Schon klar, und ich habe auch schon gesagt, dass die Umsetzung in diesem Falle nicht die beste ist.
Dennoch, ad 1), es kann nützlich und unter Umständen sogar notwendig sein, einen Einblick in die Struktur der Welt zu geben, in der die Geschichte handelt. Wie weiter ich weiter oben gesagt habe, persönlich ist es für mich nicht notwendig, gute Texte kommen ohne erklärende Einleitung aus, aber es führt oft zu Verwirrung beim Leser, bis er die ganzen Hintergründe herausbekommen hat - und das finden viele störend. Des weiteren soll/kann so eine Einleitung die richtige Atmosphäre rüberbringen, und da bin ich voll dafür.
Ich meine, für Frank Herberts Dune-Reihe sind ganze Romane mit Hintergrund zur Geschichte erschienen. Zugegeben, es ist kaum vergleichbar, aber trotzdem, es hat einige Punkte des Hauptwerkes klarer gemacht, und das kann meiner Meinung nach eine "theoretische" Einleitung genauso - wenn auch natürlich in einem vollkommen anderen Ausmaß.

Ad 2): Stimmt schon, aber erstens ist das erst der Prolog - wenn die utopisschen/dystopischen Elemente keine tragende Rolle spielen, was sie meiner Meinung nach nicht müssen, können diese durchaus erst mit einsetzender Handlung aufkommen. Auch bleibe ich weiterhin dabei, dass deren Vorkommen zwar ein Gütekriterium sein kann, aber nicht notwendig ist. Auf jeden Fall aber muss man erst schauen, wie sich das im Laufe der Erzählung noch weiterentwickelt.
Und punkto Stereotypen - alle sind übereingekommen, dass der Text mit Clichés und Schwarz/Weiß-Malerei übertreibt und diese überstrapaziert. Aber dieser Genre besteht praktisch aus Stereotypen - von der Handlung bis zu den Charakteren - und in vielen Büchern, die im Handel erhältlich sind (was nicht heißt, dass sie gut sind), sind sie mindestens genau so offensichtlich wie hier. Dennoch, du hast da schon recht (eigentlich habe ich dir in diesem Punkt nie widersprochen^^).