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Thema: Die Angst vor den eigenen Ideen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Das hat nicht immer was mit dem inneren Schweinehund zutun. Das Makern erfordert eine Menge Zeit und die Anforderungen der Community und vor allem von einem selbst sind verdammt hoch, gerade wenn man ein Spiel auch noch groß angekündigt hat. Meistens liegen die eigenen Ideen weit über dem, was mit dem Maker bzw. den eigenen Fähigkeiten umsetzbar ist.
    Ich bin da ja selbst so ein Fall. Persönlich würde ich mich als guten Visionär und Storywriter sehen. In technischen Belangen bin ich zwar gut, hab aber nicht die nötige Ausdauer für sowas. Das ist derselbe Grund, warum ich bei der Berufswahl lieber Fachinformatiker für Systemintegration gewählt habe und nicht Anwendungsentwicklung, auch wenn ich es durchaus interessant finde, zu programmieren und da auch genug Kenntnisse und Talent habe. In grafischen Dingen hab ich hingegen überhaupt kein Talent. Wenn überhaupt, krieg ich es höchstens hin, kleinere Dinge umzupixeln.
    Das war mir alles aber schon früh klar und ich hab versucht, Teams auf die Beine zu stellen, was mir aber nie so richtig gelungen ist. Das Problem ist halt immer, dass man sich VOR der Teambildung schon untereinander gut kennen und dass alle im Team hinter dem Projekt stehen müssen.
    Inzwischen bin ich in zwei Teams, die ich nicht gegründet habe und fühle mich da sehr wohl. Ich makere selbst eigentlich nur bei den RPG-Freakz und das auch eher wenig bis gar nicht. *hust*
    Im anderen Team bin ich alleine für die Story zuständig und für andere Ideen, was das Projekt angeht, vielleicht auch noch ein wenig Antreiber.
    Kann jedem, der dieses Problem hat, nur raten, dass er einen ähnlichen Weg geht und sich einem Team unterordnet, von dem er überzeugt ist, dass es was auf die Beine stellt. Wie schon gesagt, ist das aber sehr schwer, wenn man sich nicht sowieso schon kennt, bzw. befreundet ist. Meine beiden Teams sind komplett aus Freundschaften entstanden, bzw. ich bin in ein Team eingetreten, wo sich alle schon lange kennen.

  2. #2
    Du legst da den Finger auf die Wunde, die Idee die ich habe finde ich Toll, wirklich megatoll, so wie die Allreise oder UiD, auch wenn das jetzt sehr großkotzig klingt, aber das ist das Problem an etwas sotollem ist das es extrem schwer umzusetzen ist, auch weil es wie Eisbaer sagte an den EIgenen hohen erwartungen scheitern kann, vorallem wenn es am Makertalent mangelt, vielleicht stelle ich auf der NATO mal ein oder 2 meiner Geschichten vor die ich dann auf meinem USB-Stick mitnehme und dann kann sie lesen wer will, vielleicht werde ich auch mal in ein MAkerteam einsteigen wo ich mit den Leuten befreundet bin, wo meine zuweilen übersprudelnde Fantasie und mein bescheidendes Mappingtalent gebraucht werden können.

  3. #3
    Schwierig, dir wirklich hilfreich antworten zu können, weil ich nicht weiß, was dein ureigener Stil, der da aus deinem Innern assoziative Impulse abzufeuern scheint, nun eigentlich sei. Vielleicht ist dein Problem einfach nur ein falscher Zugang zur eigentlich grundanständigen Maßlosigkeit. Wenn man sich nicht als natürlichen Weltmittelpunkt begreift, verfällt man auch gar nicht erst der Anmaßung, die Leute würden schon nach dem greifen, was man ihnen bietet, wäre sich auch nicht selbst genug, ungeachtet irgendwelcher herrschender Zeitvorlieben einfach seine Interessen als maßgebend zu betrachten und nach ihrer Ausprägung ein Spiel zu formen. Das ist dann für einen Spielebastler nicht unbedingt von Vorteil. Wer zagt, eiert rum und kommt nicht zu Potte. Noch vor irgendwelchen Fragen zur Arbeitsorganisation ist das eben eine Charakterfrage. Arbeitslust und eine Mischung aus Egozentrik und Oberflächlichkeit machen es deutlich leichter, ein Projekt so weit zu führen, dass die Fertigstellung weitaus wahrscheinlicher als ein Abbruch würde.
    Nun kann man sich nicht einfach umkrempeln - und womöglich schätze ich dich falsch ein -, aber zumindest hat auch ein weniger aus sich selbst strahlender Zeitgenosse die eine große Hilfe, die so vieles möglich macht: das Netz. Kunstnamen, Kunstbildnisse seiner selbst geben auch dem, der privat das Sozialleben eines Grottenolms führt, hier eine recht risikofreie Spielwiese, sich auszuprobieren. Peinlich ist gar nichts, auch die ätzendste Kritik, die einem entgegenschlagen könnte, ist doch nur die Meinung Irgendjemandes aus dem Internet. Aber das scheint nicht einmal deine Sorge zu sein. Prima.
    Nur wenn du es nicht einmal in diesem Medium zuwege bringst, das, was da kreativ in dir ruft, in eine fassbare Gestalt umzumünzen, wird es für dich in anderen Formen wohl ungleich schwieriger. Entweder sind deine Ideen dann doch zu dürr, so dass sie nicht einmal dich über längere Zeit fesseln können (Und dann wäre zu fragen: Ja, wen dann eigentlich sonst?) oder du hast zwar die schöne musische Betätigung entwickelt, dich am eigenen kreativen Schmelz eine Weile laben zu können, bist dir selbst aber Kelch, an dem du nippst, ohne weitere Ambitionen folgen zu lassen. Das wäre dann introvertiert, und eben da kann das Netz als Transportplattform helfen, mehr aus sich zu schöpfen. Zunächst für dich und sofern es unterhaltsam ist, auch zum Genuss anderer.
    Konkrete Handreichungen waren das jetzt sicher nicht, vielleicht ist trotzdem etwas für dich dabei.

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