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Lehrling
Nun seid ihr alles durchgegangen von pornografischem Inhalt über Gewalt hin zum Urheberrecht. "Copyright" wie in den USA gibts in DE glaube ich nicht aber eben das Urheberrecht, was auf ähnliches kommt. Das ist jetzt aber mal zur Seite geschoben.
Es wird meist nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Viele Firmen haben ihre AGB, darin die salvatorische Klausel, spezielle Verträge, seltsame Unterpunkte etc. Das Recht tritt aber auch erst dann in Kraft wenn jemand darauf besteht. Wenn ein Vertragspartner gegen den Vertrag verstößt, aber letztendlich über Jahre hinweg einen großen Nutzen brachte, dann sehen die Urheber da großzügig drüberweg, wenn der Schaden selbst nur gering ist. Es ist auch ein Schaden, aber am Ende muß dieser in Geld dargestellt werden damit eine Gerichtsverhandlung überhaupt zugelassen wird. Meist ist es nur bei Steuern und anderen deutschem Beamtentum wo man wegen € 3,50,- vor Gericht geht und das Gericht dann die Klage zulässt.
Je nachdem welche Kategorie an Klage kommen wird, kann das auch für den Kläger gefährlich werden. Viele verklagte Firmen oder Personen bekommen als Faustregel von einem Anwalt schon mal gesagt das sie eine Gegenklage einreichen sollen (zumindest bei Firmen). Solange eine Klage nicht zur Prüfung vor Gericht zugelassen wird, ist erst einmal gar nichts. Wenn es dann vor Gericht kommen sollte, werden die Verträge, EULA-Texte oder was auch immer mit dem hisigen deutschen, vielleicht auch europäischem oder internationalen, Recht verglichen. Es kann sein das der Kläger kein Recht bekommen würde. Kann sein das er sein Recht bekommt. Es kann sein das er sein Recht bekommt, aber letztendlich wärend der Verhandlung ein Angriffspunkt ans Tageslicht kommt, wo der Verklagte dann eine Gegenklage oder unabhängig davon eine neue Klage macht und der Spieß dreht sich um. Sicherlich ist letzteres in manchen Fällen eine Art Rache.
Dann entstehen auch Anwaltskosten, die im ersten Moment der Kläger zu tragen hat. Im weiteren Verlauf (z.B. wenn die Sache vor Gericht gehen würde) kann sich das natürlich noch ändern.
Nicht zu vergessen das Anwälte auch nur Menschen sind. Vor Gericht stehen Anwalt gegen Anwalt und einer muß verlieren. Sei es weil die Rechtslage eindeutig ist oder weil einer der Anwälte einen Fehler gemacht hat. Programmierer machen Bugs, der Monteur bohrt in ein Stromkabel in der Wand und auch der Anwalt kann Mist bauen. Dann kommt auch schon einmal jemand davon, bei dem jeder weiß das die Person schuldig ist.
Ich gehe jetzt aber mit dem Text viel zu weit und habe wahrscheinlich nur für weiteren Gesprächsstoff in diesem Topic gesorgt. Es ist noch nicht einmal ein Anwalt in diesem Fall hier involviert. Macht euch nicht verrückt sondern wartet es ab.
Ach ja, Disclaimer: Ich bin kein Anwalt noch ist das Forum ein Bereich der rechtliche Beratung liefert. Auch ich habe keine rechtliche Beratung hier gegeben, sondern nur Fälle gelistet, die ich aus Firmenerfahrung her kenne und als langjähriger Mitarbeiter mitbekommen habe. Es passieren so viele rechtliche Streitigkeiten in Firmen (B2B oder B2C), daß manche eher mit den Schultern zucken als davor in Panik zu geraten. Die Community hier sollte auch erstmal ihr Baldrian zu sich nehmen.
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