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Deus
Danke fürs Erklären. Jo, hab da zum Teil recht ähnliche Eindrücke. Es wirkt wie Nostalgie zum Selbstzweck, die dem Zuschauer dick ins Gesicht gerieben wird, indem sie einfach alles mögliche aus der Zeit (anders als im Buch offensichtlich viel loser definiert und auch die 90er mit einschließend) oberflächlich zusammenpacken, als würde es dadurch irgendwie plötzlich toll und profund werden. Kommt dagegen in der Tat eher willkürlich und wenig authentisch herüber. Als reines Hintergrundsetting mag ich so etwas auch, gerne mit ein paar Anspielungen ("Es" wäre ein anderes aktuelles Beispiel). Doch das wird in der Vorschau und den Beschreibungen auch zum Buch so sehr betont und in den Vordergrund gestellt, während der Rest der Geschichte völlig klischeehaft und generisch klingt, dass ich das Gefühl kriege, es hat nicht viel mehr zu bieten als diesen generationenspezifischen Fanservice.
Noch verschlimmert dadurch, dass diese Dinge soweit bekannt bloß in der Oasis-Spielwelt vorkommen, das heißt computeranimiert sind. Reale Requisiten (der DeLorean etc.) wären da zumindest schonmal wertiger gewesen. Auch ästhetisch hätte man damit meiner Meinung nach sehr viel kreativer sein können. Im Trailer wird unter anderem ein Gundam und Brad Birds Iron Giant gezeigt, beides bloß als CGI - da frag ich mich doch, warum man die nicht traditionell in 2D animiert hat (vgl. "Who Framed Roger Rabbit"), was dem Original nicht nur näher, sondern durch die Mischung verschiedener Stile auch interessanter und origineller gewesen wäre. Insgesamt ist dieser Nostalgie-Overkill ein Gimmick, egal wie sehr es in die Handlung eingewoben wurde. Mutiger wäre es gewesen, wenn der Autor sich die innerhalb der Geschichte nostalgischen Easter Eggs für die Schnitzeljagd selbst ausgedacht und erläutert hätte. Habe entsprechende Zweifel, dass noch viel Substanz übrig bleibt, wenn man all diese Aspekte subtrahiert.
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