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Thema: [Meine Uni] brennt! - Bildungsstreik

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  1. #1
    Die wissen ja gar nicht mehr, was sie wollen, die Hippie-Audimaxbesetzer in Wien. Die Politiker sitzens einfach aus. Wobei... mal sehn, was morgen passieren wird, da ist ja das Gespräch zwischen dem Gio Hahn und... ich weiß nicht, der ÖH (die weiterhin von sich weist, das Ganze überhaupt in Gang gebracht zu haben, was ja stimmt, aber wenns schon dabei sind, dann könntens auch ihren fuckin' Job machen, und die Studenten vertreten)... whatev'.

  2. #2
    Zitat Zitat von Wischmop Beitrag anzeigen
    Die wissen ja gar nicht mehr, was sie wollen, die Hippie-Audimaxbesetzer in Wien. Die Politiker sitzens einfach aus. Wobei... mal sehn, was morgen passieren wird, da ist ja das Gespräch zwischen dem Gio Hahn und... ich weiß nicht, der ÖH (die weiterhin von sich weist, das Ganze überhaupt in Gang gebracht zu haben, was ja stimmt, aber wenns schon dabei sind, dann könntens auch ihren fuckin' Job machen, und die Studenten vertreten)... whatev'.
    Keine Ökonomisierung von Bildung!
    Demokratisierung der Universitäten!
    ... http://unsereuni.at/?p=383

    sind wohl, jene Forderungen, gegen die ein klar denkender Mensch nicht sein kann.

    Das Problem ist, dass viel zu viel politisiert wird.
    Weil die BefreierInnen ( ) größtenteils dem linken Lager zuzuschreiben sind (oberflächlich gesehen), MÜSSEN die AG (ÖVP, christlich-konservativ, vergleichbar mit CDU) und andere parteigebundenen ÖH-Fraktionen des mittigen und rechten Lagers, ja GEGEN die Proteste sein.
    Auch wenn die Forderungen für alle Studierenden nur Gutes bringen würde, sind sie dagegen.

    Hier in Graz sind wir soweit (ich rede von WIR, obwohl ich mein Studium schon längst abgeschlossen habe UND ich FH studiert hab^^), dass einige Lehrende in den Arbeitsgruppen der Befreier aktiv sind.
    Neben diversen Plena und eigens gehaltenen Vorlesungen, gibts zwischendurch auch immer wieder Besuch von Autoren, Ökonomen, Kabarettisten usw.

    Letzten Mittwoch war sogar ein Plenum angesetzt bzgl. der freiwilligen Räumung von zwei Hörsälen. Die AG hat darauf hin via Facebook aufgerufen "Schmeißt/Werft sie raus!!"^^ Naja, der Hörsaal war dann am abend voll von Befreiern, da mit ein wenig "Action" gerechnet wurde...
    Die Staatspolizei hatte sich sogar eingeschalten, da eine Massenschlägerei befürchtet wurde. Es war dann natürlich nichts, alles friedlich. Lustig war, dass der AG Vorsitzende etwas dazu sagen wollte, er aber inhaltlich keine Argumentation hatte, und dann beinahe weinend und grantig aus dem Hörsaal gelaufen ist xD
    Und der Antrag zur Räumung wurde natürlich mit ca. 10 gegen 400 abgelehnt
    so viel dazu

  3. #3
    Heidelberg: Hörsaal 14 besetzt durch Hippiekommune. Von Brennen kann hier zwar keine Rede sein, aber bei der Teilnahme, die man sonst vermuten müsste ist das immer noch ganz gut.

  4. #4
    Universität Bremen. Ich habe außer einem Aufruf "Hey, alle anderen streiken, lasst uns mal gucken, ob wir das auch wollen. Treffen am f00 in bla" nicht viel mitbekommen. Ich glaube, irgendwelche Hörsäle wurden über Nacht (sic!) besetzt, aber srsly: Who cares? Im Audimax bin ich erst morgen, vielleicht ist da ja was besetzt oder so, aber von brennen kann hier auch nicht die Rede sein. Dabei haben zumindest die Geisteswissenschaftler im Moment eh genug, woran sie rummäkeln (Streichen der Mittagspause, Abriss des eigens von ihnen erbauten Protest-Gebäudes für einen Uni-Park). Nene, brennen tut hier nix, denk ich. Die Bauarbeiter stören den Betrieb mehr als irgendwelche protestierenden Studenten. :P

  5. #5
    Zitat Zitat von Blade_ss Beitrag anzeigen
    Keine Ökonomisierung von Bildung!
    Demokratisierung der Universitäten!
    ... http://unsereuni.at/?p=383

    sind wohl, jene Forderungen, gegen die ein klar denkender Mensch nicht sein kann.
    Würd ich jetzt mal nicht so sagen. Kommt immer drauf an, was man unter "Ökonomisierung von Bildung" sieht, aber wenn Universitäten ein arbeitsmarkttaugliches Angebot anbieten, das etwa von Staat und Unternehmen co-finanziert wird, ist das doch nicht unbedingt was Schlechtes - wer darüber hinausgehend Bildung will (also etwa Nischenfächer belegen), kann dann ja selbst dafür aufkommen.

    "Demokratisierung" ist ja auch so eine Sache - ich finde ehrlich gesagt schon die Existenz einer ÖH zu viel, die ja nicht viel macht außer sich wichtig und Gebühren einzutreiben. Den "Service", den ich dort angeblich bekomme, krieg ich genauso gut etwa bei StudentPoint der Hauptuni oder halt bei der Studienservicestelle.
    Ansonsten denke ich nicht, dass Studierende allzuviel bei der Gestaltung der Universitäten mitbestimmen sollten, da diese a) dazu neigen, sehr maßlos mit dem Geld anderer umzugehen und b) immer noch Kunden und nicht etwa Angestellte sind. Das sollte man niemals vergessen.

  6. #6
    Zitat Zitat von Broken Chords Can Sing A Little Beitrag anzeigen
    Ansonsten denke ich nicht, dass Studierende allzuviel bei der Gestaltung der Universitäten mitbestimmen sollten, da diese [...] immer noch Kunden und nicht etwa Angestellte sind. Das sollte man niemals vergessen.
    nton:
    Wenn das Verhältnis von einem Studenten zu seiner Universität bereits zu einem bloßen Kundenverhältnis verkommen ist, dann wundert es mich überhaupt nicht, dass so viele Studenten gegen eine Ökonomisierung der Bildung protestieren.

    Degradiert zu bloßen Kunden - so sollte das Verhältnis zwischen Uni und Studenten sicher nicht aussehen. Die Studenten selbst sind ein Teil der Uni, und zwar ein ganz entscheidender.

  7. #7
    Zitat Zitat von Broken Chords Can Sing A Little Beitrag anzeigen
    Würd ich jetzt mal nicht so sagen. Kommt immer drauf an, was man unter "Ökonomisierung von Bildung" sieht, aber wenn Universitäten ein arbeitsmarkttaugliches Angebot anbieten, das etwa von Staat und Unternehmen co-finanziert wird, ist das doch nicht unbedingt was Schlechtes - wer darüber hinausgehend Bildung will (also etwa Nischenfächer belegen), kann dann ja selbst dafür aufkommen.

    gerade WENN Unternehmen Studiengänge finanzieren wirds schlimm. dann gehts nur mehr um die Interessen der Unternehmen. Projekte werden gratis von den Studenten gemacht (Uni oder FH bekommen keinen extra Organisationsaufwand), der Horizont wird einfach extrem eingeschränkt. durch den enormen einfluss der unt. wird es einseitig, starr und unflexibel.
    das ist nicht im Sinn von BILDUNG!
    Ein Student muss frei sein von den Wertvorstellungen der Konzerne.

    ich sehs schon kommen:
    Pepsi University of California
    VW Technische Universität Wolfsberg
    McDonalds Master of Business Administration
    ...
    zum kotzen!

  8. #8
    McDonalds bietet schon Restaurant-Ausbildungen an, die man mit einem Bachelor abschließen kann. Selbst während des Studiums ist man im Restaurant. Das heißt, man kann dort das Klo putzen und sich am Grill verbrennen und an der Kasse angeschnautzt werden und was weiß ich nicht alles, was passierte, als ich dort arbeitete.

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