Ergebnis 1 bis 20 von 48

Thema: Anime Spring Season 2023

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Zitat Zitat von Dnamei Beitrag anzeigen
    Oshi no Ko
    Da ich nicht vorhabe die Show zu sehen, finde ich deine Eindrücke und Einblicke dazu recht interessant. Gerade weil ich mich sonst so kaum mit Showbiz auseinander setze.
    Ich halte die Themen der Show auch für recht interessant und sie sind auch recht kontemporär. Nebenbei behandelt Oshi no Ko einfach so viele verschiedene Sachen, dass es fast immer irgendwas zu schreiben gibt.
    Das folgende ist so ne kleine Soapbox auf die ich steige. Wer also nicht nochmal was zu Episode 6, diesmal aus der Speaker's Corner, hören möchte, einfach den Kasten überspringen.



    Zitat Zitat
    The Reason Why Raeliana Ended up at the Duke's Mansion
    Hier überlege ich, ob ich die Show nicht zeitnah aufhole. Muss mal schauen wie mein Zeit Management so läuft die nächsten Wochen^^.
    Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass Du Deinen Spaß damit hast. So als jemand, der sowohl Reinkarnationsstories mit weiblichen Hauptcharakteren mag (My Next Life As A Villainness) und geschichtlichte Settings (Bookwork) mag. Da kombiniert die Show schon einiges, hat aber auch nen größeren Fokus auf Romance.

    In den Folgen 6 und 7 findet endlich Beatrice Erwähnung, auch wenn sie noch keinen Auftritt hatte. Ich bin schon sehr gespannt, wie das Aufeinandertreffen der beiden sein wird und inwiefern Raeliana (definitiv nicht ) Recht behalten wird, dass ihr bisheriges Einmischen die Story nicht verändert hat. Immerhin soll ja Beatrice mit Noah zusammenkommen und nicht Raeliana. Der pissing Contest zwischen Raeliana und Noah geht immer noch weiter und es ist weiterhin super anzusehen, dieses Tauziehen. Und hey, immerhin hat er von ihr dann auch das Taschentuch bekommen *g* Auch der pissing contet (man, Raeliana pisst echt viele an xD) mit der Queen Bitch war mal wieder sehr schön.
    Ich frage mich, ob Beatrice jetzt während der Jagd noch irgendwo dazukommt, weil sie ja quasi als Chekhov's Gun platziert wurde, oder erst etwas später. Dass Raelianas Brief nie ankam ist ja schon suspekt.

    Zitat Zitat
    Loving Yamada at Lv999 07:[...]
    Die externe GPU hat mich überrascht, an dem Punkt kann man sich eigentlich auch einen richtigen Rechner hinstellen xD.
    Ja, das fand ich auch abgefahren - aber ne nette spontane Reparaturaktion *g*
    Das Schulfest in Episode 8 fand ich sogar überraschend unterhaltsam. Schulfeste in Anime sind ja enorm abgedroschen und quasi ein Autopilot für jeden, der an ner High School spielt. Nun, Akane ist ja nicht an der High School und geht mit Runa hin. Als dann Yamada und Akane (btw. ich liebe es echt manchmal, wie ich Vor- und Nachnamen in Anime einfach durcheinandermische, je nachdem was mehr gesagt wird / einprägsamer ist... xD) zusammen gesehen werden sind sie die "Stars" der Schule. Das war schon sehr lustig zu sehen, wie die beiden auf einmal im Rampenlicht waren. Ehrenstern geht an Runa, die sich extra so viel Kram wünscht, weil sie (vermute ich mal xD) möchte, dass Yamada und Akane viel Zeit miteinander verbringen

    Das Ende der Episode war dann spannend, weil er anscheinend seinen eigenen Appeal nicht erkennt - und auf ner gewissen, gerade kommunikativen Ebene, ist da auch viel offen. Als er Akane aber sagt, dass er sie für unerreichbar halte, das war schon was. Mal sehen, wie lange sie jetzt noch rumdrucksen, aber zumindest gehts vorwärts.


    Heavenly Delusion [7-8]:
    Zwei Episoden, die wieder recht erbarmungslos (auch visuell) waren. Ich finde es ganz gut, dass die krasseren Szenen mit ein wenig zeitlichem Abstand passieren und nicht in jeder Folge, sonst würde es an Wirkung verlieren (und vielleicht edgy wirken). Im Prinzip sieht man einen Konflikt aus zwei Perspektiven und es geht um "Naturalisten" und "Maschinisten", um es recht platt zu sagen. Man bekommt erst die Seite der Naturalisten gezeigt, die die anderen demonisieren. Natürlich ist es nicht so schwarz/weiß wie man es am Anfang sieht.
    Die Show verkauft echt so gut mit den Nebengeschichten eine postapokalyptische Welt, in der immer noch Menschen leben. Auch die richtig tollen Backgrounds der Show tun da einiges. Die verkaufen das Setting so gut, ey!

    Interessant fand ich, wie kurz die Thematik "unsere Seite ist im Recht und daher heiligt der Zweck die Mittel" aufgegriffen wurde, leider aber nicht zu stark kommentiert (außer, dass die Naturalisten als generell etwas fanatisch dargestellt werden, was vielleicht Aussage genug ist *g*). Dann war das Ende von Episode 8 recht emotional und gleichzeitig auch hart, denn dem "Arzt" waren alle anderen Menschen ja egal - er hat ihnen nur geholfen, weil das seine Frau glücklich gemacht hat. Sobald diese tot war, hat er den Freitod gesucht. Das alles auch sehr bodenständig inszeniert, ohne große Übertreibung und Drama. Das beste? Danach ziehen die beiden weiter, was mit den Menschen die man hier gesehen hat passiert bleibt der Vorstellung überlassen. Wie an vielen anderen Orten bisher auch.

    Ich finde wirklich, die Show präsentiert starke Geschichten innerhalb der Welt. Und hey, für alle, die lieber "Mainstory" wollen - da hat Kiruko ja jetzt auch mehr rausgefunden. Und dann immer noch die Parallelstory in der Anstalt, wo es jetzt gefühlt ziemlich stark um Sex geht - da Babys bereits ins Spiel gebracht worden frage ich mich, ob da bald eine schwanger wird? Echt keine Ahnung, wo der Part hingehen soll, bin aber total gespannt.

  2. #2
    Dieses Quartal ist sowas wie die Season der Romance Stories. Echt überraschend wie viele es gibt und dass die Qualität auch noch da ist. Dangers In My Heart und Insomniacs After School sind wohl die eher konventionellen, bei denen es tatsächlich einfach um zwei Schüler geht. Gleichzeitig sind beide aber auch erfrischend anders, entweder wegen der Charaktere (Dangers) oder der speziellen Atmosphäre (Insomniacs). Und was man bisher zu allen Shows sagen muss: Es gibt einen spürbaren Fortschritt. Nicht sicher, ob sich das längerfristig halten wird oder welche der Shows dann doch auf die Bremse treten um mehr Episoden rauszuschlagen.


    The Dangers In My Heart [6-9]:
    Witzigerweise vergesse ich öfter, dass das hier Middle School und nicht High School ist (was manch einer vielleicht auch lieber ausblenden will, weil die Show mit pubertierenden Sexwitzen nicht geizt - was natürlich komplett zu dem Alter der Charaktere, passt, aber so kann man das ja immer rechtfertigen *g*). Vielleicht auch, weil Anna so großgewachsen ist, was ja auch irgendwo der Punkt ist. Der Fanservice hat schon zugenommen, wird aber auch mit äußerst philosophischen Gedanken, die durch den Kopf von Mittelschülern gehen, verknüpft: liebt Kyotaro Anna nicht wirklich, weil er sich zu ihr einen von der Palme wedelt?
    Bis auf Annas Aussehen kann ich mir aber schwer vorstellen, dass sie das "Traummädchen" von vielen Otakus ist. Genauer verhält sie sich oft so seltsam, dass ich mir nicht mal vorstellen könnte, wie die meisten Leute mit ihr überhaupt interagieren würden. Das zusammen mit der stärkeren Entwicklung der Beziehung der beiden grenzt es IMO auch von den richtig heftigen Wish Fulfillment Dingern, wie z.B. My Dress Up Darling, ab.

    Anna schmeisst sich nun härter an Kyotaro ran. Die beiden kommunizieren weiterhin eher indirekt (und seine Gedanken sind die Hälfte der Zeit nicht zuverlässig). Die Szene zwischen Anna und den Müttern der beiden fand ich aber schon sehr unterhaltsam. Annas Mutter macht nen hochgestochenen Eindruck, aber zumindest nicht boswillig. Kyotaros wirkt einfach normal. Die Szene zeigt auch, wie er sich aktiv verändert, immerhin haben die Lehrer seine Klassenbeteiligung gelobt. Ich bin gespannt, ob ihre Freundinnen es auch bald schnallen, dass zwischen den beiden mehr ist – die scheinen da noch eher nicht den Durchblick zu haben (obwohl andere es schon bemerkt haben). Zugegeben, dass Moeko anscheinend Typen toll findet die mehrere Freundinnen haben ist... bedenklich?

    Was mich an Folge 9 gestört hat: Musste Anna darum betteln die Aufmerksamkeit von Kyotaro zu bekommen? Was war DAS denn? Er hat seine Begründung irgendwie internalisiert (und vielleicht ist das jetzt die entgültige Entwicklung, dass er von seinen negativen Gedanken loskommt und akzeptieren kann, dass Anna ihn nicht verarscht), aber da die beiden nicht richtig miteinander kommunizieren weiß sie davon ja nichts. Vielleicht bekommt man irgendwann auch mal etwas mehr von Anna zu hören, was in ihr eigentlich vorgeht. Sie klammert ja schon erstaunlich stark seit die beiden sich nähergekommen sind.


    Insomniacs After School [6-8]:
    Zumindest gibts hier keinen Fanservice *g*
    Um es vom Ende aufzurollen: Die Szene an der Bushaltestelle in Episode 8 war ziemlich gut aufgebaut. Von der Musikkulisse inmitten des Taifuns während sie draussen sind und so klingt als wäre man unter Wasser zu dem ruhigeren Klavierstück als sie die Überdachung erreicht haben. Die einzelnen Einstellungen die zeigen, wie turbulent das Wetter ist. Und natürlich der Zusammenbruch von Ganta und die intime Szene zwischen den beiden.
    Auch die Sequenz im letzten Teil von Folge 7 war echt schön und hat die Nähe der beiden verkauft. Und hey, endlich konnten sie in der Nacht einschlafen! Die letzten Episoden hatten einige wirklich starke Szenen.
    Als sie auf dem Sommerfest waren hatte ich mal wieder den Gedanken, wie seltsam es doch ist, dass von den Frauen erwartet wird in einem Yukata zu kommen, während die Männer in nem T-Shirt daneben stehen (das wird auch praktisch IMMER gehighlighted in diesen Shows xD).

    Die letzten Episoden haben sich Zeit genommen die Klassenkameraden auszugestalten, was auch bitter nötig war. Diese sind bisher praktisch nicht existent gewesen. Gerade Motoko war ja nur die, die gelegentlich mal über Ganta abbitched und dann wars das. Würde die Klassenkameraden aber immer noch als nen eher uninteressanten Teil ansehen. Dass Ganta ein aus sich rauskommt war definitiv schön zu sehen. Isaki hat nen Herzdefekt - hatte mir schon beim Opening gedacht, dass mit ihr irgendwas nicht stimmt (bei 45s sieht man Kinder im Krankenhaus und dann direkt danach die Szene aus dem Fest wo sie an der Wand geht - ein recht klarer Übergang). Ich hoffe, dass das nicht für Drama benutzt wird in Zukunft, weil die Show davon bisher relativ befreit war. Was ich eigentlich recht angenehm finde und sie auch von anderen Romances abhebt. Motive der Show sind Ruhe und Geborgenheit, was sowohl durch die starken Nachtbilder als auch durch die Schlafprobleme, welche sich in Gemeinsamkeit der beiden legen, manifestiert.

    Die Eltern kamen bisher kaum in Insomniacs vor. Ich denke von der Erzählung über Gantas Laufschuhe, dass seine Familie sich entweder keine neuen Schuhe leisten konnte (also arm ist) oder wollte (Vernachlässigung?). Vielleicht hab ich ein Detail vergessen, aber lebt er vielleicht alleine mit seinem Vater oder sowas? Es sah in der Episode auch so aus, dass da jemand erst sehr spät wieder nach Hause kommt oder geht. Das kann natürlich auch alles in seine Schlafprobleme reingespielt haben. Er gibt sich definitiv die Schuld für Sachen, die er nicht kontrollieren kann. Dass seine Mutter durch einen Unfall gestorben ist, an dem er sich die Schuld gibt, (weil er sich an sie in dieser Situation erinnert) ist da auch eine Möglichkeit. Dann wäre Vernachlässigung, weil der Vater um die Mutter getrauert hat wohl das naheliegendste - Bonus wenn er spät nach Hause kommt weil er trinkt.


    Demon Slayer – Swordsmith Village [2-8]:
    Ich habs ein wenig aufgeschoben, aber ich denke wenn 2/3 gelaufen sind... ziemlich meh bisher. Die Kämpfe haben ein Hauptproblem: Es wird zwischen vielen Schauplätzen geswitched und dadurch ewig ausgebremst, selten entsteht wirklich Spannung. Zusätzlich ist es einfach... langsam. Ich habe gelesen, dass der Arc hier übelst gestreckt wird und teilweise nicht mal 2 Kapitel adaptiert werden - ich kanns glauben. Die Monologe ziehen sich noch mehr, Szenen wirken durch Pausen in die Länge gezogen, etc. Auch das Imposante, was gerade den Entertainment District Arc ausgemacht hat, ist hier praktisch nicht da. Da sind die immer mal wieder auftretenden, wirklich guten Kampfanimationen nur ein schwacher Trost - auch wenn man weiterhin sagen muss dass die Inszenierung immer noch stark ist.
    Was aber noch viel lustiger ist: Es wird mal wieder gut gezeigt, wie Battle Shounen mit den weiblichen Charakteren umgehen. Mitsuri hat im OP einige gute Szenen und sie ist die Hauptfigur fürs Ending. In der Serie selber hatte sie nur wenige Minuten Screentime, und davon hat sie die meisten über ihr Aussehen oder Liebe gequatscht

    Die Backstories von zwei eingeführten Charakteren waren sehr düster, aber so unsubtil in den Rest integriert wie es nur möglich war (beide erinnern sich kurz vor ihrem nahenden "Tod") und auch nie mit Kontext zu der konkreten Situation.
    Mal schauen, ob die letzten 4 Episoden jetzt richtig aufdrehen, denn auch die Antagonisten waren bisher eher schwach. Aber eh, ich bin jetzt eh zu tief drinnen um aufzuhören... ^_O

    Geändert von Sylverthas (30.05.2023 um 14:45 Uhr)

  3. #3
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Ich halte die Themen der Show auch für recht interessant und sie sind auch recht kontemporär. Nebenbei behandelt Oshi no Ko einfach so viele verschiedene Sachen, dass es fast immer irgendwas zu schreiben gibt.
    Das folgende ist so ne kleine Soapbox auf die ich steige. Wer also nicht nochmal was zu Episode 6, diesmal aus der Speaker's Corner, hören möchte, einfach den Kasten überspringen.


    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass Du Deinen Spaß damit hast. So als jemand, der sowohl Reinkarnationsstories mit weiblichen Hauptcharakteren mag (My Next Life As A Villainness) und geschichtlichte Settings (Bookwork) mag. Da kombiniert die Show schon einiges, hat aber auch nen größeren Fokus auf Romance.
    Ich habs mir zumindest heute schon mal auf die Watchlist gesetzt. Da kann ich dann am Fernseher leichter mal reinschauen.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Insomniacs After School [6-8]:
    Als sie auf dem Sommerfest waren hatte ich mal wieder den Gedanken, wie seltsam es doch ist, dass von den Frauen erwartet wird in einem Yukata zu kommen, während die Männer in nem T-Shirt daneben stehen (das wird auch praktisch IMMER gehighlighted in diesen Shows xD).
    Haha, das stimmt . Ich glaube es gibt da nur ein paar wenige Ausnahmen, wo auch der Junge mal das Pendant dazu trägt. Bin mir zumindest sicher das auch mal gesehen zu haben, aber hätte jetzt auch kein Beispiel parat^^.

    The Ancient Magus’ Bride Season 2 08: Nur ein Aufsichtslehrer bei einem Ausflug? Erscheint mir unnötig riskant. Elias ist währenddessen mal wieder auf andere Art und Weise extrem bzw. ungewöhnlich. Wobei es auch schon ein wenig niedlich ist, so nach dem ersten Schock^^.
    Gab auch wieder ein paar interessante Nachbarn und ich bin gespannt was Chises Reaktion zu bedeuten hat.

    Mobile Suit Gundam: The Witch from Mercury 18-19: Die Eskalation geht weiter, auch wenn es natürlich immer noch welche gibt die versuchen etwas dagegen zu tun. Aber ich glaube die Wissen einfach noch nicht genug, weswegen ihre Lösungsversuche auch etwas Naiv rüber kommen.
    Ansonsten ist es weiterhin lustig zu sehen, was die drei "Ausgestoßenen" in ihrem Zimmer so treiben. Arme Nika xD.

    Loving Yamada at Lv999 08-09: Hohoho das Festival bringt die Leute in Stimmung^^. Dabei fühlt es sich so an als ob nicht mehr viel fehlen dürfte. Aber der Spießrutenlauf war unterhaltsam und dann erst der Trick beim Wettbewerb der Jungs. Dank der Sirene dachte ich die stürmen gleich die Bühne xD. Bei Ep 9 dachte ich erst das Akane nun auf der Pirsch ist, aber scheinbar doch noch nicht. Aber dafür schlägt mal wieder die gefürchtete japanische Erkältung zu. Nur mal kurz eine Pause einlegen xD.
    Für die Gilde könnte es aber wirklich zu einer Krise kommen. Persönliches Drama hat ja schon so manche Gilde zerbrochen.

    Sacrificial Princess and the King of Beasts 06: Ein erster möglicher Rivale, aber ich glaube nur in Anubis Wunschvorstellung^^. Die Verschwörung gegen Sari zieht allerdings auch ziemlich große Kreise.
    Fand es etwas nervig, dass sie es so lange hinausgezögert haben und Sari auch nicht so schnell auf den Punkt kommt. Aber gut, dass sie es dann doch klar ausspricht. Auch wenn sie etwas mehr auf ihren Instinkt hören sollte.

    Geändert von Dnamei (30.05.2023 um 00:54 Uhr)

  4. #4
    Oshi no Ko [7]:
    Für mein Empfinden geht der Plan mit dem Video ein wenig zu glatt auf, auch wenn Mem-cho noch mal expositioniert (is dasn Wort? xD), wieso es funktioniert um die öffentliche Meinung zu dirigieren. Sie hat durchaus einigen Durchblick was die Business Seite angeht.
    Es wird auch die Kritik verarbeitet, dass das Produktionsteam willentlich die Szene von Akane dringelassen hat und als der Shitstorm begonnen hat, nichts dagegen getan hat. Sie hatten sogar Material, was zeigt wie Yuki Akane den Vorfall vergibt, der es hätte entkräften können. Aber sie wollten nicht den Outrage von Akane weg auf die Show und die Produzenten lenken. Im Prinzip ist das in der Realität bei Terrace House aber trotzdem passiert, denn die Show wurde nach dem Selbstmord offensichtlich abgesetzt.

    Mit Akane haben sie hier einen ähnlichen Trick gemacht wie mit Kana (vermutlich sogar effizienter): Um die Sympathie für sie zu kickstarten ist der Kontrast von ihrem Auftreten in der vorherigen zu dem am Ende von dieser Folge enorm. Es ist ziemlich konsistent, immerhin hat man sie permanent Notizen schreiben sehen. Kana jobbt auch für Akane, als sie sagt, was für eine tolle Theaterdarstellerin sie sei (Kana wurde bereits als gute Schauspielerin etabliert). Dass Kana es in dieser Situation schade findet, dass Akane das Schauspiel nicht aufgibt, ist Neid und Abgebrühtheit. Ich denke, dass der Dialog deplaziert wirkt und nur eingebaut wurde, um noch mal Twitter Outrage eines auszuwischen (sowas wäre IMO ne Sache, die man in der Adaption hätte abwandeln sollen).

    Im Prinzip war Akane nicht im richtigen Mindset für eine Reality Show. Denn wenn man in einer Reality Show sich selber und nicht eine Rolle spielt, läuft man Gefahr, verletzt zu werden. Was für ein Glück, dass Akane eine großartige Schauspielerin ist (sowie Detektiv *g*).
    Das läuft alles im Finale der Episode zusammen, was einfach mal großartig umgesetzt wurde. Die VA von Akane brilliert hier – vorher hat sie eher zurückhaltend und ruhig gesprochen, was dann ihre Performance komplett durchschlagen lässt. Der Anime fügt hier wieder kleine Unterschiede hinzu (z.B. Akanes Schritte, die an Ais am Ende vom Musikvideo zu IDOL angelehnt sind) und alleine durch das Voice Acting wird die Szene eindrucksvoller. Hier ein Video Link, ab dem Moment, in dem Akane "in ihre Rolle schlüpft" (leider muss man den Sound erst aktivieren). Definitiv Gänsehaut-Feeling hier!
    Bei dem Clip fällt auch ne andere Sache auf: Das Fade-in vom Ending, worüber ich hier noch gar nicht geschrieben habe. Sie haben die Episoden immer so strukturiert, dass sie auf einen starken Moment enden, der von dem Anfang des Endings eingeleitet wird. Das eindrucksvollste bisher sicherlich das Ende von Episode 7, weil es einfach perfekt passt wie das Instrumental einsetzt.

    Hier das Ending (die ersten 18s enthalten visuelle Spoiler).

    Queen Bee hat auch ein Chainsaw Man Ending, aber vor allem das Dororo Opening gemacht. Der Sänger hat wirklich eine klasse Range und kann richtig hochgehen mit der Stimme (wie man in der Vollversion besser erkennt). Der Song eröffnet mit einem melancholisch düsteren Geigenspiel und auch im Song, obwohl Teile rockig upbeat sind, schwingt eine Traurigkeit mit. Ähnlich zum Opening und die beiden bilden ein großartiges Gesamtbild: Opening geht um Ai, das Ending um Ruby und Aqua.
    Die Visuals sind edgier als die Show ist (Aqua sieht wie jemand aus, der bald nen Amoklauf an der Schule macht ), wobei sie zusammen mit den Lyrics durchaus das Innenleben der Charaktere präsentieren. Zeilen wo es um die Bühne geht, die sie nicht loslassen kann, klingen eher nach Ruby. Aber Texte wie "Ich riskiere mein Leben, gebe es dir. Warst du es nicht, die mir Zeit gegeben hat?" verdeutlichen eher Aquas abgefuckte Beziehung zu Ai.
    Die letzten Strophen vom Ending sind besonders interessant. Man kann das einerseits so deuten, als würde hier eine Mutter zu ihren Kindern sprechen. Andererseits (Spoiler für spätere Manga Kapitel, I guess) klingt es wie höhere Wesen – Götter – die von oben herab die "Kinder der Sterne" beobachten. Denn wer geglaubt hat, dass die übernatürlichen Elemente vom Anfang der Story später nicht noch mal aufgegriffen werden, hat sich geschnitten *g*.



    Magical Destroyers [4-9]:
    Ich weiß nicht mal, wo ich hier anfangen soll. Die Show ist stellenweise unglaublich random, aber natürlich immer auf Otakutum fixiert. In 4 ging es darum, was der Unterschied zwischen den oldschool Otaku sind (quasi vor und inklusive meine Generation, als man noch für Anime und teilweise auch Games gemobbed wurde im Gymnasium...) und den neueren, bei denen es akzeptierter ist ein Weeb zu sein. Das war ne interessante Perspektive die ich nicht dachte, dass man das mal aufgreifen würde. Ansonsten geht es um den Revolutionskampf und wenn die Show eines macht, dann Szenen interessant zu präsentieren. In einer Folge wird das Aufsteigen auf ein Gebäude als ein Erklimmen eines Berges im Schneesturm präsentiert, in einer anderen gibt es eine Mindfuck Episode, bei der immer wieder zwischen zwei alternativen Szenarien gewechselt wird und man erst am Ende erfährt, für welches sich entschieden wurde.

    Die gesamte Episode wurde mit echt starken Animationen präsentiert und hatte ein komplett anderes Feeling. Man merkt die Inszenierung auf jeden Fall. Die Episode mit dem Gaming Otaku, der meinte er sei der geilste Gamer weil er cheated... dunno, da hat mir irgendwie eine Aussage zu gefehlt. Immerhin war der Kampf cool dargestellt und das passt zu dem wilden Ansatz der Show.

    Kann nicht sagen, dass die Show wirklich gut ist, sie ist aber auf jeden Fall interessant und auch lustig. Die Szene, in der die drei Magical Girls wie Küken auf den MC geprägt wurden war schon *speziell *.
    Irgendwie fühlt sich das alles wie ein Fiebertraum vom Hauptcharakter an, und wenn am Ende rauskommt dass er sich das alles nur zusammengesponnen hat wär ich nicht mal überrascht



    X&Y [5-9]:
    Komplett im ernst: Wenn alle Sachen bezüglich Xu nur Finten sind (was ich vermute), dann haben die aber besser nen guten Grund wieso jemand sie als die Täterin darstellen will. Zugegeben, der eine mental kaputte Typ scheint gute Gründe zu haben, auch wenn er ja angeblich selber schon ins Visier genommen wurde? Was die Show durchaus schafft ist viel Noise in das Puzzle zu werfen. Spontan fallen mir da ein:

    Wie dem auch sei, die Szene im Cafe war schon sehr angespannt und irgendwie mag ich die Interaktionen zwischen Yuechu und Xu. Der Einkaufsbummel der beiden danach hat leider gezeigt, dass die gerenderten / realen Hintergründe in einigen Szenen nicht gut harmonieren – da wollte man wohl etwas viel *g *
    Die Aufregung über die Entführung der Kollegin habe ich jetzt aber nicht so richtig gespürt. Liegt vielleicht auch daran, weil er erstmal total chill im Büro schläft, ist ja nicht eilig oder so
    Zumindest bisher scheint der Storystrang aber ernster zu sein als das, was vorher kam – die Show hat ja praktisch immer ihre eigenen Cliffhanger entschärft, diesmal bisher nicht.

    Ich musste auch lachen, als der Sicherheitsbeamte ihn direkt an den PC lässt um die Kameradaten zu checken – vermutlich ist das sogar realistischer als man erst denkt *g *
    Eine witzige Sache ist, dass der offizielle Kanal das OP von Youtube runtergenommen hat. Wurde da etwa irgendwas geklaut und sie mussten es verstecken?

  5. #5
    Heavenly Delusion [9-11]:
    Definitiv krasser Scheiß und die Serie ist auf allen Ebenen immer noch SOWAS von wert gesehen zu werden. Kann mich gar nicht entscheiden, ob das hier, Vinland Saga oder Oshi no Ko mein Favorit diese Season ist
    Episoden 9 und 10 waren im Prinzip ne Kurzgeschichte die noch mal etwas mehr von der Welt und den Lebenszuständen offenbart, und zwar über eine Amazonensiedlung. War in Ordnung, was mir am meisten gefallen hat war, wie indirekt die Erzählung war. Ich denke ein Punkt war im Hinblick auf Episode 11 interessant, dazu später mehr. Was richtig cool war: Der Frosteffekt von dem Man-Eater, wirklich stark visualisiert.

    Der Name von der Organisation hinter Heaven (dem Kinderheim / Forschungsanstalt) wurde jetzt auch schon genannt. Der interessanteste Teil spielt sich diesmal auch dort ab und Episode 11 hat mal ne Infobomb sondergleichen gedropped. Wobei man dazu sagen muss, dass viel noch nicht konkret bestätigt wurde, aber naheliegend ist:

    Vermutlich hab ich noch einiges vergessen, die Episode war extrem dicht. Die Heimleiterin kann man wohl derzeit als sowas wie nen Antagonisten ansehen. Ihre Darstellung fand ich... lächerlich übertrieben? Also selbst für Animeverhältnisse.



    KamiKatsu [7-9]:

    Was... hab ich hier gerade gesehen?!

    Nach diesen Folgen war ich mir sehr sicher, dass es von den Autoren H-Manga gibt. Wenig überraschend: Ja, gibt es, was man auch echt deutlich merkt hier
    Der Arc um Dakini (die selbstverständlich ein Gyaru ist) war richtig full frontal. "Gottlos" ist hier der Name vom Programm
    Dakinis Vergangenheit hat mir ganz gut gefallen, auch weil es einem Einblicke in die Operationsweise des Kaisers gewährt hat und wie die Menschen der Hauptstadt so wurden, wie sie eben sind. Gerade, dass man Dakinis Fähigkeiten im Prinzip invertiert hat um die Menschen lustlos zu machen, damit sie keine Kinder mehr bekommen, ist halt echt krasser Scheiß. Und hey, wo außer in Anime wird sonst zu nem kleinen Mädchen gesagt, dass sie so pervers sei?

    Mitama ist mittlerweile sogar mein Lieblingscharakter. Sie ist wie Aqua aus KonoSuba, nur werden noch mehr Witze über sie gemacht – gleichzeitig hat sie aber auch tatsächlich nützliche Fähigkeiten, die sie nur nicht oft benutzen kann weil ihr Saft schnell aus ist!
    Um so wirklich zu wissen, wie Altair als Antagonist ist, müsste man erfahren was so in der Hauptstadt abgeht.
    In den letzten Episoden wurden viele Animationen durch RPG-Style Sprites ersetzt. Sicherlich Sparmaßnahmen und wenn es nicht so oft passieren würde fänd ichs auch cooler. Immerhin kaschieren sie ihre Probleme eleganter als einfach richtig übel aussehende Animationen zu präsentieren. Und bei den Szenen, wos wichtig ist, sehen die Animationen dann auch ganz solide aus, von daher zahlen sich die Sparmaßnahmen wohl aus.



    The Café Terrace and Its Goddesses [7-10]:
    In den Folgen wurden ein paar weitere Backstories abgearbeitet: Akane, Riho und Ouka. Der "Witz" mit dem miesen Bandnamen wurde auch noch mal hervorgeholt^^°
    Gehts anderen eigentlich auch schon so, dass man gegenüber Animemädels im Bikini total unempfänglich geworden ist? Jede zweite Show hat ja ne Beach Episode, und die tun echt so ziemlich gar nichts für mich... xD
    Wie dem auch sei, Cafe Familia hat ein Strandcafe eröffnet, was einschlägt wie ne Bombe.

    Dass Akane nicht weggeht war klar. Bei ihrem rebellischen Charakter wars auch nicht zu verwunderlich, dass ihre Familie eher streng ist. Mit Hayatos Hilfe (natürlich ) konnte sich Akane dann gegen ihre Mutter durchsetzen.
    Rihos Hintergrund ist im Prinzip der von Kana aus Oshi no Ko (da letzterer Manga ein Jahr früher angefangen hat nicht mal so weit hergeholt). An sich erklärt es ihren Charakter ziemlich gut, vor allem, dass sie sich so sehr nach Anerkennung sehnt und daher zu nem Workaholic geworden ist. Den von Ouka fand ich in Ordnung und war deutlich weniger dramalastig (da musste Hayato noch nicht mal sooo groß eingreifen *g*). Sie haben die Verwirrung um ihre Zwillingsschwester auch nicht übertrieben ausgespielt. Dass Hayato sie als die "liebevollste" von allen ansieht war aber sehr überraschend (vermutlich wollte man sich hier das Klischee zu Nutze machen, dass die größten Tsunderes den weichsten Kern haben, was aber nicht gut rüberkam).

    Ich habe das Gefühl, dass die Konflikte zu "glatt" abgeschlossen werden, als würden sie jetzt ihre Relevanz verlieren. Was vielleicht das Problem ist, wenn man in nem Harem alle Charaktere gleichmäßig aufbauen will und keine starken Überschneidungen hat (wie bei Quintessential Quintuplets). Das zerrt dann an der Screentime jeder Einzelnen. Auf jeden Fall werden die letzten Episoden dann die anderen beiden Mädels beleuchten. Da kann Shiragiku dann Hayato endlich sagen, dass sie ihn schon als Kind mochte



    Hell's Paradise [7-10]:
    Einiges passiert, was vor allem die Lore der Insel angeht. Eine Episode wurde dem Hintergrund von dem blinden Samurai Shion gewidmet. Bisher waren mir alle Tode in der Show ziemlich wayne. Wobei ich mich frage, ob Tenza als Pflanzentyp wiederkommen könnte, für den Schockfaktor. Die beiden Brüder interessieren mich bisher nicht einen Fick. Dass der große Typ einfach nur als bester Schwertkämpfer in die Geschichte eingehen will ist... ayo, whatever. Ich hoffe die "Haupttruppe" kommt bald wieder zusammen, deren Interaktionen finde ich am unterhaltsamsten. Die Struktur von Episode 10 war ziemlich stark. Dass man vier (!) Storyfäden parallel hat, und diese thematisch alle verknüpft, schafft nicht jede Geschichte. Vermutlich gibt Tao, was eine Person kontrollieren kann, auch ihren Powerlevel wieder – weswegen Sagiri als so stark angesehen wurde von Gabimaru, weil bei ihr alles so gut im Einklang ist. Die thematische Durchziehung finde ich gut in Hell's Paradise.

    Was mich häufig an Battle Shounen stört sind die Art der Verletzungen. Beispiel: Einem Charakter wird ein Schnitt an der Kehle versetzt, Blut spritzt wie Sau, aber in der nächsten Folge quatscht er dann ganz normal und alles ist gut. Huh? Hat der schon von dem Elixier gesüppelt? Kann sein Tao die Wunden heilen?
    Um nicht wieder einen größeren Rant loszutreten, sei die Tatsache, dass die Charaktere, die ihr Geschlecht ändern, die Antagonisten sind, lediglich erwähnt.

    Eine interessante Enthüllung war, dass die kulturelle Vermischung auf Ideen von Moro Makiya beruht. Als ich nachgeschaut habe war das aber nicht mal ein bekannter japanischer Schriftsteller, sondern nur der Depp, der am Anfang von Yuzuriha gekillt wurde (und den ich schon komplett vergessen hatte)^^°
    Wie dem auch sei, das ist n seltsamer "Zufall", wieso gerade der jetzt noch mal ins Gespräch kommt.

  6. #6
    Für die Abschlüsse von Shows gibts erstmal ein spoilerfreies Fazit, danach dann in nem Spoilerkasten Besprechung von den restlichen Folgen.



    Farmland Saga [Fin]:
    Absolute Empfehlung, es gibt kaum eine Serie die so einen starken Sprung geschafft hat. Als ich davon gehört habe, dass die zweite Staffel auf einer Farm spielen wird, da wusste ich nicht mal wirklich, was man hiervon erwarten soll. Ich mochte Staffel 1 nicht besonders, aber die zweite wird in ihren Aussagen zu Krieg, Gewalt und Sklaverei erst durch die erste richtig rund. Nach der letzten Episode habe ich mir die erste von Staffel 1 noch mal angesehen und es ist beeindruckend, wie lang sich Thorfinns Reise anfühlt. Selbst wenn es keine weitere Staffel mehr geben sollte, so fühlen sich die ersten beiden wie eine komplette Geschichte an, die ihren Punkt gemacht hat.
    Farmland Saga hat ein ganz anderes Tempo als Staffel 1 und ist auf Charakterinteraktionen und -wachstum zentriert. Thorfinns Entwicklung ist einer der zentralen Punkte, und die ist wirklich stark. Für Knut gilt das gleiche, hat mir sehr gefallen. Dazu kommt noch ein Cast an interessanten Charakteren, die ein spannendes Charakterdrama hergeben. Meiner Meinung nach ein Anime, den man tatsächlich als "erwachsen" bezeichnen darf, insbesondere von den Nachrichten, die hier vermittelt werden.
    Viel Action darf man hier nicht erwarten, auch wenn es in der zweiten Hälfte härter zugeht. Diese hat auch einige Wendungen gehabt, die mich ernsthaft überrascht haben in einem Anime. Das Pacing ist stellenweise recht langsam, aber das war es IMO auch in Staffel 1 bereits, wenn man nicht auf die vielen sinnlosen Kämpfe gestanden hat. Das Sounddesign ist auch großartig, mit einigen klasse VAs (z.B. von Arnheid, Thorfinn). Optisch finde ich die Show lediglich ganz gut, vor allem die CG Wellen sehen ultrahässlich aus. Ein Detail, was ich immer sehr mochte, sind die abgenutzten Fingernägel der Charaktere – was man in Anime sonst eher selten sieht.
    Die zweite Staffel hat mir mehrmals Tränen in die Augen getrieben. Sie war tragisch, aber auch schön.

    Das 2. Ending, "Ember", hat mir ganz gut gefallen und bringt den tragischen / melancholischen Vibe rüber. Auch die Hoffnung auf eine bessere, schönere Welt (Vinland), welche man aber vielleicht nie erleben wird, schwingt gerade in den Lyrics mit.




    The Dangers in My Heart [Fin]:
    Für mich die stärkste RomCom diese Season (Insomniacs, was ähnlich stark ist, sehe ich eher als Drama). Was ich gleich mal besonders hervorheben will ist das Sounddesign und die Inszenierung. Die Show ist voller Szenen, die so richtig heraushauen, dass es zwischen den beiden funkt, viele intime Momente. Besonders die "karte"-Szenen stechen hervor, welche langsam das Thema der Episode enthüllen, während ein einschneidendes Ereignis geschieht. Das wird dann immer mit schöner Musik untermalt. Prinzipiell könnte man sagen, dass hier die "Shoujo sparkle"-Szenen für eine Shounen Romance angepasst wurden.
    Die Beschreibung der Show ist irreführend. Kyotaro ist ganz klar ein Chuuni, aber seine seltsamen Fantasien legen sich sehr schnell und man sollte sich nicht davon täuschen lassen. Er entwickelt sich über den Verlauf der Show stetig weiter. Anna als weibliche Hauptfigur ist sehr speziell und ich finde die Interaktionen der beiden einfach interessant. Es gibt ja in den letzten Jahren einige dieser "Gimmick-Shows", bei denen ein weiblicher Hauptcharakter mit nem speziellen Gimmick auftritt (Nagatoro, Komi, etc.), aber im Gegensatz zu diesen ist der Fokus viel stärker auf der Romanze statt auf nem Running Gag, der schnell alt wird. Nebenbei sind beide Hauptcharaktere hier auf ihre Art interessant und ich denke, wenn man es einfach nur als "Loser MC kriegt heißes Mädel" abstempelt, dann ignoriert man hier einiges.
    Ein größerer Kritikpunkt für mich ist, dass die Nebencharaktere etwas zu kurz kommen und schon sehr klar das Hauptpaar im Vordergrund ist. Ich mag den Cast nämlich schon ganz gerne und fand einige auch sehr unterhaltsam (vor allem Moeko). Vielleicht wurde hier aber auch einfach die Schere angesetzt bei der Adaption, weil man einen Meilenstein in Folge 12 erreichen wollte. Die Familie von Kyotaro mochte ich auch, vor allem seine Schwester.
    Ein weiterer Punkt, der nicht jedem gefallen wird: Die Show hat einige perverse Gags, die manchmal gut funktionieren (es *sind* Mittelschüler), aber gelegentlich deplaziert wirken. Und der Shota Vibe ist natürlich vorhanden, weil Anna optisch einfach mal viele Jahre älter aussieht (sie ist sogar größer als einige Erwachsene ).
    In einer weiteren Staffel würde ich mir aber wünschen, dass man stärker auf Annas Leben eingeht. Ich denke das kann auch klappen, weil er jetzt mehr involviert ist und es nun mal aus seiner Perspektive ist – und er hat halt bei Sozialpunkten 0 gestartet *g*

    Das Opening der Show gehört zu denen, die ich nicht megageil finde, aber immer noch angenehm genug, dass ichs nie geskipped habe. Die Bonbonfarben passen auf jeden Fall dazu, wie verfressen Anna ist.




    Demon Slayer – Swordsmith Village Arc [Fin]:
    Ayo, wie vorher: Es ist Demon Slayer. Ich fand die Staffel am schwächsten von den dreien, was vor allem an den eher uninteressanten Antagonisten und den vielen Kampfschauplätzen lag, so dass sich jeder einzelne langsam angefühlt hat. Daher waren die letzten beiden Episoden auch die stärksten, denn dort gab es nur noch einen Kampf. Der "(Nah-)Tod Flashback" wurde in dieser Staffel pervers ausgereizt – fünf Stück davon gab es, wenn ich mich recht erinnere. Wird halt irgendwann eher lächerlich, dass das die einzige Art für die Autoren zu sein scheint, Charakterhingründe einzubauen. Statt... dunno... das zwei Charaktere mal miteinander sprechen? O_o
    Humor sucked weiterhin hart. Glücklicherweise waren Tanjiros nervige Sidekicks nicht dabei und die neuen Nebencharaktere sind alle besser. Mitsuri hat etwas wenig Screentime dafür, dass ihr sogar das Ending gewidment wurde - aber das hat man ja oft bei Shounen Shows, dass die Frauen das Ending kriegen
    Was man aber einfach sagen muss: Die letzten beiden Episoden sind audiovisuell wieder mal beeindruckend. Im Mittelteil gabs zwar ein paar Längen (ich sag nur mal: CG Fischmonster ), aber dass sie eine finale Episode mit 50 Minuten Laufzeit gemacht haben, die fucking fantastisch aussieht und klingt, ist unglaublich. Hier hat ufotable Filmniveau hingelegt.
    Man hört ja, dass es jetzt noch zwei Arcs gibt, also es im Prinzip aufs Endgame zugeht. Das ist interessant, weil ich bisher nicht mal das Gefühl habe, dass sooo viel in der Show passiert ist. Es sind halt immer wieder relativ lange Sidestories (Anwesen, Wald, Zug, Vernügungsviertel, Schwertschmiede Dorf). Auch die verschiedenen Säulen hatten bisher höchstens zwei Auftritte, was ja für Battle Shounen durchaus wenig ist.

  7. #7
    The Ancient Magus’ Bride Season 2 09-11: Ah ja, der Moment wenn man nicht sagen kann, woher man jemanden kennt, weil man sich beim Menschenhandel begegnet ist. War eine überraschende Verbindung, aber die Reaktion von Lucy auf Chises Schweigen war toll^^.
    Man erfährt auch endlich was mit der Webster Familie passiert ist und was für die Vorfälle verantwortlich ist. Nur das Warum ist weiterhin offen.
    Es gab auch ein paar Action Szenen, allerdings muss ich sagen, dass die Show dabei schwächelt. Es wirkt halt nicht sehr überzeugend, wenn Attentäter über jemanden herfallen, dann aber nach dem ersten Angriff nur rumstehen und warten, bis die Charaktere sich eine Reaktion überlegt haben.


    Mobile Suit Gundam: The Witch from Mercury 20-22: Das Finale läuft an und dementsprechend gehen auch die Opferzahlen weiter nach oben. Der Endgegner hat seine ersten erdrückenden Auftritt, passend mit bedrohlich theatralischer Musik. Was jetzt nicht schlechtes ist, die Szene war schon cool^^.
    Auch die Tropes fordern ihren Tribut, aber das ist halt einfach so ein Ding, wenn man schon viel gesehen hat und Sachen dann straight ausgespielt werden. Nein, nicht darüber reden was du in der Zukunft vor hast, wenn du überlebst!
    Ich finds schön zu sehen, wie einige Charaktere gewachsen sind, aber ein paar klärende Gespräche stehen entweder noch aus oder sind Offscreen passiert.
    Aber ich glaube damit dürfte die Wahrheit so ziemlich allen bekannt sein.


    Sacrificial Princess and the King of Beasts 07: Nun, bei der Vergangenheit ist klar warum Ilya nicht gut auf Monster zu sprechen ist. Zugegeben hilft es auch nicht gerade, wenn das Gezeigte die Standard Reaktion der Monster ist. Wobei das Grenzgebiet nicht sonderlich gut ausschaut. Sein eigentliches Ziel hat er allerdings aus den Augen verloren. Gut, dass sie ihn dann doch etwas überzeugen können. War allerdings ziemlich riskant von Leo sich stechen zu lassen, auch wenn der Phönix mit dabei ist. War aber amüsant wie alle sein Gerede filtern^^.

  8. #8
    Heavenly Delusion [Fin]:
    Gute Show mit ein paar Problemen. Erstmal ist die Reise von Maru und Kiruko durch die dystopischen Städte und Landschaften durchweg interessant. Man lernt einige Kulturen kennen, die sich hier ausgeprägt haben und es hat immer ein Gefühl von den beiden gegen die Welt. Leider wird an den einzelnen Stationen nie zu viel Zeit verbracht, aber das sorgt gleichzeitig für ein zügiges Pacing. Immerhin werden hier zwei Stories parallel erzählt, von denen die andere in einer Forschungseinrichtung stattfindet.

    Besonders hervorzuheben ist, dass die Dosierung der Mysterien und Twists sehr gut platziert ist und man will immer mehr wissen, aber die Show zeigt ihre Karten nur langsam - oder gar nicht, weil offenes Ende *g *.
    Die Show spricht viel nicht aus und man muss sich oft selber was denken. Das klappt gerade auf Story- und Charakterebene auch sehr gut (siehe meinen letzten Post zu Episode 11 mit den Spekulationen). Thematisch halte ich es manchmal für problematisch, zu open ended ranzugehen, weil es auch Interpretationen zulässt die vom Autor nie gewollt waren.
    So eine Reise wäre natürlich nichts wert, wenn die Hauptcharaktere sucken. Das ist zum Glück nicht der Fall und Kiruko und Maru haben mir rundum gefallen. Auch einige der Nebencharaktere waren interessant und hatten gute Geschichten. Aber bei jeder Begegnung ist das Gefühl vom Abschied da, denn in der Regel sind diese nur für 1-2 Episoden relevant. Weil die Story aber grundlegend gut strukturiert ist sind diese Begegnungen selten sinnlos und bauen mindestens die Welt weiter aus. Transthematiken und Sexualität sind vorhanden, aber ich weiß nicht ob ich die Show jemandem empfehlen würde der an einer ordentlichen Behandlung davon interessiert ist. Es hat aber definitiv gereicht um Leute auf den Plan zu bringen, die alles scheiße finden was irgendwie queer ist. In der Forschungsanstalt habe ich etwas gebraucht, reinzukommen und für viele Charaktere hatte ich erst spät ein Gefühl bekommen. Besonders gut entwickelt sind sie leider nicht. Wie vorher gesagt sehe ich hier vor allem Parallelen zu Shinsekai Yori.
    Besonders von der Optik ist die Show stark. Haufenweise handgezeichnete, detailierte Hintergründe und gute Animationen und Inszenierung. CG habe ich hier nicht großartig bemerkt und man merkt, dass Production IG ein starkes Studio ist. Es fühlt sich alles wie ein Projekt aus Leidenschaft an. Die Gewaltdarstellung ist in den entsprechenden Szenen sehr roh und teilweise grausam.

    Um zu den Problemen zu kommen: Einmal wirkt der Humor oft deplaziert oder künstlich. Ein paar Charaktere haben lächerlich schlechtes (Over-)Acting bekommen, was man in Anime sonst wirklich selten sieht (z.B. Anführerin der anti Maschinengruppe, Heimleiterin). Vielleicht sollte das irgendwo Comedy sein oder ihren Wahnsinn ausdrücken, aber für mich wars nichts. Die Show hat auch ne seltsam unterschwellige Horniness, die sich in einigen Szenen zeigt (häufig mit Kiruko). Etwas merkwürdig fand ich, dass impliziert wird, dass Kirukos Bruder in sie verliebt war (Spiegelszene in Episode 1, Masturbation in 3, Szene mit Robin in 12), aber das unkommentiert stehen gelassen wird.
    Jetzt der dicke Punkt: Das Ende ist wirklich schlecht. Nicht nur, weil es *extrem* offen ist (das hilft aber absolut nicht - gerade weil man Jahre auf eine Fortsetzung warten darf, weil der Manga gar nicht so viel weiter ist). Vor allem, weil in den letzten beiden Episoden ein Thema angeschnitten wird, was man nicht so offen lassen sollte. Es ist einfach zu dominant und färbt den Eindruck zu sehr, als wäre sowas beispielsweise in der Mitte einer Season und könnte entsprechend behandelt werden. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass die letzte Episode alleine für manche den Eindruck der Show deutlich senken könnte.





    Cafe Terrace and Its Goddesses [Fin]:
    Meinung vom Anfang ist geblieben: Solider Harem. Nichts weltbegewegendes. Nicht besonders lustig. Einiges an Fanservice, aber daran sollte man bei Harem gewohnt sein. Die Mädels sind ganz gut und können Alkohol trinken. Ansonsten sind ihre Hintergründe nichts, was sie nicht auch in einem Highschool Setting hätten machen können, aber der Gedanke zählt. Hayato ist der Standout, weil er nicht nur nen guten Kopf auf den Schultern sitzen hat, sondern auch nicht immer sofort von allem peinlich berührt ist. Er ist auch überraschend cool, wenn die Mädels ihm die Liebe gestehen. Am Ende sind wir bei 3/5. Aber Ouka ist ja nur zu Tsundere um sich bewusst zu sein


    Die Idee mit dem Cafe ist cool und dass sie das auch in verschiedenen Facetten (Strandcafe, Stand auf Fest) machen war eine schöne Dosis Realität. Im Prinzip zeigt einem sowas auch, dass bei den ständigen Highschool Settings doch viele offensichtliche Sachen einfach liegenbleiben, die man nicht oft in Anime sieht.
    Dass die Oma bis ans Ende zentral bleibt ist ganz gut. Die Enthüllung in der letzten Folge hat bei mir aber nur ein müdes Lächeln zurückgelassen – für die Klimax von der Staffel nicht so heiß. Der Grund aus dem Shiraguki seit der Kindheit in ihn verknallt war war nicht besonders spannend. Vielleicht bin ich hier so lauwarm, weil ich sie auch von allen am wenigsten mochte – ihr Gag, dass sie besoffen total wuschig wird, war nie lustig. Auch sonst sind die ruhigen Mauerblümchen in solchen Shows selten meine Favoriten, wenn sie nicht noch etwas anderes haben was sie speziell macht.
    Am Ende gabs dann nen Timeskip, wo man sieht, dass er mit einer von denen zusammenkommt und ne Tochter kriegt, die seine Haarfarbe hat. Überraschung
    Wobei der Trick bei Quintuplets besser funktioniert hat, weil die ja... naja, halt Fünflinge waren. Generell hat die Show starke Quintuplets Vibes und ich denke, wenn einem das gefallen hat, kann man auch Cafe Terrace ne Chance geben.

    Derzeit ist meine Haremliste so:

    1. Riho. Medium Tsundere. Sehr pflichtbewusst, kriegt shit done und harmoniert am besten mit Hayato. Hat auch gefühlt die meisten relevanten Szenen, weil sie sich um viel mit dem Cafe kümmert.
    2. Akane. Ist cool und zielstrebig. Dass sie in ner Band ist gibt schon mal Pluspunkte.
    3. Ouka. Hardcore Tsundere, das Trollen von Hayato ist gut. Ansonsten... hat sie aber nicht viele gute Momente gehabt in der Show. Auch wird nicht erklärt wieso sie so Tsundere ist.
    4. Ami. Hyper. Genki girls mag ich häufig, und das ist hier nicht anders. Hat bisher aber auch noch keine starken Momente gehabt.
    5. Shiraguki: Siehe oben.





    Damn, es geht ja in jeder dieser Romanzen (Dangers, Yamada und Insomniacs) diese Season recht zügig ab. Gar nicht zu vergleichen mit diesen Dauerbrennern wo man sich mal ein paar Zentimeter nach vorne bewegt, um dann direkt danach gleich wieder nen Kilometer nach hinten zu stürzen.
    Irgendwie ist das Tempo auch entsprechend der Geselligkeit der Charaktere:

    • Kyotaro (Dangers) ist n Chuuni und kann kaum ein Gespräch halten, weil er zu anxious ist. Auch Anna ist eher seltsam und unnahbar.
    • Akito (Yamada-kun) ist sehr wortkarg und weiß nicht so recht zu interagieren, ist aber grundlegend fähig (er HAT immerhin Kollegen an der Schule und Zockerfreunde). Akane hat gerade eine Trennung hinter sich, ist sonst sehr sozial.
    • Ganta (Insomniacs) ist eigentlich komplett normal, aber durch seine Schlaflosigkeit zurückgezogen und grummelig. Isaki ist sehr gut drauf und sozial.





    My Love Story With Yamada-kun At Level 999 [Fin]:
    Was mir an der Show wirklich gefallen hat: Sie war tatsächlich lustig. Meist musste ich mehrmals pro Episode lachen und die grundsympathischen Charaktere haben es nur noch besser gemacht. Akane und Akito sind ein süßes Hauptpaar. Dass das verknüpfende Thema ein MMO ist ist nicht neu, aber gut und plausibel umgesetzt. Dass Akane am Anfang verlassen wurde gibt ihr auch einiges an emotionalem Ballast, der mal zur Abwechslung nicht nur auf eine schlechte Kindheit zurückzuführen ist. Der Drama Anteil hält sich in Grenzen und ist in der Regel schnell geklärt. Auch mag ich, dass sie zwar älter als er ist, er sich aber erwachsener verhält - wobei das im Hinblick auf ein Gespräch in der Show vielleicht eher auf typische Rollenklischees zurückzuführen ist.

    Die Nebencharaktere sind auch alle unterhaltsam – vor allem mochte ich Runa, aber auch Eita ist ein wirklich cooler Typ. Und obwohl ich Yukari erst etwas seltsam fand (braucht man echt ne Konkurrentin in ner Show, bei der das Hauptpaar so klar ist?), hat mir ihr Arc dann doch gefallen und ich hoffe sie tritt weiterhin auf. Dazu muss ich noch sagen, dass es in Shoujo nicht immer selbstverständlich ist, dass die weiblichen Nebenfiguren auch gute Charaktere sind – gerade in klassischeren Geschichten werden diese gerne als "Nebenbuhlerin, die das Hauptpaar zerstören will" ausgespielt. Davon nimmt die Show zum Glück viel Abstand.
    Ich auch, wie niedlich einige Szenen animiert wurden. Häufig mit kleinen chibi Grafiken, stilisiert und einfach passend zu so einer Wohlfühl-Show.






    Insomniacs After School [9-12]:
    Das Ende von Episode 11 war schon ein Knaller, mit dem ich nicht gerechnet habe. Hat sich aber echt stimmig angefühlt (was man in Anime nicht immer sagen kann und irgendwie ist das auch schwer in Worte zu fassen, gerade wenn man über ein so fiktives Medium spricht) und die Beziehung der beiden entwickelt sich auch stetig und glaubwürdig. Auch die Inszenierung der Show ist sehr gelungen mit passender Musikuntermalung (aber auch Stille, wenn dies passt!) und vor allem starken Szenen vom Nachthimmel bei den Schlüsselmomenten. Ich mochte auch die dissonante Musik am Anfang von Episode 11, als er nach seiner Mutter schaut.
    Aber mal nen Schritt zurück. Ganta will Geld auftreiben, damit er und Magari nen Fototripp machen können. Dafür geht er arbeiten und es gibt auch ne Beach Episode. Ich mag es, dass hier mehr ein Gefühl der Freundesgruppe aufgebaut wird, in die Ganta mehr integriert wird. Natürlich auch deutlich mehr Mädels als Jungs, aber hey – Ganta hat halt keine Freunde

    Die Freundgesgruppe an sich finde ich aber eher uninteressant, außer Yui – die mit ihrem Tipp gar nicht so falsch lag, was zwischen Ganta und Isaki läuft *g *
    Ich mochte den Moment, in dem sie die Finanzen durchplanen auch gerne – generell baut die Show öfter so kleine Szenen ein, die andere vermutlich droppen würden, durch die sie aber echter und durchdachter rüberkommt. Bei dem Tripp kommt Isakis Schwester mit und spricht ein paar ernste Worte mit Ganta. Dass sich Isaki ihm so sehr geöffnet hat überzeugt sie aber letztendlich, dass sie die beiden alleine lassen kann.
    Dann war es in der letzten Episode spannend, wie er sich ihr gegenüber öffnet.


    Noch zwei Nebenbemerkungen:

    1. Als jemand, der Einschlafprobleme hat, kann ich sehr gut sagen, dass jemanden neben sich schlafen zu haben einem definitiv dabei nicht hilft. Aber ok, das ist die Romantisierung davon
    2. Isaki ist irgendwie so wenig involviert in das Fotografieren der Sterne. Ganta macht ja alles und sie gibt höchstens Notizen durch. Finde ich etwas seltsam, als wäre es für sie nicht so wichtig.

  9. #9
    Golden Kamuy Staffel 4 [Fin]:
    Das Video zeigt so ziemlich alles was man zu der Staffel wissen muss

    Wieder ne wilde Mischung aus wirklich schrägem Humor, Peniswitzen, Lebensweisheiten, kulinarischen Spezialitäten, historischen Referenzen und Ainu Kultur. Mittlerweile vergesse ich bei den vielen Charakteren und Gruppierungen was deren Vernetzung genau ist (geht ja schon über viele Jahre die Show). Was dabei absolut beeindruckend ist: Wie die Show es schafft eine Menge an wirklich unterschiedlichen und spannenden Gegenspielern aufzubauen!
    Nächste Staffel dann wohl die letzte. Was schade ist, weil es einfach nichts gibt, was nur annähdernd ähnlich zu Golden Kamuy ist - ein absolutes Anime Unikat.


    Das OP ist nicht übel:




    Magical Destroyers [Fin]:
    WTF WAR DAS DENNNNNN?!!!!
    Das Ende ist so offen, als würde es noch ne Fort... https://m-apps.qoo-app.com/en-US/app/22335
    FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUU

    ... sagen wir mal, immerhin waren ein paar Episoden ganz kreativ und so...

    Ach ja, und das Ending ist auch noch ganz cool... (witzigerweise passt die Symbolik sogar zum Enbe der Show):





    Oshi no Ko [8-10]:
    Love Now schließt ab mit einem Bang (Kuss). Akane und Aqua haben es in der Show gekillt, und Aqua will Akane auch näher an sich halten. Immerhin scheinen ihre übermenschlichen Detektivskills durchaus einen Nutzen (oder Gefahr?) bringen zu können. Das reiht Akane IMO eher mit den "larger than life" Charakterkonzepten wie auch Ai, Aqua und Ruby ein, statt mit den eher bodenständigen wie Kana oder Mem-cho. Dass Akane Ai so gut spielen kann, dass selbst Aqua nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht, ist ein großartiger Moment. Auch, dass sie in der kurzen Zeit bereits mehr über Ai rausfinden konnte als Aqua in der ganzen Zeit zeigt durchaus, dass er ihr wahres Ich vielleicht gar nicht sehen wollte - er ist halt ein Fanboy.

    Interessant ist hier, dass er Akane ziemlich direkt sagt, wie er die Beziehung der beiden sieht – eher auf einer platonischen Ebene. Auf der anderen Seite zieht er Kana mit und ist relativ manipulativ. Es wird angedeutet, dass er nicht checkt, dass sie in ihn verknallt ist – aber auf ne gewisse Art muss man sich da fragen, ob das plausibel ist für einen (technisch) mittlerweile über 40-jährigen. IMO platziert die Show hier nen Cop-out mit "mein altes und neues ich verschmelzen immer mehr", was wohl der Handwave vom Autor ist, dass man sich nicht zu tiefe Gedanken darüber machen soll, dass hier ein 40-jähriger umgeben von vielen heißen Teenager-Sternchen ist *g*
    Das ist generell eine Sache von Reincarnation Stories. Etwas, womit Mushoku Tensei zu kämpfen hatte (und verloren hat, weil Rudeus mal wieder pervers oder rapey war). Es ist auch irgendwo ein abstraktes Konzept und jeder hat die eigene Vorstellung, was sowas noch beinhaltet, wenn man in einem jungen Körper wiedergeboren wird (außer, wie Aqua sagt, dass man viel mehr Fleisch reinschaufeln kann ).

    Das Ende von Love Now läutet einen neuen Anfang ein, und Aqua hat es geschafft ein weiteres Mitglied zu seinem Harem Rubys Idol Gruppe hinzuzufügen: Mem-cho! Oben hab ich geschrieben, dass sie neben Kana zu den bodenständigeren Charakteren gehört, und das macht ihre Hintergrundgeschichte auch sehr deutlich. Ihr Konzept ist das der "verlorenen Chancen", was in den Kontext von Idols gegossen wirds. Typische Idolgruppen haben extrem niedrige Altersbeschränkungen - die meisten würden wohl lieber nicht darüber sprechen, dass es eine Kultur ist, bei der über 30-jährige Männer geil auf unter 20-jährige Mädchen sind
    Auf jeden Fall fällt Mem-cho durchs Raster und die Szene, bei der das rauskommt ist sehr lustig. Das einzige, was mich an Mem-cho stört ist, dass sie massiv unterentwickelt ist. IMO merkt man das schon in Episode 9 und 10, denn der Fokus schwenkt sehr schnell von ihr als neuem Gruppenmitglied zurück zu Kana. Leider wird das auch im Verlauf der Handlung nicht viel besser und ich wünschte mir echt, dass Mem-cho mehr Ausbau und vor allem Interaktionen mit den anderen hat, weil sie einfach spaßig ist. Im Anime hat man leider ihre "Chibi-Szenen" ersetzt, weil es wohl stilistisch nicht zum Rest gepasst hätte.

    Kana ist ein wirklich interessanter Charakter. Sie ist eine der wenigen in der Show, die nicht andere anlügt um etwas zu erreichen, sondern sich selber um sich zu schützen. Sie hat eine komplexe Hintergrundgeschichte, braucht aber gleichzeitig nicht wie Ruby und Aqua die "Krücke" der Wiedergeburt. Bei Aqua könnte man sogar sagen, dass fast gar nichts von seinem Verhalten mehr mit dem Arzt zu tun hat (bis auf seine abgefuckte Beziehung zu Ai). Rubys gesamter Charakter hingegen ist durch ihr Leben als Sarina gezeichnet und die Flashbacks dazu sind auch sehr häufig. Sie will unbedingt ein Idol werden, weil es schon als Sarina ihr Traum war, es aber nicht Realität werden konnte. Das will sie jetzt auskosten. Auch Mem-cho wollte immer schon ein Idol werden. Kana hingegen glaubt nicht, dass sie da hingehört und als die anderen sie dann auch als Center der Gruppe haben möchten wird es nicht besser. Das spannende an der Situation ist, dass es zunächst so erscheint, als wäre es eine sehr schlechte Idee für Kana, ein Idol zu werden. Die Szenen zwischen Ruby und Kana sind echt gut und dadurch, dass Ruby ab und zu das wiederholt was Kana sagt merkt man auch einen gewissen Respekt. Und dann ist der Aspekt, dass Ruby daran glaubt, dass ihr Arzt noch lebt und sie hofft, er würde durch die Konzerte auf sie aufmerksam werden, gleichzeitig traurig wie auch seltsam. Denn der Arzt ist ja nun Aqua, und es ist klar dass Ruby in den Arzt verliebt ist. Uh oh...

    Ich glaube, dass es einige Kanafans in dem Produktionsteam gibt, denn in Episoden 9 und 10 wurde schon was aus dem Manga geholt. Einmal wurden aus zwei Panels (!) vom Manga zwei Musikvideos gemacht (wobei eins nur sehr kurz ist, aber hey *g *):

    Das Ende der Episode hat auch wieder einen richtig starken ED Drop bekommen (wie vorher, Audio muss erst aktiviert werden). Besonders bemerkenswert, wie der Bassdrop zusammenfällt mit Kanas Haaren und die Hauptmelodie einsetzt, als sie dabei ist sich umzudrehen.

    Weil ich Kana wirklich für einen herausragend guten Charakter halte, noch eine etwas detailiertere Diskussion zu ihr:

  10. #10
    Hell’s Paradise: Jigokuraku (Bis Episode 13 / Ende)
    Eine sehr solide Adaption die sich nahe an der Vorlage hält. Der einzige Unterschied der mir so spontan aufgefallen ist das sie Tenzas Background etwas ausgearbeitet haben. Vorher hatte ich etwas Angst wie sie die Tensen umsetzen, aber das sich bei ihren Verwandlungen auch die Stimme ändern ist ein cooler Effekt der das Ganze unterstreicht und damit besser macht als im Manga. Der Schlusspunkt ist eigentlich ganz gut gesetzt dadurch das es jetzt zum Finale einen großen Kampf gab aber durch Gabimarus Zustand und Yuzurihas Vermutung doch Spannung aufgebaut wird. Dazu der Teaser mit den neuen Charakteren. Passt besser als ich erwartete habe und die Ankündigung der zweiten Staffel ist auch super.
    Bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Anime, merke aber auch das es für mich weniger spannend ist wenn man die Geschichte schon kennt. War bei Chainsaw Man nicht so schlimm, aber die Adaption war ja auch ziemlich bombastisch.


    Loving Yamada at Lv999 (Bis Episode 13 / Ende)
    Die Serie ist in ihrem Tempo eher gemächlich, weshalb ich irgendwo in der Mitte so ein wenig einen Durchhänger hatte (lag vielleicht auch daran das ich Runa am Anfang unerträglich fand), aber in der Gesamtansitz passt die Geschwindigkeit einfach weil Akanes Beziehung zum Start gerade erst aufgelöst wurde und sie sich neu finden muss und Yamada ja seine eigenen Schwierigkeiten hat. Von daher macht es Sinn und das Staffel-Ende fühlt sich gut an. Die Nebencharaktere abseits von Runa mochte ich eigentlich auch alle ganz gerne. Momo war wahrscheinlich meine Favoritin was den reinen Unterhaltungswert angeht, aber Tsubaki war mit ihren Szenen am Ende auch gut. Episode 12 fand ich da schön umgesetzt.
    Alles ist so aufgebaut das Akane ihre Gefühle gesteht nur damit Tsubaki ihre Chance nutzt. War ein guter Kniff und Tsubaki war als Rivalin gut umgesetzt wie Sylverthas schon schrieb. So hatte sie einen Moment um zu strahlen.
    Achja und die Erkältungs-Folge ist natürlich ein Klassiker, wobei ich inzwischen immer lachen muss was das für Erkältungen sind wo die Charaktere regelmäßig Fieber bis ins Delirium haben. Wobei ich dieser Serie zumindest Gute halten muss das Yamada sie zumindest ins Krankenhaus bringt angesichts ihrer Symptome. Das sie ihr dann nur eine Infusion geben und sie dann wieder bewusstlos nach Hause schicken damit sie ihren romantischen Moment haben können ist allerdings wieder sehr konstruiert. Ach und am Ende war es eine schöne Note das Yamada seine Gefühle zuerst preisgibt.

    Insgesamt eine schöne Romance Serie auch mit einem guten Abschluss. Wäre tatsächlich ganz interessant zu sehen wie es weitergeht, aber ich habe keine Ahnung ob man hier realistisch mit einer weiteren Staffel rechnen sollte.


    Heavenly Delusion / Tengoku Daimakyou (Bis Episode 13 / Ende)
    Vom Grundkonzept fand ich die Serie wirklich gut, das Setting war interessant, sie war spannend, ich mochte die Charaktere und sie sah sehr gut aus. Ich mochte auch die Designs der Hiruko und das das Setting so kompromisslos ist. Da gibt es für mich wenig zu meckern.
    Die Reise von Maru und Kiruko war ebenfalls schön umgesetzt und hat mich am Anfang deutlich mehr gereizt als der zweite Handlungsstrang in der Anstalt , der aber für mich mit der Zeit besser und spannender wurde.
    Das Ende hinterlässt dann einen zwiespältigen Eindruck.

    Der Endpunkt war der Staffel war wahrscheinlich der beste den man in diesem Rahmen wählen können, ist aber für mich doch unbefriedigend weil nichts wirklich abgeschlossen ist. Das trübt für mich den Endeindruck der Serie noch zusätzlich.
    Aber im grundsätzlich war es eine sehr gute Serie, der aber eine Fortsetzung/Abschluss fehlt. Ich denke die Grundlage und das Potenzial wären aber da um eine gute Geschichte zu produzieren, wenn sie mal abgeschlossen ist.


    The Dangers in My Heart (Bis Episode 12 / Ende)
    Nach anfänglicher Skepsis hat sich die Serie für mich zu einem meiner Favoriten diese Season gesteigert. Kyotaro macht eine sehr positive Entwicklung durch was eines der Highlights der Show ist. Sylverthas hat in seinem Post schon viel geschrieben dem ich mich nur anschließen kann. Was ich mir am meisten gewünscht hätte ist Annas Perspektive, was sie so denkt und fühlt abgesehen (von dem was offensichtlich ist) aber vielleicht würde das ihre eigenwillige Art entmystifizieren?

    Die Nebencharaktere blieben dafür bis kurz vor Schluss kaum existent, bis dann Moeko und Kyotaros Schwester etwas stärker involviert wurden und für mich war das direkt ein positiver Zugewinn. Romance Serien profitieren davon einfach wenn es noch Charaktere drumherum gibt mit denen die beiden Hauptcharaktere interagieren können. (Siehe auch Loving Yamada at Lv999) Wobei es bei Kyotaro natürlich klar und vom Grundkonzept verständlich ist das er keine Freunde in die Serie einbringt, aber mit der Schwester hätte man vorher auch schon ein paar Szenen einstreuen können.
    War für mich in jedem Fall eine positive Überraschung und über eine weitere Staffel würde ich mich freuen , wobei ich mir auch vorstellen kann den Manga zu lesen wenn er abgeschlossen ist.


    Skip and Loafer (Bis Episode 12 / Ende)
    Ein interessanter Anime, Romantik steht klar nicht im Vordergrund, wobei sie unterschwellig natürlich schon eine Rolle spielt, aber alles andere wäre bei einer Geschichte um Highschooler auch an der Realität vorbei. Viel mehr ist eine Geschichte ums Erwachsenwerden und ich bin ein wenig hin und hergerissen was ich am Ende über sie denke. Es ist nicht so das ich sie nicht mochte, aber Mitsumi war für mich auch der uninteressanteste Charaktere der ganzen Serie. Sousuke mit seinem ganzen Ballast aber auch Mika mit ihrem Hintergrund waren einfach deutlich interessanter. Mitsumi ist mehr ein passiver Beobachter, weshalb das Finale auch von Sousuke getragen wurde. Auf der einen Seite mag ich die unaufgeregte bodenständige Art der Serie, aber auf der anderen Seite weis ich nicht ob mich die Serie noch viel länger gehalten hätte. Ich fand sie nicht schlecht und mochte die erste Episode auch sehr gerne, aber ich glaube nicht das sie Serie was für alle ist.


    Insomniacs After School, KamiKatsu und The Cafe Terrace and Its Goddesses muss ich noch beenden.

  11. #11
    Oshi no Ko [Fin]:
    Man merkt, dass Oshi no Ko ein Manga ist, der wie für Anime gemacht wurde. Natürlich in den Händen eines geeigneten Studios, was Doga Kobo - das cute girl Studio - durchaus ist. Mit den knalligen Farben und der geeigneten Inszenierung, die die Schauspielszenen und Musikvideos strahlen lassen sowie hinzufügen kleinerer Details, die den Zustand der Charaktere hervorheben. Die Voice Actor erwecken hier auch viel zum Leben und es ist vielleicht sogar das wichtigste für eine Show, wo es um die Entertainmentindustrie geht. Keine Ahnung, ob es ein Zufall ist, aber gerade Ruby wird von einer frischen VA gesprochen. Im Gegensatz dazu hat man Ai, Kana und Akane, alles erfahrene Künstler, von erfahrenen und renomierten VAs sprechen lassen. Auch die Menge an Zusatzmaterial, was sie rausgehauen haben, zeigt, wie viel dem Team an der Show lag (das Making of, was auch ein kleiner Werbefilm für Doga Kobo ist, hat insgesamt 5 Episoden!). Und es passt halt perfekt zu dem Thema der Show. Oshi no Ko war ganz klar eines ihrer größten Projekte und sie wollten es wirklich zum Erfolg führen – was offensichtlich funktioniert hat.

    Ich denke, die Prämisse von Oshi no Ko ist eigentlich zu weird um einem ganz großen Publikum zugänglich zu sein, gleichzeitig enthält die Show aber auch viele interessante und wichtige kontemporäre Themen sowie Sozialkommentare. Das Pacing ist recht schnell und die Informationsdichte auch hoch. Gleichzeitig kann es bei der Vielzahl der Themen auch leicht passieren, dass das, was einen interessiert, zu kurz kommt. Beispielsweise habe ich oft gelesen, dass viele an dem Revenge Plot interessiert sind, und der schreitet recht gemütlich vorran. Gleichzeitig hat die Show aber auch einfach weirde Elemente, die manchem sicher aufstoßen werden. Auf der anderen Seite: Wenn ich mir so anschaue, was für Anime jede Season rauskommen, bin ich nicht mehr sicher, dass diese Show da sooo extrem auffällt *g*
    Ich denke viel positives muss ich auch nicht mehr erwähnen – habe bereits eine Menge dazu in den einzelnen Beiträgen geschrieben. Ich mag das originelle Setting, die Charaktere, die SoL und Comedy Anteile und dass es so viele Themen (meiner Meinung nach) recht kompetent jongliert werden und es damit immer was interessantes zu sagen gibt. Man kann sich für das Material kaum eine bessere Adaption vorstellen. Auch die starken Themen von Lügen und Abhängigkeit ziehen sich durch viele Elemente der Story - wobei da noch offen ist, welche Aussage der Manga am Ende liefern wird. Ich mag auch die relativ simple, aber klare verwendete Symbolik mit den Augen, die sie wirklich hervorpoppen lassen.

    Aber auch mal ein paar Kritikpunkte - es ist nämlich absolut nicht so, dass ich die Show / den Manga perfekt finde. Manche Szenen bekommen in der Umsetzung nicht genug Luft zum Atmen – besonders ist mir das beim Title Drop in Episode 11 aufgefallen (mehr im Spoilerkasten – würde mich interessieren, wie viele den nicht mal mitbekommen haben).
    Es schwingt mit der Reinkarnation die Idee der Power Fantasy mit. Fast alles im Plot bewegt sich nur durch Aqua – die weiblichen Charaktere machen positive Wandlungen durch sein Eingreifen durch (und verknallen sich dadurch in ihn - oder sein früheres Ich ) und er löst viele Probleme im Alleingang. Er ist auch ein "too cool for school" Typ, der keine Freunde braucht. Ich finde ihn zwar in Ordnung und er ist nicht übertrieben edgy, aber besonders toll ist er auch nicht – obwohl er zumindest ein paar Szenen hat, wo die Fassade aufbricht (und später im Manga wird er interessanter, IMO).

    Auch muss man bei der Show ne gewisse Toleranz dafür haben, einiges durchgehen zu lassen – man merkt, wie der Author öfter bestimmte Aspekte mit nem Handwave abtut. Beispielsweise kann man sich ja die Frage stellen, wieso in der Zeit, in der Ruby und Aqua großgeworden sind, sie so wenig Interesse an ihren früheren Familien / Freunden hatten. Da wirft einem die Story zunächst sowas hin wie "ja, da ich jetzt als Kind meines geliebten Idols aufwachse ist mir mein Leben vorher egal!", was maximal zynisch ist. Später im Manga wirds noch mal retrospektiv angesprochen, was IMO aufzeigt, dass der Schreibstil eher "spontan" statt "durchgeplant" ist. Ein weiteres Beispiel dazu? Der Author hatte gesagt, dass Ais Tod nicht von Anfang an geplant war, man sie aber töten musste, weil sie ein zu strahlender Charakter war
    Wer die Meinung von jemandem lesen will, der viel was in der Show passiert auf die schlechtmöglichste Art deutet, dann schaut euch die Berichte auf RandomCuriosity an. Das ist nicht sarkastisch gemeint, die Person bringt gute Punkte an – aber man merkt, dass sie schon früh alles durch ne zynisch-negativen Brille sieht. Was vielleicht die Schattenseite davon ist, eine Story in einem Setting zu schreiben, was sowohl high stakes sein will, aber auch realistische Vorbilder hat.

    So endet die Story auf dem Tease für den nächsten Arc: Das 2.5D Stageplay. Die Fortsetzung ist bereits angekündigt (Überraschung xD). Der Anime klingt auf ner ganz okayen Note aus, sehr anime-typisch mit einem Blick auf alle relevanten Charaktere. Wobei die Wiederholung von Ais Worte an ihre Kinder schon eine bittersüße Note hinterlässt, wenn man gerade bei Aqua nun weiß, was aus ihm geworden ist.




    Hell's Paradise [Fin]:
    Die Staffel endet an nem spannenden Punkt mit einigen weiteren Fragen. Generell ist das eine der Stärken vom Anime: Man möchte mehr von der Insel und den Umständen erfahren. Das Mysterium macht die Show.
    Die Produktion hat mir gefallen. Manche meckern ja, dass man mehr von MAPPA gewohnt sei, aber das hier ist immer noch ne ganze Ecke überm Durchschnitt. Lediglich bei manchen Kämpfen hat mir der Impact gefehlt, aber dafür fand ich die Farbgebung der Insel und der Heiligen wirklich gut, auch das Monsterdesign kann sich sehen lassen. Und dann ist der OST auch hörenswert, gerade diese mystischen Stücke, die passend zu den Hauptmotiven der Show sind: Daoismus, der in fast alles eingewoben ist.

    Die Charaktere fand ich nicht ganz so interessant. Sagiri ist der Standout, Gabimaru ist zumindest sympathsich auch wenn er außer der Sache mit seiner Frau nicht besonders komplex ist. Yuzuriha und und Shion sind auch noch sympathisch, der Rest ist eher so meh oder tot. Generell wirft die Show sehr schnell viele Charaktere weg, aber das ist in Ordnung wenn das Kernteam dann funktioniert. Die Antagonisten sind mir bis zum Ende n bisschen bland gewesen, hoffe dass da in Staffel 2 mehr Tiefe kommt.

    Ich denke summa summarum ist es eine der besseren Battle Shounen Stories, weil sie sich auf Kernthemen fokussiert (auch wenn ich nicht immer finde, dass diese gut umgesetzt sind – siehe die Frauenthematik). Da es abgeschlossen ist wird es sich auch nicht ewig in die Länge ziehen, was oft mein Problem mit dem Genre ist.
    Nächste Staffel wird auf jeden Fall geguckt, interessiert mich schon wo das hingeht und was die letztendlichen Auflösungen sind.

    Dass man ne zweite Staffel angekündigt hat ist schon mal super, wie Kayano schreibt. Ich finde es auch immer wieder schön wenn jemand, der das Originalmaterial kennt etwas dazu schreibt, damit man einschätzen kann wie dicht es dran ist.




    How Raeliana Ended Up At the Duke's Mansion [Fin]:
    Der Anime wirkt insgesamt eher wie ein Prolog. Die großen Geheimnisse vom Anfang wurden nicht aufgelöst und ich vermute jetzt einfach mal, dass es hier keine Fortsetzung geben wird.
    Der Anime gehört zum "Reincarnacted in My Favorite Novel / Otome Game"-"Genre", welches sich in letzter Zeit großer Beliebtheit erfreut (vor allem im koreanischen Markt, so ist das hier ja auch basierend auf nem Webtoon). Und holy shit ist das weird, dass man sowas als Genre ansehen kann für ein primär weibliches Publikum mit eigenen Konventionen und Gimmicks, ähnlich zu dem modernen Isekai "Genre", was sich eher an Jungs richtet ^_O

    Im Gegensatz zu vielen anderen dieser Stories ist Realiana aber nicht die Antagonistin, sondern ein Nebencharakter in der Story. Sie muss aber auch genretypisch ihren Tod abwenden und sich durchmogeln. Sie ist dabei nicht unbedingt nett und hat nen ordentlichen Biss und nutzt ihr Metawissen über die anderen durchaus um sich argumentative Vorteile zu verschaffen. Gleichzeitig ist sie aber auch nicht immer am längeren Hebel, was man mit ihren "will they won't they" Interaktionen mit Noah mitbekommt. Ihr früheres Leben ist leider kaum relevant, aber zumindest hat ihr Tod Spuren hinterlassen und wird immer wieder aufgegriffen. Die Geschichte enthält einige politische Elemente und Hofszenen. Auch die giftigen Duelle, die sich Raeliana mit einigen vom Hof liefert, waren sehr unterhaltsam.

    Die Welt ist eher low fantasy, es gibt aber Magie und auch Monster – ich würde es von dem Punkt her mit Bookworm vergleichen. Charaktere haben mir größtenteils gefallen, mit Ausnahme von ein paar, die zu simpel böse waren. Leider kann ich da aber tatsächlich nicht so viel zu sagen, weil die Beweggründe vieler Charaktere noch nicht enthüllt wurden und das vermutlich auch erst später im Webtoon passiert.
    Von den Animationen sollte man nicht zu viel erwarten. Es gibt gelegentlich recht simples CG (z.B. die Ballszene) und gerade später waren doch ein paar Modelle off oder spärlich animiert. Die Musik hat mir ganz gut gefallen und fängt sowohl die Ära als auch das mystische ganz gut ein.

    Ich habe den Webtoon schon auf meine Liste gesetzt und werde beizeiten da reinschauen, da mich prinzipiell interessiert wie es weitergeht.
    Btw. finde ich das Opening ganz cool:


  12. #12
    Ich komme nicht so schnell hinterher mit dem Schreiben, also gibts die Finaleindrücke auch nach und nach^^.

    Loving Yamada at Lv999 10-13:
    Hat mir sehr gefallen und der tolle Humor in Verbindung mit der Romantik hat die Show für mich getragen. Die Chibis hat die Show da gut eingesetzt. Ich mochte die Charaktere, wobei ich Runa am Anfang auch schwierig fand. Gerade weil ihre Eskapaden etwas herausstechen im Vergleich zum Ton der restlichen Show. Das legt sich glücklicherweise und danach fand ich sie auch ganz lustig.
    Das Alter der Charaktere und der leichte Unterschied zwischen Akane und Yamada~ (mir gefällt es total wie sie seinen Namen gerufen hat^^) hilft auch, da sich beide in unterschiedlichen Phasen befinden und so eine größere Vielfalt einbringen können, als wenn alle das gleiche Umfeld hätten.

    Sacrificial Princess and the King of Beasts 08-12: Am Anfang der Season sah es ja so aus als ob das hier nur 11 eps bekommen würde, von daher bin ich ganz froh, dass es doch eher 24 sind und wir jetzt erst die Hälfte hinter uns haben.
    Ich finde die Umsetzung soweit solide. Die Animationen stechen nicht heraus aber sind die meiste Zeit absolut in Ordnung. All zu aufregende Kämpfe sollte man aber nicht erwarten. Die Geschichte spricht immer mal wieder interessante Punkte an und neben Saris Herausforderungen gibt es auch noch das Mysterium um Leo sowie die vielen kleinen Details der Monsterwelt.
    Die Charaktere sind weitestgehend herzlich und sympatisch und Sari bildet mit Leo ein gutes Paar.

  13. #13
    The Ancient Magus’ Bride Season 2 12: Damit ist die erste Hälfte durch und der Abfall Turm ist zwar nicht ungefährlich aber es ging weitaus weniger wild zu, als ich erwartet hätte. Ein eher ruhigeres Zwischenfinale und es ist weiterhin unklar, was hier eigentlich sein Unwesen treibt oder wozu. Der Schlagabtausch der alten Großmütter hatte aber was, so mit ihren freundlich direkten Beleidigungen .
    Die Mystik mit den Fabelwesen und die Beziehungen der Charaktere sind immer noch die starken Aspekte der Show. Die altbekannten Charaktere werden gut genutzt und die neuen bringen etwas frischen Wind rein. Gute Mischung. Und die teils fragwürdige Moralität ist sicherlich auch interessant. Es wird definitv nicht einfacher für Chise.
    Die Animationen sahen die meiste Zeit über gut aus, aber in der Action Szenen ist ihnen dann doch etwas die Puste ausgegangen. Da waren vorherige Sachen schon besser animiert gewesen, während es hier doch etwas holprig wurde. Falls da in der zweiten Hälfte noch mehr kommt, hoffe ich das sie sich dafür etwas Budget zur Seite gelegt haben^^

    Mobile Suit Gundam: The Witch from Mercury 23-24: Die Show hat zu einem wie ich finde guten Ende gefunden, aber trotz der 24 Eps fühlt es sich bei manchen Sachen so an, als ob sie ihre Zeit nicht immer sinnvoll genutzt hat. So sind ein paar Details liegen geblieben bzw. nicht weiter genutzt worden, während andere Sachen, die zum Finale wichtig waren, gar nicht so viel Vorbereitung bekommen haben. Manches davon kann natürlich auch nur als mögliches Potential dabei gewesen sein, falls sie noch was für eine 3te Staffel gebraucht hätten.
    Aber ich bin insgesamt zufrieden mit dem Ausgang.

    Jup, war eine schöne Sci-Fi / Mecha Show für mich mit einem guten Hauptantagonisten und brauchbaren Geflecht an Charakteren und Fraktionen, das aber an den Rändern ausfranst^^ Der Schulaspekt ist vermutlich auch so eine Sache, da er ein wenig zu viel Raum einnimmt, aber auf der anderen Seite auch für die Bindung der Gruppe zuständig war. Und die Show sah gut aus^^

    The Reason Why Raeliana Ended up at the Duke’s Mansion 1-12: Die stand bei mir auch schon ein wenig auf der Liste, aber wirklich angefangen habe ich sie dann wegen Sylverthas Eindruck und das war eine gute Entscheidung^^.
    Animationstechnisch ist die Show die meiste Zeit über passabel, auch wenn hin und wieder ein paar Schwächen ins Auge fallen. Was mich am Anfang etwas herausgerissen hat waren die Bücher mit Anleitungen für Dummies, die so gar nicht in die Welt passen und mehr was aus der Neuzeit sind. Dachte schon das wird vielleicht ein Running Gag, aber glücklicherweise nicht.
    Ich fand es gut, wie sich Raeliane mit ihren begrenzten Möglichkeiten durchkämpft und versucht ihre Vorteile auszuspielen was ihr Wissen um den Plot und die Charaktere anbelangt. Dabei läuft nicht immer alles nach Plan, aber es macht Spaß ihr dabei zuzusehen. Und scheinbar hat sie ein wenig Übung mit Schusswaffen. Der Look stand ihr hervorragend^^.
    Den Cast fand ich unterhaltsam und sie und Noah haben auch ein paar netten Szenen was die Romantik angeht. Bei den Gegenspielern war nicht so viel interessantes dabei, zumindest bei denen, die im Vordergrund standen. Im Hintergrund sieht es schon besser aus, aber von denen hat man dann doch zu wenig gesehen. Gegen eine Fortsetzung hätte ich nichts einzuwenden.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •