Zitat Zitat von Taro Misaki Beitrag anzeigen
OK, Schmetterling und Taucherglocke habe ich ehrlich gesagt vergessen, obwohl es da ja technisch ziemlich unaufwändig und unproblematisch ist.
Unaufwändig... naja.
Die haben halbtransparente Latexlider für die Kamera gebastelt mit Flüssigkeiten auf der Linse experimentiert (um Tränen zu simulieren), das Blinzeln ist ja auch integraler Bestandteil des Plots und generell sind sie recht experimentierfreudig mit dem Fokus und Bildausschnitt. Latex-Clip | Fokus und Bildkader-Späßchen. Die POV ist nur an einen begrenzten Raum gebunden, das stimmt, aber unaufwändig finde ich sie überhaupt nicht. Btw die Kamera ist von Janusz Kaminski, der Hansel der u.a. auch Private Ryan und Schindlers Liste fotografiert hat.

Enter the Void hat für den Anfang übrigens ganz strenge POV inkl. Blinzeln und Drogentrips, und entsprechendem Sound (Clip). Vielleicht ist das ja was du suchst (Höhepunkt ist wohl die Szene vor dem Spiegel am Ende des Clips). Danach kommt erst dieses imo fragwürdige esoterische Seelengesabbel mit der zugehörigen Perspektive "von Oben".

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Wie man an den ganzen Found Footage-Filmen sieht, ist das ja auch technisch schon lange kein Problem mehr.
Wie meinst du das? Ich verstehe die Verbindung nicht ganz. Found Footage hat ja eine medial verdoppelte POV, Urheber ist ja eine Kamera bzw. ein Objekt im Film und keine Person.

Ich weiß nicht. Ich werde mit diesen Subjektiven Filmen nicht wirklich warm. Wenn es gut auf den Punkt gebracht ist (Smack my Bitch Up), macht es Spaß, Found Footage finde ich im Prinzip ja auch nicht verkehrt, aber die Simulation von Augenlieder etc. wirkt auf mich immer ein bisschen albern, wenn es denn nicht inhärent in den Plot des FIlmes eingebunden ist (Schmetterling und Taucherglocke). Als Experiment ist es ja ganz nett anzuschauen, der Nutzen einer solchen Perspektive ist mir nicht ganz klar. Auch Hardcore wirkt ziemlich gimmicky, ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.