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Kämpfer
Flame of Rebellion
Handlung: 10
Spielmechanik: 6
Grafik: 8,5
Sound: 7
Wert: 9
Positiv
+ Beste mir bekannte Story in einem RPG Maker Spiel
+ Sehr gute Charaktere
+ (Meist) beeindruckendes Map-Design
+ An manchen Orten gibt es mehrere Wege, ans Ziel zu gelangen.
+ Die Kriegs-Atmo wurde wahnsinnig gut und vielschichtig eingefangen, sowohl was das Geschehen und das Ausmaß dessen angeht, als auch die ganzen Schicksale und Emotionen der leidtragenden Bevölkerung und der Rebellen.
Neutral
+/- Hoher Schwierigkeitsgrad. Verstärkt ungemein das Survival-Feeling, welches das komplette Spiel durchzieht. Definitiv nichts für "Casual-RPG-Maker-Games-Zocker".
Negativ
- Zu langsame Laufgeschwindigkeit
- Generell muss man wirklich sehr geizig mit all seinen Ressourcen haushalten, um nicht irgendwann in eine aussichtslose Situation zu geraten, in der es praktisch keine Chance mehr gibt das Spiel bis Ende der Demo erfolgreich abzuschließen.
Flame of Rebellion spielt zeitlich in einer dystopischen Form der Gegenwart, in welcher sich eine bislang unbekannte Macht, die sich das Imperium nennt, es sich zum Ziel gesetzt hat, die Menschheit komplett auszurotten. Das Spiel fängt in etwa zur Zeit an, in der schon die ersten Großstädte wie New York, Tokio und London zerstört wurden und sich die Angriffe rasch auf weitere Städte und schließlich sogar Dörfer aller Teile der Erde sehr rasant ausbreiteten und die Militärs im angesicht der überlegenen Technologie des Feindes keine erfolgreiche Gegenwehr leisten konnten. Roland, ein 14-jähriger Schüler, der die Warnungen seines älteren Bruders Rayner nicht ernst nahm, ging unbesorgt der Ereignisse zur Schule in der deutschen Kleinstadt Schmelz, die in der Nähe seines Dorfes liegt. Kaum angekommen im Klassenzimmer gingen auch schon die ersten Angriffe auf die Stadt nieder. Seine Schule wurde genau wie jedes andere Gebäude der Stadt und den Straßen kurzerhand in ein Blutbad mit nur sehr wenigen Überlebenden, die dem Massaker irgendwie entkommen konnte, verwandelt. Auch Roland zählte zu den Überlebenden, da er durch einen Streifschuss nur vorrübergehend das Bewusstsein verlor und wenig später in seinem Klassenraum aufwachte. Von diesem Zeitpunkt gab es für Roland nurnoch eine Option: Überleben. Mit allen ihm gebotenen Möglichkeiten, genau wie beim Rest der Überlebenden, auf die er dabei nach und nach stößt, wichtige Kontakte schließt und schließlich zusammen mit seinem Bruder und Thomas zu einer entscheidend wichtigen Einheit der Rebellengruppen im Krieg wird.
Was den grafischen Aspekt des Spiels anbelangt, dürften einen besonders am Anfang die eher unspektakulären Schauplätze, die z.T. noch auf M&B oder RTP Grafiken basieren, auffallen. Nach und nach werden immer größere Anteile der Locations durch eigene Grafiken ersetzt. Aber selbst am Anfang merkt man deutlich, dass prinzipiell keinerlei Mühe für die glaubwürdige Darstellung der Schauplätze gescheut wurde, ob im intakten oder im zerstörten Zustand. Es steckt wirklich viel Überlegung und Liebe zum Detail im Design der zusammenhängenden Sublocations. Man sollte sich vor dem eher schlichten Leveldesign des Anfangstückes keinesfalls beirren lassen.
Das Gameplay ist, wie oben schon geschrieben sehr fordernd. Das hängt vorallem mit der Ressourcenknappheit zusammen. Auch wird man stellenweise nicht wahllos alles niedermähen können, was einem so über den Weg laufen kann, sondern man muss ständig mitdenken, ob man aus diesem oder jenen Kampf später einen Vorteil ziehen könnte, oder ob dieser lediglich eine HP Verschwendung darstellt, die man sich eher weniger leisten kann. Anfangs noch recht linear, wird das Spiel nämlich später offener, wodurch es mehr Möglichkeiten gibt ans Ziel zu gelangen aber auch mehr Möglichkeit besteht, nicht vorteilhaft genug dabei vorzugehen. Speichern ist auf einigen Speicherpunkten beschränkt. Die Laufgeschwindigkeit ist zudem verringert. Dies in Kombination mit allen anderen Schwierigkeiten kann sehr schnell zu Frust führen, weil teilweise schon sehr lange Distanzen zurückgelegt werden müssen. [Glücklicherweise wurde in einem Reupload des Spiels eine Möglichkeit an einigen Stellen eingebaut, die Laufgeschwindigkeit zu normalisieren. Alles andere bleibt dabei unverändert, somit ist das kein Cheat im eigentlichem Sinne, der das Spiel einfacher machen würde, er spart einem lediglich sinnlos vergeudete Zeit, was besonders aufgrunde der Größe des Spiel unnötig die Geduld strapaziert.]
Fazit: Flame of Rebellion, trotz seiner Schwächen, ist ein Meisterwerk unter den RPG Maker Spielen, alleine schon wegen seiner Tiefe, seiner Komplexität und der Fähigkeit einen emotional mitreißen zu können.
Geändert von Nicetwink (23.05.2012 um 23:46 Uhr)
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