Also erstmal der Gesamteindruck: Ein unglaublich komplexes, taktisches Spiel mit sehr viel Vorbereitung. Ich würde es eher unter Tabletop als unter Brettspiel laufen lassen. Die Mechanismen zeugen auf jeden Fall von einer Menge Überlegung (ich werde mich nicht erdreisten, jetzt ein Urteil über die Balance zu machen) und von einem Rollenspielpart, der seit meiner letzten Runde auf einer Nato vor 4 (?) Jahren oder so nicht mehr das Spiel dominiert, sondern "nur noch" eine zentrale Rolle innehat, was ich gut finde. Ich würde trotzdem stark davon abraten, das Spiel mit mehr als 4 Spielern zu spielen.
Die Völker, Götter und Co. bringen zweifelsfrei ernst zu nehmendes Feeling ins Spiel, speziell bei den Dörfern/Städten mit ihren x Ausbaustufen könnte das Gesamtergebnis aber etwas überladen wirken. Ich nehme stark an, dass man sehr viel Spaß und vor allem taktische, von Rollenspiel beseelte Besiedlungen damit haben kann, wenn man erst einmal knietief drinsteckt - das kann aber gewiss dauern, wenn ich mich nicht völlig verschätze.
Nun nochmal meine Einzelgedanken beim Lesen:
Boah, ey. Von der Simplizität, die ich an den Siedlern mag, ist aber nicht viel übrig.
Um das mal in etwas konstruktivere Kritik umzuwandeln: Überleg dir, ob wirklich alles da notwendig ist... Ich meine, gut, die unterschiedlichen Baukosten für die Völker sind schon Ok, wenn man ne Tabelle vor sich liegen hat, aber irgendwie scheinen sie mir etwas überzogen. Das selbe für die ungemein zahlreichen Funktionen einiger Gebäude. Klar macht das dein Spiel unglaublich vielfältig, aber irgendwann haben nur noch echte Junkies ansatzweise Übersicht über alle taktischen Möglichkeiten - was das Spiel zu einer großen Glückssache für alle anderen macht.
Ich würde neben den genannten Sachen bspw. auch darüber nachdenken, ob wirklich alle Einheiten Erfahrung brauchen, der Mechanismus is zwar simpel, aber gerade auch deshalb vielleicht nicht soo notwendig. Selbiges für "nach der Schlacht". Bei den Göttern hätte ich wohl maximal zwei Wunder gemacht, um sie übersichtlich zu lassen. Die Aufteilung der Einheiten in ... Einheiten ist auch sehr detailliert.
Wäre für ein Brettspiel glaub ich einfach zu viel gewollt (was mich zu dem Tabletop Ergebnis weiter oben gebracht hat). Dementsprechend ist meine Meinung auch mit dem Hintegrundgedanken zu sehen, dass mir Tabletops meine Zeit meistens nicht wert sind (speziell die komplexeren).
Ich finde lustig, das bei dem ganzen Kram, der dazu gekommen ist, der bescheuerte Siedler-Würfelmechanismus immer noch der Gleiche ist.Was keine Kritik ist, ich weiß nicht, wie er sich ins Spiel einpasst. Finds nur lustig. ^^
Was ich richtig gut und eigentlich sogar extrem wichtig fände, wären Übersichtstabellen. Alle Vorteile auf einer A4-Seite, gern auch in Font 10 oder kleiner, alle Gebäude auf einer oder zwei A4-Seiten usw. Das Blättern ist schrecklich, vor allem bei der Masse an Regeln. Bessere Optik kommt ja sowieso noch, die wär der Übersicht halber auch tatsächlich nett, speziell bei den momentanen Tabellen (unterschiedliche Strichstärke).
Dann wäre eine generelle, kurze Regelübersicht am Anfang extrem nett. Was gibt es für Mechanismen, wie läuft ein Zug ab, was gibt es für Möglichkeiten? Nicht mehr als eine Seite!! Ohne sowas wird man ganz schön überrannt von den ganzen Zahlen.
Der Kampf gefällt mir gut. Ich muss sagen, ich hab das System jetzt natürlich nicht verinnerlicht, aber es klingt gut, ohne zu komplex zu werden.
Menschen als gute Rasse? Neutral würde mir besser gefallen, zusammen mit den Zwergen, die Elfen dann lieber als gut. Aber das ist Ansichtssache, und wahrscheinlich hast du da Balance im Hinterkopf. Oder halt Vanillafantasy, wo Siedler wahrscheinlich nicht soo schlecht reinpasst.
Wieso wird ein erzkonservatives Kind nur jemanden Heiraten, der genau so hübsch ist? Verbindet man konservativ nicht eher mit HardcoreAdel, bei dem es gerade nicht um Aussehen ging? Man könnte ganz simpel den Namen ändern (anspruchsvoll?)
Des weiteren würde ich mir überlegen, ob der w20 bei den Kindern wirklich so eine gute Wahl ist... Vielleicht mit einer Bonusregel, dass man komplett neu würfeln darf, wenn alle eigenen Kinder Nachteile haben (es sei denn, man hat nur ein Kind), sonst rieche ich da potenzielle Unausgeglichenheit.
Am Rand, eine Goblinuniversität is auch geil. xD
Die Götter und Räuber sowieso.
Hier habe ich gelacht.Zitat
Also wieder krasse Arbeit, aber ich glaube, meins ist es immer noch nicht so. Meins wäre es wohl, wenn man die ganzen Aspekte auf jeweils 30-50% des jetzigen Detailgrades runterfahren würde. Der Rollenspielaspekt dagegen is nun genau so wie er mir gefallen würde.![]()





) und von einem Rollenspielpart, der seit meiner letzten Runde auf einer Nato vor 4 (?) Jahren oder so nicht mehr das Spiel dominiert, sondern "nur noch" eine zentrale Rolle innehat, was ich gut finde. Ich würde trotzdem stark davon abraten, das Spiel mit mehr als 4 Spielern zu spielen.
Die Völker, Götter und Co. bringen zweifelsfrei ernst zu nehmendes Feeling ins Spiel, speziell bei den Dörfern/Städten mit ihren x Ausbaustufen könnte das Gesamtergebnis aber etwas überladen wirken. Ich nehme stark an, dass man sehr viel Spaß und vor allem taktische, von Rollenspiel beseelte Besiedlungen damit haben kann, wenn man erst einmal knietief drinsteckt - das kann aber gewiss dauern, wenn ich mich nicht völlig verschätze. 

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