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Thema: Haben Spiele erzieherischen Wert? [Columbine als Spiel]

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  1. #1

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    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Wow. Deine Verständnis der Psychologie ist umfassend und dein Urteil über die Menschheit gnadenlos.
    Danke . Mein Urteil ist doch gar nicht so gnadenlos. Ich red hier doch nur von Lernpsycholgie. Ließ dir Mal George C. Homans oder Dieter Frey, die haben das halt so erforscht.
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Wir sind also alle Mörder von Natur aus, Videospiele lenken blos unseren Mordreflex von Fliegen und Käfern auf ein sinnvolleres Ziel? Ich hoffe, du kommst noch in die Oberstufe und machst eine Abi. Eines besseren belehrt zu werden ist die einzig vernünftige Strafe für solchen Stuß.
    Abi hab ich schon. Aber nett das du mich dabei unterstützen willst. Das was du da schreibt scheint mir nich das was ich gemeint habe. Aber was meinst du denn mit Stuß? Klär mich mal auf. So präzise deine Antwort auch ist, ich kann sie einfach nicht deuten (Tut mir leid für den Sarkasmus, aber dein Unterton klingt ein wenig aggressiv).

    Zitat Zitat von swordman Beitrag anzeigen
    Nein. Diese Gesellschaft hat erhebliche Probleme und ich finde es naiv, einfach seine Augen vor ihnen zu verschließen mit der Aussage "wenn es nicht so wäre, wäre es noch schlimmer!". Ich will mich nicht zwischen schlecht und noch schlechter entscheiden müssen oder vulgär ausgedrückt; ich will mich nicht zwischen dem kleinen und dem großen Haufen Scheiße entscheiden.

    Die Ansteigende Zahl an Arbeitslosen, die steigende Jugendkriminalität und die sich häufenden Misshandlungen von Kleinkindern in "sozial - schwachen" (ich hasse dieses Wort!) oder, besser gesagt, armen Familien. Das sind alles nur ein paar Beispiele für die Probleme, die in diesem Staat herrschen.
    Hmm ok, dann hab ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Was ich meine ist, vergleicht man die Gesellschaft mit vergangenen Zeiten, dann gehts uns Prächtig. Wir sind hier im Westen alle kleine französische Könige. Wenn man das Ziel hat eine perfekte Gesellschaft zu schaffen, dann ist da für mich naiv (Wobei ich dich keineswegs für naiv halte). Das Probleme bestehen heißt ja nicht das ein Gesellschaftssystem nicht funktioniert (Und auch nicht dass ich die Augen davor verschließe). Unsere Gesellschaft steht ständig vor neuen Problemen und das tolle ist doch dass wir innenpolitisch alles gewaltfrei lösen können. Ich meine allein das es grundsätzlich so ist, dass wir, sobald Probleme wahrgenommen werden, diese auch lösen wollen ist doch super. Es geht doch eher darum, dass ein System Problemlösungen hervorbringt.

    Die Fälle die du aufzählst sind Probleme. Das ist klar. Aber es sind sehr seltene Probleme. Ich meine, wie oft kommt es den vor dass jemand in unserem Umfeld damit konfronitert wird. Ok wir alle haben ein beschränktes Umfeld und im einen ist es schlimmer als im anderen, aber unsere Wahrnehmung solcher Probleme wird doch wesentlich durch massenmedien wie Fernsehn und Zeitung gesteuert. Würde die Berichterstattung ein "Wirkliches" Bild widerspiegel, so müsste jeder Pfarrer Pädophiel sein. Die medien berichten nun mal nur Dinge die Aufsehen erregen. Wenn man ein bisschen tiefer in der Thematik ist, dann zeigt sich recht schnell das das Problem weniger häufig auftritt. (In den bereichen in denen Ich mich auskenne ist das zumindest so)

    Es gibt natürlich auch bereiche in denen das nicht stimmt, in denen wird aber auch so gut wie immer (soweit ich weiß) gehandelt, wenn das Problem ausreichend stark wahrgenommen wird. (Umweltschutz z.B. die neuen Abkommen sind doch sehr schnell zustande gekommen, über den Inhalt lässt sich natürlich streiten).

    naja hoffe das bringt etwas besser rüber was ich meine,
    Liebe Grüße,
    Kaltblut

  2. #2
    Zitat Zitat von Kaltblut Beitrag anzeigen
    Hmm ok, dann hab ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Was ich meine ist, vergleicht man die Gesellschaft mit vergangenen Zeiten, dann gehts uns Prächtig. Wir sind hier im Westen alle kleine französische Könige. Wenn man das Ziel hat eine perfekte Gesellschaft zu schaffen, dann ist da für mich naiv (Wobei ich dich keineswegs für naiv halte). Das Probleme bestehen heißt ja nicht das ein Gesellschaftssystem nicht funktioniert (Und auch nicht dass ich die Augen davor verschließe). Unsere Gesellschaft steht ständig vor neuen Problemen und das tolle ist doch dass wir innenpolitisch alles gewaltfrei lösen können. Ich meine allein das es grundsätzlich so ist, dass wir, sobald Probleme wahrgenommen werden, diese auch lösen wollen ist doch super. Es geht doch eher darum, dass ein System Problemlösungen hervorbringt.
    Es wird gesagt, dass man das jeweilige Problem lösen will. Ich persönlich bekomme nichts davon damit, dass etwas gegen die Arbeitslosigkeit getan wird, außer dass man den Leuten 1 - Euro - Jobs gibt, von denen es sich schlechter leben lässt als von Hartz IV, und das will was heißen!

    Zitat Zitat von Kaltblut Beitrag anzeigen
    Die Fälle die du aufzählst sind Probleme. Das ist klar. Aber es sind sehr seltene Probleme. Ich meine, wie oft kommt es den vor dass jemand in unserem Umfeld damit konfronitert wird. Ok wir alle haben ein beschränktes Umfeld und im einen ist es schlimmer als im anderen, aber unsere Wahrnehmung solcher Probleme wird doch wesentlich durch massenmedien wie Fernsehn und Zeitung gesteuert. Würde die Berichterstattung ein "Wirkliches" Bild widerspiegel, so müsste jeder Pfarrer Pädophiel sein. Die medien berichten nun mal nur Dinge die Aufsehen erregen. Wenn man ein bisschen tiefer in der Thematik ist, dann zeigt sich recht schnell das das Problem weniger häufig auftritt. (In den bereichen in denen Ich mich auskenne ist das zumindest so)
    Die ersten zwei Probleme, die ich aufgezählt habe, betreffen mich direkt ... soviel dazu. -.-
    Ich glaube übrigens nicht, dass die Arbeitslosigkeit seltene Probleme sind, bei 3, 6 Millionen Arbeitslosen. (die Leute die von 1 - Euro - Jobs leben, sind da nicht einmal mit inbegriffen)

    Zitat Zitat von Kaltblut Beitrag anzeigen
    Es gibt natürlich auch bereiche in denen das nicht stimmt, in denen wird aber auch so gut wie immer (soweit ich weiß) gehandelt, wenn das Problem ausreichend stark wahrgenommen wird. (Umweltschutz z.B. die neuen Abkommen sind doch sehr schnell zustande gekommen, über den Inhalt lässt sich natürlich streiten).
    Wenn der Inhalt dieser "Problemlösung" fragwürdig ist, ist es keine Lösung. Jedenfalls nicht für mich. Und immer noch fährt jeder fröhlich mit seinem Auto durch die Gegend und verschmutzt unsere Umwelt weiter.


    Gott, wieviel Offtopic ._.°



    mfg swordman

  3. #3
    Zitat Zitat von Kaltblut Beitrag anzeigen
    Abi hab ich schon. Aber nett das du mich dabei unterstützen willst. Das was du da schreibt scheint mir nich das was ich gemeint habe. Aber was meinst du denn mit Stuß? Klär mich mal auf. So präzise deine Antwort auch ist, ich kann sie einfach nicht deuten (Tut mir leid für den Sarkasmus, aber dein Unterton klingt ein wenig aggressiv).
    Die Reaktion von Menschen auf Videospiele lässt sich mit dem klassischen Konditionierung nicht einmal richtig erklären! In Pawlows Modell, in dem jede untersuchte Reaktion eine vetetative ist müsste man einen unbedingten Reiz annehmen, der die unbedingte Reaktion: Ermorde X auslöst, welcher die Spieler beim Spielen hält. Davon abgesehen findet bei Videospielen keine Belohnung im Sinne des Behaviourismus statt und welches der Neutrale Reiz sein soll, welcher den unkonditionierten Reiz zur Reaktion Mord auf Menschen umlegen soll, musst du mal erklären.

    Mensch/Maschinen-Interaktionen jeglicher Art sind sowieso nur schwer in das Modell zu integrieren. Nur Freudianische Projektion bietet einen Ansatz.

    Zitat Zitat
    Das Problem dabei ist, dass sich der Entwickler viel zu wichtig nimmt. Weder weiß er inwiefern die Jungs mit diesen Dingen in Kontakt kamen, noch wie sie sie aufgenommen haben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein fehlgeleiteter Jugendlicher sich durch die Texte von Manson in seinem Tun bestätigt fühlt. Um es auf den Punkt zu bringen; Welches Recht hat der Entwickler eine solche Propaganda zu entwickeln, wenn er niemals mit den beiden Jungen geredet hat?
    Das ist für ihre Argumentation vollkommen bedeutungslos und war auch für die Angriffe auf Videospiele und Manson nebensächlich. Vor kurzem gab es in Schweden auch einen Fall von School Shooting, der Täter rechtfertigte sich mit einem verdrehten Sozialdarwinismus, aber niemand schrieb über: "Die Übel des Sozialdarwinismus, die für das Wohl unserer Gesellschaft bekämpft werden müssen!" Was der/die Täter sagen oder motiviert hat ist schlussendlich größtenteils irrelevant für ihre Rezeption. Das Spiel thematisierte dies unter anderem, indem es die Rezeption des Falles in den Medien mit dem vorhandenen dokumentativem Material vermischte. Natürlich instrumentalisierten sie damit die Täter ebenfalls, aber die Toten haben kein Mitspracherecht in solchen Sachen. Sie sind Beispiele geworden.

    Zitat Zitat
    Versteh mich nicht falsch, ich bin auch nicht der Meinung, dass Manson&Co Schuld an der ganzen Sache sind. Gleichzeitig waren sie Vorwände für die Jungen um ihr Handeln zu rechtfertigen und zwar nur für sich selbst.
    Du hälst Manson für einen modernen Rosseau? Für einen Werther? Für das ergreifende Kabuki mit Doppelselbstmord der Saison? nton: Repräsentieren Doom und Manson den Zeitgeist?

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