Ich habe momentan etwas Ähnliches.
Ich war im September bei einer Zahnärztin, einer guten Freundin der Familie, die mich auch schon kennt, seit ich in die Windeln gemacht habe, und ich hatte nie etwas mit meinen Zähnen, kein Bohren, keine Zahnspange, nichts. Bevor ich nach Japan geflogen bin, hab ich mir die Zähne kontrollieren lassen, weil ich seit der letzten Nato ab und zu mal Schmerzen irgendwo im Gebiss hatte (es ließ sich nicht lokalisieren, weil der Schmerz zuerst ein leichtes Ziehen war, und sich dann zu einem pulsierenden Fleck irgendwo auf der linken Seite des Kiefers entwickelte, den ich nur mit Painkillern wegbrachte). Ich hab mir ein Panoramabild machen lassen, sie hat sichs angeguckt - nichts feststellen können, alles war sauber. Insofern hieß die Diagnose "Schmerzempfindliche Zähne" oder "Phantomschmerzen". Mit dem Gedanken bin ich nach Japan geflogen, wo ich durchaus weiterhin ab und zu mal Schmerzen hatte. Also rein mit den Tabletten.
Vor etwas über einer Woche sitze ich beim Mittagessen und kaue auf einem Stück Fleisch herum als ich einen stechenden Schmerz an einem Zahn links oben verspüre, denke mir aber noch nichts dabei. Später will ich was essen, und beim Kauen tut es richtig weh. Also denk ich mir gleich "Oha, was ist los?", putze mir fix die Stelle mit der Zahnbürste, und siehe da, ich fühle ein Loch. Super, Stück vom Zahn abgebrochen. Also musste ich zum Zahnarzt, das allererste Mal, und dann noch zu einem Japanischen (Gottlob haben die Japaner von Natur aus schlechte Zähne, insofern ist die Dentalindustrie ziemlich weit fortgeschritten ^^).
Raus stellte sich, dass der Zahn innen schon zur Hälfte vom Karies zerfressen war, und sie stellte noch fünf andere kleine Löcher fest. Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum die Zahnärztin zuhause das nicht gesehen hat, denn die Schmerzen lagen genau in dem Bereich des faulen Zahnes, und die waren schon vor meiner Abreise vorhanden. Mein Erzeuger hat neulich mit ihr gesprochen und meinen Fall berichtet, nicht dass sie ein total schlechtes Gewissen hatte, aber sie meinte auch, es könnte natürlich sein, dass durch die komplette Lebensumstellung, dazu gehört auch die Ernährung, sich das gebildet hat. In meinem Kopf spricht das mit den Schmerzen seit letztem August natürlich gegen diese Theorie, und ich vermute, sie hat mir einfach nichts gesagt, weil sie sich dachte "Gut, der Junge fliegt übermorgen fürn Jahr ans andere Ende der Welt, da wird es wohl nichts bringen, jetzt mit Bohren und Füllungen anzufangen, es wäre eh zu spät". Hurra. Ich hatte zwar meinen Kopf voll mit anderen wichtigen Dingen, aber ich meine - es sind meine Zähne. Früher, bevors richtig gute Zahnbehandlungen gab, sind die Leute an Zahnschmerzen gestorben, weil ... es eben Zähne sind, die Nerven sind hier ultraempfindlich, und jeder, der schon mal beim Zahnarzt war, kann dies auf der Stelle bestätigen.
Es fällt halbwegs in dieses Thema, solche Erfahrungen lassen einen Menschen dann wohl das Vertrauen in die Halbgötter in Weiß schmälern. :/
Ein ähnlicher Themenanschnitt sind zB die Leute, die Schmerzen haben, und sich dann selbst diagnostizieren mithilfe des Internets, anstatt doch einfach zum Arzt zu gehen. Gefährlich!













