabenschwarzer Komödie, Chanbara-Gemetzel, Coming-of-Age-Geschichte und allgemeiner Hommage an so ziemlich alles, was Sono gutfindet: John Woo-Actionfilme, Kurosawa-Samuraiflicks, Bruce Lee-Martial Arts-Vermöppereien - alles in einer Rahmenhandlung verpackt, die wunderschön die guten und die nicht-so-guten Seiten vom Filmemachen miteinander verbindet. Vor allem in das Ende kann man unfassbar viel reininterpretieren, auch wenn ich es anfangs als den schwächsten Teil des Films ansah. Wenn es eine Sache gibt, die mir hier sauer aufstößt, dann ist es das schlechte CGI-Blut - aber das kann man rein theoretisch hier sogar als Stilmittel verteidigen.

    Das Ding ist: zuviel will ich nicht vom Film verraten, ihr solltet ihn euch aber definitiv mal ansehen. Alleine um Shin'ichi Tsutsumi als Ikegami zu sehen, was auf meiner Liste von Lieblingsperformances in jedem Film jemals extrem weit oben anzusiedeln ist (nicht, dass das Geschauspieler im Film ansonsten schlecht wäre - ganz im Gegenteil - aber meine Fresse, jedes Mal wenn Tsutsumi zu sehen ist brennt die Hütte vor Großartigkeit).

    FAKKU BOMBERS, YEEEAAAAH!!!

    Geändert von T.U.F.K.A.S. (05.06.2015 um 11:34 Uhr)

  9. #9
    Zitat Zitat von Keaton Beitrag anzeigen
    Mutant Girls Squad
    was zum fick?
    ich hab ja schon viel Trash gesehen, aber dieser japanische "Horror"-Streifen toppt einiges...
    Und als nächstes behauptest du wohl noch, das Vampire Girl vs. Frankenstein Girl oder Oneechanbara schlecht seien. Chleudert den Purchen zu Poden!
    Dank der Erinnerung musste ich direkt mal was nachgucken... Woah, seit letztem Jahr gibt es ja endlich Subs für Gosurori shokeinin / Psycho & Gothic Lolita, dayum hat ja nur 4 Jahre gedauert.

    Shimotsuma monogatari / Kamikaze Girls
    Keine Ahnung auf was ich mich da eingelassen hab, aber es war gut. Absolut nix erwartet und dann wurd's für mich 'ne 7/10.

    Superman Returns
    Bin eingeschlafen, keine Ahnung wie er endet, sonderlich gut kann es aber wohl kaum sein. Imo ein schlechter Anfang um Superman wiederzubeleben, was ja auch ganz offensichtlich nicht geklappt hat. Wenigstens waren die CGI Effekte schick.

  10. #10
    Zitat Zitat von Bible Black Beitrag anzeigen
    Und als nächstes behauptest du wohl noch, das Vampire Girl vs. Frankenstein Girl oder Oneechanbara schlecht seien. Chleudert den Purchen zu Poden!
    Oneechanbara ist schlecht Der ist megalangweilig, dröge inszeniert, das Geschauspieler ist Miste und die nehmen die ganze Kacke viel zu ernst.
    Vampire Girl hingegen ist der Überkracher

  11. #11
    Shameless (US) Season 1 - 5
    Eigentlich eine total gute Serie und konstant unterhaltsam, die letzten zwei Staffeln haben es aber geschafft, dass mir so gut wie jeder Charakter unsympathisch erscheint. Besonders Lip und Debbie find ich einfach nur noch schrecklich. Fiona ist mir mittlerweile sogar recht egal geworden, ihre ganze Beziehungskiste interessiert mich Null und wirklich spannend ist das ganze auch nicht. Wirklich spannend ist an dieser Serie aber sowieso nichts, weswegen ich für die letzte Staffel ca. 3 Monate gebraucht habe. Gab für mich kein "Was-passiert-als-nächstes?"-Mitfiebern. Einzig Frank und Carls Storylines waren in der 5. Staffel super.

    Für mich stellt sich die Frage, ob es die Zeit wirklich Wert gewesen ist. Wie gesagt, die Serie ist gut gemacht und hat viele starke Momente, aber das ganze läuft auf nichts hinaus und am Ende gehts um eine Familie in der niemand irgendetwas wirklich auf die Reihen kriegt. Bis auf Lip. Aber Lip ist ein Arschloch. Fragt sich hier, wie lang das wirklich interessant ist. Für mich hats nach 4 Staffeln eigentlich schon gereicht.

    Geändert von Byder (14.06.2015 um 02:44 Uhr)

  12. #12

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Gestern das erste Mal Gran Torino gesehen und der Film war wirklich genial. Clint Eastwood hat die Rolle so genial gespielt, so dass ich nicht mal genau sagen kann, was mir eigentlich am besten an diesem Film gefallen hat. Wer ihn noch nicht gesehen hat... anschauen!

  13. #13
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    The Office - Season 1-9

    Die ersten 7 Staffeln hab ich bereits vor 3 Jahren gesehen und da ich die Serie nur nebenbei laufen ließ, konnte ich mich auch nicht mehr an so viel erinnern. Mein Re-Run hat sich tatsächlich gelohnt, ich war wieder hin und weg. Die Charaktere sind super, die Gags sind super, die Storylines sind zum größten Teil super und die Romanze zwischen Pam und Jim ist die beste TV-Romanze, die ich je gesehen habe. How I met your mother ist ein Witz dagegen. Man muss bei der Serie besonders hervorheben, dass sie durchgängig ein hohes Niveau halten konnte und einzig Staffel 8 und 9 sind nicht mehr so genial. Scrubs und HIMYM waren schon ab der 5. Staffel nicht mehr so gut, nur mal so zum Vergleich.

    In den Staffeln 1-3 ist die Serie noch recht "normal", ab Season 4 wird die Serie ein wenig chaotischer bzw. übertriebener und einige Charaktere unterziehen sich bis zum Ende hin einer heftigen Flanderization. Besonders negativ empfand ich das bei Kevin, der nur noch total dumm ist, und Creed, der zunächst ein wenig seltsam war und später eigentlich nur noch existiert, um "total random crazy stuff" von sich zu geben. Andy, der ne rasche Entwicklung zum netten und sympathischen Typen machte, wirkt gegen Ende hin auch eher besinnungslos und nur auf Musik fixiert. Seine ganze Darstellung in der 9. Staffel hat ihn zu einem echt flachen Charakter mutieren lassen. Genauso wie Erin, die zu Beginn eher naiv und ein kleines Dummchen war, später aber schon eher an eine light-version von Kevin erinnert, was dann leider auch garnicht mehr charmant oder süß ist.

    Insgesamt fand ich die 9. Staffel auch sehr schwach, schon alleine weil Ryan nicht mehr da ist. Ryan ist in meinen Augen einer der interessantesten Charaktere und ich hab mir echt gerne angesehen, was er macht. Die Storyline zwischen Jim und Pam fand ich auch nicht so gut, weil beide einfach nicht miteinander kommuniziert haben. Habe ich wirklich nicht gern gesehen. Der komische Metakram hat auch nicht so sehr in die Serie gepasst, wie ich finde. Das hätte man sich auch sparen können. Trotzdem musste ich immnoch lachen und fühlte mich von der Serie gut unterhalten. Das Finale war zwar kitschig, aber ich steh total auf kitsch und fühlte einen gewissen Druck auf meiner Tränendrüse.

    The Office ist eine total geile Serie und ich werde Season 1-7 mit absoluter Sicherheit in einigen Jahren noch einmal gucken. Kann diese Serie jedem nur wärmstens empfehlen.

  14. #14
    Habe gestern Abend mit Banshee angefangen. Und, wie bereits erwartet, wurde gebumst, geflucht, Leute wurden über den Haufen geschossen und ich war zu hundert Prozent unterhalten. Die Serie vollzieht eine schöne Gradwanderung zwischen Klasse und Schlock, und die Tatsache dass Dasha aus Red Alert 3 mitspielt ist ein schönes Extra für mich

    Nicht jedermanns Sache, aber ich mag's.

  15. #15
    Dexter (Season 1 - 8)

    Ich mag die Serie - ungefähr bis zum Ende von Staffel 6. Danach wird das ganze eigentlich konsequent immer schlechter bis zum absolut miesen Finale am Ende der Staffel 8.
    Bis zu einem gewissen Punkt kann ich auch die Charakterentwicklungen nachvollziehen und ich finde dahingehend auch einige Staffeln echt gut (Staffel 4 und 5 zum Beispiel), was aber am Ende abgeht kann ich so gar nicht mehr nachvollziehen.
    Eigentlich schade, dass die Serie so enden muss.

  16. #16
    Hemlock Grove
    Also... die Serie könnte gut sein. Die Prämisse hat Potential, aber die Umsetzung ist eher ungewollt komisch als gut. Kurz gesagt: In einer Stadt, die weitestgehend von einem großen Familienunternehmen lebt, das medizinisch&gentechnisch unterwegs ist (aber eigentlich vor ~20 Jahren in der Stahlindustrie war, wtf), werden Frauen ermordet, scheinbar von einem Werwolf. Natürlich ist auch zufällig eine Zigeunerin mit ihrem Sohn, der jetzt verdächtigt wird, zugezogen. Der Junge versucht jetzt mit dem Sohn besagter Unternehmerfamilie den eigentlichen Täter zu fassen.
    Natürlich ist eigentlich alles irgendwie übernatürlich, was ja nicht schlecht sein muss, aber vor allen Dingen daran krankt, dass es null Exposition gibt und jeder Firlefans natürlich einen neuen, coolen Namen braucht. Die Story ergibt größtenteils keinen Sinn, weil Charaktere kaum beleuchtet werden und dadurch scheinbar total blödsinig handeln, gerne auch exakt entgegen dem, wie sie bisher charakterisiert werden. Dass permanent Sexszenen eingeworfen werden, die meistens nicht einmal handlungsrelevant und purer Fanservice sind, hilft dem Verständnis nicht wirklich (bei so 3-4 davon pro Folge geht nämlich ordentlich Zeit drauf).

    Das Writing ist meistens eigentlich gut - außer bei den beiden Hauptcharakteren. Die Sätze sind oft total unnatürlich, worauf auch denke ich zurückzuführen ist, dass die Darsteller dort arge Probleme bekommen, ihren Charakter zu spielen.

    Die Serie versucht sehr viel, vor allem zu schocken und auf pseudo-coole Symbolik zu setzen, aber es wirkt eher ein bisschen wie ein großer, großer Trainwreck. Ein 0815-Teenie-Werwolf-Roman, der sich am ab 18-Markt versuchen will. Aber irgendwie ist es lustig, sich das Ganze anzusehen, und sei es nur um zu schauen, was für ein Blödsinn als nächstes passiert. Und weil ich da nicht viel denken muss in der abendlichen Hitze der letzten Tage.

    Geändert von BDraw (05.07.2015 um 11:58 Uhr)

  17. #17
    Zitat Zitat von Simon Beitrag anzeigen
    Dexter (Season 1 - 8)

    Ich mag die Serie - ungefähr bis zum Ende von Staffel 6. Danach wird das ganze eigentlich konsequent immer schlechter bis zum absolut miesen Finale am Ende der Staffel 8.
    Wenn man sich die Hintergründe dazu ansieht, wie es soweit kommen konnte, ist es richtig schade drum: Die Serie war so erfolgreich, dass man der Prämisse "es dürfen keine sequentiellen Folgen sein, am Ende einer Folge soll Dexter immer da stehenbleiben wie am Anfang der Folge" Folgen wollte, um ja keinen Zuschauer-Schwund zu erreichen. Wir alle wissen mittlerweile spätestens seit The Walking Dead, Breaking Bad oder Game of Thrones, dass das auch funktionieren kann... Rund um Dexter waren die Verantwortlichen nicht so mutig - im Gegensatz zum Autorenteam, die nicht durften und deshalb irgendwann zwischen Staffel 4 und 6 gegangen sind. Um es kurz zu formulieren: Die Voraussetzungen für eine wirklich gute Serie, die neben Breaking Bad & Co. gleichberechtigt steht, waren alle da. Man war nur nicht mutig genug, das durchzuziehen...

    @Thema:

    Star Trek - Deep Space Nine (Rewatch)
    Dank gekaufter DVD-Komplettbox kann ich mir die Serie endlich in ihrer Original-Qualität geben, statt auf halbgare 240p-Auflösungen zurückgreifen zu müssen *hust*. Ich sags mal so: Wie in den 90ern üblich, musste sich jede Serie erstmal selbst finden. Dementsprechend sind vorallem die ersten beiden Staffeln stellenweise gähnend langweilig, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Duet/Der undurchschaubare Marritza) herrscht leider Einschlafpotential und handwerklich flacheste Storywendungen in der Qualität eines desinteressierten Praktikanten. Aber: Irgendwann ab Staffel 3 oder spätestens ab Staffel 4 geht so dermaßen die Post ab, dass die Serie bis heute nicht ohne Grund zu den besten SciFi-Serien überhaupt zählt. Ich kann mich damals noch an die unglaubliche Spannung erinnern, wie das Dominion in der Serie eingeführt wurde. Wahnsinnig spannende Folgen, für die Zeit auch ungewöhnlich viele sequenzielle Folgen (immerhin ein 10(!)-teiliges Finale, dürfte zu der Zeit wohl einmalig gewesen sein), tiefgründige und gut ausgearbeitete Charaktere (Jean-Luc Picard ist nichts gegen Odo oder Garak! Und das will was heißen^^) und endlich das sinnvolle Ziehen aller Register, was die Star Trek-Lore hergeben kann!

    Schade um den ewiglang(weilig)en Einstieg, aber die gehören nunmal dazu... Ich freue mich, wenn ich bei Staffel 4 angekommen bin^^.

    Geändert von Manuel (19.09.2015 um 19:52 Uhr)

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