Ich glaube man kann sich ein echt liebevolles, schönes Spiel auch einfach kaputt reden.
Ich bin nun durch nach 40 Stunden und habe ungefähr 60% der Nebensquests gemacht dabei und insgesamt ist es ein sehr schönes Spiel. Die deutsche Übersetzung war das letzte mal so gut zu Final Fantasy 9. Des weiteren ist die Worldmap ein Traum und sehr viele Spielmechaniken bringen einfach Bock (Casino, Monsterjagen, Kampfturnier, Sidequests, Horatio's Rätsel usw. ...) und die Grafik ist Wunderschön.
Man kann vom KS so viel halten wie man will.... ich fands auch nicht perfekt aber das macht es doch zu keinem schlechten RPG ?
What the fuck ?
Esther und Sven sind furchtbar langweilige Chars im Team und das 4. Mitglied rutscht viel zu spät ins Team, die KI ist in kämpfen schlecht und ja es gab zu wenig Syncro (wobei das natürlich wieder Retro feeling weckt). Auch bekommt man zu oft bei Denkaufgaben viel zu viele Tipps die man sich ab Stunde 3 des Spiels hätte schenken können... aber ehrlich? in Final Fantasy 12 und 13 habe ich millionen mehr Kritikpunkte gefunden die sogar so ausschlaggebend waren dass ich diese Spiele nicht einmal beendet habe.
Wenn ich nur daran denke.... Katzbuckel, Al Kuhweid, Schweinfort und alle anderen Städte sind (neben FF9) die schönst designten Städte die es imo JE in RPG's gegeben hat und alleine dafür ist das Spiel phantastisch. Auch gibts keine offene Story sondern alles wird ohne DLC abgeschlossen und findet insgesamt ein sehr rundes Ende. Ni no kuni ist das, was FF heute sein sollte bzw. gerne wäre.
Wer dieses Spiel als Blender bezeichnet hat vergessen an einem schönen Spiel Spaß zu haben. Ganz ehrlich.
Apropos Rogue Galaxy: Anfangs ist das Spiel wirklich noch ganz gut spielbar, begeht aber in der Mitte einen ganz großen Fehler, der jeden Anspruch aus dem Spiel nimmt. Man kann sich uber Heilitems kaufen, die, die gesamte Gruppe immer wieder vollständig heilen, einen Charakter komplett heilen, sehr oft wiederbeleben etc. Ich habe früher ein paar Berichte gelesen, dass das Spiel einen knackigen Schwierigkeitsgrad hat und dem muss ich, der, der sogar das Geisterschiff Extrem absolviert hat absolut wiedersprechen. Das Spiel ist dank den zehntausenden Heilitems einfach nur so krass einfach, dass es sogar schon weh tut. Da habe ich mich damals auch gefragt: "L5, warum macht ihr euren anfangs guten Schwierigkeitsgrad mit solchen dummen Fehlern nur so kaputt?" Das Spiel ist imo auch nicht schlecht, aber trotzdem trübt sowas schon den Spielspaß und man sollte nicht darüber hinwegsehen, ähnlich wie jetzt bei Ni No Kuni. Die Theorie stimmt, nur die Umsetzung ist etwas unsauber. Das hätte so nicht sein müssen. Im Prinzip wissen die Leute was sie da tun, sie kriegen es irgendwie immer nur etwas schluderig hin. Das ist imo aber okay. Ich für meinen Teil kann damit leben, also warum sollen andere damit auch nicht leben können?
PS: Mache mit meiner Freundin zusammen die Meere von Ni No Kuni unsicher! Konnte aber immer noch nicht diese kack Krabbe finden.
@Tyr
*einen Keks überreicht und ein Glas Milch*
Ich hoffe das beruhigt dich etwas!
Zitat von Ligiiihh
@Tyr: Ich weiß nicht, ob wir dir das jetzt nicht ausreichend erklärt haben. Ich kann nur nochmal betonen, dass die Kritikpunkte, die du immer wieder aufgreifst, eben nicht "offensichtlich" ins Auge stechend sind. Wir verstehen, was du meinst, wir können die Punkte auch nachvollziehen und wissen, dass Level-5 dies hätte besser machen können. Nichtsdestotrotz sind diese Punkte nicht für jeden "offensichtlich" und dumme "Anfängerfehler". Wenn sie dies wären, könnte man verstehen, dass du dich so darauf klammerst. Ich würde auch die ganze Zeit drauf rumreiten, wenn es sowas gäbe wie... mal aus der Luft gegriffen, man beim Kämpfen zu wenig MP, keine Teleportmöglichkeiten und alle zwei Sekunden einen Zufallskampf hätte... gleichzeitig.
Wenn wir uns bei diesem Punkt nicht einig sind, ist die Diskussion recht nutzlos und muss nicht weitergeführt werden. Deswegen meinte ich schon, dass ich mich eigentlich nicht auf eine einlassen wollte.
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Schöne Erklärung zu der Sache
@Spiel
Ich kann leider erst Samstag weiter spielen, bin aber schon auf den neuen Kontinent gespannt
Wer dieses Spiel als Blender bezeichnet hat vergessen an einem schönen Spiel Spaß zu haben. Ganz ehrlich.
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Hä? Warum sollte man keinen Spaß haben können, wenn man ein Spiel als das ansieht, was es ist?
Und ich habe ja Spaß an dem Spiel ... wenn es mich nicht gerade mit schlechtem Gameplay nervt.
Und ja, ich hab schlecht gesagt. Weil es einfach mal schlecht ist. Das ist keine Meinung sondern eine Tatsache. Man könnte ohne Probleme empirisch und statistisch nachweisen, dass die Features, die L5 hier bieten, nicht so funktionieren, wie sie geplant waren. Ob das den einzelnen juckt oder ob er darüber hinwegsehen kann, ist natürlich eine andere Sache ...
Zitat von Jaina Jones
@Tyr
*einen Keks überreicht und ein Glas Milch*
Ich hoffe das beruhigt dich etwas!
Ich frag mich immer, wer befugt ist, sowas zu einer Tatsache zu machen. Mir gefällt das Gameplay. Oder - ich finde das Gameplay gut. Oder - ich finde, dass das Gameplay gut ist. Ist das jetzt keine Tatsache?
ich glaube, wenn du anfängst zu fragen wer welches (Mini-)Feature nutzt und anhand dessen festlegst, ob es dann gut ist (weil es genutzt wird und auch dabei rauskommt, was rauskommen soll) oder ob es nicht gut ist (weil es nicht genutzt wird oder weil es genutzt wird und dann nicht funktioniert), wirst du jedes Gameplay als schlecht definieren können.
Nach deiner Aussage müsstest du aber auch hingehen und z.B. ein Kampfsystem mit gut bewerten, wo man nur X drücken muss und das Spiel wäre so intelligent, dass es zu 99% immer die richtige Aktion (Angreifen oder Verteidigen) von selbst macht. In dem Moment funktioniert das, was Spiel bietet, ja an sich perfekt und dann auch wie geplant. Jeder vernünftige Mensch würde sowas aber aufgrund der Eintönigkeit als absolut schlecht bewerten.
Ich frag mich immer, wer befugt ist, sowas zu einer Tatsache zu machen. Mir gefällt das Gameplay. Oder - ich finde das Gameplay gut. Oder - ich finde, dass das Gameplay gut ist. Ist das jetzt keine Tatsache?
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Nein, das ist es nicht. Aber davon hab ich auch nicht geredet.
Ich habe von simpler Mathematik geredet. Wenn der Evade-Stat nicht macht, was er soll, dann ist das ein fail. Wenn dann ganze Klassen darauf ausgerichtet sind und darüber hinaus die angestrebte Spielweise, dann funktioniert diese Komponente einfach nicht.
Jetzt stellt sich nur die Frage, ob diese "Tatsache" auch jeden interessieren muss, weil sie ja so handfest ist (denn ganz ehrlich -- DARUM geht es, wenn man sowas sagt, NICHT darum, ob irgendetwas den Fakten entspricht oder nicht). Das ist leider meistens die Implikation. Denn wenn sich jemand nicht im Geringsten um sowas schert, dann wird es von einer unumstößlichen Tatsache zu Irrelevanz, und dann kann man wunderbar aneinander vorbeireden.
Deshalb würde ich in einer geladenen Diskussion solche Formulierungen vermeiden. Das sind ähnliche Pitfalls wie "ich habe AHNUNG und begründe irgendetwas damit". Wie viel Wahrheit auch immer dahinter steckt -- es bringt tendenziell keinen Schritt weiter.
Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
Vor allen Dingen wird hier von einer einzelnen Sache viel zu schnell auf die Gesamtheit geschlossen. Wenn gesagt wird „Es ist ein schlechtes RPG“ oder „Das Gameplay“ ist schlecht, wird damit impliziert, dass die (nicht rational erfassbare) Summe aller Komponenten, die ein RPG oder das Gameplay ausmachen, negativ ist. Wenn man es sehr mathematisch ausdrücken möchte. Und nein, so einfach kann man keine universell gültige Definition von gut und schlecht herbeiführen. Es ist kein Problem zu sagen „Der Evade-Stat funktioniert nicht wie er funktionieren soll, das ist schlecht“, und man kann dieser Tatsache eine persönliche Gewichtung für die Auswirkung auf die Qualität des gesamten zuweisen. Aber man sollte nicht versuchen, mit den eigenen Gewichtungen einen universellen Anspruch zu erheben. Das ist übrigens nicht das erste Mal das Problem bei so einer Diskussion.
In dieser Hinsicht gebe ich Cipolla recht – Formulierungen, die nicht verschweigen, dass es sich, auch wenn einzelne Tatsachen objektiv und nachvollziehbar begründet wurden, um eine subjektive Schlussfolgerung handelt, würden der Diskussion einen diplomatischeren Unterton geben, der nicht verkehrt wäre.
Wie wäre es, wenn dann mal die Gegenseite, statt ständig mit der viel zu oft benutzten "Meine Meinung!!1"-Keule sämtliche Diskussionsansätze im Keim zu ersticken, einfach aufzeigt, wie ein so broken Gameplay trotzdem noch "gut" sein kann?
Bisher lese ich nämlich immer nur "finde ich nicht so schlimm", "kann ich drüber hinweg sehen" und "ich spiele das Spiel für seine Atmosphäre". Das ist schön, stelle ich aber auch nicht in Frage.
Wie wäre es, wenn dann mal die Gegenseite, statt ständig mit der viel zu oft benutzten "Meine Meinung!!1"-Keule sämtliche Diskussionsansätze im Keim zu ersticken, einfach aufzeigt, wie ein so broken Gameplay trotzdem noch "gut" sein kann?
Bisher lese ich nämlich immer nur "finde ich nicht so schlimm", "kann ich drüber hinweg sehen" und "ich spiele das Spiel für seine Atmosphäre". Das ist schön, stelle ich aber auch nicht in Frage.
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Es ist schlecht. Hat niemand was anderes behauptet. Lediglich, wie jetzt immer noch darauf bestehst, dass wir das uns vor Augen führen sollen, stört uns.
Hat schon mal jemand daran gedacht das "erhöht die Möglichkeit Angriffen auszuweichen" einfach schwammig übersetzt sein könnte? Im sinne von "Du kannst schneller vor Gegnern weglaufen".
Persönlich habe ich nämlich nur bemerkt das Verbündete mit hoher Beweglichkeit im Kampfbereich schneller laufen als die mit geringem Wert.
Außerdem reden wir hier vom zweiten von ungefähr 80 Verbündeten die man erhalten kann. Vielleicht sollt man da auch einfach keine Wunder erwarten.
EDIT: Habe gestern mal kurz geprüft ob meine Vermutung mit der Bewegungsgeschwindigkeit zutrifft. Und muss gestehen das ich mich geirrt und es einfach anders wargenommen habe. Hatte immer das gefühl das die mit kleinem Wert sich langsamer Bewegen. Allerdings müsste sich Greifchen, welches ich bisher kaum benutzt habe, durch seinen hohen Wert schneller bewegen. Was nicht der Fall ist.
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„Generally, gameplay is considered to be the overall experience of playing a video game excluding factors like graphics and sound. Game mechanics, on the other hand, is the sets of rules in a game that are intended to produce an enjoyable gaming experience. Academic discussions tend to favor terms like game mechanics specifically to avoid gameplay since the latter term is too vague.“
Also: Spielmechaniken != Gameplay. Ihr redet hier aber hauptsächlich über die Mechaniken.
@Narcissu: Sorry, ich dachte, das mit dem "schlecht" bezieht sich jetzt nur auf bestimmte Aspekte. Ich wäre ansonsten der letzte, der das Gameplay in Ni no Kuni schlecht finden würde. xD
So, habe Ni no Kuni soeben durchgespielt. Am Ende ging es bei mir (im Gegensatz zum Anfang) nur schleppend voran, da gab es auch Tage, an denen ich nur eine halbe bis zwei Stunden gespielt habe, aber nach 54 Stunden Spielzeit habe ich gerade den „Ende“-Bildschirm erblickt. Insgesamt würde ich Ni no Kuni als gutes bis sehr gutes Spiel bezeichnen; der Anfang hat mir definitiv am besten gefallen, nach etwa der Hälfte nimmt das Spiel zumindest was Atmosphäre und Geschichte beginnt ab.
Das Writing kam mir nicht mehr so gut vor und bei manchen Teilen der Handlung hätte ich mir ein viel mehr Feingefühl gewünscht. Das ist leider auch bis zum Ende so geblieben, und auch wenn es noch ein paar positive Überraschungen gab, hätte ich mir letztlich ein paar Standardphrasen weniger gewünscht und stattdessen eine, wie gesagt, feinfühligere Präsentation gewünscht. Das kriegen die Ghibli-Filme nämlich immerhin, und ich hätte mir das auch von Ni no Kuni gewünscht, wo schon so viele RPGs das nicht schaffen. Auch die Musik, obgleich gut, hat sich mit der Zeit etwas abgenutzt. Man merkt im Verlauf des Spiels immer stärker, dass der Soundtrack nur aus 21 Stücken besteht, denn viele Orte teilen sich die gleiche Musik, in den Storyabschnitten wiederholen sich immer die gleichen drei bis vier Themen und an Kampfmusik ist die Auswahl auch nicht gerade groß.
Zum Ende selbst:
War jedenfalls ein schönes Spiel mit toller Atmosphäre und viel Charme. Hätte definitiv besser sein können, und anders als einige andere habe ich mich grundsätzlich am Gameplay nicht gestört (trotz einiger Patzer im Kampfsystem, und damit meine ich größtenteils nicht einmal die hier angesprochenen Mechaniken), was mich auch davon abhält, Ni no Kuni als „sehr gut“ abzustempeln, aber durch die Detailverliebtheit, die Spielwelt und die grundsätzlich liebenswürdigen Charaktere war es auf jeden Fall ein gutes Spielerlebnis.
Doch, ich behaupte, dass das Gameplay nicht schlecht ist.
Zitat von Tyr
Wie wäre es, wenn dann mal die Gegenseite, statt ständig mit der viel zu oft benutzten "Meine Meinung!!1"-Keule sämtliche Diskussionsansätze im Keim zu ersticken, einfach aufzeigt, wie ein so broken Gameplay trotzdem noch "gut" sein kann?
Bisher lese ich nämlich immer nur "finde ich nicht so schlimm", "kann ich drüber hinweg sehen" und "ich spiele das Spiel für seine Atmosphäre". Das ist schön, stelle ich aber auch nicht in Frage.
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Aber auch das wurde hier doch schon getan. Es ist nicht förderlich, wenn man nicht auf die Kritik seines Gegenübers eingeht, das stimmt. Aber auch nicht, wenn man von ein paar Spielmechaniken auf die gesamte Qualität des Gameplays schließt und dabei viele Aspekte gar nicht objektiv erfasst und bewertet hat.
Mal zur Wikipedia-Definiton von Gameplay: Gameplay: Gameplay is the specific way in which players interact with a game, and in particular with video games. Gameplay is the pattern defined through the game rules, connection between player and the game, challenges and overcoming them, plot and player's connection with it.
Warum macht mir das Gameplay in Ni no Kuni trotz einiger Schwächen Spaß?
1) Es spielt sich sehr kurzweilig. Alle Kämpfe sind kurz, das Kampf-Pacing ist hervorragend. Anspruchslos, aber dennoch spaßig. Der Übergänge vom Feld- zum Kampfmodus und umgekehrt gehen sehr schnell von statten, durch die Auswahl verschiedener Verbündeter hat man die Möglichkeit, die Kämpfe nicht immer ganz eintönig zu lösen und die Motivation in Form von Belohnungen ist angemessen (EXP für bis zu 12 verschiedene Einheiten, Items, Geld, evtl. sich anschließende Monster).
2) Es gibt eine große, erkundbare Welt. Es macht Spaß, die vielen Schätze und versteckten Orte zu suchen.
3) Die Nebenaufgaben, obwohl auf Dauer recht eintönig, machen Spaß. Sie bringen einen ferner dazu, die Welt noch weiter zu erkunden und entlohnen den Spieler angemessen.
4) Man kann sich mit einer Reihe von verschiedenen Gameplaykomponenten beschäftigen: Das Fangen, Trainieren und Weiterentwickeln von Kreaturen. Der Alchemie. Der Vervollständigung des magischen Begleiters. Dem Jagen von Achievements. Dem Suchen aller Schätze. Der Vervollständigung der Stempelkarten (durch Aufträge und Monsterjagden).
Mein Fazit: Ich finde das Gameplay nicht schlecht. Es hat einige Schwächen, zum Teil auch welche, die sich auf den Spielspaß auswirken. Aber die positiven Aspekte des Gameplays überwiegen letztlich für mich; alles in allem macht mir die Interaktion mit der Spielwelt viel Spaß.