Ich schließe mich der einschlägigen Meinung der meisten hier an. Solange es Spaß macht und man die Zeit dafür aufbringen kann und möchte, hat jedes Hobby seine Daseinsberechtigung. Für die einen hier ist es nur ein kleines Hobby (so wie mich, hab noch nie ein Spiel veröffentlicht), für die anderen ist ein größeres Hobby, das sie auch mit 30 oder 40 nicht aufgeben wollen. Viele hält sicher auch die riesige Community hier (so wie mich; und die guten Spiele ;P ).
Ich schließe mich der Meinung an, dass man mit seinem Hobby solange weitermachen sollte, wie man Lust hat. Ich persönlich stelle mich in Zukunft aber eher so vor, dass ich an Büchern schreiben werde. Da ich im Kopf ganz bestimmte Projekte hab, die ich fertig makern möchte, will ich dies erstmal tun. Danach weitersehen.^^
Ich würde nichts über den Zaun brechen: Für erstmal falsch halte ich es, Lioness zu "beschuldigen" sie hätte es aus Gründen Spießerleben ahoi gemacht: Erstens ist das für mich kein Spießerleben, eine (anscheinend wirklich) glückliche feste Beziehung zu leben (sprich verheiratet zu sein, in this case) und wenn man ein Kind will dann fordert das halt auch viel Zeit. Wenn man aber makern will wie sie schon sagte wie sie es früher getan hat (also massiv), dann hat man den Anspruch es auch sehr gut zu machen. Entweder man kommt mit weniger zeit zur selben Qualität und braucht aber länger oder man machts wie bisher und murkst aber an einigen Stellen. Ich behaupte hier mal, das jeder Makerer der ein gewisses Niveau an "Skills" erreicht hat, eher sich zur Ruhe setzten würde, als das der breite Tenor von ihm irgendwann sagen dürfte:
"Mensch Real troll deine Spiele früher waren aber viel besser, die jetzt haben ja kein Biss mehr ( ich habe absichtlich das Antibeispiel gewählt. meiner Meinung nach Verhält es sich mit RT wie mit einer seltenen, Briefmarke in einwandfreiem Zustand-genug geschleimt)";-)
Wer dieser Meinung ist rate mich bitte mit einem Daumen nach oben. Ne Scherz beiseite wir wünschen uns doch alle irgendwo bei Abschluss eines Projektes positive Resonanz und unser letzte Erinnerung soll doch positiv sein.
Wenn ich an den Macher von Unterwegs in Düsterburg, Grandy denke fällt mir oft auf, das sehr oft erwähnt wird das sie es schade finden das London Gothic nie fertig gemacht wurde, bzw es nie zu einer Demo kam die sicher in vielem neue Massstäbe aufgezeigt hätte. Stattdessen gab es foreninterne Hässlichkeiten (nein ich verlinke hier keine Threads, ist zu unschön mMn) wo Leute sich die wohl Ressourcen erklauten und das Threadlänge bekam von der manche 5 Jahre viel beachtete Spiele (wip) nur träumen können. Irgendwie ein Ende das unschön ist.
Daher wenn ich irgendwann merke das die Lust weg ist oder ich einfach nur noch schlechter werde ( und ja fast jeder misst sich unbewusst an gewissen Standards und was so aktuell gespielt wird, die Beteiligung in Diskussiosnthreads über verschiedene Entwicklerrelevanten Themen spricht Bände), werde ich aufhören. Oder zumindest die Bereiche in denen ich nur noch versage ausschließen und der Community in den Bereichen helfen wo ich kann. Und wenn es das erklären eines Swichtes oder einer Variablen ist wie morgen heute wahrscheinlich.
Denn wenn ich irgendwo nur noch Mist mache oder immer länger brauche führt das bei mir zu Frustration. Da kann ich meine Zeit dann auch anderswo sinnvoll investieren, habe dann doch genug Hobbies auch als Halbzeitnerd.o_o natürlich muss da jeder seinen Weg finden. Aber ich finde es falsch da Lioness irgendwas zu unterstellen, oder mehr in ihre Aussagen reininzupretieren als wirklich darsteht (seriously, sometimes there aint no subtext!).
Vielleicht postet sie ja hier tatsächlich mal noch rein
Zu der Sache mit den "nicht vorhandenen Eltern, die solche Vorbilder abgeben", habe ich ein Antiparade Beispiel. Einer meiner früher besten Freunde ist eben durch seinen Vater einen Waschechten Zeldaliebhaber auf die Videospielschiene gekommen. Oh my gosh und so ein vater will ich auch mal sein können, der mit seinem Sohnematz zusammen den bösen Ganondorf/[platziere hier beliebigen Lieblingsbösewicht] abrockt. Das ist mit Abstand eine der besten vater Sohn beziehungen die ich in meinem Leben gesehen habe, einfach weil der vater jung geblieben ist und nichts von seiner Kindheit wirklich abgelegt hat, wodurch er aber umso glaubwürdiger für uns Teens als Erwachsener darstand.
So und ich geh mir jetzt ein Eis backen und die Zukunft vorstellen wo ich mit meinem Sohnematz /Töchterchen, den 203489ten Brian durch die gekachelte Abenteuerwelt dirigieren werde...
Edith sagte mir gerade ich bin zu lange wach...-.-
Hier wird niemand beschuldigt. o.Ô
Es ist nur einfach schade, dass mit der Argumentation, anderen (auch in der Tat) wichtigeren Aspekten des Lebens derart den Vortritt zu geben, sich eingeredet wird, dass man keine andere Beschäftigung mehr haben darf.
Natürlich sollte man die aufgewendete Zeit dafür beschränken, aber solange es Spaß macht, kann man auch mit ein paar mehr Jährchen, Familie und Arbeit solch einem Hobby nachgehen. Ich kenne z.B. einen 40-Jährigen, der hat ein glückliches Familienleben, fährt aber trotzdem derbe auf Comics ab und hängt entsprechend auch mit jüngeren Zeichnern (mich eingeschlossen) auf diversen Conventions ab ("jung geblieben" würde man da vielleicht sagen). Diese "Unvereinbarkeit" zwischen Hobby und Familie etc. finde ich halt einfach traurig. ^^;