Stille Helden (um mal von dem doofen Englisch weg zu kommen) haben ihren Reiz in bestimmten Spielen und Genren. Wer damit Emotionen und Anteilnahme
am Schicksal der Figur aufkommen lassen kann, der ist wahrlich ein Meister
seines Faches.
Ich fand z.B. in Twilight Princess die Szene nach dem Wassertempel
weitaus genialer gemacht als die meisten getexteten Storyszenen in den
meisten Spielen.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Spiele, die so einfach ein
Flopp geworden wären. Max Payne ohne seine genialen Texte? Nein, danke.
Ich denke, dass beides durchaus möglich ist und funktionieren kann, dass
einige Charaktere einfach nicht reden dürfen (Stichwort: Link... nobody wants
to see him talk... "Excuuuuuse meeeeeee, Princess") andere dagegen
niemals still sein dürfen.
Allgemein würde ich sagen, dass Spiele mit gesprächigen Helden mehr
Wert auf den Helden und sein drumherum geben, während Spiele mit
stillen Helden eher auf die Story und die Welt um ihn herum eingehen.
Schlimm fand ich immer in Suikoden die stummen Helden- bei Zelda ist das vielleicht noch angebracht- aber in Spielen mit einer tiefergehenden Story (Zelda-Fans schlagt mich, wenn ich falsch liege ^^) ist es einfach dumm, wenn dem Helden von anderen Charakteren die Worte in den Mund gelegt werden oder die Gruppenmitgliedern für ihn sprechen (Gut, Suikoden hatte noch andere "tolle" Besonderheiten, wie im zweiten Teil das immergleiche Faceset von Nanami >.<).
Das genaue Gegenteil: Wild Arms 5, was mit einem, meiner Meinung nach, total nervigen, unsympathischen Haupthelden aufwarten kann. Bei dem Spiel wärs wohl wirklich besser gewesen, den Helden stumm zu schalten.
Ich finde Spiele mit redendem Helden bis auf WA5 auf jeden Fall besser.
Ich könnte mir garnicht vorstellen, ein Spiel mit stummen Helden zu makern.