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Thema: [Shadowrun] Rollenspiel

  1. #1

    [Shadowrun] Rollenspiel

    Elektrik

    Träge fallen die Sonnenstrahlen durch das staubige Fenster des Straßenkiosks. Einen Moment bleiben sie auf den Blechdosen hängen, beleuchten die geschwungenen Lettern "SoyPilsener" bevor sie dahinter im Dunkel des brummenden Kühlschranks verschwinden.
    Elektrik schüttelt den Kopf und tippt ungeduldig mit dem beturnschuhten Fuß auf den Boden wärend er darauf wartet, dass sein Komlink wieder hochfährt. Bescheuerte Updates, aber manchmal kommt man einfach nicht drum herum.
    Die Tasse Soykaff auf dem dreckigen Stehtisch vor ihm dampft genauso müde vor sich hin. Es scheint einfach nichts los zu sein in Hamburg an einem Mittwoch Nachmittag. Er ist der einzige Kunde im Laden, die Geschäftsführerin, eine verbrauchte Norm Mitte vierzig hatte sich vor ein paar Minuten in den hinteren Bereich des Kiosks zurückgezogen. Lediglich die wenig versteckte Überwachungskamera starrt ihn unverwand vom Tresen her an.
    Elektrik entspannt sich merklich, als das Kommlink die letzten Programme startet und ihn endlich wieder, völlig drahtlos versteht sich, mit der erweiterten Realität der Matrix verbindet. Der Datenstrom, der überall in der Stadt zu Verfügung steht, versorgt ihn über seine Datenbuchse nicht nur rasend schnell mit Informationen, nein, sie zeigt ihm die Welt, wie sie sein sollte. In diesem Fall so, wie die Kioskbesitzerin sich ihren Laden vorstellt.
    Leuchtende Reklametafeln zieren plötzlich die Kühlregale und preisen SoyPilsener in bunten Schriftzügen an. Leise Musik wird direkt in sein Hörzentrum eingespielt. Auf dem Tisch vor ihm steht ein virtueller Blumenstrauß, dessen Schönheit kein Wasser braucht und unvergänglich ist. Jedenfalls solange niemand die Matrixdaten des Kiosks hackt. Sein Blick wandert zur Kamera. Sie sieht unverändert aus, die Matrix stellt ihm keine zusätzlichen Daten über dieses technische Gerät zur Verfügung. Wahrscheinlich ist sie jedoch so schlecht gesichert, dass es ein leichtes wäre, mit dem richtigen Programm und ein wenig Geschick die versteckten Daten zu manipulieren, die die Kamera ins Hinterzimmer sendet.

    Elektrik wird plötzlich aus seinen Gedanken gerissen, als sein Komlink ihm einen visuellen Input übermittelt. Vor ihm in der Luft schwebt folgender Satz:

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    <ja> <nein>


    Riot

    Spielerisch treibt der Wind die trockenen Blätter vor sich her. Wirbelt sie im Kreis, trägt sie empor, um sie schließlich an der Kante des Gehwegs zurückzulassen. Der Herbst hat die Hansestadt mal wieder im Griff. Riot hatte die Regenpause genutzt um in seinen Weg einen kleinen Umweg einzubauen, der ihn am Ohlsdorfer Parkfriedhof vorbeiführen würde. Für einen Augenblick wechselt er in die astrale Sicht, doch die Blätter bleiben genauso grau und leblos wie sie auch für mundane Personen aussehen. Grau und leblos wie jede tote Materie. Die Straße, die geparkten Autos, die Häuser. Alles erscheint im Astralraum wie verdichteter grauer Nebel. Selbst die Fenster sind aus diesem seltsamen Stoff und völlig undurchsichtig.
    Riot biegt um die nächste Ecke und wird von der Farbenpracht des Lebens begrüßt. Bäume und Büsche, Rasen und Blumen waren zwar kein seltener Anblick, wenn man zu denen gehörte die sich wenigstens hin und wieder in die besseren Gebiete Hamburgs begeben konnten. Doch die meisten Straßen- und Gebäudearchitekten setzten auf künstliche Pflanzen. Ihnen konnte der saure Regen, der jetzt mit einem leichten Nieseln wieder einsetzt, nichts anhaben. Niemand musste sie gießen oder beschneiden. Fast niemand sah den Unterschied oder kümmerte sich auch nur darum, ob es einen gab.
    Für Riot war der Unterschied offensichtlich. Schon als Kind konnte er, wenn er sich darauf konzentrierte, die Farben sehen, die lebendige Materie umgaben.
    Zwei Personen, scheinbar ein Norm mit seiner Freundin, kommen um die Ecke des Parkwegs gebogen. Der Elf konzentriert seinen Blick auf das Mädchen und kann nach und nach Strukturen in ihrer Aura ausmachen. Wie Farbwolken in einem Wasserglas strömen ihre Emotionen durcheinander. Im Moment jedoch dominiert von etwas rosanem, dass Riot als Glück interpretiert. Wie kitschig.
    Er wendet seine Aufmerksamkeit dem Glücksritter zu. Schon nach einem kurzen Blick kann er eine Auffälligkeit in seiner Aura erkennen. Ein schwarzer Fleck, direkt an seiner Schläfe. Vermutlich eine Datenbuchse. Für jedes Stück Chrom, dass ein Mensch seinem Körper hinzufügt, geht ein Stück Lebendigkeit, ein Stück Menschlichkeit, ein Stück Farbe verloren. Der Rest seiner Aura zeigt etwas blaues, Zufriedenheit vielleicht? Darüber liegt jedoch ein roter Schleier aus.. Angst? Angespanntheit?
    Riot muss kurz grinsen und tritt seine Zigarette aus. Vielleicht hat der Gute Angst, dass ihm die Ghule, die hier gerüchteweise hausen sollen die Freundin wegfressen. Bevor er, in Gedanken noch bei dem Bild, wie die Ghule die beiden Ttäubchen futtern, eine neue Zigarette aus seiner Jackentasche kramen kann, fängt sein Kommlink an zu piepsen.
    Er guckt auf das nebelgraue Display, welches sich nicht weiter vom Gehäuse unterschiedet. Ein wenig ärgerlich schüttelt er den Kopf und kehrt in die normale Wahrnehmung zurück. Jetzt kann er den Text auf dem Display erkennen.

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    <ja> <nein>


    Tarik

    Unverkennbar weht der gammelige Fischgeruch vom Hafen herüber. Tarik hat sich so dicht an seine ehemalige Ankunftsstelle gewagt, wie er sich bei Tageslicht grade noch traut. Die Straße endete an einem fünf Meter hohen Zaun, der die Freihandelszones des Hafens umschließt. Rechts neben dem Rolltor steht das unschuldig aussehende Häuschen der Torwächter. So wie die meisten großen Konzerne sich nicht auf die gesetzlichen Ordnungshüter, die HanSec verlassen, haben auch die im Hafen angesiedelten Unternehmen ihren eigenen Sicherheitsdienst. HAZMAT. Hamburger Zoll- und Marineschutztruppe.
    Tarik hatte einige dieser Männer gesehen, als er damals in Hamburg ankam. Zum Glück nur kurz und von hinten, wärend sein Kontaktmann ihn aus dem Hafen herausbrachte. Die HAZMAT hat einen Ruf in Hamburg, und wenn man in den Madien von ihrem Einsätzen hört, dann haben sie den auch zu Recht.
    Zuweilen ruft sogar die Stadt Hamburg die HAZMAT zur Hilfe, wenn HanSec mit einer Situation nicht mehr zurechtkommt. Was natürlich dem Hafenrat und damit dem Hamburger Hafen Management Center, HHMC, soviel Macht wie einem weiteren Stadtrat einräumt.
    Tarik zuckt mit den Schultern und verpasst der Zigarette den letzten Schliff die er in Gedanken versunken gedreht hatte. Eine ganz normale Stadt mit ganz normalen Problemen eben.
    Er steckt sich den Glimmstengel in den Mund und will grade sein Feuerzeug herauskramen, als sein Kommlink zu piepsen beginnt.

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    <ja> <nein>


    Amsel

    Der grade wieder einsetzende Nieselregen verwandelt die zahlreichen Schlaglöcher in immer tiefere Pfützen. Von weitem hört sie lautes und ausdauerndes Schreien und Hupen. In einem Selbstbau-Cabrio (sieht so aus als hätte jemand Daddys Schneidbrenner geklaut) rauscht die örtliche Gang an ihr vorbei. Reflexartig springt Amsel zur Seite, um nicht vom aufspritzenden Pfützenwasser getroffen zu werden.
    Wie es aussieht, ist die Schießerei, die gestern Nacht zu hören war, zugunsten der Kleingang ausgegangen. Vermutlich zählt der Turf jetzt einen Straßenkiosk mehr, was natürlich gefeiert werden muss, als wäre man soeben Weltmeister geworden. Amsel schüttelt den Kopf und setzt ihren Weg fort. Lange hält sich sowieso keine dieser Gangs, bis jemand anderes kommt und sie vertreibt, oder die rechte Hand den Boss absetzt... Niemand hatte sich in den letzten Jahren so lange halten können, um die Aufmerksamkeit einer der großen Gangs Hamburgs auf sich zu ziehen. Störtebekers Erben zB, die sich in den überschwemmten Gebieten Harbugs herumtreiben und immer wieder mit Drogen-, Waffen- und Menschenhandel für Schlagzeilen sorgen. Oder die Vory, eine weitere Untergrundgröße von der man sich fern halten sollte, wenn man nicht fließend russisch spricht.
    Der Regen wird heftiger und treibt Amsel in den nächsten Hauseingang. Die Tür hängt schief in den Angeln, aus dem Hausflur des Wohnblocks dringt der unverkennbare Geruch nach Feuchtigkeit und Fäkalien. Aber wenigstens regent es nicht herein. Ohne eine SIN, eine Systemidentifiaktionsnummer, hat man kaum Chancen auf eine bessere Wohnung. Wer für die offiziellen Behörden nicht existiert, kann auch keinen Mietvertrag unterschreiben.
    In diesen Gegenden nennt man die Miete Luftsteuer, Atemgebühr, Wohnungsabgabe. Je nachdem, wer grade die meisten Waffen spazieren fuhr.
    Grade als der Regen soweit nachlässt, dass Amsel wieder auf die Straße hinaustritt. meldet sich ihr Kommlink mit einem zögerlichen Piepsen.

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    <ja> <nein>


    Hid

    Der Boden unter seinen Füßen schwankt leicht, wärend er die Kauf- und Schaulustigen Hamburgs beobachtet. Nach den neusten Trends aus den UCAS gekleidete Frauen, die in Gruppen von vier bis fünf von einem Modegeschäft ins nächste strömen. Einzelne Frauen, begleitet von jeweils einem oder mehreren schwer bepackten Männern, die im Prinzip das gleiche tun.
    Ein Stelldichein der Schönen und Reichen und allen, die wenigstens so tun können, als gehörten sie dazu. Die über der Wasserlinie liegenden Geschäfte, zu Beginn des Jahrhunderts wären sie im ersten Geschoss der alten Gebäude gewesen, sind mit Wegen aus aneinandergebundenen Schwimmpontons verbunden. Hohe Geländer sorgen dafür, dass keine der Damen mit dem unpraktischen Schuhwerk unfreiwillig Baden geht.
    Die Besonders exclusiven Geschäfte befinden sich jedoch in den ehemaligen Erdgeschossen, unter Wasser. Von diskret in schwarze Anzüge gekleideten Sicherheitsleuten bewacht, bringen die gläsernen Fahrstühle ausgewählte Kundschaft auf den Boden der Altstadt.
    Hid schüttelt den Kopf. Soviel Ignoranz auf einem Haufen. Sie genießen das schöne Leben und verschließen die Augen vor der wahren Welt. Die Welt, die sich außerhalb von privaten Sicherheitsdiensten abspielte. Von hier aus kann man beinahe Big Willy erahnen, der anhaltende Nieselregen erschwert die Sicht etwas. Eine Insel im Herzen Hamburgs, auf der sich das städtische Gefängnis befindet. nach allem was man so hört, herrschen dort andere Regeln. Und es sind nicht einmal die Regeln des Gesetztes...

    In seiner Anzugtasche beginnt sein Kommlink zu vibrieren.

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    <ja> <nein>


    Gerlinde

    Sie ist froh, endlich aus dem Nieselregen rauszukommen, der einfach jede Ritze in der kleidung zu finden scheint. Oder vielleicht ist auch der Regen selbst dafür verwandwortlich, dass Kleidung, die nicht speziell behandelt wurde, früher oder später auseinanderfällt. "Sauerer Regen" hatte ein Freund das mal genannt. War Gerlinde aber eigentlich auch egal, welchen Geschmack der Regen hatte, sie musste zum Glück ja nicht damit kochen.
    "Komm rein", murmelte eine Körperlose Stimme aus dem dunklen Fahrkartenschalter. Sie weiß nicht, wer heute Wache hat, nickt aber kurz in die Richtung und betritt dann die alte U-Bahnstation. Vor fast einem Jahrhundert hatte die Flut hier alles lahmgelegt, und in dem Chaos der darauffolgenden Jahre hatte niemand an den Wiederaufbau gedacht. Bis vor ein paar Jahrzehnten die Orks und Trolle der Hansestadt diesen vakanten Lebensraum als genau das erkannten.
    Heute sorgen Pumpen, Ventile und speziell abgedichtete Wände dafür, dass die Elbe draußen bleibt. Den Gang runter kann sie den flackernden Schein von Leuchtstoffröhren erkennen, die den Marktplatz erhellen. Wenn man die richtigen Leute kennt, und das nötige Kleingeld hat, dann kann man hier fast alles finden. Jedenfalls solange man Ork oder Troll ist. Norms, Zwerge oder gar Elfen haben einen deutlich schwereren Stand im Untergrund. Trotzdem gibt es hin und wieder Besucher dieser Art, eine Nachricht die unter den Kinder meist wie ein Lauffeuer umgeht.
    Gerlinde umrundet den Markplatz und betritt eine der alten Fahrröhren. An den Rändern gibt es einige notdürftige Behausungen aus Wellblech und Pappe, die angeseheneren Mitglieder des Untergrunds bewohnen jedoch geräumigere Unterkünfte in anderen Ubahnstationen.
    Bevor sie ihren Weg fortsetzen kann, fängt ihr Kommlink an zu piepsen.

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    <ja> <nein>


    Wer auf <ja> klickt, erhält folgende Nachricht:


    Das Wort Salambo ist als Matrixlink gekennzeichnet. [Wer den Spoiler liest, hat den Link aufgerufen.]

    Geändert von Grimoa (14.06.2010 um 17:58 Uhr)

  2. #2
    Elektrik wählte ja und las sie die Nachricht durch bevor er sich dazu entschied den Auftrag anzunehem, ein gemeinsamer bekannter, das bedeutete so viel wie das es sich um einen ehemaligen Auftraggeber handelte. "Naja, es ist ja nicht so als ob ich in letzter Zeit besonders viel zu tun hatte, da kann ein wenig Spannung und Geld nicht schaden, eher das Gegenteil, es kommt mir gerade recht." dachte er sich und schate sich anschließend die Seite des Salambo an, eine Bar eben, wo sich immer wieder mal Runner trafen oder es, wie in diesem speziellem Fall, so war das sich ein gewisser Weber Leute für einen Run beschafft. "Na ich persönlich bin ja mal gespannt mit was für Typen ich da zusammenarbeiten darf, hoffentlich ist der Straßensamurei nicht so ein depp wie der vom letzten Run, ein Wunder das wir da heil raus gekommen sind. hoffte er innerlich und verließ das Straßenkiosk, den bezahlten Soyakaff ließ er stehen, er trank nur wenig von diesem Zeug und es schmeckte sowieso einfach nur schrecklich, es gab für ihn angenehmere Arten sich wach zu halten, jetzt würde er sich seine Zeit bis 20 Uhr auf die eine oder andere zeit zu vertrieben wissen, vielleicht würde er ja ins Kino gehen.

    Geändert von wusch (14.06.2010 um 17:34 Uhr)

  3. #3
    Gerlinde grunzte missbilligend. Na super, als hätte sie nicht sonst schon genug zu tun. Was stand da...? Irgendein Quatsch von wegen gemeinsamen Bekannten und Auslieferung eines Gegenstands. Nun gut... eigentlich auch keine so schlechte Sache. Wenigstens mal was anderes. Noch was? Keine Waffen? Okay, das war auch noch verständlich. Die Ork-Dame seufzte und blinzelte ein paar Male, um sich von dem hellen Display zu erholen. Also wirklich... dieses Ding sollte sie mal etwas dünkler einstellen, sie hatte immer wieder das Gefühl, direkt in die Sonne zu starren. Es war einfach zu hell für ihre schon recht in Mitleidenschaft gezogenen Augen. Aber gut, sie wollte sich nicht beschweren, mit 30 war sie für einen Ork schon ziemlich alt. Und gar nicht mal so schlecht in Form.

  4. #4
    Riot schaute von dem Display weg, stecke sich seine Kippe in den Mund und zündete sie mit seinem Zippo an, er inhalierte den ersten Zug und schaute erneut auf das Display.
    Er öffnete die Nachricht und schaute sich anschließend konzentriert die Seite des Salambo an.
    "Angemessen entlohnt, schon klar und als nächstes überschreibt mir Saeder seinen Konzern, ich werde nie angemessen entlohnt."
    Ein weiterer Zug den er halbherzig inhalierte, er schloss die Fenster seines Displays und wechselte zu seiner Playlist. "Was solls...Kohle ist Kohle".
    Er schob sich den rechten In-Ear Kopfhörer in sein rechtes Ohr und drückte auf Play.
    Riot schaut noch ein letztes mal zu dem verliebtem Pärchen ehe er noch einen letzten kräftigen Zug nahm, die Kippe auf die Straße schnippte und sich in Bewegung setzte "Vielleicht das 3. Date..."

  5. #5
    Wenn das wieder so eine blöde Spam Nachricht ist...... Tarik kramte sein Feuerzeug aus der Tasche und zündete sich zuerst seine Zigarette an. Er zog einmal kräftig, ehe er die Nachricht annahm. Während dem Lesen atmete er den Rauch langsam durch die Nase aus. Die Nachricht vermochte seine Mundwinkel für den Bruchteil einer Sekunde zu heben, so dass es den Anschein hatte, er würde sich über eine positive Nachricht freuen. Aber im nächsten Moment verschwand diese Regung wieder. Ein persönlicher Gegenstand....wehe wenn das wieder so ne blöde Hochzeitsbrosche oder eine Puppe ist. Tarik erinnerte sich an den letzten Run. Nachdem sie den "persönlichen Gegenstand", eine Puppe, gefunden hatten, war der StreetSam wutentbrannt zu ihrem "Schmidt" zurückgekehrt und hatte ihn zusammengebrüllt. Der Zwerg, welcher durch einen Stromschlag und ein unfreiwilliges Bad genervt war, nahm dem Sam die Arbeit ab und ließ seine Schrotflinte sprechen. Unschöner Anblick. Der Sam und der Zwerg lieferten sich anschließend noch einen Schusswechsel mit einer Gang und trafen dann unglücklicher Weise auf die HAZMAT. Die haben nicht lange gefackelt... In der Puppe war, überraschenderweise, viel gutes Zeug drin. Über ein paar Umwege erhielten Tarik und die 2 verbliebenen Runner eine brauchbare Menge Geld.

    Bin gespannt wie es diesmal läuft....wenn nur die Hälfte von dem zutrifft was hier geschrieben steht, wird das ein guter Auftrag. Tarik wählte den Link. Salambo, 2000, Hr. Weber, eine Bar in St.Pauli......ich war schon 2 Wochen nicht mehr in St.Pauli. Er überlegte wie es möglich sei in Hamburg zu leben und 2 Wochen lang St.Pauli zu meiden. ....was solls.....alle Metarassen sind willkommen. Super dann seh ich wieder ein paar Zwerge.....Waffen UNERWÜNSCHT, aber nicht verboten....das sollte mit dem Tarnhalfter machbar sein.
    Seine Zigarette hatte er mittlerweile geraucht. Tarik warf noch einen letzten Blick auf den Zaun und das Wachhäusschen, ehe er der Szenerie den Rücken kehrt und in Richtung City geht. Irgendwohin ohne bestimmtes Ziel. Ich hab ja noch ein paar Stunden.... Tarik blieb unvermittelt stehen, kramte in seiner Tasche nach Tabak und Papier und setzte seine Weg, eine neue Zigarette drehend, fort. Nach ein paar Metern besann er sich eines besseren und schlug einen Weg ein um zu seiner "Unterkunft" in Altona zu gelangen. Was der Freak bloß macht? Er kramte wieder sein Feuerzeug aus der Tasche, zündete die Kippe an und ging gemächlich seinem Ziel entgegen.

  6. #6
    "Drekwetter", knurrt Amsel halblaut, während sie im Nieselregen durch das heruntergekommene Viertel geht. Hinter sich hört sie das gequälte Aufjaulen eines Motors und halbstarkes Gegröhle, welches sich schnell nähert. Ein rascher Sprung in Richtung der Häuserwände erspart es ihr, statt nur von oben auch noch von der Seite durchnäßt zu werden.
    Volltrottel. Feiert heute nur schön, spätestens nächsten Monat liegt ihr ohnehin tot in eurer eigenen Gehirnmasse.
    Sie schlägt den Kragen ihrer Jacke hoch und setzt ihren Weg fort. Eigentlich will sie nur schnell nach Hause, jedoch scheint das Wetter es nicht gut mit ihr zu meinen. Sie drückt sich in einen Hauseingang, um den stärker werdenden Regenguß abzuwarten. Es stinkt nach Scheiße und verrottendem... irgendwas. Nichts Besonderes, hier in einer der ärmsten Gegenden von Hamburg. Dummerweise scheint sich der Regen hier richtig wohlzufühlen und plätschert weiterhin unbeirrt auf den Slum nieder. Amsel überlegt, ob sie nicht trotzdem besser weitergehen sollte. Frauen, die an irgendwelchen Häuserecken rumstehen, werden früher oder später garantiert von besoffenen Typen angesprochen. Und gerade heute hat sie so gar keine Lust einem von denen erklären zu müssen, daß er sich in der Adresse geirrt hat. Selbst wenn sie schon so tief gesunken wäre, um diesem Gewerbe nachzugehen - der Abschaum in dieser Gegend zahlt ohnehin nur mit Filzläusen statt mit Ecu.

    Seufzend wendet sie sich zum Gehen, als sich ihr Kommlink meldet.
    Salambo... keine Ahnung, kenn ich nicht. Aber was solls. Ich kann mir ja mal anhören, was der Vogel zu sagen hat. Mit etwas Glück springen tatsächlich ein paar Creds dabei raus.
    Sie folgt dem Matrixlink, der mehr Informationen zu dem Laden beinhaltet. Metas willkommen, na, vielen Dank auch. Ich bin gerührt... Keine Knarren. Pah, ich werd bestimmt nicht unbewaffnet quer durch den Sprawl latschen. Die haben bestimmt ein paar Muskeln am Eingang, die die Dinger solange für mich aufbewahren können. Und wenn nicht - nun, deren Problem, nicht meins.
    Die magere Elfin schaut noch einmal auf ihr Kommlink, um die Uhrzeit abzulesen. Bis 20.00 Uhr hab ich noch ein bißchen Zeit. Gut, dann kann ich mir vorher die Gegend um das 'Salambo' ein bißchen ansehen. Man weiß ja nie...

  7. #7
    Gerlinde sah sich etwas außer Atem um. Okay... so zu hetzen wäre jetzt eigentlich nicht nötig gewesen. Sie war noch immer eine Viertelstunde zu früh da, aber sie würde dann eben noch was trinken, bevor sie sich anhörte, auf was für einen Blödsinn sie sich dieses Mal eingelassen hatte. Hier wurde sie zwar schon manchmal etwas schief angesehen, aber wohl nur deswegen, weil sie nicht darauf verzichtet hatte, ihr gutes altes Metallrohr mitzunehmen. Jaaa, es hatte geheißen, dass Waffen eher nicht so gut ankamen, aber sie hatte es mitgenommen. Und wer darüber diskutieren wollte, der konnte sich schon mal von seinem Kopf verabschieden! Oder, nein, sie würde ihm einfach einen ordentlichen Klaps geben, dass ihm der Schädel fünf Tage wackelte. Darunter würde sich nichts abspielen. Gerlinde sah sich um und beschloss, dass sie einfach so warten würde. Sich jetzt Mut anzutrinken war eine eher schlechte Idee... vor allem, weil ihre Leber das vielleicht nicht mehr mitmachen würde. Sie hatte viel getrunken und bis jetzt hatte sie es mehr oder weniger gut verkraftet, aber in letzter Zeit war die Kondition ihrer Leber massiv zurück gegangen. Also besser nichts riskieren. Sie wollte ihre Leber noch etwas länger haben!

  8. #8
    Den größeren Teil des restlichen Tages hatte Alexander in seiner Wohnung verbracht und gelesen, denn er hääte nicht gewusst was er sonst nopch so hätte treiben sollen. Versteh einer warum Bücher immer so unterschätzt werden, jeder glaubt alles zu haben mit der Matrix aber Bücher können nicht gehackt werden. dachte er sich als er auf die Uhr sah und feststellte, dass er nun so löangsam losgehen sollte. Eigentlich war es noch etwas zu früh aber er war nunmal lieber etwas zu früh da und wartete als doof dazustehen weil er zu spät kam und so die hälfte verpasst hatte. Er packte die Sachen, bei denen er der Meinung war das er sie später noch würde gebrauchen könnte, ein auch seine Waffe, denn zur Not würde er die irgendwo abgeben können, sowas gab es da ja häufiger. Er nahm sich für den Weg noch etwas zu Essen mit, das er auf dem Weg zur nächsten Haltestelle verzehrte, er wusste von früher das es nicht schaden konnte schon vorher etwas gegessen zu haben, jedenfalls war es besser als mit knurrendem Magen herum zu sitzen.

    Geändert von wusch (17.06.2010 um 13:52 Uhr)

  9. #9
    Tarik
    StPauli, vorm Salambo, 19.00


    Lange vor dem vereinbarten Treffen erreicht Tarik das Salambo. Die Bar befindet sich in einer Seitenstraße, der Eingang ist zusätzlich zwischen zwei größeren Gebäuden versteckt. Die Bar befindet sich offenbar im Keller, eine Kurze Treppe, die vom überhängenden ersten Stock überdacht wird, führt zu Eingangstür hinunter. Unten kann Tarik zwei Orktürsteher in dunklen Anzügen erkenne. Scheinbar ist allgemein noch nciht viel los auf dem Kiez, oder es liegt am Wetter. Tarik ist fast der Einzige, der auf der Straße unterwegs ist.
    Als er die Treppe hinuntergeht, fängt plötzlich etwas an zu piepsen. Einer der Orks greift nach einem gerät an seinem Handgelenk und der Alarmton hört auf. Er zieht einen handmetallscanner hervor und macht einen Schritt auch Tarik zu. "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn sie das Salambo verlassen."

    Amsel
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.30


    Kurz vor halb acht hält der Bus im Kiez. Der Regen, der heute den ganzen Tag n icht so recht nachgelassen hat, hat eine ansehnliche Pfütze direkt vor der Bushalte angesammelt. Nach dieser etwas unerfreulichen Begrüßung muss Amsel noch ein kleines Stückchen laufen, bevor sie das Salambo erreicht. Dabei lässt sie sich von dem Kartenausschni auf der Homepage der Bar leiten.
    Die Straßen im Kiez fangen langsam an, sich mit leben zu füllen, die ersten Feierlustigen sind unterwegs. Natürlich immer in kleinen Grüppchen, kaum jemand ist wie sie allein unterwegs. Der Großteil der Passanten sind Norms in gewöhnlicher bis guter Kleidung, zwischendruch hin und wieder ein Elf oder Zwerg. Die Vertreter der Orks und Trolle sind rar gesäht, die einzigen, die Amsel auf ihrem Weg erblickt, sind ein Türsteherpaar eines sehr kleinen Clubs, die vor der Tür mit mießmutigem Gesicht im Regen stehen. Niemand nimmt wirklich Notiz von der unscheinbaren Elfin.
    Ansonsten sieht die Feiermeile so aus, wie man sie sich vorstellt. Überall leuchtende und blinkende Reklametafeln, hauptsächlich in rot und viel nacktes Fleisch.
    Das Salambo liegt in einer Nebenstraße. Die Lage gibt der Beschreibung "zwischen zwei Abenteuern" einen neuen Klang. Der Eingang springt etwas zwischen zwei anderen Gebäuden zurück, beide sind durch die Reklametafeln als Nacht bzw Strip-Club ausgezeichnet. Zum Salambo führt eine Treppe hinunter, die durch den oberen Stock überdacht wird. Unten sieht Amsel zwei Orks in schwarzen Anzügen. Auf der Mitte der Treppe befinden sich rechts und links am Geländer zwei mannshohe, graue Stahlrechtecke, die oben zu einem Torbogen verbunden sind.
    Die Umgebung ist etwas ruhiger als auf der Hauptstraße, trotzdem sind Personen unterwegs und auch mehrere geparkte Autos stehen an der Straße. Es handelt sich hauptsächlich um Mittelklasse bis Oberklasse PKWs, nichts ungewöhnliches, mehrere haben sehr dunkel getönte Scheiben. Da es immer noch nieselt, beeilen sich die Passanten weiter zu kommen, oder einen Club zu betreten. Die Häuser sind alle mehrstöckig, teilweise kann man an der Beleuchtung erahnen, dass sich im Innern der Club über mehrere Stockwerke erstreckt, manchmal, wie beim Salambo, sind die oberen Stockwerke dunkel.
    Gegen 19.45 steuern das erste mal seit Amsels Ankunft Besucher auf das Salambo zu. Eine orkische Frau mit einem sehr Auffälligen Metalrohr und einige Minuten später ein Norm. [Wenn du weiter beobachtest, siehe unten.]

    Gerlinde
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.45


    Sie läuft durch den Regen zu der angegebenen Bar, zum Glück war auf der Homepage eine kleine Karte, sonst hätte sie die Seitenstraße womöglich übersehen. Der Eingang ist zwischen zwei anderen Clubs versteckt, offenbar muss man auch noch in den Keller runter. Gerlinde geht die Treppe runter auf die beiden Türsteher zu, zwei Orks in schwarzen Anzügen. Als sie fast ganz unten angekommen ist, fängt irgendwo etwas an zu piepsen, Nicht sehr laut, aber gut zu hören. Einer der Orks greift nach einem kleinen Gerät an seinem Handgelenk und das Piepsen hört auf. Er macht einen Schritt auf Gerlinde zu: "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn sie das Salambo verlassen." Sein Blick fällt auf das Metallrohr, wärend sein Kollege ihm die kleinere, kellenförmige Version eines Mettalscanners anreicht.
    Und schon fängt das Handgelenkgerät des Türstehers wieder an zu piesen.

    Elektrik
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.45


    Es regnet immer noch, als Elektrik in St.Pauli ankommt und nach nochmaligem Blick auf die Onlinekarte schließlich das Salambo findet. Der Eingang ist ziemlich gut zwischen zwei anderen Clubs versteckt, und außerdem am Ende einer Treppe, die offenbar in den Keller führt. Durch den Regen hat er weniger auf die anderen Passanten geachtet und nimmt die Orkfrau erst war, als plötzlich etwas zu piepsen beginnt. Wärend er sich noch kurz nach der Quelle des Piepsens umsieht, hört dieses auch schon wieder auf. Wärend einer der Türsteher mit der Orkfrau spricht, geht Elektrik weiter die Treppe runter und das Piepsen ertönt erneut. Der zweite Wachmann tritt nach vorne: "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn sie das Salambo verlassen." Dabei macht er eine Geste, die Elektrik bedeutet, zum Fußende der Treppe zu kommen.

    Und damit es auch wirklich keine Missverständnisse mehr gibt:

    Geändert von Grimoa (17.06.2010 um 15:00 Uhr)

  10. #10
    "Natürlich, hier, bittesehr.sagte er, händigte dem Türsteher ohne weiteres seine Waffe aus und nahm seine Pfandmarke entgegen, warum auch Probleme machen? Er hatte es ja genau so vorgehabt. Als er sich umsah konnte er von der Orkfrau mit dem Rohr in der Hand die vor ihm herein gekommen war, niemanden sehr ungewöhnliches sehen, denn heutzutage war es schon recht ungewöhnlich nur so eine Nahkampfwaffe und keinerlei Schusswaffe zusätzlich bei sich zu tragen aber sie sah schon so aus als ob sie damit umgehen könnte und er wollte das nicht abbekommen. Er schaute sich weiter im Klub um, sehr viele der Gäste waren 'normale' Menschen und den Autos draußen nach zu urteilen nicht unbedingt die ärmsten bewohner Hamburgs und er erblickte auch mindestens eine Elfe, jedoch kümmerte er sich im Moment nicht weiter darum. Nun ging er sich etwas alkoholfreies zu trinken, wahrscheinlich würde es eine Limonade werden, zu bestellen und dann, um 8 Uhr würde er nach Herrn Weber fragen Na ich bin ja mal gespannt was für eine Type dieser Herr Weber ist und was genau das für ein Auftrag werden soll. fragte er sich innerlich selbst.

  11. #11
    Hid gähnte einmal, öffnete die Augen und schloss sie sofort geblendet wieder. Der letzte Abend war zu lang geworden. Er schaute auf die Uhr. Es war bereits früher Abend. Die letzte Nacht war viel zu lang geworden. Mühsam setzte er sich hoch. Sein Kommlink blinkte - zeigte eine neue Nachricht an. Ohne den Kommlink zu beachten, nahm Hid sich zuerst eine Dusche und aß dann noch eine Pizza. Nichts konnte dringender sein, als sein Bedürfnis nach Hygiene und Hunger - zumindest nicht jetzt. Er hatte die letzten Wochen in einem ungewöhnlichen Wohlstand gelebt, sein letzter Beutezug hatte ihn zu einem sehr reichen Paar geführt. Die beiden hatten vermutlich nicht einmal gemerkt, dass ihnen etwas fehlte. Doch langsam ging das Geld wieder zur Neige. In den nächsten Tagen müsste er wohl wieder losziehen.
    Nach dem Essen öffnete er endlich die Nachricht. Das hörte sich gut an. Er zögerte nicht lange, die Entscheidung zu fällen. Um Punkt 20.00 würde er den Salambo betreten. Kontrollblick auf die Uhr - 19:30. Knapp, aber es würde reichen. Er verließ das Haus, Pistole in der Jackentasche. Niemand würde vermuten, dass er, vertrauenswürdig, wie er aussah, die Dreistigkeit besitzen würde, eine Waffe ausgerechnet in der Jackentasche zu verstecken. Niemand hatte das je vermutet.

  12. #12
    Gerlinde grunzte unwillig, aber gut, wenn man die Waffen abgeben musste, musste man sie abgeben. Sie war einfach etwas zu alt, um sich mit jedem zweiten Ork einen Streit leisten zu können. Wenn sie jünger gewesen wäre, jaaaa, dann wäre hier gleich was los gewesen! Aber so händigte sie einfach nur das gute alte Metallrohr aus, nahm die Pfandmarke mit einem prüfenden Blick entgegen und steckte sie dann ein, um sich schließlich umzusehen. Hmmm... der Schuppen gefiel ihr nicht wirklich. Über Geschmack konnte man bekanntlich streiten, und wenn es eben nicht ganz so orkmäßig eingerichtet war, dann konnte sie schlecht was dran ändern. Hätte vermutlich nur unnötigen Radau gemacht. Konnte sie jetzt nicht haben.

  13. #13
    Riot stapfte die knarzende Treppe der Absteige hoch in der sind sein so genanntes Zuhause befand, vergilbte Wände und schwarze Schimmelflecken unter der Decke nannten das hier wohl eher ihr Heim.
    Er öffnete die Türe zu seinem kleinen Apartmertment und warf seine Lederjacke auf einen Stuhl der gegenüber im Raum stand.
    Es war mehr ein kleiner vermüllter Raum, Aschenbecher voller Kippen, Kleidung die dort liegen blieb wo sie ausgezogen wurde und leere Bierflaschen die jeglichen restlichen Platz einnahmen.
    Er warf die Türe hinter, durch das Knallen rieselte ein wenig Staub von der Decke auf seinen Kopf "Wenn ich jemals wegen was anderem Krebs haben sollte als rauchen weiss ich zumindest woher..."
    Er strich sich den Dreck von seiner Mütze und stieg über ein paar Bierflaschen hinüber zu seiner wenig benutzten Kochecke.
    Auch wenn der Rest des Raumes einen erwarten lassen würde, dass die Küche ebenfalls so aussieht als wäre eine Bombe eingeschlagen, herrschte hier doch zumindest Sauberkeit und auch Ordnung, letzteres zumindest in einem gewissen Rahmen.
    Über der Küchenplatte hingen 2 Hängeschränke mit abgeplatzter weißer Farbe, Riots Hand wanderte zu einem der beiden und holte aus seinem Inneren einen Schuhkarton.
    Er legte den Karton auf der Küchenplatte ab und hob den Deckel an.
    Mit der linken holte er seine Knarre aus dem Karton während er mit der rechten ein Magazin griff und die Pistole steckte.
    Er steckte sich die Waffe hinten in seine Hose und griff erneut in die Schachtel, nach und nach verteilte er die restlichen Magazine, einen Schalldämpfer und seinen Teleskopstab auf der Anrichte.
    Riot verstaute den restlichen Kram in seinen Hosentaschen und überprüfte die Uhrzeit,
    "17:03, noch 3 Stunden...das reicht, nicht zu spät, nicht zu früh, muss ich wenigstens nicht lange Warten"
    Er steckte sich noch schnell eine zweite Packung Zigaretten ein, schnappte sich dann seine Jacke und verließ seine Wohnung.

    Riot schaute auf das Display seines Kommlinks, 19:51. "Perfekt, wenn die Schläger jetzt kein großes Trara machen bin ich sogar pünktlich."

  14. #14
    Nach einem gemütlichen Spaziergang erreichte er die Seitengasse in Altona. Diese Gasse unterschied sich von allen anderen da dort seit knapp einem halben Jahr ein ausgeschlachtetes Auto stand und daneben ein Hydrant, das Rot war total verblichen und war jetzt am ehesten mit hellrot bis rosa beschrieben. Das Autofrack liegt wahrscheinlich so lange hier, bis irgendjemand das ganze weg räumt oder das Metall zersetzt wurde.......wohl eher letzteres. Tarik sprang über die Motorhaube und wählte die einzige Doppeltür auf der linken Seite.

    Er öffnete diese und ging die abgetretene Treppe ganz nach oben. Im Flur roch es nach Schimmel und Staub. Spinnennetzte hingen in jeder Ecke und warfen Nachts eigenartige Schatten auf den Boden. Tarik kümmerte es nicht weiter. Seit 2 Jahren wohnte er für einen Stick im Monat als Untermieter bei dem Hacker. Nebenbei hielt Tarik die 2-Zimmer-Küche-Bad Wohnung sauber und halbwegs ordentlich. Ein Zimmer hatte der Freak beschlagnahmt und nur selten war er mal nicht in der Matrix unterwegs. Tarik sah ihn vielleicht 1 oder 2 Mal am Tag. Küche und Bad sind sehr klein und das letzte Zimmer diente Tarik als Aufenthaltsraum und Schlafzimmer in einem. Immerhin habe ich ein Dach über dem Kopf und im Winter es ist definitiv wärmer als draußen.
    Oben angekommen öffnete Tarik die Tür und stand direkt in seinem Zimmer. Ein abgesessenes Sofa und ein kleiner Tisch bildeten den Mittelpunkt des Raumes. Die linke Tür führt zum "Matrix Raum", wie er scherzhaft das Zimmer des Freaks nannte. Auf der anderen Seite verdeckte ein Vorhang den Durchgang zur Küche und direkt daneben befand sich die Tür zum Bad. Weiterhin stand ein Regal mit ein paar Büchern und elektronischem Zeugs sowie diversen Dosen Bier an der Wand. Tarik ging zu der einzigen Kiste und öffnete diese. Alles noch da. Tarik nahm die Kleidung und 1 Decke heraus, ehe er den Boden anhob und sein Werkzeug zu Tage förderte.
    Er nahm den Tarnhalfter und befestigte ihn unter seiner Jacke, dann lud er seine Ares durch, sicherte sie und steckte sie in den Tarnhalfter. Den Schalldämpfer steckte er in eine dafür gemachte Halterung. Das andere Magazin fand in seiner Jackentasche platz. Die beiden Kampfmesser befestigte er an der anderen Jackentasche. Tarik nahm noch ein kleines Päcken Tabak sowie Papier mit, räumte die verdächtigen Sachen wieder ein, legte die Kleidung darauf und verschloss die Kiste wieder. Er warf einen Blick auf das Display seines Kommlinks. 15:30. Gut ich hab noch Zeit... Tarik verließ die Wohnung wieder und ging gemütlich nach St.Pauli, zum Salambo.

    Um 19:00 traf er dort ein. Nach kurzem Suchen entdeckte Tarik den Eingang und stieg die Treppe nach unten. 2 Orks in feinem Anzug.....was zum? Ein Piepsen ertönte und gerade als das Geräusch verstummte, stand einer der Orks mit einem Handmetallscanner vor ihm. "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn sie das Salambo verlassen."
    Oha, freundliche Orks. Naja zumindest solange freundlich bis sich einer querstellt. Ohne ein Wort zu sagen gab Tarik seine Ares samt Schalldämpfer und Magazin, sowie seine beiden Kampfmesser ab. Er blickte dem Ork-Türsteher in die Augen und binnen eines Augenblicks, ersetzten die neoroten Augen 2 Atomplize. Tarik nahm sein Pfandmärkchen entgegen und setzt sich in die noch leere Bar.
    Im Laufe der nächsten Stunde füllte sich die Bar langsam mit Gästen. Tarik sah allerhand Leute, schenkte aber keinem größere Beachtung. Er hatte gerade eine Zigarette fertig gedreht als er wieder die Uhrzeit kontrollierte. 19:55, gleich wirds interessant.

  15. #15
    Riot
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.51

    Auch Riot wird vorm Salambo von den beiden Türstehern begrüßt. Das Waffenarsenal, welches er unter seiner Kleidung versteckt hält, löst natürlich den Metalldetektor aus. Der linke Wachork begrüßt ihn mit einem freundlichen, aber bestimmten: "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn Sie das Salambo verlassen."

    Hid
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.55

    Kurz vor acht legt der Regen noch einmal ordentlich zu, aus dem gleichmäßigen Nieseln werden dicke Tropfen, die auf den Asphalt platschen. Hid schafft es grade noch bis unter den Dachvorsprung beim Salambo, bevor er ordentlich durchnässt werden würde. Auch bei ihm löst der Metalldetektor auf der Treppe aus und der Wachork begrüßt ihn mit einem etwas monoton klingenden: "Willkommen im Salambo! Wir müssen Sie bitten, Ihre Waffen abzugeben. Sie erhalten eine Pfandmarke und bekommen sie zurück, wenn sie das Salambo verlassen."

    Amsel
    St.Pauli, vorm Salambo, 19.56

    In der letzten viertel Stunde vor acht Uhr treffen noch zwei Gäste ein, die das Salambo betreten. Beide lösen den Metalldetektor aus, den Amsel von der Häuserecke aus leise durch den Regen piepsen hören kann. der zweite Gast hat offenbar noch mehr Wasser im Gepäck gehabt, denn kurz nachdem er mit eiligen Schritten an Amsel vorbeigehuscht ist, fängt der Regen an, ernst zu machen.

    Riot, Hid, Amsel:
    Wer keinen Streit mit den Orks anfangen will, und sich absuchen lässt, kann reingehen und in der Bar weiterschreiben ohne das ich noch mal was dazwischenposte.
    Die Jungs sind gründlich und finden alles, was nach Waffe aussieht und wenigstens zum Teil aus Metall besteht.

    Tarik, Elektrik, Gerlinde, (Riot, Hid, Amsel)
    St. Pauli, Bar "Salambo", 19.45-20.10

    Nach einer gründlichen Inventur durch das Orkduo an der Tür - die beiden förden mit Hilfe der Metalldetektoren wirklich jede Waffe zu Tage - betritt man die Bar. Der etwas niedrige und verwinkelte Raum ist hauptsächlich in schwarz und blau eingerichtet, genau wie das Design der Website. Das Licht ist gedämpft und leise Musik plätschert aus versteckten Lautsprechern. Lediglich aus dem hinteren Bereich, wo sich hinter einem schmalen Durchgang eine Tanzfläche befindet, dringen etwas härtere Bässe. Über den Tischen sind Bullaugen in die Wände eingelassen, die allerdings als Lampen dienen.

    Rechter Hand befindet sich die Bar, komplett mit zwei Barkeepern (eine Norm, ein Elf), von denen einer grade einen Cocktail mixt. Im Raum verteilt sind mehrere Tische, an denen je vier bis sechs Personen Platz haben könnten und es gibt schräg gegenüber der Eingangstür eine Sofaecke. Zwischen den Tischen sind Bedienungen mit Tabletts unterwegs. Häufig haben sie Cocktails auf ihren Tabletts, es stehen aber auch Bier, Wein, Kaffee und Softdrinks auf der karte.
    Um 19.45 ist der Laden zwar bei weitem noch nicht voll, aber bereits sehr gut besucht. An den meisten Tischen sitzen Pärchen oder kleine Gruppen, nur wenige Personen scheinen alleine hierher zu kommen. An der Bar sind noch einige Plätze frei, außerdem ist die Sofaecke noch vakant.
    Spricht man einen der Barkeeper auf Herrn Weber an, erhält man eine freundliche Antwort mit folgendem Inhalt: "Tut mir leid, Herr Weber ist noch nicht da. Wir erwarten ihn jede Minute. Ich werde jemanden zu Ihnen schicken, sobald er unser Lokal betreten hat. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?"

    Und zur Orientierung wieder eine kleine Skizze. Achtung, in keinster Weise maßstabsgetreu!

    Geändert von Grimoa (20.06.2010 um 18:44 Uhr)

  16. #16
    Um kurz vor halb erreicht der Bus die Haltestation. Die Türen öffnen sich direkt vor einer Pfütze von der Größe eines Ententeichs. Schicksalsergeben tapert Amsel durch die Wasserlache und wirft einen prüfenden Blick auf ihr Kommlink, welches ihr den Weg zum Treffpunkt weist.
    Unerkannt und unbehelligt läuft sie durch die Straßen. Durch den allgegenwärtigen Glamour, Glitzer und die aufgesetzt schrille Fröhlichkeit der Feiermeile fällt jemand wie sie nicht auf. Sie läßt sich weiter durch den Trubel treiben, bis sie das Salambo schließlich in einer Seitengasse findet. Der Laden liegt ein wenig zurück und wirkt neben den zwei Bumsschuppen, zwischen denen er sich befindet, geradezu unscheinbar.
    Amsel lehnt sich an eine Häuserecke auf der gegenüberliegenden Straßenseite und beobachtet das Szenario, welches sich ihr bietet. Soweit nichts auffälliges. Zwei Orkmuskeln am Eingang. Sie läßt den Blick über die Straße schweifen. Auch hier kann sie nichts besonderes ausmachen. Der übliche Mix aus Leuten, die sich an einem Ort wie diesem rumdrücken: Von halbstarken Randalekids über abgehalfterte Huren bis hin zu ach-so-integren Schlipsträgern ist alles dabei. Ein ganz normaler Abend auf dem Kiez. Eine Viertelstunde steht sie nun schon dort, und während der ganzen Zeit hat niemand die Bar betreten oder verlassen. Der letzte Schrei scheint das 'Salambo' also nicht zu sein.
    Sie wird auf eine Ork aufmerksam, die sich dem Laden nähert. Das auffälligste an der nicht mehr ganz jungen Frau ist das Metallrohr, das sie mit sich rumschleppt. Für einen Moment befürchtet Amsel, sie würde sich deswegen mit den beiden Türstehern in die Wolle kriegen. Aber nur für einen sehr kurzen Moment, dann gibt sie das Ding ohne Diskussion ab. Ein Glück. Für Randale wär das jetzt der denkbar schlechteste Zeitpunkt.
    Wenige Minuten später betritt ein Norm den Laden. Die zeitliche Übereinstimmung läßt Amsel vermuten, daß sowohl die Orkfrau als auch der Mensch eine ähnliche Mitteilung auf dem Kommlink hatten wie sie selbst.
    Ein paar Minuten wartet die Elfin noch, in denen zwei weitere Gestalten sich dem Salambo nähern. Zumindest einer von ihnen scheint ebenfalls ein Elf zu sein, so weit sie erkennen kann. Ein prüfender Blick auf den Kommlink: 19.59 Uhr.
    Amsel löst sich aus dem Schatten und geht auf die Muskeln zu. Ihre Waffen wird sie anstandslos abgeben, das scheint hier ja tatsächlich so üblich zu sein. Außerdem will sie möglichst schnell aus diesem Nieselregen raus.
    "Guten Abend", grüßt sie, als sie die beiden Türsteher erreicht, und händigt ihnen ihre Ares Predator und das Stiefelmesser aus. Nach einem weiteren Scan gewährt man ihr schließlich mit einem knappen Nicken Einlaß.

    Geändert von Glannaragh (20.06.2010 um 20:28 Uhr)

  17. #17
    Gerlinde sah sich etwas unsicher um. Tja, hier war sie. Gut. So? Sie hatte Durst, RICHTIGEN Durst. Also ließ sie sich etwas verstimmt grunzend auf dem Barhocker nieder. Der Elfen-Barkeeper fragte sie mit einem freundlichen Lächeln: "Was darf es sein, die Dame?" Ah, hier wusste man, wie man mit einer schon etwas älteren Ork-Dame umging! "Was habt ihr denn so alles im Angebot?" Der Elf begann eine Liste verschiedenster Spirituosen und Fruchtsäfte aufzuzählen, und Gerlinde überlegte eine Weile, bis sie sich für einen Whisky mit Orangensaft entschied. Ja, jedem das seine eben. Die Mischung schmeckte ihr einfach, doch sie hütete sich davor, es einfach so runter zu kippen. Sie musste noch verstehen, was da von ihnen verlangt wurde...

  18. #18
    Elektrik wunderte sich nicht übermäßig das 'Herr Weber'' noch nicht eingetroffen war, höchstwahrscheinlich würde er Punkt 20 Uhr aufb die Sekunde hier eintrudeln. Soll mir recht sein solange er mich hier nicht ewig warten lässt. dachte er sich und sah sich um, diese Orkfrau die gleichzeitig mit ihm angekommen war gehörte sicher zur Truppe dazu und sicher auch der andere der hier war. Naja, ich werde ja spätestens in einer Viertelstunde mitbekommen wer denn nun die Leute sind und solange werde ich ja sicher noch Geduld aufbringen können. meinte er wieder in Gedanken zu sich selbst. "Einen Bananensaft für mich bitte." sagte er zu den Barkeeper und wartete auf sein Getränk und Herrn Weber.

  19. #19
    Riot betrat, nachdem er einmal komplett durchsucht wurde, das Salambo und lies sich direkt auf einem Barhocker nieder und sprach die Bardame an.
    "Weber?"
    "Tut mir leid, Herr Weber ist noch nicht da. Wir erwarten ihn jede Minute. Ich werde jemanden zu Ihnen schicken, sobald er unser Lokal betreten hat. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?"
    "Einen Kaffee, viel Milch, viel Zucker und nen Aschenbecher bitte."
    Er zog sich seine Mütze vom Kopf, legte sie auf den Tresen, schloss die Augen und fuhr sich einmal durch die Haare.
    Als er seine Augen wieder öffnete sah er sich um, sah alles so wie er es für richtig hielt, bunt, lebhaft...astral.

  20. #20
    Amsel öffnete die Tür und betrat das Lokal.
    "Weber?" hörte sie rechts von sich jemanden fragen. Der Elf, den sie eben noch auf der Straße gesehen hatte. "Tut mir leid, Herr Weber ist noch nicht da", kam die prompte Antwort.
    Sie ging zum Tresen hinüber und bestellte sich einen Soykaf. Dann wandte sie sich an den anderen Elf: "Guten Abend", grüßte sie. "Wie ich höre, haben Sie ebenfalls eine Einladung hierher erhalten."

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