Solange diese Spiele ein Publikum haben, wird es sie auch weiter geben. Und das haben sie zweifellos, wenn man mal einen Blick ins Vorstellungsforum wirft: Trash-Spiele ernten ein 'großes' Echo, sei es durch Diskussionen um das eigentliche Spiel bzw. über das gesamte Thema oder Postings, die selten über 3 Zeilen gehen und nur den Humor des Erstellers preisen. So weit so gut.
Objektiv betrachtet sind somit auch Trashgames existenzberechtigt - eben weil es genug Leute hier gibt, die diese Spiele tatsächlich spielen und für gut befinden. So lange man seinen Spaß daran hat, soll man es machen.
Nun bin ich ja leider ein Subjekt und habe eine persönliche Meinung. Und leider ist es so, dass Trashgames auf mich eine demotivierende Wirkung haben. Warum ist das so?
Zum einen bin ich ein Hobbymakerer, der ein größeres Projekt angeht. Mit Müh' und Not schaff ich 3 Seiten in meinem Thema, die Hälfte der Posts dort ist von mir. Der Thread existiert seit fast einem Jahr. Byders (ich brauche nunmal eben ein Beispiel, sorry.) "Klaus muss raus aus dem Haus" ist ganze drei Tage alt und umfasst fünf Seiten. Klar, die Hälfte da ist wildes Rumgespamme und "sich gegenseitig ergötzen", aber wenn man den riesen Unterschied in der Lebensdauer der beiden Threads betrachtet, ist das schon gravierend.
Ich schließe daraus: "Ernste" Projekte haben es heute deutlich schwieriger als Trashgames, ein Publikum zu finden. Diese "schneller Konsum"-Mentalität ist es, die mich an der vielen Arbeit zweifeln lässt, die ich bisher in mein Projekt investierte.
Gut, man mag argumentieren, dass Themen wie "Die Reise ins All" ein weit größeres Echo erhalten als Trashgames. Aber dazu sei gesagt: Dieses Thema ist seit Monaten sticky und der Autor versteht es, sein Topic aktuell zu halten. Trashgame-Ersteller müssen sich nichtmal die Mühe machen, besonders, wenn die Autoren selbst Kultfiguren sind.
Wenn ich an die "alte Zeit" (vor 3-4 Jahren) denke, als man vielversprechende Projekte nicht nur an einer Hand abzählen konnte wie heute, und wenn ich sehe, wie diese Communtity dank der Spamtopics in der Lächerlichkeit versinkt, werde ich etwas wehmütig.
Vielleicht bewerte ich das alles auch über. Ich möchte auch niemanden angreifen, der Trash erstellt. Zwar hege ich einen subjektiven Groll gegen verzweifelte Versuche, mit Trash nach Aufmerksamkeit zu ringen. Jedoch halten auch solche Projekte die Community paradoxerweise am Leben.
estapolis









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