Es ist nicht nur sehr schwer, es ist für deutsche Maker-Dilettanten nahezu unmöglich.
Man wird kein Spieleprogrammierer, wenn man nach Japan auswandert und noch viel weniger kann man dann bei Square anfangen. Ich bitte dich...
Man bekommt niemals genügend Erfahrung und Wissen mit dem Maker (inklusive XP/VX/XYZ) zusammen.
Man muss als Spieleprogrammierer über sehr viel Routine, moderne Programmierkonzepte, Kenntnisse in der 2D/3D-Programmierung, Hardwareprogrammierung, fundiertes und weitreichendes mathematisches und physikalisches Verständnis und zusätzlich über ansprechende Referenzen verfügen. Teamfähigkeit wurde ja schon angesprochen, ist verdammt wichtig.
Game Design-Schulen sind keine Sprungbretter ins Spielgeschäft, sie vermitteln euch höchstens einige wenige Grundkonzepte, die ihr dann sowieso nicht anwenden könnt, da sie zu speziell auf ein Problem zugeschnitten sind. Abstrakte Konzepte zu Problemlösungen lernt man nur auf teuren Universitäten.
Schlimmer wird es, wenn ihr versucht sofort als unabhängiges Label einzusteigen: Ihr braucht nicht nur ein relativ hohes Startkapital, sondern auch alle sonstigen Voraussetzungen, von denen einige weiter oben stehen, gute Beziehungen, verlässliche Investoren, die in euch investieren und euch notfalls abdecken würden, weitreichende Kenntnisse in der Marktwirtschaft und ganz wichtig: verdammt viel Talent, Glück und Unterstützung auf der Seite der Familie und Freunde.
Wenn hier irgendeiner auch nur abwägt später im Spielgeschäft mitzumischen, sollte er den Maker in die Tonne treten, fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erwerben, studieren was das Zeug hält und während des Studiums in Praktika VIEL Erfahrung in dem gewählten Gebiet sammeln und Beziehungen knüpfen. Solltet ihr bis zum Ende des Studiums immernoch keine Jobangebote als Programmierer in der Tasche haben (Firmen sichern sich ihre zukünftigen Mitarbeiter in der Regel noch während ihres Studiums), sind zumindest eure Chancen gestiegen es irgendwann mal doch noch zu schaffen.
Wenn ich mir ansehe, was hier so mancher von sich gibt, wie er darauf reagiert, wenn man ihn vor den Kopf stößt, was für Vorbilder er hat und wie er es erwägt seine Träume zu verwirklichen, dann sehe ich persönlich nicht mehr als einen jungen, unerfahrenen, verträumten und nicht ernst zu nehmenden Schüler, der selbst nocht nicht wirklich weiß, was er will.






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