Zitat Zitat von Lucian der Graue Beitrag anzeigen
Die Persönlichkeit des Menschen, spielt in der gesamten Sache sicherlich auch eine gewichtige Rolle. Ist wohl auch eine Forschung für sich. Die Universitäten der Welt werden sich damit früher oder später auch beschäftigen, wenn sie es nicht sogar schon längst getan haben^^"
Aber hallo!
Die Bereiche der Familienpsychologie und -soziologie sind sehr umfangreich. Schon Ende der 60er Jahre hatte John Bowlby in Zusammenarbeit mit Mary Ainsworth
die Bindungstheorie entwickelt. Die Bindungstheorie untersuchte anfänglich nur die maternale (mütterliche) Bindung zum Kind. Im Zuge der feministischen Forschung wurden solche Aspekte natürlich genauso untersucht wie die (sich in dieser Zeit wandelnde) Rolle der Frau innerhalb der Gesellschaft allgemein. Diese ursprünglich auf die Mutter-Kind-Dyade fokusierte Forschung wurde Mitte der 80er (in Deutschland) durch das Entstehen der Väterforschung ergänzt. Eine wichtige Rolle spielt(e) hier Wassilios Fthenakis der die deutsche Väterforschung maßgeblich beeinflusst hat.

In den letzten Jahren rückten dann auch die Beiträge, die Väter in Punkto Sozialisation ihrer Kinder leisten, in den Vordergrund. Die Beiträge die Mütter und Väter zur Entwicklung ihrer Kinder leisten unterscheiden sich zwar, sind aber gleich wichtig. Jedoch spielen hierbei viele verschiedene Faktoren eine Rolle, denn es gibt nicht nur Unterschiede auf der interpersonellen (mikro) Ebene, hinsichtlich des qualitativen- und quantitativen Umfangs (d.h. Es gibt Unterschiede darin wieviel Zeit und "wie gut" Mütter und Väter sich in haushalts- und kindbezogene Tätigkeiten einbringen), sondern auch hinsichtlich der Rollenmuster der verschiedenen Paare (d.h. es gibt Paare die eher mit einer traditionellen Rollenteilung ausgerichtet sind - Mann Hauptverdiener, Frau Kinderversorgung; und andere, die eher modern ausgerichtet sind - Rollen werden hier eher ausgehandelt, es gibt keine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung etc.).