Also noch ein FF XIII Spiel... na ja, meine Begeisterung hält sich in Grenzen...
Qualitativ sind die Games um Lightning & Co. ja auch nicht wirklich schlecht. Es sind einfach Setting und diese Charas, die - lieb ausgedrückt - so belanglos sind. Mir kommt es auch echt so vor, dass SE jetzt wirklich denkt, sie haben mit Lightning jetzt diesen ganz besonderen Chara erschaffen, der in die Videospielhistorie eingeht Anders kann ich mir diese Verehrung seitens SE nicht erklären.
Und früher hat man mit den Charakteren und der Welt regelrecht mitgefiebert. Es wurden ernste Themen wie Suizid, Aufopferung, Verlust, Jugendschwangerschaft, großer Selbstzweifel, die Ausbeutung der Natur, der dramatische Untergang der Welt oder einfach das Erwachsenwerden angesprochen. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ernst gezeichnet. Das Setting war mittelalterlich angehaucht oder in einem Steampunk Universum angesiedelt. Untermalt wurde das von lieblicher, melancholischer, verträumter, eingängiger Musik.
Heute bekommen wir Charaktere zum Fremdschämen mit Mode- & Frisurgeschmäckern Jenseits von Gut und Böse. Alles ist extrem auf cool getrimmt. Das Gameplay wird aufs RPG-Minimum reduziert. Dazu läuft seichte (J)Pop- oder aufdringliche Hip-Hop-Mucke, die imho gar nicht in ein RPG-Umfeld passt. Und gekämpft wird schon lange nicht mehr nur mit Schwertern, sondern auch mit Schusswaffen. Alles was Final Fantasy früher ausgezeichnet hat, ist quasi wegrationalisiert. Dieser poppige Ansatz ist dabei das, was mich am stärksten ankotzt. Ich will kein Hipster- oder Techno Final Fantasy, sondern das, was die Reihe eben groß gemacht hat.
Klar, wer mit FF X ins FF-Universum eingestiegen ist, wird sich nicht groß daran stören, aber wer die Reihe schon zu PSX oder ganz besonders zu SNES-Zeiten liebte, der findet schon lange nicht mehr die Erfüllung damit.

Kontrollzentrum




Zitieren

) alles besser. Irgendwie hat in den Spielen auch viel mehr Gefühl gesteckt, auch wenn es nur ein paar Pixel waren. Dagegen geht es heute viel zu oft nur noch um Oberflächlichkeiten. Und die tollen dramatischen Wendungen und Enthüllungen (die wir anscheinend vor allem Sakaguchi zu verdanken hatten) die eine komplexe und in sich funktionierende Handlung ausmachten, sind Anime-Tropes gewichen, die kaum ein Klischee auslassen und sich selbst an den falschen Stellen viel zu ernst nehmen. Immer mit viel Lärm bzw. Blabla um nichts. Das, was früher in zwei blaue Textboxen gepasst hat, konnte mich mehr bewegen als eine der aktuellen überladenen 10-Minuten-HD-Zwischensequenzen. Ich hab ja wirklich nichts gegen die technischen Neuerungen und Verbesserungen - aber sie sollten nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren.


Ich nehme sogar an das es ein ganz nettes Spiel wird und wenn man mehr Andeutungen im ersten Teil gemacht hätte wäre das sogar ne gute Trilogie (Ich find es ja nicht schlecht das SE aus einem FF mehr Spiele macht, im Gegenteil. Und ganz ehrlich das Ende vom 2. Teil war echt gut gelungen). Spaß machen wird das Spiel sicher (Von der Story erwarte ich nicht viel aber das "Du hast 13 Tage, mach was draus" finde ich ziemlich cool. Erinnert mich an Zelda).


Und ich hatte mich schon gefreut, dass wir die endlich los sind.
