Hmm... ich hatte da doch was... *such such*
Ahja! xD Da ist sie ja! Ich hab die Geschichte mal für einen kleinen Märchenwettbewerb geschrieben. Ist leider nix geworden und schon ne Ewigkeit her. Wenn du dafür Verwendung finden solltest nur zu.
Die Blätter des Yggdrasil
Es war einmal in einem entfernten Land ein König. Er hatte drei Söhne. Als sein jüngster Sohn seinen 18. Geburtstag feierte, erzählte der König seinen drei Söhnen vom grossen Baum namens Yggdrasil. Yggdrasil sei ein alter weiser Baum, dessen Blätter Wünsche erfüllen können. Dann befahl der König: „Geht, meine Söhne! Bittet Yggdrasil um drei seiner Blätter und bringt sie mir. Wer mir das Blatt bringt, dass den grössten Wunsch erfüllen kann, der wird der nächste König.“ Sofort zogen die drei Söhne los um Yggdrasil zu suchen. Als sie ihn nach tagelanger Suche schliesslich fanden, fragte der alte Baum: „Wer seit ihr und was wollt ihr?“ Der Älteste der drei Söhne trat vor und antwortete: „Unser Vater, der König hat uns geschickt. Wir bitten dich um drei deiner kostbaren Blätter, welche die grössten Wünsche des Königs erfüllen sollen.“
„Welche Wünsche soll ich dem König erfüllen?“, fragte Yggdrasil. Darauf sagte der Älteste: „Ich wünsche für meinen Vater eine Kammer voller Gold.“ Vom Baum schwebte langsam ein Blatt hinunter. „Lege das Blatt in eine Kammer, schliesse sie ab und warte eine Nacht. Am nächsten Morgen wirst du eine Kammer voller Gold haben.“, sagte Yggdrasil. Dann trat der Zweite vor. „Ich wünsche für meinen Vater ein unbesiegbares Heer.“, sagte er. Wieder schwebte langsam ein Blatt vom Baum hinunter. „Lege das Blatt in einen Saal, schliesse den Saal und warte eine Nacht. Am nächsten Tag wirst du ein unbesiegbares Heer haben.“, sagte Yggdrasil ein zweites mal. Nun trat der Jüngste vor. „Ich wünsche für meinen Vater ein ganzes Feld voll mit der besten Ernte.“, sagte der dritte. Ein drittes Blatt schwebte langsam vom Baum. „Pflanze das Blatt inmitten eines Feldes und warte eine Nacht. Am nächsten Morgen wirst du ein ganzes Feld voller guter Ernte haben.“, sagte Yggdrasil ein drittes mal.
Zu dritt machten sich die drei Söhne mit ihren drei Blätter, die drei verschiede Wünsche erfüllten, auf ihren Weg nach Hause. Als die Nacht langsam über das Land zog, kamen sie in ein kleines Dörfchen. Dort begaben sie sich in einen Gasthof. Gegenüber dem Gasthof stand ein alter Bauernhof mit grossen trockenen Feldern. Und inmitten der grossen Felder stand ein armer heruntergekommener Bauer der aus Verzweiflung bitterlich weinte. Es war der fünfte Monat und auf seinen Feldern wuchs nicht ein mal ein Grashalm. Dabei wünschte sich der Bauer doch nur eine gute Ernte. Der Jüngste der drei Söhne sah diesen armen Bauer und hatte Mitleid mit ihm. Als es Mitternacht war, da ging der Jüngste mit seinem Blatt in die Dunkelheit hinaus und schlich sich auf die Felder des armen Bauern. Wie Yggdrasil es ihm sagte, pflanzte er inmitten der Felder sein wertvolles Blatt. Dann schlich er sich zurück zum Gasthof, ohne dass es Jemand bemerkte. Am nächsten Morgen hatte der Bauer eine prächtige Ernte, die sich über alle seine Felder zog. Der Bauer konnte sein Glück nicht fassen und begann vor Freude zu weinen. Die drei Brüder gingen ihren Weg, der sie nach Hause führte, weiter. Am dritten Tag trafen sie schliesslich wieder in ihrem Schloss ein.
„Ihr seit alle drei wieder zurück. Dann zeigt mir nun, welches Blatt das wertvollste ist.“, sprach der König und rief darauf seinen ältesten Sohn zu sich. Der legte sein Blatt in eine Kammer, schloss sie ab und wartete eine Nacht. Am nächsten Morgen öffneten sie die Kammer wieder und sie war voller Gold. Der König sagte nichts dazu. Stattdessen lies er seinen zweiten Sohn rufen. Dieser legte sein Blatt in einen Saal, schloss den Saal ab und wartete eine Nacht. Am nächsten Morgen öffneten sie den Saal und ein ganzes Heer mit Rittern und Reitern stand vor ihnen. Der König sagte wieder nichts. Er liess nun seinen dritten Sohn rufen. Der sagte aber: „Vater, ich habe das Blatt des Yggdrasil nicht mehr. Ich habe mit diesem Blatt den Wunsch eines armen Bauern erfüllt.“ Darauf hin sprach der König: “Mein Sohn, du wirst ein guter König sein. Denn ein König soll nicht seine Wünsche erfüllen, sondern die seines Volkes. Und du hast deinem Volk, wenn auch nur einem Bauern, seinen Wunsch erfüllt.“
Die Geschichte hat knapp 680 Wörter wenn's recht ist.
Und entschuldige die Rechtschreibfehler, wenn du welche finden solltest.
Ich habe es zwar mit Word korrigiert, aber das Ding findet leider auch nicht alle Fehler.