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  1. #1
    Solasta: Crown of the Magister

    Ich hatte direkt nach Baldurs Gate 3 irgendwie schon wieder Lust auf ein West-RPG alter Schule. Solasta wurde dabei überall gelobt und empfohlen. Und am Anfang war ich auch recht euphorisch. Die Charaktererstellung ist sehr gelungen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten. Man erstellt eine komplett eigene Gruppe wie damals bei Icewind Dale. Nur leider mit 4 statt 6 Charakteren. Und die ausgewählten Charaktereigenenschaften definieren die komplette Persönlichkeit. Die einzelnen Spielercharaktere unterhalten sich während des Spiels miteinander und natürlich auch mit NPCs und die gewählten Eigenschaften haben Einfluss darauf, was sie antworten. Mein "hinterlistiger" Waldläufer hat sich exakt wie ein solcher Verhalten und auch meine gutgläubige Klerikerin unterhält sich in Gesprächen so, wie man es erwarten würde. Und da vieles (mit ziemlich schlechter Synchro) vertont ist und man Geschlecht und Stimme selbst auswählt hat man hier je nach erstellter Party wahrscheinlich immer sehr unterschiedliche Gespräche. Das fand ich sehr cool und gab es so in der Form glaub ich auch noch nicht. Das hat natürlich den Nachteil, dass es den Dialogen sehr an Tiefe fehlt und allgemein wenig Interaktionen stattfinden, weil der Aufwand sonst zu groß gewesen wäre, aber die Idee fand ich sehr interessant. Auch das Kampfsystem ist in klassischer Rundenmanier mit dem D&D Regelwerk und macht Spaß. Gute Vorrausetzungen, aber die Umsetzung das Spiels ist meiner Ansicht nach überhaupt nicht gelungen.
    Das erste, was sofort auffällt und im Spielverlauf noch deutlicher wird: Junge, ist das Spiel hässlich. Die Stadt, die Umgebungsgebiete, die Dungeons. Das sieht aus wie ein mittelmäßiger Fan-Mod vor 20 Jahren. Das kannst du heutzutage eigentlich nicht bringen. Mir kommt es bei Spielen nicht so sehr auf die Optik an, aber das killt hier den Spielspaß einfach brutal. Ich hatte ab dem dritten Gebiet in der Hauptquest in den Schlossruinen keinen Bock mehr. Das Inventarsystem ist eine mittlere Katastrophe, das Shopsystem furchtbar und ich hab nach 7 Stunden Spielzeit noch fast überall die Standardausrüstung, weil es keinen sinnvollen Loot zu kaufen oder zu finden gibt. Man soll wohl eher Rezepte kaufen und dann die Sachen herstellen (ein Spielprinzip bei dem ich bis heute nicht weiß, warum es jemals in Videospielen eingeführt wurde, weil es fast immer fürchterlich und langweilig umgesetzt wird). Die Story ist belanglos ebenso wie die Dialoge (nachvollziehbar aufgrund des zuvor erwähnten) und Sidequests. Es gab hier abgesehen von dem Kampfsystem eigentlich nichts, was mich wirklich bei Laune gehalten hat. Super schade, weil das Game eigentlich wirklich Potential hat und ich klassische und altmodische West-RPGs noch immer sehr mag. Mit kleinem Bonus für die eigentlich gute Idee: 6/10
    Geändert von Kadaj (28.04.2025 um 22:42 Uhr)

  2. #2
    Prince of Persia: The Last Crown

    Ich hab in den letzten Jahren relativ viel Gefallen an den modernen Sidescroller Games gefunden. Vor allem weil sie mich nur selten enttäuscht haben. Das gleiche gilt auch für den neuen Prince of Persia Ableger. Ich mochte die Reihe damals schon sehr gern und fand es auch schade, dass sie nicht mehr fortgesetzt wurde. Nun hat man sich doch an einen Nachfolger gemacht und alles komplett umgewürfelt, auch wenn die Kämpfe und Sprungpassagen weiter im Vordergrund stehen. Inhaltlich hat es mit den alten Teilen eigentlich absolut nichts mehr am Hut, abgesehen vom Setting. Das ist ein wenig schade, weil man direkt ins Spiel hineingeworfen und die Charaktere sogar den Anschein erwecken, als müsste man sie schon aus früheren Teilen der Serie kennen. Aber hier beginnt alles bei Null. Es wird auch niemand wirklich vorgestellt und abgesehen vom Antagonisten erfährt man im Verlauf der Story auch leider fast gar nichts über die einzelnen Charaktere, auch dem Hauptcharakter. Die Unsterblichen bleiben komplett blass. Das ist ein wenig schade, aber letztlich nicht so schlimm, da das Spielerische stark im Vordergrund steht.
    An Innovation fehlt es leider auch komplett. Man bekommt im Spielverlauf die typischen Skills eines Sidescrollers, um Schätze zu bergen, zu denen vorher der Weg versperrt war. Doppelsprung, Bogen, "in der Luft rennen". Das ist alles berechenbar und auch recht ausgelutscht, aber auch das mindert halt absolut nicht den Spielspaß. Auch wenn man genau weiß, wie es abläuft, bockt es dank abwechslungsreichem Levelesign trotzdem immer wieder. Die Bosskämpfe sind sehr cool inszeniert, allerdings teilweise echt hart. Da hab ich mich schon sehr wie in den Souls Like Sidescrollern gefühlt, was prinzipiell nicht schlecht ist, aber nicht so ganz zum restlichen Spielsystem passt. Abzug gibt es für die teils absurden Sprungpassagen. Hier wurde es teilweise einfach übertrieben. Nicht mal unbedingt aufgrund der Schwierigkeit der Passagen sondern aufgrund ihrer Länge, einige Abschnitte haben mich wirklich komplett abgefuckt. Insgesamt aber dennoch ein wirklich gutes Spiel. 7,25/10

  3. #3
    Zitat Zitat von Kadaj Beitrag anzeigen
    Solasta: Crown of the Magister

    Ich hatte direkt nach Baldurs Gate 3 irgendwie schon wieder Lust auf ein West-RPG alter Schule. Solasta wurde dabei überall gelobt und empfohlen. Und am Anfang war ich auch recht euphorisch. Die Charaktererstellung ist sehr gelungen mit vielen verschiedenen Möglichkeiten. Man erstellt eine komplett eigene Gruppe wie damals bei Icewind Dale. Nur leider mit 4 statt 6 Charakteren. Und die ausgewählten Charaktereigenenschaften definieren die komplette Persönlichkeit. Die einzelnen Spielercharaktere unterhalten sich während des Spiels miteinander und natürlich auch mit NPCs und die gewählten Eigenschaften haben Einfluss darauf, was sie antworten. Mein "hinterlistiger" Waldläufer hat sich exakt wie ein solcher Verhalten und auch meine gutgläubige Klerikerin unterhält sich in Gesprächen so, wie man es erwarten würde. Und da vieles (mit ziemlich schlechter Synchro) vertont ist und man Geschlecht und Stimme selbst auswählt hat man hier je nach erstellter Party wahrscheinlich immer sehr unterschiedliche Gespräche. Das fand ich sehr cool und gab es so in der Form glaub ich auch noch nicht. Das hat natürlich den Nachteil, dass es den Dialogen sehr an Tiefe fehlt und allgemein wenig Interaktionen stattfinden, weil der Aufwand sonst zu groß gewesen wäre, aber die Idee fand ich sehr interessant. Auch das Kampfsystem ist in klassischer Rundenmanier mit dem D&D Regelwerk und macht Spaß. Gute Vorrausetzungen, aber die Umsetzung das Spiels ist meiner Ansicht nach überhaupt nicht gelungen.
    Das erste, was sofort auffällt und im Spielverlauf noch deutlicher wird: Junge, ist das Spiel hässlich. Die Stadt, die Umgebungsgebiete, die Dungeons. Das sieht aus wie ein mittelmäßiger Fan-Mod vor 20 Jahren. Das kannst du heutzutage eigentlich nicht bringen. Mir kommt es bei Spielen nicht so sehr auf die Optik an, aber das killt hier den Spielspaß einfach brutal. Ich hatte ab dem dritten Gebiet in der Hauptquest in den Schlossruinen keinen Bock mehr. Das Inventarsystem ist eine mittlere Katastrophe, das Shopsystem furchtbar und ich hab nach 7 Stunden Spielzeit noch fast überall die Standardausrüstung, weil es keinen sinnvollen Loot zu kaufen oder zu finden gibt. Man soll wohl eher Rezepte kaufen und dann die Sachen herstellen (ein Spielprinzip bei dem ich bis heute nicht weiß, warum es jemals in Videospielen eingeführt wurde, weil es fast immer fürchterlich und langweilig umgesetzt wird). Die Story ist belanglos ebenso wie die Dialoge (nachvollziehbar aufgrund des zuvor erwähnten) und Sidequests. Es gab hier abgesehen von dem Kampfsystem eigentlich nichts, was mich wirklich bei Laune gehalten hat. Super schade, weil das Game eigentlich wirklich Potential hat und ich klassische und altmodische West-RPGs noch immer sehr mag. Mit kleinem Bonus für die eigentlich gute Idee: 6,25
    Endlich mal einer, der das Spiel nicht lobt. Und ich dachte ich wäre der einzige. Dein Review deckt sich genau mit meiner Erinnerung und nachdem ich mein Review vor fast drei Jahren nochmal rausgesucht habe, fühl mich mich noch mehr betätigt. Das Spiel hatte echt Potenzial, ist aber an der Expertise des Teams und dem Budget gescheitert. Man hat zu viel gewollt, ein kleineres Spiel mit einem anderen Fokus wäre der bessere Weg gewesen. Auch die anderen RPG-Studios haben mit kleinen Spielen begonnen. Ich bin ja echt gespannt, was sie bei Solasta 2 abliefern wollen. Immerhin scheint es grafisch deutlich besser zu sein, jetzt braucht es nur noch eine vernünftige Story und eine lebendigere Spielwelt, dann könnte ein durchaus brauchbares CRPG rauskommen. Es gibt auch schon eine spielbare Demo, aber die lass ich aus.

  4. #4
    Zitat Zitat von Rusk Beitrag anzeigen
    Endlich mal einer, der das Spiel nicht lobt. Und ich dachte ich wäre der einzige. Dein Review deckt sich genau mit meiner Erinnerung und nachdem ich mein Review vor fast drei Jahren nochmal rausgesucht habe, fühl mich mich noch mehr betätigt. Das Spiel hatte echt Potenzial, ist aber an der Expertise des Teams und dem Budget gescheitert. Man hat zu viel gewollt, ein kleineres Spiel mit einem anderen Fokus wäre der bessere Weg gewesen. Auch die anderen RPG-Studios haben mit kleinen Spielen begonnen. Ich bin ja echt gespannt, was sie bei Solasta 2 abliefern wollen. Immerhin scheint es grafisch deutlich besser zu sein, jetzt braucht es nur noch eine vernünftige Story und eine lebendigere Spielwelt, dann könnte ein durchaus brauchbares CRPG rauskommen. Es gibt auch schon eine spielbare Demo, aber die lass ich aus.
    Hab mir dein Review durchgelesen. Ja, das deckt sich wirklich ziemlich mit meinen Eindrücken. Und scheinbar wird es im Spielverlauf dann auch nicht mehr besser (was ich eigentlich auch nicht erwartet habe). Hast du die großen DLCs gezockt? Sind die besser? Falls nicht, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Teil 2 viel besser sein wird, aber wer weiß.
    Dein Review zu Warhammer fand ich sehr gut, jetzt hab ich richtig Bock auf das Spiel. Will aber noch warten, bis alle DLCs draußen sind. Owlcat ist mmn auch das beste Entwicklerstudio, wenn es um solche Spiele geht.

  5. #5
    Zitat Zitat von Kadaj Beitrag anzeigen
    Hab mir dein Review durchgelesen. Ja, das deckt sich wirklich ziemlich mit meinen Eindrücken. Und scheinbar wird es im Spielverlauf dann auch nicht mehr besser (was ich eigentlich auch nicht erwartet habe). Hast du die großen DLCs gezockt? Sind die besser? Falls nicht, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Teil 2 viel besser sein wird, aber wer weiß.
    Dein Review zu Warhammer fand ich sehr gut, jetzt hab ich richtig Bock auf das Spiel. Will aber noch warten, bis alle DLCs draußen sind. Owlcat ist mmn auch das beste Entwicklerstudio, wenn es um solche Spiele geht.
    Die DLCs habe ich ausgelassen, wenn das Hauptspiel nicht bockt, tue ich mir die DLCs erst recht nicht an. Ich habe zu Teil 2 nur ein Vorschau-Video gesehen, zumindest technisch haben sie sich verbessert. Der Rest wird sich dann zeigen. Das Ding soll ja dieses Jahr in Early Access gehen, da bin ich auf die ersten Eindrücke gespannt.
    Und bei Warhammer kannst du nichts falsch machen, ist echt ein klasse Spiel. Da geb ich dir recht, Owlcat ist mittlerweile eine sichere Bank geworden was CRPGs betrifft. Langsam wirds Zeit, dass sie ihr nächstes Spiel ankündigen, bis auf den zweiten DLC zu Warhammer ist zurzeit nichts bekannt. Zumindest haben sie nach entsprechenden Antworten ihrer letzten Umfrage vor, dieses Jahr einige Enthüllungen vorzunehmen.

  6. #6
    Zitat Zitat von Rusk Beitrag anzeigen
    Die DLCs habe ich ausgelassen, wenn das Hauptspiel nicht bockt, tue ich mir die DLCs erst recht nicht an. Ich habe zu Teil 2 nur ein Vorschau-Video gesehen, zumindest technisch haben sie sich verbessert. Der Rest wird sich dann zeigen. Das Ding soll ja dieses Jahr in Early Access gehen, da bin ich auf die ersten Eindrücke gespannt.
    Und bei Warhammer kannst du nichts falsch machen, ist echt ein klasse Spiel. Da geb ich dir recht, Owlcat ist mittlerweile eine sichere Bank geworden was CRPGs betrifft. Langsam wirds Zeit, dass sie ihr nächstes Spiel ankündigen, bis auf den zweiten DLC zu Warhammer ist zurzeit nichts bekannt. Zumindest haben sie nach entsprechenden Antworten ihrer letzten Umfrage vor, dieses Jahr einige Enthüllungen vorzunehmen.
    Danke für den Link. Hab nicht alles gelesen, wird ja auch vielen Fragen inhaltlich ausgewichen. Aber grundsätzlich ganz interessant. Bin auch mal gespannt, was da in Zukunft noch so kommen wird.

    Zock momentan Hogwarts Legacy. Nach sehr coolem Beginn, krankt das Spiel nach 15-20 Stunden wieder so an den typischen modernen Open-World RPG-Sachen. Viel auf der aus meiner Sicht eher überflüssigen großen Welt zu tun, aber nicht viel sinnvolles. Alles nur, um Spielzeit zu strecken. Leute macht doch die Welten deutlich kleiner und füllt sie mit sinnvollen Sachen. Coole Sidequests, spannende NPCs, paar wenige Sammelsachen, schwer zu erreichende Ausrüstungsgegenstände, die nicht zufallsgeneriert sind. Das kann doch nicht so schwer sein...

  7. #7
    Hogwarts Legacy

    Ich hab mit Harry Potter ehrlich gesagt nichts am Hut. 1-2 Filme gesehen, das wars. Nichts was mich interessiert. Aber ich mag gute RPGs und Hogwarts Legacy hat damals sehr gute Kritiken bekommen. Und ich muss sagen am Anfang des Spiels war ich noch extrem gehypt. Die ersten 10 Spielstunden haben mir richtig gut gefallen. Ich fand den Schauplatz Schloss Hogwarts und auch das angrenzende Dorf Hogsmeade sehr cool. Tolle Optik, klasse designt, viel zu entdecken und vermutlich fängt es auch den Charme von Harry Potter gut ein, auch wenn ich das kaum beurteilen kann. Auch die Inszenierung und Cutscenes auf sehr hohem Niveau. Typisches AAA-Game. Das Spielkonzept mit den ganzen Zaubern - von denen es aus meiner Sicht ein paar zu viele gab - hat mir ebenfallen, genauso wie das interessante, wenn auch etwas ausbaufähige Kampfsystem.
    Je offener das Spiel jedoch wurde, umso weniger spannend wurde es auch. Die große Worldmap hätte es aus meiner Sicht überhaupt nicht gebraucht, um hier ein gutes Spiel zu machen. Denn genau die hat dafür gesorgt, dass ich nach und nach zusammen mit der eher langweiligen Story das Interesse am Spiel verloren habe. Die restliche Welt sieht nett aus, ist jedoch komplett unspektakulär und übt keinerlei Reiz aus. Die Nebenquests sind weitestgehend belanglos und dieser ganze Sammelkram ist letztlich nicht mehr, als Spielzeit zu strecken. Wer braucht denn 50 verstreute Merlin-Rätsel, die alle nach dem gleichen Schema ablaufen, 30 Sternenbilder, oder 20 platzbare Heißluftballons, nur um irgendwelche Boni zu bekommen? Denkt euch doch stattdessen einfach 5 geile Quests aus, die richtig Bock machen, statt sowas. Lieber dauert ein Spiel nur 20 Stunden, anstatt 40, wovon die Hälfte komplett belanglos ist. Aber das ist ein Problem von 90% aller modernen Open-World Games, daher kann ich es dem Spiel nicht mal verdenken.
    Aus objektiver Sicht kann ich die guten Kritiken für das Spiel auch durchaus nachvollziehen. Im Endeffekt ist es halt ein typisches Open World RPG, wie heutzutage eben zum einen sehr gut funktioniert und zum anderen auch gefragt ist. Meinen Nerv hat es dann leider im Spielverlauf immer weniger getroffen, sodass ich es dann doch frühzeitig abgebrochen habe. Das ändert nichts daran, dass es prinzipiell ein sehr gutes Spiel ist, nur bin ich genau diese Art von Spielen leider ein wenig leid. 6,75/10

  8. #8
    Fell Seal Arbiter's Mark

    Ein klassisches Taktik-RPG der alten Schule. Hatte ich vorher nicht auf dem Schirm, da mich weder Optik noch Titelbild großartig angesprochen haben, aber die positiven Reviews und der sehr günstige Preis haben mich dann doch davon überzeugt, dem Ganzen eine Chance zu geben. Und es hat sich definitiv gelohnt. Am liebsten hätte ich dem Spiel sogar eine noch bessere Wertung gegeben, da mich das Gameplay sehr überzeugt hat, aber es hat leider seine Schwächen. Die Charaktere sind nicht mehr als solide, ebenso die Story. Die Menüs, allen voran das Ausrüstungsmenü sind freundlich formuliert anstrengend und sowohl die Nebenjobs, auf die man die Charaktere zwischen den Missionen schicken kann als auch das "Aufbausystem" der Städte sind eher mäßig. Aber das Herz des Spiels, die Kämpfe und das Skillsystem sind hervorragend. Die größte Stärke des Spiels liegt hier mit Abstand in den (durch den DLC nochmal erweiterten) vielzähligen und wirklich extrem abwechslungsreichen Klassen (von denen jeder Charakter zwei gleichzeitig hat, die man nach belieben wechseln kann), die man mit seinen Charakteren erlernen kann. Es macht unglaublich viel Spaß, zwischen den Missionen neue Skills zu lernen, zwischen den Klassen zu wechseln, um zu sehen, welche Kombination am meisten Sinn macht und das dann in den Kämpfen entsprechend anzuwenden. Schade fand ich lediglich, dass man in sämtlichen Missionen nur 5-6 Charaktere in den Kampf ziehen lassen kann. Gerade bei so viel Vielfalt hätte es sich angeboten doch noch 2-3 Charaktere mit hinzuzunehmen. Bei einigen DLC Missionen konnte man das auch. Diese waren zwar entsprechend deutlich länger, haben mir aber umso mehr Spaß bereitet, weil sich jede Klasse so individuell spielt.
    Ich hatte wirklich selten so viel Spaß mit den unterschiedlichen Klassen. Normalerweise hat man so seine 4-5 Favoriten, die zu Beginn noch etwas wechseln und spätestens ab der Hälfte des Spiels ist die Party mehr oder weniger final und spielt sich bis zum Ende geich. Bei Fell Seal Arbiter's Mark ist das anders. Hier habe ich bis zum Schluss zwischen den Klassen hin und her gewechselt. Einige habe ich sogar erst gegen Ende freigeschaltet, die ich dann noch über zusätzliche Kämpfe aufleveln musste, um ihr volles Potential zu entfalten. Denn gerade die, die man erst recht spät erlernt, sind auch in der Regel die Stärksten.
    Für Fans von Taktik-RPGs ist es ein absolutes Muss. Aus Gameplaysicht kommen hier aus meiner Sicht nur wenige Spiele im Genre ran. 7,75/10

  9. #9
    Hogwarts Legacy hat bei mir so gut funktioniert, weil ich mich als Zauberlehrling verstanden habe, der ein Jahr die Schulbank drückt und die Welt genießt.
    Wenn das in Persona funktioniert, warum nicht auch hier?
    Aber ich kann deine Kritik durchaus nachempfinden, selbst wenn ich die Handlung echt solide finde.
    Wer, glaube ich, etwas Frisches und Bombastisches erwartet, kann gut enttäuscht werden und Fans kommen voll auf ihre kosten, selbst wenn ich mich nicht zu denen zähle.
    Now: OPUS: Prism Peak / Done: People of Note
    Now: Invincible Staffel 4 / Done: Bloodhounds Staffel 2
    Now: Clear / Done: Captain Future: Der ewige Herrscher
    RPG-Challenge 2026 / Now: Prince of Persia: The Lost Crown

  10. #10
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Hogwarts Legacy hat bei mir so gut funktioniert, weil ich mich als Zauberlehrling verstanden habe, der ein Jahr die Schulbank drückt und die Welt genießt.
    Wenn das in Persona funktioniert, warum nicht auch hier?
    Aber ich kann deine Kritik durchaus nachempfinden, selbst wenn ich die Handlung echt solide finde.
    Wer, glaube ich, etwas Frisches und Bombastisches erwartet, kann gut enttäuscht werden und Fans kommen voll auf ihre kosten, selbst wenn ich mich nicht zu denen zähle.
    Ich muss mir die Story mal über Lets Plays noch weiter anschauen. Bin ich noch nicht zu gekommen. Aber ja, es ist halt alles so absolut Standard Open World, versteh aber auch voll, wenn man es mag.
    Ich spiel gerade Days Gone. Auch hier gibt es zwar solchen Kram, aber der ist zumindest ein wenig abwechslungsreich und einigermaßen dosiert. Das einzige was mich abfuckt, ist das Ausräuchern der Nester, weil es verhindert, dann man Quick Travel machen kann. Juckt aber nicht so sehr, weil es übertrieben Bock macht mit dem Motorrad durch die sehr coole Welt zu fahren, vor allem bei Regen. So sollte eine Open World sein ohne vollgemüllt zu sein. As erreicht zwar nicht ganz dessen Niveau, aber hat annähernd die Klasse von RDR2. Und Deacon ist ein extrem geiler Main Char.

  11. #11
    Syberia - The World Before

    Ich bin nicht der allergrößte Adventure Fan, da ich Rätsel nicht so gern mag, aber schon den ersten Teil von Syberia fand ich aufgrund seiner dichten Atmosphäre und dem tollen Stil sehr schön. Teil 2 und 3 habe ich nie gespielt, sondern mir nur kurz die Zusammenfassung angeschaut. Die Kritiken waren hier wohl auch recht durchwachsen. Nun also The World Before, das wieder deutlich bessere Rezensionen erhalten hat. Und das auch völlig zurecht. Das Spiel hat mich von Anfang an absolut in seinen Bann gezogen und in die magische Welt abtauchen lassen. Das Artdesign ist hervorragend und die musikalische Untermalung ein absoluter Traum. Weltklasse. Der Soundtrack ist wunderschön und trägt zur unglaublich dichten Atmosphäre des Spieles bei, die mit zunehmender Spieldauer immer intensiver wird und in der von einem Schneesturm umgebenen Berghütte gipfelt, in der die sehr schön erzählte, wenn auch in Teilen etwas vorhersehbarer Story ihren Höhepunkt erreicht. Ein wirklich tolles Adventure, mit relativ überschaubaren Rätseln (erst am Ende wird es etwas nervig), das toll erzählt wird, allerdings eine etwas hölzerne Steuerung besitzt und gefühlt mit 20 FPS läuft, was dann teilweise doch etwas nervig war. 7,5/10

  12. #12
    Rogue Galaxy

    Einer der wenigen PS2 Klassiker, die ich seinerzeit nicht gespielt habe. Ich habe es vor gut 10 Jahren mal mit einem Emulator ausprobiert, bin aber nicht weit gekommen. Nun ist es im PS Plus Abo verfügbar und ich habe es nochmal ausprobiert. Leider habe ich es nicht beendet und werde es auch nicht beenden. Das liegt nicht an der Qualität, des Spiels, das mir insgesamt eigentlich sehr gut gefallen hat und ich vermutlich seinerzeit damals sehr gefeiert hätte, sondern eher an zwei massiven Schwächen, die dazu geführt haben, dass ich nicht mehr weiterspielen wollte. Doch erst zu den positiven Dingen. Das Spiel ist gar nicht so schlecht gealtert. Natürlich kann es nicht mit den heutigen Maßstäben mithalten, aber es sieht abgesehen von den monotonen Dungeons sehr schick aus, hat eine spannende Story, ordentliche Charaktere, einen herausragenden Soundtrack sowie ein sehr spaßiges Kampfsystem mit einem jedoch zu hohen Schwierigkeitsgrad. Dennoch hab ich mich in die gute alte PS2 Ära zurückversetzt gefühlt und auch viel Spaß mit dem Game. Das Problem sind einfach die extrem langweiligen, zähen und viel zu großen Dungeons, die bis auf wenige Ausnahmen schlecht designt sind und sehr stumpf daherkommen. Damals hätte ich darüber hinwegsehen können, heute allerdings nicht mehr, weil die Laufgeschwindigkeit auch so unfassbar langsam ist. Auch wenn es Teleporter gibt, es macht einfach keinen Spaß, sich trotz gutem Kampfsystem durch die Dungeons zu quälen. Eine Sprintfunktion hätte hier Wunder bewirkt, die gibt es aber leider nicht. Und wenn man dann noch mitten im Dungeon stirbt und der letzte Savepoint schon eine Weile zurückliegt, dann ist das nervig. Damals hätte mich das vermutlich nicht gestört und ich hätte das Spiel auch beendet. Nun musste ich es aber abbrechen, obwohl es ingesamt eigentlich echt ein tolles Spiel ist. 7/10 Mit kleinem Bonus, weil das Spiel halt doch schon sehr alt ist.

  13. #13
    Days Gone

    Vor kurzem hab ich noch geschrieben, wie satt ich von den ganzen Open World Games bin mit ihren repetitiven Nebenaufgaben, die alle nach Schema F verlaufen und nicht mehr als Lückenfüller sind, nur um nun ein weiteres Open World Game zu zocken. Doch wie löst man mein Problem mit dieser Art von Spielen? Genau, indem man einfach nicht so viel solchen sinnlosen Scheiß einbaut, um die Spielzeit zu strecken. Gut, man kann jetzt nicht behaupten, dass es das in Days Gone gar nicht gibt, denn auch dort, kann man Injektoren sammeln, Räuberbanden auseinander nehmen und Zombienester auslöschen. Aber abgesehen von letzterem, ist das alles sehr unauffällig in die Welt eingebaut, es wird nicht so aufgezwungen, diese Sachen zu machen Man macht es, wenn man eh gerade in der Nähe ist, ansonsten lässt man es links liegen. Einzig die Zombienester sind nicht ganz unwichtig, weil sie die Quicktravel Funktion einschränken und ich habe absolut keines davon ausgeräuchert. Das hatte zur Folge, dass ich nur ganz selten die Schnellreisefunktion nutzen konnte. Einerseits ist das natürlich nervig, andererseits hat es mich gar nicht so sehr gestört, weil ich einfach selten so viel Spaß hatte, durch eine Welt zu fahren. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit dem Motorrad durch die extrem schöne bzw hässliche (schließlich ist es eine apokalyptische Zombiewelt) Welt zu fahren. Man hat richtiges Bikerfeeling. Nur das, natürlich realistische, Tanken war etwas nervig. Ist der Tank leer und kein Benzin in der Nähe, hat man ein Problem.
    Leider bin ich kein Zombie-Fan, deswegen konnte ich dem Spiel letztlich auch nicht noch mehr Punkte geben, dennoch ist es brillant und steht einem Red Dead Redemption 2 eigentlich in nichts nach. Die Optik des Spiels ist bombastisch, die Charaktere allen voran Deacon und Boozer absolut herausragend (definitiv ganz weit oben in der Gaming Industrie), die Cutscenes auf einem extrem hohen Level, die Missionen sehr gut und weitestgehend abwechslungsreich, der Soundtrack stark und die ganze Welt einfach fantastisch. Ich kann hier eigentlich kaum Meckern, das ist ein extrem gutes Spiel. Wenn ich mehr mit Zombies anfangen könnte, hätte es mir vermutlich noch einen Ticken besser gefallen. 8,25/10

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